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Familie und Beruf

Die Fachkräfte im Jugendamt und auch die politisch Verantwortlichen im Landkreis Hildesheim legen großen Wert auf ein bedarfsgerechtes und qualifiziertes Angebot von Tagesbetreuungsplätzen. Die Aspekte Bildung, Betreuung und Förderung von Kindern und Familien sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beschreiben den bedeutenden Stellenwert dieser kommunalpolitischen Aufgabe.

Für Kinder unter drei Jahren können die Eltern zwischen der Betreuung in einer Krippe oder bei einer Tagespflegeperson wählen. Vom dritten Geburtstag an gilt der Vorrang der Betreuung in einer Kindertagesstätte; Kindertagespflege kommt dann nur bei besonderem Bedarf oder ergänzend in Betracht, z. B. wenn die Betreuungszeiten in der Kindertagesstätte nicht ausreichen oder dort kein Betreuungsplatz zur Verfügung steht. Viele Krippen und Kindertagesstätten bieten auch Integrationsgruppen an.

5.1 Kindertagesbetreuung, Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder
Das Amt für Familie nimmt die Aufgaben nach § 24 SGB VIII, des Gesetzes zur Förderung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege wahr.

Kontakt beim Landkreis Hildesheim - Amt für Familie
Bischof-Janssen-Str. 31
31134 Hildesheim

Ansprechpartnerinnen für Tagespflegepersonen
Bettina Emter, Telefon: 05121 309-5691
E-Mail: bettina.emter@landkreishildesheim.de

Anja Thürnau, Telefon: 05121 309-5692
E-Mail: anja.thuernau@landkreishildesheim.de

Birgit Siebrecht, Telefon: 05121 309-5681
E-Mail: birgit.siebrecht@landkreishildesheim.de

Regina Wiechers, Telefon: 05121 309-5682
E-Mail: regina.wiechers@landkreishildesheim.de

Ansprechpartnerinnen für Kindertagesstätten
Christina Gerlach-Sufin, Telefon: 05121 309-5701
E-Mail: christina.gerlach-sufin@landkreishildesheim.de

Derya Heidelberg, Telefon: 05121 309-5731
E-Mail: derya.heidelberg@landkreishildesheim.de

Anja Thürnau, Telefon: 05121 309-5692
E-Mail: anja.thuernau@landkreishildesheim.de

5.1.1 Krippe
Im Landkreis Hildesheim wurden in den vergangenen Jahren bedarfsgerecht Krippenplätze neu geschaffen. In der Zukunft wird das so bleiben. Die Krippen haben sich durch spezielle frühkindliche Förderkonzepte zu einer allgemeinen familienergänzenden Institution entwickelt. In der Krippe werden Kinder unter drei Jahren in einer Gruppe von bis zu 15 Kindern betreut. Die heutigen Konzepte der Kinderkrippen, die Gruppengröße, ihre altersmäßige Mischung sowie die Besetzung mit qualifizierten sozialpädagogischen und pflegerischen Fachkräften sind die entscheidenden Voraussetzungen, um den Bedürfnissen der Säuglinge und Kleinstkinder nach individueller Zuwendung und altersgemäßer Förderung gerecht werden zu können. Kinder haben von ihrem ersten Geburtstag an einen Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Krippe oder bei einer Tagespflegeperson.

5.1.2 Kindertagespflege
Die Kindertagespflege ist eine familiennahe Betreuungsform grundsätzlich für Kinder unter drei Jahren. In Ausnahmefällen kann die Kindertagespflege sowohl ergänzend als auch alternativ zur institutionellen Kindertagesbetreuung (Kindertagesstätten, Krippen, Hort) genutzt werden. Tagespflegepersonen werden durch das Jugendamt hinsichtlich ihrer persönlichen Eignung überprüft und müssen eine fachliche Qualifizierung nachweisen. Sie werden regelmäßig durch das Jugendamt fortgebildet. Auch die Räume, in denen die Kindertagespflege durchgeführt wird, werden immer wieder durch das Jugendamt begutachtet. Tagespflegepersonen erhalten eine auf maximal fünf Jahre befristete Erlaubnis zur Betreuung von fünf gleichzeitig anwesenden fremden Kindern. Die Kindertagespflege kann in den Räumen der Tagespflegeperson, in der Wohnung der Eltern oder auch in den Räumen Dritter stattfinden. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass sich mehrere Tagespflegepersonen zu einer Großtagespflege zusammenschließen. In einer Großtagespflegestelle können bis zu acht Kinder gleichzeitig betreut werden bzw. bis zu zehn Kinder, wenn mindestens eine der beiden Tagespflegepersonen eine pädagogische Berufsausbildung absolviert hat. Informationen hierzu erhalten Sie auf der lokalen Betreuungsbörse unter www.lkhi.betreuungsboerse.net

5.1.3 Kindergarten/Kindertagesstätte
In Kindergärten/Kindertagesstätten werden die Kinder vom dritten Geburtstag bis zum Schuleintritt betreut. Die Kindertagesstätten (Kitas) sind entweder vor- oder nachmittags beziehungsweise ganztags geöffnet. In den Gruppen werden bis zu 25 Kinder umsorgt.

Jedes Kind hat von seinem dritten Geburtstag an einen Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kindertagesstätte. Der Anspruch gilt grundsätzlich für den Besuch einer Vormittagsgruppe. Wenn ein ausreichendes Angebot an Plätzen nicht zur Verfügung steht, kann auf den Besuch einer gleichwertigen Nachmittagsgruppe oder eines Kinderspielkreises verwiesen werden. Im Landkreis Hildesheim wird ein bedarfsgerechtes Angebot auch an Ganztagsplätzen vorgehalten. Im Einzelfall kann der Rechtsanspruch auch durch Vermittlung einer Tagespflegestelle erfüllt werden. Das Land Niedersachsen fördert im besonderen Maße die integrative Erziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder in Kindertagesstätten. Es können auf Antrag Einzelintegrationen oder eine ganze integrative Gruppe in einer Kita eingerichtet werden. Nähere Informationen zu diesem Thema können Sie beim Jugendamt erhalten. In den meisten Kindertagesstätten werden spezielle Sprachförderprogramme (z. B. Kea, "Rucksack" oder "Griffbereit"), aber auch andere Programme, z. B. zur Förderung der Bewegung angeboten. Informieren Sie sich darüber bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Familien- und Kinderservicebüro oder direkt in der Kindertagesstätte. Eine Übersicht über die vielen Kindertagesstätten finden Sie auf der Kreiskarte unter
www.landkreishildesheim.de/kreiskarte

5.1.4 Hort
Der Hort ist eine familienergänzende, schulbegleitende und freizeitgestaltende Einrichtung. Dort können schulpflichtige Kinder bis zu ihrem 14. Geburtstag nach dem Schulunterricht und/oder in den Ferien betreut werden.

5.2 Familien- und Kinderservicebüros der Städte und Gemeinden
Die Familien- und Kinderservicebüros sind eine wichtige zentrale Anlaufstelle für Familien. Hier erhalten sie Unterstützung, die sich nach den unterschiedlichsten Bedürfnissen in Familien richtet und Hinweise zur Erleichterung der Lebensgestaltung von Kindern, Erziehenden und Benachteiligten gibt. Im Landkreis Hildesheim haben alle Städte, Gemeinden und Samtgemeinden die Aufgaben der Kindertagesbetreuung durch eine Vereinbarung mit dem Landkreis Hildesheim übernommen. Die Familien- und Kinderservicebüros in den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden können Sie tagesaktuell über die bestehenden Betreuungsangebote informieren.
www.lkhi.betreuungsboerse.net

Eine Karte mit den Familienkinderservicebüros, die in der Regel in den jeweiligen Rathäusern der Kommunen verortet sind, finden Sie im Internet unter
www.landkreishildesheim.de/kreiskarte

Stadt Alfeld
Perkstr. 2
31061 Alfeld

Frau Schaper, Telefon: 05181 703-136
E-Mail: schaper@stadt-alfeld.de
Herr Heuer, Telefon: 05181 703-197
E-Mail: heuer@stadt-alfeld.de

Gemeinde Algermissen
Marktstr. 7
31191 Algermissen
Frau Algermissen, Telefon: 05126 910-013
E-Mail: cornelia.algermissen@algermissen.de

Stadt Bad Salzdetfurth
Oberstr. 6
31162 Bad Salzdetfurth
Herr Bütefisch, Telefon: 05063 999-121
E-Mail: k.buetefisch@bad-salzdetfurth.de
Frau Roggatz, Telefon: 05063 999-123
E-Mail: j.roggatz@bad-salzdetfurth.de

Stadt Bockenem
Buchholzmarkt 1
31167 Bockenem
Frau Dumschat, Telefon: 05067 242-324
E-Mail: sabine.dumschat@bockenem.de

Gemeinde Diekholzen
Alfelder Str. 5
31199 Diekholzen
Frau Kreye, Telefon: 05121 202-22
martina.kreye@diekholzen.de
Frau Mangas, Telefon: 05121 202-21
E-Mail: tanja.mangas@diekholzen.de

Stadt Elze
Hauptstr. 61
31008 Elze
Frau Mensing, Telefon: 05068 464-14
E-Mail: s.mensing@elze.de

Gemeinde Freden (Leine)
Am Schillerplatz 4
31084 Freden (Leine)
Herr Weidner, Telefon: 05184 790-31
E-Mail: weidner@freden.de

Gemeinde Giesen
Rathausstr. 27
31180 Giesen
Frau Mielke, Telefon: 05121 931-035
E-Mail: tina.mielke@giesen.de

Samtgemeinde Leinebergland Gronau
Blanke Str. 16
31028 Gronau (Leine)
Frau Winnefeld, Telefon: 05182 902-555
E-Mail: n.winnefeld@sg-leinebergland.de
Frau Dennstädt, Telefon: 05182 902-440
E-Mail: i.dennstaedt@sg-leinebergland.de

Duingen
Töpferstr. 9
31089 Duingen
Frau Walter, Telefon: 05185 609-25
E-Mail: s.walter@sg-leinebergland.de

Gemeinde Harsum
Oststr. 27
31177 Harsum
Frau Meyer, Telefon: 05127 405-153
E-Mail: jessicameyer@harsum.de
Frau Kreuzkam, Telefon: 05127 405-151
E-Mail: nicolekreuzkam@harsum.de

Stadt Hildesheim
Markt 2
31134 Hildesheim
Frau Markowic, Telefon: 05121 301-4545
E-Mail: familienbuero@stadt-hildesheim.de

Gemeinde Holle
Am Thie 1
31188 Holle
Frau Rusteberg, Telefon: 05062 908-424
E-Mail: rusteberg@holle.de

Gemeinde Lamspringe
Kloster 331195 Lamspringe
Frau Schnelle, Telefon: 05183 500-13
E-Mail: m.schnelle@samtgemeinde-lamspringe.de

Gemeinde Nordstemmen
Rathausstr. 3
31171 Nordstemmen
Frau Dombrowski, Telefon: 05069 800-45
E-Mail: nicole.dombrowski@nordstemmen.de

Stadt Sarstedt
Steinstr. 22
31157 Sarstedt
Frau Wallbaum, Telefon: 05066 805-71
E-Mail: claudia.wallbaum@sarstedt.de
Herr Bernhardt, Telefon: 05066 805-72
E-Mail: daniel.bernhard@sarstedt.de

Gemeinde Schellerten
Rathausstr. 8
31174 Schellerten
Frau Pape-Meyer, Telefon: 05123 401-24
E-Mail: pape-meyer@schellerten.de

Gemeinde Sibbesse
Friedrich-Lücke-Platz 1
31079 Sibbesse
Frau Wesch, Telefon: 05065 801-21
E-Mail: hauptamt@sibbesse.de

Gemeinde Söhlde
Bürgermeister-Burgdorf-Str. 8
31185 Söhlde
Frau Thiel, Telefon: 05129 972-17
E-Mail: thiel@soehlde.de
Frau Baensch, Telefon: 05129 972-19
E-Mail: baensch@soehlde.de

5.3 Elternzeit
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen, haben bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit. Bei Geburten bis zum 30. Juni 2015 können sie mit Zustimmung des Arbeitgebers bis zu zwölf Monate der Elternzeit auf die Zeit zwischen dem dritten und dem achten Geburtstag des Kindes übertragen. Während der Elternzeit besteht Kündigungsschutz. Er beginnt mit der Anmeldung der Elternzeit, frühestens jedoch acht Wochen vor deren Beginn. Eine Kündigung kann daher nur in besonderen Fällen erfolgen und auch nur dann, wenn die zuständige Aufsichtsbehörde die Kündigung zuvor für zulässig erklärt hat.

Anmeldung der Elternzeit
Die Elternzeit, die innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes beansprucht werden soll, muss beim Arbeitgeber sieben Wochen vor Antritt angemeldet werden. Wird die Anmeldefrist nicht eingehalten, verschiebt sich der Termin für den Beginn der Elternzeit entsprechend. Bei dringenden Gründen ist ausnahmsweise auch eine angemessene kürzere Frist möglich. Mit der erstmaligen Anmeldung der Elternzeit muss man sich gleichzeitig verbindlich festlegen, für welche Zeiträume innerhalb von zwei Jahren die Elternzeit genommen werden soll. Beantragt ein Elternteil Elternzeit nur bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres des Kindes, folgt daraus, dass auf die Elternzeit für das zweite Lebensjahr verzichtet wird. Eine Verlängerung der Elternzeit innerhalb dieses Zeitraums ist in diesem Fall nur mit Zustimmung des Arbeitgebers möglich. Ist geplant, die Partnermonate des Elterngeldes in Anspruch zu nehmen, muss die Anmeldung, wenn die Elternzeit damit verbunden werden soll, erst spätestens sieben Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber erfolgen, auch wenn im Rahmen des Elterngeldantrags bereits eine Festlegung getroffen wurde.

Anspruch auf Teilzeitarbeit
Erwerbstätige Eltern können frei entscheiden, wer von ihnen Elternzeit nimmt. Sie können auch gleichzeitig Elternzeit nehmen. Wer Elternzeit nimmt, kann in Teilzeit bis zu 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats arbeiten. In Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten besteht ein Anspruch auf Teilzeitarbeit in der Elternzeit, wenn
  • keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen,
  • die Arbeitnehmerin beziehungsweise der Arbeitnehmer mehr als sechs Monate im Unternehmen tätig ist,
  • die vertraglich vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit für mindestens zwei Monate auf einen Umfang von nicht weniger als 15 und nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats verringert wird,
  • der Anspruch dem Arbeitgeber sieben Wochen vor Beginn der Tätigkeit schriftlich mitgeteilt wurde.
Nach Ablauf der Elternzeit haben die Eltern einen Anspruch, auf ihren oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz zurückzukehren. Entscheidend hierfür sind die Vereinbarungen des Arbeitsvertrages. Eine Schlechterstellung im Hinblick auf das Entgelt ist nicht zulässig. Wurde die Arbeitszeit während der Elternzeit reduziert, gilt nach deren Ende wieder die frühere Arbeitszeit.

Vorzeitige Beendigung der Elternzeit zur Inanspruchnahme des Mutterschutzes
Arbeitnehmerinnen können die angemeldete Elternzeit vorzeitig - ohne Zustimmung des Arbeitgebers - beenden, um die gesetzlichen Mutterschutzfristen nach § 3 Absatz 1 und 2 Mutterschutzgesetz und die damit verbundenen Rechte in Anspruch zu nehmen. In diesem Fall sollte dem Arbeitgeber die Beendigung der Elternzeit rechtzeitig mitgeteilt werden. Eine rückwirkende Beendigung der Elternzeit ist nicht vorgesehen. Die Elternzeit kann also frühestens enden, wenn die Mitteilung dem Arbeitgeber zugegangen ist.

Neuregelung zur Flexibilisierung der Elternzeit
Für Geburten ab dem 1. Juli 2015 gelten neue Regelungen zur Elternzeit. Eltern können diese deutlich flexibler einsetzen. Auch weiterhin sind pro Elternteil 36 Monate unbezahlte Auszeit vom Job bis zum dritten Geburtstag des Kindes möglich. Davon können dann 24 Monate zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes eingesetzt werden. Eine Zustimmung des Arbeitgebers ist nicht mehr erforderlich. Damit Unternehmen sich aber rechtzeitig darauf einstellen können, wird die Anmeldefrist für die Elternzeit, die nach dem dritten Geburtstag des Kindes beansprucht werden soll, auf 13 Wochen erhöht. Außerdem kann die Elternzeit in drei statt bisher in zwei Zeitabschnitte pro Elternteil eingeteilt werden. So können Eltern ihre Kinder auch später eine Zeit lang intensiv begleiten, wenn dies notwendig wird - zum Beispiel beim Eintritt in die Schule. Beachten Sie bei ihren Planungen, dass der Arbeitgeber Elternzeit, die vollständig zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes beansprucht werden soll, ablehnen kann, wenn dringende betriebliche Gründe entgegenstehen und es sich dabei um den "dritten Zeitabschnitt" der Elternzeit handelt. Machen Eltern innerhalb der Elternzeit Ihren Anspruch auf Teilzeit geltend, kann der Arbeitgeber die Teilzeit nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen. Die Zustimmung des Arbeitgebers gilt als erteilt, wenn der Antrag nicht innerhalb einer bestimmten Frist abgelehnt wird: Nämlich vier Wochen nach Zugang des Teilzeit-Antrags im Zeitraum zwischen Geburt und drittem Geburtstag des Kindes und acht Wochen nach Zugang des Teilzeit-Antrags für den Zeitraum zwischen drittem und achtem Geburtstag des Kindes.
Quelle: www.familien-wegweiser.de, Suchbegriff "Elternzeit"

5.4 Arbeitsausfall durch Krankheit

5.4.1 Erkrankung eines Elternteils
Fällt der betreuende Elternteil wegen Krankheit oder einer Kur aus, so gewährt die Krankenkasse für die Betreuung von Kindern unter 14 Jahren eine Haushaltshilfe. Der Antrag ist in diesen Fällen schnellstmöglich bei der Krankenkasse zu stellen. Die Krankenkasse nennt Ihnen Haushaltshilfen, mit denen sie vertragliche Vereinbarungen hat. In der Regel ist es auch möglich, dass Sie selbst nachbarschaftliche Hilfe oder Bekannte benennen können, die dann von der Krankenkasse eine Aufwandsentschädigung erhalten. Elternteile und Großeltern können diese Aufwandsentschädigung nicht erhalten, weil sie im Rahmen ihrer Unterhaltsverpflichtung auch die unentgeltliche Betreuung der (Enkel-)Kinder sicherzustellen haben. Lehnt die Krankenkasse die Haushaltshilfe begründet ab oder ist die Betreuung eines Jugendlichen ab 14 Jahren (z. B. über Nacht) erforderlich, prüft das Jugendamt die Gewährung einer Hilfe in Notsituationen (§ 20 SGB VIII). Diese Leistung erfolgt abhängig vom Einkommen der Eltern. Das heißt, der mit dem Kind zusammenlebende Elternteil hat im Rahmen seiner wirtschaftlichen Verhältnisse zu den Kosten beizutragen.

Alternativ können Sie sich auch beim Landvolk Hildesheim nach einer Dorfhelferin erkundigen
www.dhw-nds.de

5.4.2 Erkrankung des Kindes
Sollte ein Kind erkranken, haben versicherte Beschäftigte Anspruch auf Krankengeld, wenn sie für die Betreuung und Pflege beim Kind zu Hause bleiben müssen. Hierzu muss ein ärztliches Attest vorliegen, das Kind unter 12 Jahren alt sein und keine andere Person im Haushalt die Pflege übernehmen können. Dies ist grundsätzlich im § 45 Krankengeld bei Erkrankung des Kindes im SGB V
(Gesetzliche Krankenversicherung) geregelt. Nähere Bestimmungen können die verschiedenen Tarifverträge regeln.

5.4.3 Eltern-Kind-Kuren
Eltern tragen eine große Verantwortung und manchmal lastet ein hoher Erwartungsdruck, ihren Kindern gerecht zu werden, auf ihnen. Dann ist es hilfreich, sich rechtzeitig eine Pause oder auch Auszeit zu gönnen. Das Müttergenesungswerk empfiehlt auf seiner Internetseite www.muettergenesungswerk.de Beratungsstellen, die Eltern kostenlos und kompetent in allen Fragen zu einer Kur sowie bei der Klinikauswahl weiterhelfen.

5.5 Ferienbetreuung/-programm
Über die Familien- und Kinderservicebüros der Städte und Gemeinden www.lkhi.betreuungsboerse.net können Eltern den Bedarf einer Ferienbetreuung anmelden. Zusätzlich bieten auch die Jugendpflege oder örtliche Kirchengemeinden und Verbände Kinderferienbetreuung/-programm an.

Stadt Hildesheim:
www.ferien-hildesheim.de

Studierende:
www.uni-hildesheim.de, Suchwort "Kinderbetreuung"

Ev. Familienbildungsstätte:
www.familiehildesheim.de/pages/programm/kurse.php

5.6 Gleichstellungsstellen
Die Gleichstellungsstelle des Landkreises ist im Aufgabenbereich des Landkreises Hildesheim tätig. Sprechen Sie die Gleichstellungsbeauftragte an, wenn Sie z. B. Rat und Unterstützung bei allen gleichstellungsrelevanten Fragen suchen oder Benachteiligungen in Ihrer sozialen Situation, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Leben erfahren und etwas dagegen tun möchten. Mit Anliegen, die sich auf die örtliche Ebene Ihrer Stadt oder Gemeinde beziehen, können Sie sich an die Gleichstellungsbeauftragte in Ihrem Rathaus wenden. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite www.landkreishildesheim.de/Gleichstellungsbeauftragte

Gleichstellungsbeauftragte vom Landkreis Hildesheim:
Bischof-Janssen-Str. 31
31134 Hildesheim
Angela Geweke, Telefon: 05121 309-2271
E-Mail: gleichstellung@landkreishildesheim.de

5.7 Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft Hildesheim
Die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft Hildesheim unterstützt v. a. Frauen in Stadt und Landkreis Hildesheim beim beruflichen Wiedereinstieg in verschiedenen Lebensphasen. Sie arbeitet in Trägerschaft der Volkshochschule Hildesheim und wird gefördert aus Mitteln des europäischen Sozialfonds, des Landes Niedersachsen und von Stadt und Landkreis Hildesheim. Die Koordinierungsstelle versteht sich als Bindeglied zwischen den Frauen, der regionalen Wirtschaft, den Weiterbildungseinrichtungen sowie den Akteuren des Arbeitsmarktes vor Ort.

Die Koordinierungsstelle unterstützt Frauen
  • in Elternzeit
  • nach einer Pflegephase
  • Wiedereinsteigerinnen und Frauen in geringfügiger Beschäftigung beim beruflichen Wiedereinstieg.
Durch vertrauliche und kostenfreie Beratungstermine in Stadt und Landkreis (nach Terminvereinbarung) unterstützt die Koordinierungsstelle bei
  • der Vorbereitung des beruflichen Wiedereinstiegs
  • der Suche nach passenden Weiterbildungsangeboten
  • der Orientierung auf dem Arbeitsmarkt
  • der Erstellung von Bewerbungsunterlagen.
Darüber hinaus können berufliche Weiterbildungen oder individuelle Coachings finanziell gefördert werden. Die Koordinierungsstelle veröffentlicht halbjährlich das Fortbildungsprogramm "Ihre Erfolgskurse" mit abwechslungsreichen Angeboten für Frauen zum beruflichen Wiedereinstieg und Aufstieg.
Mehr dazu im Internet unter www.frauenwirtschaft-hi.de

Die Koordinierungsstelle ist ebenso Geschäftsstelle des Netzwerkes Familie und Wirtschaft e. V., in dem sich regionale Betriebe mit dem Ziel der familienfreundlichen Personalentwicklung zusammen geschlossen haben.

Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft Hildesheim
Leitung: Stefanie Greber und Franziska Katzenstein
Postanschrift: Bischof-Janssen-Str. 31
Dienstsitz: Kaiserstr. 15
31134 Hildesheim
Telefon: 05121 309-6003
E-Mail: kontakt@ko-stelle.lkhi.de
Internet: www.frauenwirtschaft-hi.de