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BaföG für schulische Ausbildungen

Mit dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (kurz: BAföG) werden junge Menschen während ihrer Ausbildung oder ihres Studiums finanziell unterstützt. Hauptziel des BAföG ist die Erhöhung der Chancengleichheit im Bereich Bildung, um allen Schülern und Studierenden eine Ausbildung ohne Nebenjob zu ermöglichen. Dies funktioniert aber leider nicht immer. Fast 67 % der Studierenden in Deutschland führen einen Nebenjob aus, um das Studium und sonstige Kosten zumindest teilweise finanzieren zu können.

Für Studierende werden die BAföG-Leistungen im Regelfall zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses staatliches Darlehen gewährt, während bei Bezug von Schüler-BAföG die Leistung als voller Zuschuss gezahlt wird.

Gefördert werden können Personen, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch EU-Bürgerinnen und -Bürger und andere Ausländer (z. B. anerkannte Flüchtlinge oder Ausländer mit einer Aufenthalts- oder einer Niederlassungserlaubnis). Das Höchstalter von 30 Jahren darf bei Beginn der Ausbildung und Beantragung von Schüler-BAföG noch nicht überschritten sein. Eine Ausnahme gilt bei Antragstellern mit Kindern unter zehn Jahren. Bei Studierenden erhöht sich das Höchstalter auf 35 Jahre.

In der Regel werden mit dem Schüler-BAföG Erstausbildungen an allgemein- und berufsbildenden Schulen (allgemeinbildende Schulen ab Klasse 10), an Kollegs, Akademien und Hochschulen bis zu einem berufsqualifizierenden Abschluss gefördert. Die Förderung kann unter bestimmten Voraussetzungen auch bei Aufenthalten im Ausland, bei Praktika oder bei Fernunterrichtslehrgängen erfolgen. Grundsätzlich sind nur Erstausbildungen förderungsfähig. Zweitausbildungen werden nur in bestimmten Fällen unterstützt.

Die Höhe des BAföG-Satzes richtet sich nach der Art der Ausbildungsstätte, den persönlichen Lebensumständen und den finanziellen Möglichkeiten der Antragstellenden und deren Familien. So haben bei den Eltern wohnende Schüler einen geringeren BAföG-Anspruch als auswärts untergebrachte. Auf die jeweiligen Bedarfssätze wird das eigene Einkommen und Vermögen sowie das Einkommen der Eltern angerechnet. Elternunabhängige Förderungen sind nur in bestimmten Ausnahmefällen möglich. Bei der Anrechnung des Einkommens und des Vermögens werden jedoch immer auch Freibeträge gewährt. Das Vermögen der Antragstellenden wird beispielsweise erst ab einem Betrag von 7.500 € voll angerechnet. So können Auszubildende zum Beispiel ein Auto besitzen und dennoch einen Anspruch auf BAföG haben. Zudem werden auch Freibeträge für Geschwisterkinder, die sich in einer Ausbildung befinden oder noch die allgemeinbildende Schule besuchen, beim Einkommen der Eltern angerechnet.

Um zu erfahren, wie hoch der eigene Anspruch ist, sollten sich Antragsteller beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung beraten lassen. Studierende stellen ihren Antrag auf BAföG beim Studentenwerk der Hochschule, an der sie eingeschrieben sind. Für Auszubildende an Abendgymnasien, Kollegs, Höheren Fachschulen und Akademien ist das Amt für Ausbildungsförderung zuständig, in dessen Bezirk sich die Ausbildungsstätte befindet. Der Landkreis Oldenburg ist also zuständig, wenn sich die besuchte Schule im Landkreis befindet. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler ist der Wohnort der Eltern maßgebend. In diesen Fällen ist der Landkreis Oldenburg zuständig, wenn beide Elternteile oder der Auszubildende und ein Elternteil im Landkreis wohnen.

Wer sich nach der schulischen Ausbildung oder dem Studium mit einem Lehrgang oder einer beruflichen Fortbildung weiterqualifizieren möchte, könnte Anspruch auf das sogenannte "Aufstiegs-BAföG" haben. Dieses wird zum Teil als Zuschuss und zum Teil als zinsgünstiges Darlehen gewährt. Das Aufstiegs-BAföG ist in Niedersachsen bei der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank), Günther-Wagner-Allee 12-16, 30177 Hannover zu beantragen. Bei Fragen stehen die Mitarbeiter telefonisch unter 0511 30031-497 zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es außerdem im Internet unter www.aufstiegs-bafoeg.de.

Das Amt für Ausbildungsförderung ist beim Landkreis Oldenburg im Jugendamt angesiedelt. Die zuständigen Sachbearbeiter (Telefon 04431 85-201 und 04431 85-588) stehen für Fragen rund um das BAföG sowohl telefonisch als auch persönlich zu den Sprechzeiten (montags bis freitags 8.00 bis 12.00 Uhr, donnerstags 14.00 bis 16.00 Uhr sowie nach Terminvereinbarung) zur Verfügung. Informationen zum BAföG sind zudem auf der Internet-Seite des Landkreis Oldenburg (www.oldenburg-kreis.de) als auch unter www.bafög.de zu finden.