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Schule

Die Bildungslandschaft in Stadt und Landkreis Hildesheim ist von großer Vielfalt geprägt. Von der Grundschule bis zur berufsbildenden Schule sind somit 112 Schulen im Landkreis Hildesheim verortet, für die die Kommunen, der Landkreis Hildesheim oder kirchliche und freien Träger als Schulträger zuständig sind.
Kreisweit werden im Schuljahr 2017/18 insgesamt ca. 38.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.


6.1 Adressen der Schulen im Landkreis Hildesheim
Anschriften der Schulen und detaillierte Informationen über die schulischen Angebote in Stadt und Landkreis Hildesheim finden Sie im Internet unter www.landkreishildesheim.de/Schulamt sowie eine grafische Übersicht der schulischen Standorte unter der Adresse www.landkreishildesheim.de/kreiskarte

6.2 Schulpflicht
Gemäß § 65 (1) dem Niedersächsischen Schulgesetz (NSchG) endet die Schulpflicht grundsätzlich zwölf Jahre nach ihrem Beginn. Alle Schulpflichtigen besuchen zunächst mindestens neun Jahre lang Schulen im Primarbereich und im Sekundarbereich I. Im Anschluss daran ist die Schulpflicht im Sekundarbereich II durch den Besuch einer allgemein bildenden oder einer berufsbildenden Schule zu erfüllen. Abweichend zu oben sind Auszubildende für die Dauer ihres Berufsausbildungsverhältnisses weiterhin berufsschulpflichtig. Die Berufsausbildung in Deutschland erfolgt überwiegend im Dualen System. Dieser Begriff bedeutet Ausbildung in einem Betrieb der Wirtschaft, in der Verwaltung oder in Praxen eines freien Berufs einerseits und in der Berufsschule andererseits.
Die Berufsschule wird in Form von Teilzeitunterricht oder von Vollzeitunterricht in zusammenhängenden Teilabschnitten (Blockunterricht) geführt. In Teilzeitform begleitet sie ein bis zwei Mal wöchentlich die betriebliche Ausbildung. Die Rechtsgrundlage der Berufsschule ist das Niedersächsische Schulgesetz. Die wichtigste Bestimmung ist die Berufsschulpflicht: Alle Auszubildenden müssen grundsätzlich die Berufsschule besuchen, unabhängig davon, ob die allgemeine 12-jährige Schulpflicht bereits erfüllt ist oder nicht.

6.3 Schülerbeförderungskosten
Der Landkreis Hildesheim ist Träger der Schülerbeförderung und hat gemäß dem Niedersächsischen Schulgesetz unter anderem die in seinem Gebiet wohnenden schulpflichtigen Kinder
  • der 1. bis 10. Schuljahrgänge der allgemein bildenden Schulen
  • der Berufseinstiegsschule
  • der ersten Klasse von Berufsfachschulen, soweit die Schulpflichtigen diese ohne Sekundarabschluss I - Realschulabschluss besuchen unter zumutbaren Bedingungen zur Schule zu befördern oder ihnen oder ihren Erziehungsberechtigten die notwendigen Aufwendungen für den Schulweg zu erstatten.

Weitere Informationen sind der Homepage des Landkreises Hildesheim zu entnehmen:
www.landkreishildesheim.de/Schülerbeförderung

6.4 Lese-Rechtschreib- und Rechenschwäche
Wenn Ihr Kind unter einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) oder einer Rechenschwäche (Dyskalkulie) leidet und dadurch von einer seelischen Behinderung bedroht ist, kann das Jugendamt eine entsprechende Therapie finanzieren. Nach einem ersten Informationsgespräch mit dem zuständigen Bezirkssozialdienst können Sie ggf. einen Antrag an das Jugendamt stellen. Erforderlich hierfür ist anschließend eine Stellungnahme einer kinder- und jugendlichenpsychiatrischen Fachkraft (Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder eine der niedergelassenen kinder- und jugendlichenpsychiatrischen Fachkräfte). Das Jugendamt holt zusätzlich einen Bericht der Schule ein und prüft danach die Beeinträchtigung der Teilhabe des Kindes. Liegen die Voraussetzungen vor, empfiehlt das Jugendamt mehrere geeignete Therapiestellen, mit denen das Jugendamt zuvor eine Leistungs- und Entgeltvereinbarung geschlossen hat. Nach spätestens 40 Therapieeinheiten erfolgt eine Überprüfung des weiteren Hilfebedarfs incl. eines Hilfeplangesprächs zusammen mit den Eltern, der Therapiestelle und ggf. der Klassenlehrkraft des Kindes. Eine ambulante Legasthenie-/Dyskalkulietherapie ist für die Eltern kostenfrei. Zusätzliche Zahlungen an die Therapiestelle sind nicht erforderlich. Es wird empfohlen, dass Sie vor der Bewilligung keinen Vertrag bei einem Institut unterschreiben, durch den Sie sich zu Zahlungen verpflichten.

6.4.1 Lernförderung in Schulen (LeFiS)
LeFiS ist ein Angebot des Jugendamtes des Landkreises Hildesheim. Seit einer Kooperationsarbeit im Jahr 2010 mit der Universität Hildesheim sowie neun Grundschulen, Lerntherapeuten, Familien und Lehrkräften, gilt dieses Angebot für alle Grundschulen. Ziel ist es, frühzeitig im Rahmen des Unterrichts lese- und schreibschwache Kinder zu identifizieren, zu fördern, und so tiefgreifenden Schulschwierigkeiten entgegenzuwirken. Weitere Informationen unter www.landkreishildesheim.de/lefis

6.5 Hausaufgabenhilfe
Benachteiligten Kindern und Familien soll die Möglichkeit gegeben werden, sich Zugang zu nichtkommerziellen ergänzenden Bildungsangeboten zu verschaffen. Dazu werden ausgewählte Einrichtungen in bildungsschwachen Gebieten in Hildesheim unterstützt, mit ihren Hausaufgabenhilfen ein niedrigschwelliges und präventives Angebot zu schaffen, z. B.:
www.caritas-hildesheim.de, Suchbegriff "Hausaufgabenhilfe" oder www.kjohildesheim.de/hausaufgabenhilfe/

6.6 Schulassistenz
Schulassistenzen, Integrationskräfte oder Individualbegleitungen unterstützen Kinder mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung im schulischen Alltag und orientieren sich an ihren individuellen Bedürfnissen.
Eine Schulbegleitung soll im schulischen Lebens- und Lernumfeld eine Unterstützung für ein bestimmtes schulpflichtiges Kind sein, so dass diesem die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft möglich wird. Nachdem die Entscheidung der Eltern in Absprache mit der Schulleitung, Klassenleitung etc. für eine Schulbegleitung für ein bestimmtes Kind vorliegt, folgt die Antragstellung auf Kostenübernahme beim Sozialamt oder Jugendamt.

Die Eltern und das Kind lassen sich vom Jugend- und Sozialhilfeträger im Hinblick auf die Einleitung einer Jugendhilfe-, Sozialhilfemaßnahme beraten. Nach Vorlage aller erforderlichen Unterlagen prüft der Sozialleistungsträger das Vorliegen der Voraussetzungen, tritt danach mit allen Beteiligten in Kontakt (Eltern, Kind, Schule), bespricht gemeinsam das weitere Vorgehen und leitet eine Hilfe ein.

6.7 Schulverweigerung
Unter Schulverweigerung wird ein wiederkehrendes oder länger anhaltendes und meist unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht verstanden. Auch gelegentliches Schwänzen kann Schulverweigerung sein. Schulverweigerung ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 1.000 Euro geahndet werden kann. Auch Eltern, die nicht dafür Sorge tragen, dass minderjährige schulpflichtige Kind regelmäßig am Unterricht teilnehmen, können ordnungswidrig handeln. Das Vorgehen gegen Schulverweigerung ist Aufgabe der Schule in Zusammenarbeit mit der Ordnungsbehörde, den Jugendämtern und unter Umständen auch mit den Familiengerichten.

6.8 Schulberatung
Das Hildesheimer Beratungs- und Unterstützungszentrum (HiBUZ) bietet Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften Beratung an, wenn das Verhalten der Kinder in der Schule zum Problem wird. Unter dem Leitsatz "Gespräche über Probleme schaffen Probleme, Gespräche über Lösungen schaffen Lösungen." gibt es im Internet unter www.sothenbergschule.de/hibuz weitere Informationen.