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Medizinisches Glossar

Was heißt was?

Wer als Patient oder auch Besucher ins Krankenhaus kommt, wird plötzlich mit einer Vielzahl von Fremdwörtern und Begriffen konfrontiert, die oftmals nur für medizinisches Fachpersonal verständlich sind. Das ärztliche und pflegerische Personal hilft selbstverständlich gerne bei Fragen, aber damit Sie sich noch besser zurechtfinden, haben wir für Sie eine Übersicht der in einem Krankenhaus am meisten benutzten Begriffe zusammengestellt und erläutert.

Abdomen
Bauch, Bauchhöhle

Akut
Eine akute Erkrankung tritt unerwartet auf. Ihr Verlauf dauert in der Regel nur kurze Zeit und ist heftig. In der medizinischen Fachsprache steht akut im Gegensatz zu chronisch.

Ambulant
Untersuchung und eventuell Behandlung von Kranken ohne stationäre Aufnahme

Anamnese
Vorgeschichte des Kranken

Anästhesie
Schmerzbetäubung, alles rund um die Narkose

Angiographie
Darstellung der Blutgefäße unter Zuhilfenahme von Kontrastmitteln

Arthrose
Schädigung eines Gelenkes durch den Verlust des die Gelenkenden bedeckenden Knorpels (Verschleißerscheinung)

Arthroskopie
Gelenkspiegelung

Bakterien
Einzellige Kleinlebewesen, die sowohl harmlose als auch schwere Erkrankungen (z. B. Lungenentzündung) hervorrufen können

Body-Mass-Index (BMI)
Bewertungsmaßstab zur Beurteilung des Körpergewichtes

Bronchoskopie
Untersuchung der Lunge durch die Luftröhre mit einem flexiblen Schlauch

Chirurgie
Behandlung einer Verletzung oder Erkrankung in Verbindung mit operativen Eingriffen

Cholesterin
Ein zu hoher Cholesterinwert (Blutfettwert) wird als Risikofaktor für eine Verkalkung der Gefäße im Körper angesehen. Als Folge können Durchblutungsstörungen am Herzen, im Gehirn, in den Beinen und in anderen Organen auftreten, was z. B. zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.

Cortison (Kortison)
Nebennierenrindenhormon, das als Medikament Entzündungen hemmend, antiallergisch und antirheumatisch wirkt

Chronisch
Sich langsam entwickelnde oder lang andauernde Erkrankung; in der medizinischen Fachsprache steht chronisch im Gegensatz zu akut.

Computertomographie (CT)
Schnittbildverfahren zur dreidimensionalen, schichtweisen Darstellung des Körpers

Darm (Intestinium)
Schlauchförmiger Teil des Verdauungstraktes zwischen Magen und After

Dekubitus
Infolge schlechter Durchblutung der Hautstellen bei bettlägerigen Patienten entstehende Hautveränderung (Wundliegen)

Diabetes mellitus
Umgangssprachlich Zuckerkrankheit bezeichnet eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, die zur Überzuckerung (Hyperglykämie)des Blutes führen

Diarrhoe
Durchfall

Dermatologie
Die Dermatologie ist das Fachgebiet, das sich mit Erkrankungen der Haut befasst; ein typisches Krankheitsbild aus der Dermatologie ist die Neurodermitis.

EEG
EEG steht für Elektroenzephalogramm und ist eine Methode zur Messung der Hirnströme.

EKG
EKG steht für Elektrokardiogramm und ist eine Methode zur Darstellung der Herztätigkeit, der Ablesung von Herzfrequenz und Herzrhythmus sowie der Aktivität von Herzvorhöfen und Herzkammern.

Embolie
Gefäßverschluss durch mit dem Blut eingeschwemmtes Material (Embolus).

Endoskopie
Untersuchung von Körperhöhlen (z. B. Magen, Darm) durch Spiegelung mit einem röhrenförmigen Instrument (Endoskop)

Fraktur
Knochenbruch

Gastritis
Entzündung der Magenschleimhaut

Gastroenterologie
Die Gastroenterologie befasst sich mit Untersuchung, Behandlung und Vorsorge von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Beispielerkrankungen sind Morbus Crohn und das Reizdarmsyndrom.

Generika
Bei Generika handelt es sich um Arzneimittel, die identische Wirkstoffe enthalten wie die ursprünglich patentierten Arzneimittel der Erstanbieter.

Geriatrie
Geriatrie ist die Altersheilkunde, die sich mit den Krankheiten des alternden Menschen befasst wie z. B. die zunehmende Einschränkung der Sinne und Blasenschwäche. In der Gerontopsychiatrie werden Frauen und Männer ab 60 Jahren mit psychiatrischen Erkrankungen und psychischen Beschwerden sowie neurodegenerativen Erkrankungen (d. h. den Verfall der Nervenzellen des Gehirns betreffend) wie Demenz behandelt.

Gynäkologie
Geburtshilfe und Frauenheilkunde

Hämatologie
Die Hämatologie ist die Lehre von den Krankheiten des Bluts sowie der blutbildenden Organe, eine Beispielerkrankung ist die Blutarmut (Anämie).

Herzinfarkt
Absterben von Teilen des Herzmuskels durch eine Durchblutungsstörung des Herzens

Herzinsuffizienz
Ungenügende Schlag- und Bluttransportfunktion des Herzens, die durch Medikamente verbessert werden kann

Hernie
Eingeweidebruch, der durch eine Schwachstelle der Bauchwand entsteht

Hyperglykämie
Zu hoher Blutzucker (Überzuckerung)

Hypoglykämie
Zu niedriger Blutzucker (Unterzuckerung)

Hypertonie
Bluthochdruck

Infektion
Eindringen von Krankheitserregern (z. B. Bakterien, Viren) in den Körper und anschließende Erkrankung; typische Infektionskrankheiten sind u. a. Lungenentzündung, AIDS, Malaria

Interdisziplinär
unter Einbeziehung mehrerer wissenschaftlicher Teilgebiete (Disziplinen). Ein interdisziplinäres Vorgehen ist in der Medizin vor allem dann gefragt, wenn die Therapie einer komplexen Erkrankung das Know-how mehrerer ärztlicher Fachrichtungen erfordert. So findet man z.B. im Rahmen der Tumortherapie häufig eine Zusammenarbeit von Ärzten für Innere Medizin, Chirurgie und Strahlentherapie in so genannten Fallkonferenzen.

Infusion
Zufuhr von in Flüssigkeit gelösten Medikamenten über eine Vene

Intensivmedizin
Die Intensivmedizin befasst sich mit der Behandlung lebensbedrohlicher Zustände und Erkrankungen.

Kardiologie
Die Kardiologie befasst sich mit der Lehre vom Herzen, seiner Struktur, der Funktion und den Erkrankungen.

Karzinom
Krebs, bösartiges Geschwür

Kernspintomografie
Die Kernspintomografie/MRT ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. Hierbei werden keine Röntgenstrahlen eingesetzt.

Leberwerte
Blutwerte, die Auskunft über die Funktion der Leber geben; dabei können Schädigungen der Leber erkannt werden.

Leberzirrhose
Leberschrumpfung

Lipide
Fette und fettähnliche Substanzen

Lokalanästhesie
Örtliche Betäubung vor einer Behandlung oder vor einem chirurgischen Eingriff

Mammographie
Röntgenaufnahme der weiblichen Brust zur Früherkennung von Brustkrebs

Nekrose
lokales Gewebesterben in einem lebenden Organismus

Nephrologie
Das Fachgebiet befasst sich mit den Erkrankungen der Niere sowie deren Therapie, eine Beispielerkrankung ist das chronische Nierenversagen.

Neurologie
Nervenheilkunde; zu den typischen Krankheitsbildern gehören z. B. Parkinson, Multiple Sklerose und Migräne

Ödem
Ansammlung von Flüssigkeit in den Geweben des Körpers

Onkologie
Zweig der Medizin, der sich mit der Vorbeugung, Untersuchung, Behandlung und Nachsorge von Krebserkrankungen befasst

Orthopädie
Lehre von der Entstehung, Verhütung und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates; Beispielerkrankungen sind z. B. Bänderriss und Bandscheibenvorfall

Pneumologie
Lungenheilkunde

Psychiatrie
Die Psychiatrie befasst sich mit der Vorbeugung, Untersuchung und Behandlung psychischer Erkrankungen. Beispielerkrankungen sind Depression und Schizophrenie.

Psychosomatik
Das Fachgebiet Psychosomatik bezieht sich auf den Zusammenhang zwischen körperlichen Störungen, Symptomen oder Krankheitsbildern und der Psyche.

Radiologie
Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Anwendung elektromagnetischer Strahlen und mechanischer Wellen zu diagnostischen und therapeutischen Untersuchungs- und Behandlungszwecken befasst. Dabei kommen z. B. Röntgen, Sonographie (Ultraschall) und Kernspintomographie (MRT) zum Einsatz. Häufiges Anwendungsgebiet sind z. B. Knochenbrüche.

Reanimation
Wiederbelebung

Rheumatismus
Überbegriff für schmerzhafte, meist entzündliche Erkrankungen der Gelenke, Muskeln, Nerven, Sehnen

Schlaganfall
Auch Apoplex oder Insult, ist eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns, die oft zu einem Ausfall von Funktionen des Zentralnervensystems führen kann und durch eine kritische Störung der Blutversorgung des Gehirns verursacht wird.

Traumatologie
Wissenschaft von den Verletzungen und Wunden sowie deren Entstehung und Therapie

Thorax
Brustkorb

Urologie
Lehre von den Harnorganen und deren Krankheiten; Beispielerkrankungen sind z. B. Blasenentzündung und Nierensteine

Virus
Einzahl von Viren. Es sind sehr kleine Krankheitserreger, bestehend aus dem Virus-Erbgut und einer Hülle. Viren besitzen keinen eigenen Stoffwechsel. Sie sind daher selbst nicht zur Vermehrung fähig. Sie befallen Zellen eines Wirtsorganismus und nutzen deren Stoffwechselfunktionen zu ihrer Vermehrung.

Viszeralchirurgie
Operationen am Kopf, am Hals, an der Schilddrüse und an den Organen des gesamten Brust- und Bauchraumes.