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Unterstützungs- und Beratungsangebote

Im Zusammenleben einer Familie gibt es immer wieder Hochs und Tiefs. So kann die Erziehung der Kinder nicht nur Herausforderung, sondern manchmal auch Belastung bedeuten. Das nachfolgende Kapitel soll aufzeigen, wie und wo Familien Unterstützung und Beratung erhalten können.

3.1 Unterstützungsangebote

3.1.1 Geo-Informations-System (GIS)
Einrichtungen oder Unterstützung in ihrer Nähe können Sie sich mit Hilfe der neuen Kreiskarte anzeigen lassen. So lassen sich nach einem frei wählbaren Filter z. B. Kitas, Ärzte, Beratungsstellen und noch vieles mehr auf einer Karte anzeigen lassen sowie weitere Informationen dazu abrufen
www.landkreishildesheim.de/kreiskarte

3.1.2 Willkommensbesuche
Im Landkreis Hildesheim werden alle neue Einwohnende und deren Eltern begrüßt. Einige Hebammen und ein Besuchsdienst statten Ihnen einen Willkommensbesuch im Auftrage des Landkreises Hildesheim ab. Hierbei werden Sie als Eltern auf Wunsch beraten und Ihnen Informationsmaterialien über das erste Lebensjahr sowie dieser Familienwegweiser überreicht.

3.1.3 Wellcome
Insbesondere mit dem Programm "Welcome" soll praktische Hilfe nach der Geburt in den jungen Familien ankommen. Im ersten Lebensjahr des Kindes können sie praktische Unterstützung im Umgang mit dem Kind durch eine ehrenamtliche Mitarbeiterin von Wellcome bekommen, die z. B. sich um das Geschwisterkind kümmert oder über das Baby wacht, während sich die Mutter erholt. Die Vermittlung wird von der ev. Familienbildungsstätte in Hildesheim koordiniert.

Kontakt: 05121 164-749
E-Mail: hildesheim@wellcome-online.de
Internet: www.wellcome-online.de

3.1.4 Familienbildungsstätten
Im Landkreis Hildesheim richten die ev. und kath. Familienbildungsstätten (www.familiehildesheim.de oder www.keb-net.de) ihre Angebote besonders auf Familien aus. Zum Programmspektrum gehören Kurse für Eltern und Familien, insbesondere familienvorbereitende Kurse, Eltern-Kind-Angebote, Kreativ- und Freizeitangebote, Gesundheits- und Ernährungskurse, aber auch Selbsthilfeangebote. Kurse zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen und in pädagogischen Berufen Tätigen, Angebote aus den Bereichen Kunst und Gesellschaft, personenorientierte und interkulturelle Bildung sowie ortsspezifische Angebote ergänzen das Programm.

3.1.5 Geburtskliniken
Die beiden Hildesheimer Geburtskliniken St. Bernward Krankenhaus und Helios Klinikum halten Kurse rund um Schwangerschaft sowie nach der Geburt für Sie vor. Einen Überblick über die Angebote können Sie sich unter www.bernward-khs.de/downloads sowie unter www.helios-kliniken.de/klinik/hildesheim verschaffen.

3.1.6 Volkshochschulen
Die Volkshochschule in Stadt und Landkreis Hildesheim fördert die außerschulische Erwachsenen- und Jugendbildung. In Kooperation mit dem Helios Klinikum wird eine Elternschule angeboten, die Kurse für Schwangerschaft, Geburt und Elternsein anbietet. So findet man unter www.vhs-hildesheim.de Angebote für die Zeit der Schwangerschaft, der Stillzeit, der Rückbildung und der Neuorientierung für Mütter und Babys sowie für das Leben mit Kleinkindern.

3.1.7 Familienzentren
Einige Kindertagesstätten haben sich zu Familienzentren entwickelt, um Kinder individuell zu fördern und Familien umfassend zu beraten und zu unterstützen. Ziel ist die Zusammenführung von Bildung, Erziehung und Betreuung. Das Bildungs- und Beratungsspektrum orientiert sich jeweils an den konkreten Bedürfnissen der Menschen vor Ort.

Familienzentren Stadt Hildesheim:
  • AWO, Itzum
  • Blauer Elefant, Nordstadt
  • Go20, Nordstadt (in Planung)
  • Maluki, Nordstadt
  • Pusteblume, Oststadt
  • St. Bernward, Zentrum
  • St. Thomas, Drispenstedt
  • Zwölf Apostel, Godehardikamp
Familienzentren Landkreis Hildesheim:
  • AWO, Nordstemmen
  • Regenbogen, Harsum
  • Sarstedt
  • Villa Kunterbunt, Gronau
3.1.8 Mehrgenerationenhäuser
Mehrgenerationenhäuser (MGH) sind zentrale Begegnungsorte, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Sie bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten und schaffen ein neues nachbarschaftliches Miteinander in der Kommune. Die Idee der generationenübergreifenden Verbundenheit gibt den Mehrgenerationenhäusern ihren Namen und ist Alleinstellungsmerkmal jedes einzelnen Hauses: Jüngere sind für Ältere da und umgekehrt. Das Zusammenspiel der Generationen bewahrt dabei Alltagskompetenzen sowie Erfahrungswissen, fördert die Integration und stärkt den Zusammenhalt zwischen den Menschen.
Zu erleben im MGH in Algermissen (www.algermissen.de/sofa) sowie im MGH in Nordstemmen (www.kommev.net)

3.1.9 Vereine rund ums Elternsein
Der Verein Levana e.V. unterstützt (werdende) Eltern mit Angeboten vor und nach der Geburt. Er bietet Raum für persönliches Wachstum und individuelle Entwicklung. Die Bildung von Interessengemeinschaften (z. B. Zwillingsgruppen, Alleinerziehende) wird gefördert.
Kurszeiten etc. siehe im Internet www.levana-hildesheim.de

3.1.10 Nachbarschaftshilfen
Manchmal ist Zeit auch Geld. Über die Internetseite www.die-machmits.de werden Angebote aus dem Netzwerk bürgerschaftliches Engagement veröffentlicht. In der Nachbarschaftshilfe schenken Menschen anderen in ihrer Umgebung ihre Zeit und helfen sich gegenseitig unentgeltlich.

Kontakt beim Landkreis Hildesheim:
Barbara Benthin, Telefon: 05121 309-2631
E-Mail: barbara.benthin@landkreishildesheim.de

3.1.11 Familienentlastende Dienste
Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Angehörigen benötigen mehr als andere Menschen Hilfen und soziale Unterstützung. Ziel des Familienentlastender Dienst (FeD) oder auch familienunterstützende Dienst (FuD) genannt ist es, Angebote zur Hilfe und Unterstützung der Menschen mit geistiger Behinderung und ihrer Angehörigen zu einem inklusiven Leben zu gestalten.

Die Dienste sind meist an größere Institutionen, wie z. B. die Malteser (www.malteser-hildesheim.de), das Deutsche Rote Kreuz (www.drk.hildesheim-marienburg.de) oder die Lebenshilfe (www.lhhi.de) gekoppelt.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite vom niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie www.soziales.niedersachsen.de, Suchwort "FeD".

3.1.12 Fachkräfte der Frühen Hilfen
Zu den Fachkräften der Frühen Hilfen zählen Familienhebammen und Familien- Gesundheits- Kinderkrankenpflegerinnen. Sie können im Rahmen der Frühen Hilfen Beratung, Unterstützung und Betreuung sowie Versorgung für Schwangere und Familien mit Säuglingen und Kleinkindern anbieten. Bei Bedarf vermitteln sie weitere Unterstützung. So sind sie die Lotsinnen durch zahlreiche Angebote der Frühen Hilfen.

Familienhebammen unterstützen Eltern und Familien in belasteten Lebenssituationen, z. B. bei einer Teenager-Schwangerschaft, psychischer Belastung etc.. Sie gehen ab der Schwangerschaft bis zu einem Jahr nach der Geburt des Kindes in die Familien, sind bei der gesundheitlichen Versorgung behilflich und bieten dort unter Einbindung der Familienmitglieder psychosoziale Unterstützung. Außerdem geben sie Informationen sowie Anleitung zu Pflege, Ernährung, Entwicklung und Förderung des Kindes als auch über weitere Möglichkeiten, Hilfe zu erhalten.
www.familienhebammen-hildesheim.de

Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen unterstützen ebenfalls Eltern in belasteten Lebenssituationen. Sie stärken auch die Kompetenz der Familien mit behinderten oder chronisch kranken Kindern und Frühgeborenen. Sie informieren die Eltern u.a. über die motorische Entwicklung und über den entwicklungsfördernden Umgang mit ihren Kindern.
Internet: www.famki-hildesheim.de

Koordination:
Julia Dasecke, Telefon: 05068 574-813
E-Mail: fachkraefte-fruehe-hilfen@landkreishildesheim.de

3.1.13 Café Kinderwagen
Das "Cafe Kinderwagen" ist ein offener Treffpunkt für Schwangere sowie junge Eltern und deren Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren. Der Treff wird von einer Fachkraft der Frühen Hilfen (Familienhebamme oder Familien-Gesundheits-Kinderkrankenpflegerin) geleitet, die in einem entspannten Umfeld zu Fragen der Kindesentwicklung berät und die elterlichen Kompetenzen fördert. Derzeit ist das Angebot Café Kinderwagen in vier Kommunen installiert:
  • Gronau, Familienzentrum Villa Kunterbunt
  • Hildesheim im Levana
  • Alfeld im Alma
  • Algermissen im Mehrgenerationenhaus sOfA
  • Sarstedt (in Planung)
3.1.14 Familienhebammenzentrale
Wenn Sie sich in der Schwangerschaft oder in den ersten Lebensjahren Ihres Kindes überfordert fühlen und nicht mehr weiter wissen, finden Sie Rat und tatkräftige Unterstützung bei der Familienhebammenzentrale. Mittwochs von 9:00 - 12:00 Uhr findet dort eine Sprechstunde statt, wo Sie sich kostenfrei und vertraulich beraten lassen können und bei Bedarf eine praktische Hilfestellung bekommen.

Familienhebammenzentrale Hildesheim
Osterstr. 51 a (Eingang Levana e.V.)
31134 Hildesheim
Telefon: 0177 6317697
E-Mail: hildesheim@eine-chance-fuer-kinder.de
Internet: www.familienhebammen-hildesheim.de

3.1.15 Schreibaby
Ein Kind zu bekommen oder zu haben, ist wunderschön! Damit es gesund aufwächst, bedarf es aber auch vieler Mühe und großer Umsicht. Babys brauchen rund um die Uhr Ihre Aufmerksamkeit. Einige Babys schreien viel und manchmal sehr lange. Auch wenn erneutes Füttern, Windelwechseln, Herumtragen oder sanftes Wiegen nichts nützen und Sie entnervt, kraftlos oder verzagt sind - bleiben Sie geduldig! Schütteln Sie niemals Ihr Baby, denn Schütteln ist lebensgefährlich! Wenn Ihr Baby schreit, hat es immer einen Grund dafür; auch wenn Sie ihn nicht gleich erkennen. Gesunde Säuglinge schreien durchschnittlich zwei bis drei Stunden am Tag - manchmal aber auch viel länger.

Hier finden Sie ein paar Anlaufstellen, was Sie tun können, um Ihr Baby - und sich selbst - zu beruhigen:
www.elternsein.info
www.schuetteln-ist-lebensgefaehrlich.de
www.landkreishildesheim.de/kreiskarte

3.1.16 Unterstützung in der Migration
Im Migrationszentrum Hildesheim befinden sich der Asyl e.V., der Internationale Frauentreff und der Arbeitslosentreff unter einem Dach. Die Beratungsangebote in den Bereichen Asylverfahren, Integration und berufliche Qualifizierung sowie Rechtsberatungen um Aufenthalts- und Einbürgerungsrecht wenden sich an spätaussiedelnde, asylbewerbende Flüchtlinge aller Länder sowie an Menschen mit Migrationshintergrund. Weitere Angebote gibt es zu den Themen Sozialberatung, Sprachkurse, allgemeine Kurse zur beruflichen Eingliederung sowie Vorträge und Informationsveranstaltungen an Schulen oder für andere interessierte Gruppen und Einrichtungen.
Kontakt im Internet unter www.asyl-ev.de.
Weitere Beratungsangebote sind auf der Seite
www.willkommenhier.de sowie
www.nds-fluerat.org, Suchwort "Adressen" zu finden.

Elterntalks sind Gesprächskreise mit Eltern. Elterntalk will Mütter und Väter in ihrer Erziehungskompetenz und -verantwortung stärken. Insbesondere sollen durch das Projekt auch Eltern mit Migrationshintergrund sowie Eltern in besonderen und/oder belasteten Lebenslagen angesprochen werden. Nach Absprache können Elterntalks auch in der jeweiligen Muttersprache der Eltern durchgeführt werden.
www.elterntalk-niedersachsen.de

Das Gesundheitsprojekt MiMi (Migranten für Migranten) wird im Landkreis Hildesheim durch mehrere engagierte Gesundheitsmediatorinnen getragen. Dieses Projekt folgt dem Grundgedanken, dass Gesundheit und Gesundheitstraditionen familiär verankert sind. Großeltern, Eltern und Kinder beziehen sich in ihrem Wissen um Gesundheit und in ihrem Gesundheitsverhalten aufeinander. Ziel des Projektes ist es, mehrsprachige und kultursensible Gesundheitsförderung und Prävention für Migranten, die im Landkreis Hildesheim leben, anzubieten.
Weitere Infos im Internet unter landkreishildesheim.de/mimi

Das Projekt "Elternarbeit, Frühe Hilfen, Migrationsfamilien" (EFI) will mit den Sprachförderungsprogrammen "Griffbereit" und "Rucksack" junge Familien mit und ohne Migrationshintergrund in der Elternkompetenz und der kindlichen Sprachentwicklung fördern. Wenn ein Kind seine Muttersprache sicher beherrscht, fällt es ihm leichter, die deutsche Sprache zu erlernen oder mit ihr umzugehen.

Teilnehmende Einrichtungen und weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.rucksack-hildesheim.de sowie unter www.familien-mit-zukunft.de, Suchwort "Griffbereit Hildesheim"

Auf der Seite www.zanzu.de werden Themen rund um die sexuelle Gesundheit in 13 verschiedenen Sprachen sehr einfach und anschaulich dargestellt.

3.2 Beratung und Aufgaben des Jugendamtes
Kinder und Jugendliche haben das Recht, in ihrem Erziehungsprozess so unterstützt und geleitet zu werden, dass sie als Erwachsene in der Lage sind, ein selbstbestimmtes und zugleich in der sozialen Gemeinschaft verankertes und dieser verpflichtetes Leben zu führen (vgl. § 1 SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfegesetz).
Garanten dieses Rechts sind vor allem die Eltern. Diese können aber in Situationen geraten, in denen ihre Erziehungsaufgaben so schwierig werden, dass sie Hilfestellung brauchen, um den Bedürfnissen ihrer Kinder gerecht werden zu können.
Die Aufgaben des Jugendamtes sind beim Landkreis auf das Amt für Familie und das Jugendamt - Erziehungshilfe aufgeteilt.

406 - Jugendamt - Erziehungshilfen
Beratung und Aufgaben des Jugendamtes ff. (siehe oben "3.2")

407 - Amt für Familie
  • Elterngeld (siehe "2.1.4")
  • Wohngeld (siehe "2.1.7")
  • Beratung und Unterstützung für alleinerziehende Elternteile (siehe "2.3")
  • Erziehungsberatungsstelle (siehe "3.3.5")
  • Kindertagesbetreuung (siehe "5.1")
  • Bildungsangebote (siehe "7.4")
  • sowie weitere Dienste
Die Aufgaben und Unterstützungsangebote des Amtes für Familie finden Sie in den folgenden Abschnitten wieder. Die Aufgaben des Jugendamtes-Erziehungshilfe, nämlich die Eltern in ihrem Erziehungsauftrag zu unterstützen und die elterlichen Erziehungsanstrengungen durch geeignete Angebote zu ergänzen, finden Sie in den sich anschließenden Unterpunkten 3.2.1 ff..

3.2.1 Bezirkssozialdienst
Das Spektrum des Jugendamtes, speziell der Beschäftigten des Bezirkssozialdienstes umfasst Beratungs- und Unterstützungsleistungen, Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen und die Mitwirkung in Verfahren des Familiengerichtes.
Das Beratungsangebot bezieht sich auf alle Problemlagen von Familien, Jugendlichen und Kindern. Dazu gehört insbesondere die funktionale Erziehungsberatung, die Beratung von Kindern und Jugendlichen (auch ohne Kenntnis der Sorgeberechtigten), die
Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung, die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge, die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechtes sowie die Beratung und Unterstützung von alleinerziehenden Elternteilen.
Das Jugendamt des Landkreises Hildesheim besteht aus 6 Jugendhilfestationen, dem Pflegekinderdienst, der Jugendgerichtshilfe, der Fachstelle Kinderschutz, dem Fachteam unbegleitete minderjährige Ausländer und der wirtschaftlichen Jugendhilfe. Alle Informationen über das Jugendamt, die Jugendhilfestationen und die zuständigen Beschäftigten finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Hildesheim.

Kontakt zu den Jugendhilfestationen
in Hildesheim, Sarstedt, Elze und Alfeld unter
Internet: www.landkreishildesheim.de/jugendhilfe

3.2.2 Trennungs- und Scheidungsberatung
Das Jugendamt ist behilflich bei der Erarbeitung von einvernehmlichen Regelungen zur Ausübung der (gemeinsamen) elterlichen Sorge und des Umgangsrechts. Im gerichtlichen Verfahren wird das Jugendamt vom Familiengericht zu einer fachlichen Stellungnahme aufgefordert. Eltern in Trennung können sich auf der Internetseite www.kinderimblick.de über ein Trainingsangebot vor Ort informieren, das über die individuelle Beratung hinausreicht. Mütter und Väter können in Gruppenarbeit lernen, die Bedürfnisse des Kindes im Trennungsprozess nicht aus dem Blick zu verlieren.

Kinder brauchen eine sichere Bindung zu beiden Eltern. Ein bundesweites Besuchsprogramm für getrennt lebende Väter und Mütter soll Eltern neue Wege eröffnen, eine sichere Bindung zu ihrem Kind über viele Kilometer entfernt herzustellen. Ein Netzwerk von kostenfreien Übernachtungen bei ehrenamtlichen Gastgebern oder ein Kinderzimmer auf Zeit finden Interessiert auf der internetseite www.mein-papa-kommt.de

3.2.3 Hilfen zur Erziehung
Reichen allgemeine Beratungsangebote nicht mehr aus, kann das Jugendamt eine Hilfe zur Erziehung als ambulantes familienergänzendes Angebot gewähren. Eine sozialpädagogische Fachkraft betreut dann die Familie oder den Jugendlichen im Auftrag des Jugendamtes zu Hause oder vorübergehend als stationäre, familienersetzende Hilfe, wenn die Kinder oder die Jugendlichen nicht länger im Haushalt der Eltern bleiben können. Dabei gilt der Grundsatz, dass die Familie erhalten bleibt, solange hierdurch das Wohl und die Entwicklung der Kinder und der Jugendlichen nicht gefährdet sind. Die Planung der Hilfe erfolgt zwischen Jugendamt und Eltern (und ggf. der Kinder und Jugendlichen). Gegen den Willen der Sorgeberechtigten oder der Eltern kann das Jugendamt keine Hilfe zur Erziehung einrichten. Besteht der Verdacht einer Kindeswohlgefährdung, muss das Jugendamt das Familiengericht einschalten, wenn die Eltern nicht bereit sind, Hilfe anzunehmen. Die ambulanten Hilfen zur Erziehung sind kostenfrei, an den (teil-)stationären Hilfen beteiligen sich beide Elternteile im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse, mindestens in Höhe des Kindergeldes.

3.2.4 Pflegekinder
Können Kinder auf Zeit oder Dauer nicht von ihren leiblichen Eltern versorgt werden, bietet sich für sie die Möglichkeit an, bei Pflegeeltern - also in einem familiären Umfeld - Fürsorge zu erfahren. Die Vollzeitpflege ist gesetzlich auf eine Rückkehr des Kindes in seine Herkunftsfamilie ausgerichtet. Erst wenn dieses Ziel als unrealistisch ausgeschlossen werden muss, erhält das Kind in der Pflegefamilie eine Lebensperspektive auf Dauer, d.h., es wird bis zu seiner Verselbständigung durch die Pflegeeltern begleitet und gefördert. Voraussetzung für eine gute Integration des Kindes in eine neue Familienstruktur ist eine intensive Vorbereitung und Begleitung der Inpflegegabe. Wenn möglich, sollen die leiblichen Eltern und ihr Kind die Pflegeeltern zuvor kennenlernen und Gelegenheit erhalten, das künftige Miteinander zum Wohl des Kindes abzustimmen. In der Vollzeitpflege wird Wert darauf gelegt, die Beziehungen zu den leiblichen Eltern der Pflegekinder durch regelmäßige Kontakte zu erhalten. An die Bereitschaft der Pflegeeltern werden hierbei hohe Anforderungen gestellt. Damit sie in der Lage sind, den Erziehungsprozess positiv zu beeinflussen, werden ihnen vor, während und nach der Aufnahme eines Kindes durch die Beschäftigten des Pflegekinderdienstes nachfolgende Unterstützungen angeboten:
  • Information in Einzelgesprächen und Veranstaltungen für interessierte Personen
  • Schulung durch Vorbereitungsseminare
  • Begleitung der Pflegeverhältnisse
  • Hilfeplanung
  • Beratungs- und Fortbildungsangebot für Pflegeeltern
  • Unterstützung bei der Beendigung des Pflegeverhältnisses
Kontakt beim Landkreis Hildesheim
Sabine Seliger, Telefon: 05121 309-6551
E-Mail: sabine.seliger@landkreishildesheim.de

3.2.5 Adoption
Grundsatz jeder Adoptionsvermittlung ist, dass keine Kinder für Eltern, sondern Eltern für Kinder gesucht werden. Bevor eine Entscheidung zur Berücksichtigung von Adoptionsbewerbern getroffen wird, ist einiges zu klären. Grundsätzlich wird versucht den betroffenen Kindern ein stabiles Lebensumfeld zu bieten. Von daher sind die Vermittlungschancen für konstante Paarbeziehungen am größten. Die Adoptionsvermittlungsstelle des zuständigen Jugendamtes betreut Sie in der Anbahnung eines Kindes und erstellt eine gutachterliche Äußerung für das Gericht, das letztlich über die Adoption entscheidet. Weitere Infos und Ansprechpartner finden Sie im Internet unter
www.landkreishildesheim.de/adoption

3.2.6 Patenschaften für Kinder psychisch kranker Eltern
Für Kinder, bei denen ein Elternteil unter einer psychischen Störung leidet und denen keine weitere verlässliche Bezugsperson zur Verfügung steht, können Paten zu einer Bezugsperson und einem vertrauten und verständnisvollen Gesprächspartner werden. Menschen, die eine Patenschaft übernehmen, stützen, entlasten und fördern das Kind. Sie übernehmen eine Mitverantwortung für sein Wohlergehen und seine Entwicklung. Die Eltern bleiben dabei immer die wichtigsten Bezugspersonen. Als Patenperson entlasten Sie die betroffene Familie und tragen präventiv zur Gesundung bei, insbesondere, wenn eine Entlastung der Familie und eine intensivere Betreuung des Kindes notwendig sind.

Kontakt beim Landkreis Hildesheim
Franziska Gerth, Telefon: 05121 309-6661
E-Mail: franziska.gerth@landkreishildesheim.de
Internet: www.die-machmits.de

3.2.7 Kindeswohlgefährdung
Jede besorgte Person aus der Verwandtschaft, Nachbarschaft oder Schule kann sich an das Jugendamt wenden, wenn sie den Verdacht oder sogar Hinweise hat, dass es einem Kind bei seinen Eltern nicht gut geht. Dabei ist das Jugendamt auf möglichst genaue Beschreibungen angewiesen. Auch anonyme Meldungen werden ernst genommen, doch oftmals sind Nachfragen erforderlich, für die das Jugendamt eine Telefonnummer oder Anschrift benötigt. Der Name der meldenden Person wird auf Wunsch nicht an die betroffene Familie weitergegeben. Das Jugendamt verfolgt jede Meldung auf eine Kindeswohlgefährdung und besucht die Eltern unangemeldet. Zwei Fachkräfte prüfen die Vorwürfe und verschaffen sich selbst einen Eindruck von der häuslichen Situation und dem (gesundheitlichen) Zustand der Kinder. In der Regel werden mit Einverständnis der Eltern Erkundigungen bei kinderärztlichen Praxen und im Kindergarten bzw. in der Schule eingeholt.

Kontakt zu den Jugendhilfestationen
in Hildesheim, Sarstedt, Elze und Alfeld unter
Internet: www.landkreishildesheim.de/jugendhilfe

3.2.8 Inobhutnahme
Alle Kinder und Jugendlichen können sich an das Jugendamt wenden, wenn die Situation zu Hause derart eskaliert ist, dass sie zunächst nicht wieder dorthin zurückkehren wollen. Das Jugendamt kann Kinder oder Jugendliche in Obhut nehmen und in einer anderen Familie oder einer stationären Einrichtung so lange unterbringen, bis die Situation geklärt ist. Widersprechen die Eltern der Inobhutnahme, muss das Jugendamt das Familiengericht informieren.

3.2.9 Fachstelle Kinderschutz
Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bietet die Fachstelle Kinderschutz eine fachliche Beratung für Berufsgruppen und Personen an, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt stehen gemäß § 8b SGB VIII und § 4 KKG.
Die Beratung kann per Telefon, Email, im persönlichen Kontakt mit einer Institution usw. erfolgen. Die Daten werden vertraulich, anonym und pseudonymisiert behandelt.
Informieren Sie sich über:
  • Spezifische Fragen rund um den Kinderschutz
  • Bei Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung - Was kann ich tun?
  • Netzwerkarbeit zum Thema Kinderschutz im Landkreis Hildesheim
  • Das Angebot von Fachveranstaltungen, Fortbildungen, Vorträgen usw.
Kontakt:
Cornelia Oppermann, Telefon: 05121 309-6201
E-Mail: cornelia.oppermann@landkreishildesheim.de
Internet: www.landkreishildesheim.de/kinderschutz

3.2.10 Sexueller Missbrauch
Bei Fällen von sexuellem Missbrauch können sich Kinder, Jugendliche, Eltern und Bekannte an alle Bezirkssozialdienste in den Jugendhilfestationen wenden. Erfolgt eine Anzeige bei der Polizei, wird das Jugendamt informiert. Das Jugendamt unterstützt und begleitet bei Besuchen in ärztlichen Praxen oder Gerichtsterminen und stellt auf Wunsch Kontakte zu Beratungsstellen her. Die Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt "Wildrose" arbeitet umfassend zum Thema sexueller Gewalt. In geschützter Atmosphäre erhalten von sexueller Gewalt Betroffene psychosoziale Beratung und Unterstützung. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym.
Weitere Informationen im Internet unter www.wildrose-hildesheim.de

Weiterhin können Sie sich auch an das Opferhilfebüro (www.opferhilfe.niedersachsen.de) oder an den Weißen Ring e.V. (www.weisser-ring.de) wenden.

3.3 Weitere Beratungsangebote

3.3.1 Schwangerenberatungsstellen
Als Eltern haben Sie ein Recht auf Beratung zu allen Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt. Hierzu können Sie sich auch nach der Geburt an eine der vielen Schwangerenberatungsstellen wenden. Die Beratung ist kostenfrei und kann auf Wunsch auch anonym erfolgen. Die Beratenden bieten Ihnen Unterstützung an, wie Sie praktische Hilfestellungen in Anspruch nehmen können und informieren Sie über:
  • Familienfördernde Leistungen und Hilfen, die Ihnen während der Schwangerschaft und nach der Geburt zustehen (einschließlich besonderer Rechte im Arbeitsleben)
  • Hilfen bei der Suche nach Wohnung, Arbeits- oder Ausbildungsplatz oder bei der Suche nach einem Kinderbetreuungsplatz
  • Hilfsmöglichkeiten für behinderte Menschen und ihre Familien
  • Finanzielle Leistungen und Antragstellung
  • Rechtliche Fragen wie z. B. Vaterschaft, Sorgerecht, Mutterschutz, Adoption, vertrauliche Geburt usw.
  • Verhütung und Familienplanung
Schwangerschaftsberatungsstellen finden Sie im Internet unter
www.familienplanung.de oder unter
www.landkreishildesheim.de/kreiskarte

3.3.2 Ehe- und Familienberatung
Ehe-, Familien- und Lebensberatung bieten Paaren, Familien und Einzelnen psychologische Beratung und Unterstützung an, wenn sie in der Gestaltung ihres Zusammenlebens, bei Konflikten und Beziehungsproblemen, sozialen Schwierigkeiten oder Lebenskrisen Orientierung suchen. Unabhängig von Konfession, Weltanschauung und Nationalität stehen die Beratungsstellen jedem offen.

Die Beratungsgespräche werden von Fachkräften durchgeführt, die im Internet unter www.eheberatung-hildesheim.de, www.diakonie-hildesheim.de und www.dksb-hildesheim.de zu erreichen sind.

3.3.3 Sozialberatung
Die allgemeine Sozialberatung ist ein Angebot für Menschen in unterschiedlichsten persönlichen und sozialen Notlagen. In den folgenden Einrichtungen werden Sie zu sozialrechtlichen Fragen beraten, Ihnen psychosoziale Beratung angeboten, mit Ihnen spezielle und weiterführende Unterstützung geklärt oder Ihnen individuelle Hilfen vermittelt
www.diakonie-hildesheim.de
www.caritas-hildesheim.com

3.3.4 Beratung in der Erziehung
Im Laufe der Jahre nimmt die Eigenständigkeit und Selbstkontrolle des Kindes zu, die elterliche Einflussnahme und Kontrolle ab. Guter Rat muss nicht teuer sein und Sie sind gut beraten, wenn Sie sich beraten lassen. Kinder und Jugendliche entwickeln sich individuell. Nicht nur in der Pubertät (der Zeit, in der Eltern schwierig werden), sondern auch in allen anderen Entwicklungsschritten ist es gut, sich auszutauschen oder zu reflektieren. Im Jugendamt stehen Ihnen verschiedene Ansprechpersonen in der Erziehungsberatungsstelle und den Jugendhilfestationen zur Verfügung, wenn Sie Hilfe und Unterstützung bei der Erziehung Ihrer Kinder benötigen oder einfach nur eine Frage haben.

3.3.5 Erziehungsberatungsstellen
Kinder und Jugendliche, Eltern und andere Erziehungsberechtigte können sich bei Unsicherheiten oder Fragen zur Erziehung, bei persönlichen oder familienbezogenen Problemen ohne Überweisung oder andere Formalitäten an eine Erziehungsberatungsstelle wenden. Mit großer Fachkenntnis unterstützen die Beraterinnen und Berater Kinder, Jugendliche und deren Eltern. Auch bei Fragen und Konflikten im Zusammenhang von Trennung und Scheidung bieten die Erziehungsberatungsstellen allen Familienmitgliedern professionelle Hilfe an. Die unterschiedlichsten Fragestellungen können Anlass für eine Beratung sein. Von Geburt bis zum jungen Erwachsenenalter treten in den jeweiligen Entwicklungsschritten Fragestellungen auf, die Gründe für das Aufsuchen einer Beratungsstelle sind. Beispiele:
  • Im Säuglingsalter frühkindliche Regulationsstörungen wie Schlafstörungen, Störungen bei der Nahrungsaufnahme oder exzessives Schreien.
  • Im Kleinkindalter verzögerte motorische Entwicklung, Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung, erste Autonomiephasen (Trotz), Entwicklung von Emotionen.
  • Im Kindergartenalter Schwierigkeiten im Sozialkontakt, Trockenwerden, Auffälligkeiten in der sozialen/emotionalen Entwicklung.
  • Im Bereich Schule Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Schwierigkeiten mit Leistungsanforderungen, Teilleistungsstörungen, Fragen zur Schullaufbahn.
  • In der Pubertät die beginnende Ablösung der Jugendlichen von den Eltern; unterschiedliche Formen des sozialen/emotionalen Ausdrucks wie Rückzug oder Isolation. Gerade für Jugendliche ist es wichtig zu wissen, dass sie auch ohne die Eltern eine Beratungsstelle aufsuchen können.
Unsicherheiten, Fragestellungen und Zweifel treten immer wieder in allen Familien und in unterschiedlichen Entwicklungsphasen auf. Gemeinsam mit Ihnen versuchen die Berater und Beraterinnen den normalen Schwierigkeiten im alltäglichen Miteinander gestärkt zu begegnen. Eine positive Sichtweise und Zuversicht können mit die wichtigsten Faktoren für eine gelungene Entwicklung sein.
Kinder, die im Kindergarten oder in der Schule auffallen, drücken damit u.a. Schwierigkeiten oder ihr Unwohlsein in der Einrichtung aus. Auf Wunsch der Eltern nehmen die Berater und Beraterinnen auch Kontakt zu Erzieherinnen und Lehrkräften auf.

Das breite Spektrum von Unterstützung durch die Erziehungsberatungsstelle entspricht den unterschiedlichen Beratungsanlässen. Die Arbeitsweise der Beratungsstelle wird dem individuellen Fall angepasst und entspricht den Wünschen und Vorstellungen der Eltern bzw. Jugendlichen. Nur die Eltern oder Jugendlichen entscheiden, ob sie Kontakt mit der Beratungsstelle aufnehmen und in welcher Form die Beratung stattfindet. So kann zum Beispiel eine ausführliche Diagnostik des Kindes oder Jugendlichen hilfreich sein. Daran anschließen kann sich dann eine Beratung, eine Therapie oder ein Gruppenangebot für das Kind, den Jugendlichen oder die Eltern.

Schweigepflicht der Beratenden
Alle Berater und Beraterinnen der Erziehungsberatungsstelle unterliegen der Schweigepflicht. Die persönlichen Daten und die Inhalte der Beratung unterliegen einem besonderen Schutz und werden vertraulich behandelt. Personen außerhalb der Beratungsstelle oder anderer Einrichtungen, die ebenfalls mit den Fragestellungen der Familien zu tun haben (z. B. Schule, Kindergarten, Jugendamt) werden nur mit der ausdrücklichen und schriftlichen Einwilligung der Ratsuchenden in den Beratungsprozess einbezogen.

Kostenlose Beratung
Eltern und andere Personensorgeberechtigte haben einen Rechtsanspruch auf Erziehungsberatung. Das ist im Kinder- und Jugendhilfegesetz geregelt. Beratung, Gespräche, Diagnostik und therapeutische Angebote sind für die Ratsuchenden kostenlos.

Fachkräfte in der Beratungsstelle
In der Erziehungsberatungsstelle arbeitet ein Team von Fachleuten beiderlei Geschlechts mit unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkten. Die Beschäftigten der Beratungsstellen kommen aus dem Bereich der Psychologie, Sozialpädagogik und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Sie verfügen über psychotherapeutische Zusatzausbildungen in der Einzel- und Familientherapie. Neben der direkten Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern bietet die Beratungsstelle auch Schulen und Kindergärten die fachliche Zusammenarbeit an. Referate und Themenabende beinhalten erziehungs- oder entwicklungsrelevante Themen.

Wo und wie erreichbar?

Die Erziehungsberatungsstelle beim Landkreis Hildesheim:
E-Mail: erziehungsberatung@landkreishildesheim.de
Internet: www.landkreishildesheim.de/erziehungsberatung
Landkreis Hildesheim
Bischof-Janssen-Str. 31
31134 Hildesheim
Telefon: 05121 309-1131
Außenstelle Alfeld
Ständehausstr. 1
31061 Alfeld/Leine
Telefon: 05181 704-8412

Der Caritasverband für Stadt und Landkreis Hildesheim:
Jugend-, Erziehungs- und Familienberatungsstelle
Pfaffenstieg 12
31134 Hildesheim
Telefon: 05121 167-726
E-Mail: jeb@caritas-hildesheim.de
Internet: www.caritas-hildesheim.com, Suchbegriff "Erziehungsberatung"

Wenn Sie Beratung in einer der beiden Beratungsstellen Ihrer Wahl in Anspruch nehmen wollen, vereinbaren Sie bitte vorher telefonisch einen Termin.

3.3.6 Online- und Telefonberatung
Wir helfen anonym und kostenlos - bei allen Fragen, Sorgen und Problemen. Als Mütter, Väter oder Großeltern und anderen Erziehenden stehen Ihnen mit dem Elterntelefon und der bke-Elternberatung qua lifizierte Beratungsangebote zur Verfügung. Die Beratenden der "Nummer gegen Kummer" und der bke-Onlineberatung sind für Sie Ansprechpartner für alle Fragen, Probleme und in besonders kritischen Situationen. Bei Bedarf öffnen sie den Weg zu weiteren Hilfen und vermitteln Angebote in und um Hildesheim.

3.3.7 Selbsthilfegruppen und -initiativen
Selbsthilfegruppen und -initiativen beschäftigen sich mit Problemen, die jeden treffen können. In Deutschland haben sich rund drei Millionen Menschen in Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen - unter ihnen auch viele junge Leute. Sie helfen und stärken sich gegenseitig und setzen sich gemeinsam für gesellschaftliche Veränderungen ein.

Einen Überblick der im Landkreis Hildesheim gelisteten Selbsthilfegruppen finden Sie im Internet unter www.paritaetischer.de/kreisgruppen/hildesheim

3.3.8 Suchtberatung
Die Suchthilfe Hildesheim und Sarstedt in Trägerschaft des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Hildesheim (www.caritas-hildesheim.com) macht Betroffenen und Angehörigen, aber auch Betrieben und Institutionen vielfältige Angebote der Suchtberatung, Suchtbehandlung, Prävention sowie Selbsthilfe und hält weitere Informationen rund um das Thema Sucht vor. Ein gleichartiges Angebot besteht in Alfeld in Trägerschaft der STEP gGmbH
www.step-hannover.de.

Die Drogenhilfe Hildesheim hält auf ihrer Internetseite www.drobs-hi.de Informationsmaterialien für Eltern über Alkohol und Tabak sowie illegale Substanzen bereit und erklärt, wie sie darüber mit ihren Kindern ins Gespräch kommen können. Neu ist ein familienorientiertes Interventionsprogramm "Escapade", das Hilfe bei problematischer Computernutzung leisten kann: www.escapade-projekt.de. Darüber hinaus bietet die Drogenhilfe Hildesheim - spezialisiert auf den Bereich der sogenannten illegalen Substanzen - Beratung, Therapie, Substitution, Prävention und mehr an.

3.3.9 Medienberatung
Die Kindheit wird mittlerweile mehr und mehr durch die Medien beeinflusst. Daher ist es wichtig, die Chancen und Risiken der Mediennutzung zu kennen. Je jünger die Kinder sind, umso mehr Unterstützung und Begleitung benötigen sie durch Erwachsene. Bei der technischen Medienkompetenz sind die Kinder den Eltern irgendwann überlegen. Die soziale Medienkompetenz hingegen muss noch gefördert werden. Eltern finden auf der Internetseite www.klicksafe.de oder www.schau-hin.info hilfreiche Tipps zur Medienerziehung. Internetstartseiten wie www.fragfinn.de helfen den jüngeren Benutzerinnen und Benutzern des Internets, nur auf geprüften Seiten zu surfen. Auf der Internetseite www.juuuport.de bekommen Jugendliche wertvolle Tipps zum Thema Mobbing und Abzocke im Internet.

3.3.10 Hilfe bei Gewalt
Häusliche Gewalt ist weiter verbreitet als jede andere Gewaltform. Sie ist keine Randerscheinung in unserer Gesellschaft, sondern prägt den Alltag vieler Frauen und Kinder in Deutschland. Betroffene finden im Frauenhaus Hildesheim (www.frauenhaus-hildesheim.de) eine Anlaufstelle. 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr erreichbar ist das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der Nummer 0800 0116016 und via Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de zu erreichen. Auch Angehörige, Bekannte sowie Fachkräfte können sich u.a. beim Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Hildesheim e.V. (www.dksb-hildesheim.de/familienberatung) anonym und kostenfrei beraten lassen.