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Historie

Von Karl dem Großen bis in die digitale Zukunft: Streifzüge durch die Landkreisgeschichte

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Kriegszüge Karl des Großen im Bereich Lerigau (heutiger Nordkreis) und Dersigau (heutiger Südkreis). Zeitgleich: Friedliche Durchdringung von den Mutterkirchen Visbek (Landkreis Vechta) und Osnabrück aus. Seit dieser Zeit besteht eine enge Verbindung zu Münster.

1000
Im 10. Jahrhundert steht die Region unter dem Einfluss der mächtigen Grafen von Westfalen. Nach deren Entmachtung errichten die Grafen von Ravensberg-Calveslage ein eigenes Territorium.

1252
Verkauf des Territoriums für 40.000 Mark an den Bischof von Münster.

1650
Christoph Bernhard von Galen übernimmt den Bischofsstuhl des Stifts Münster. Das Oldenburger Münsterland spielt für ihn eine große Rolle.

1654
Abzug der Schweden aus der Festung Vechta auf Drängen des Bischofs.
  • Die Festung Vechta wird ausgebaut ("Malta des Nordens")
  • Abschluss der Rekatholisierung und
  • Reformation des Schulwesens
1803
Das Stift Münster wird säkularisiert, die Ämter Cloppenburg und Vechta fallen an den Herzog von Oldenburg.

1840 - 1860
Landflucht aufgrund großer Armut in den bäuerlichen Schichten der Tagelöhner und Heuerleute (von 65.000 Einwohnern im Oldenburger Münsterland siedeln sich ca. 10.000 Auswanderer in Amerika an).

1932 - 1945
Erfolgreiche Widersetzung gegen das NS-Regime. So gab es beispielsweise bis zum 1. Mai 1933 lediglich drei NSDAP-Mitglieder im Kreis Vechta.

19. Oktober 1945
Ein historisches Datum für ganz Deutschland: Der Kreistag in Vechta tritt zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Er ist damit der erste Landkreis, der nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Diktatur "zur demokratischen Selbstverwaltung schreitet", so Oberst Betteley von der britischen Militärregierung in seiner Eröffnungsrede.

12. Juni 1946
Der Kreistag wehrt sich gegen die Eingliederung in den Großraum Hannover. Im Falle einer Auflösung des Landes Oldenburg soll der Kreis Vechta vielmehr in den Raum Westfalen eingebunden werden.

16. Dezember 1948
Der Landkreis kämpft für mehr Eigenständigkeit. In einer Resolution an das Ministerium und die Landtagsabgeordneten wehrt sich der Kreistag gegen die zunehmenden Zentralisierungsbestrebungen seitens Hannovers.

11. November 1954
Mit einem einstimmigen Beschluss stimmt der Kreistag dem vom Niedersächsischen Staatsarchiv vorgeschlagenen Entwurf des Wappens zu.

28. Februar 1967
Geschlossen! In der Schachtanlage Damme stehen von nun an alle Räder still. Damit endet die Geschichte des Bergbaus im Landkreis Vechta.

09. Mai 1968
Der neun Jahre andauernde Kampf für den Erhalt des Landkreises Vechta beginnt. In einem Beschluss zur geplanten Gebietsreform stellt der Kreistag fest, dass der Landkreis Vechta durchaus Aufgaben einer modernen Verwaltung erfüllen kann und als selbständiger Landkreis erhalten bleiben muss.

1968
Fertigstellung der Autobahn A 1 im Bereich des Landkreises Vechta. Die A 1 ist von herausragender Bedeutung für den wirtschaftlichen Aufschwung in der Region.

30. Juni 1977
Geschafft! Landrat Clemens-August Krapp unterrichtet den Kreistag darüber, dass der Niedersächsische Landtag am 9. Juni das Achte Gesetz zur Verwaltungs- und Gebietsreform verabschiedet hat. Danach bleibt der Landkreis Vechta selbständig! Ein neun Jahre dauernder Kampf für den Erhalt des Landkreises ist erfolgreich beendet.

15. Dezember 1994
Der Landkreis beschließt, dem Verein "Verbund Oldenburger Münsterland e. V." beizutreten.

24. April 1998
Einweihung: Nach rund zweijähriger Bauzeit kann das neue Kreishaus in Vechta am heutigen Standort eingeweiht werden.

25. März 2008
Beginn des 6-streifigen Ausbaus der Autobahn A 1 zwischen Vechta und Lohne/Dinklage.

04. November 2013
Start des Rufbussystems "moobil+". Gemeinsam mit den Kommunen und der Verkehrsgesellschaft Vechta wird das kreisweite Rufbussystem ins Leben gerufen.

2018
Mit großen Schritten in die digitale Zukunft: Der Landkreis Vechta gründet mit der "Breitbandinitiative Landkreis Vechta" einen Eigenbetrieb zum Breitbandausbau.