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Landwirtschaft

Neue Wege zur "regionalen Geschmacksvielfalt"

Kein Zweig der Wirtschaft hat das Aussehen der Region so sehr verändert und geprägt wie die Land- und Forstwirtschaft.

Noch bis weit ins vergangene Jahrhundert hinein gehörte für die meisten Menschen rund um Main und Kinzig die Feld- und Viehwirtschaft als Erwerbsquelle zum Leben dazu.

Bis heute verwandeln sich im Sommer große Ackerflächen in blühende Getreide-, Raps-, Mais- und Rübenfelder, die sich wie ein naturfarbener Flickenteppich an Wald- und bebaute Gebiete schmiegen. Dabei bewirtschaften immer weniger Betriebe immer größere Flächen und Viehbestände.

Die Veränderungen im Konsum der Menschen und die Preisschwankungen setzen kleineren Betrieben stark zu, so dass die Trend zur Vergrößerung einzelner Höfen mit seinen Flächen und Beständen einerseits und dem Aus für traditionelle, kleine Betriebe befördert werden. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe beläuft sich zwar immer noch auf rund 1.400, davon arbeiten aber nur auf etwa 450 Betrieben Landwirtinnen und Landwirte im Vollerwerb.

Die meisten Betriebe werden von Familien geführt, die eine lange Tradition der Landwirtschaft auf dem Hof fortführen.

Die sinkende Zahl landwirtschaftlicher Betriebe und die geringere Abhängigkeit von Familien, selbst Essen anbauen oder Nutztiere halten zu müssen, hat die Distanz zwischen Konsument und landwirtschaftlicher Produktion erhöht.

Neuere Projekte sollen dem entgegenwirken. So zielt ein das Projekt "Lernfeld Landwirtschaft" darauf ab, Kindergarten- und Schulkinder auf Bauernhöfe zu locken. Zudem wirbt der Main-Kinzig-Kreis im Zusammenspiel von Landwirten, Betrieben und Gastronomen dafür, die "Regionale Geschmacksvielfalt" zu genießen.

Das heißt: die Nahrungsmittel-Produzenten in der Region zu unterstützen und Regionales und Saisonales auf den Tisch zu bringen. Sehr konkret funktioniert das über den "Regionalen Einkaufsführer", der auch im Netz unter www.mkk.de zu finden ist.