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Ausbildungsbotschafter

Stephan Schöne, Feinwerkmechaniker, Auszubildender im 3. Lehrjahr
Matthias Wirz, Tobias Kissener, Paul Seibert, Kraftfahrzeugmechatroniker, Auszubildende im 2. und 3. Lehrjahr

Warum engagiert ihr euch als Ausbildungsbotschafter?

Stephan: Ich engagiere mich als Ausbildungsbotschafter, weil es eine tolle Möglichkeit ist, den Schülerinnen und Schülern einen Beruf zu präsentieren. Da man sich doch sehr mit dem eigenen Beruf identifiziert und durch das Projekt nochmal ganz anders mit diesem auseinandersetzen muss, erhalten nicht nur die Schüler einen authentischeren Einblick in den Beruf, sondern man selber hat die Chance, Kenntnisse und Fähigkeiten durch die Einsätze zu verbessern. Des Weiteren empfinde ich die Berufsberatung bei mir damals in der Schule vergleichsweise weniger gelungen. Es gab oft magere Informationen zu immer denselben "08/15-Berufen". Eine wirkliche Vorstellung von einem Beruf habe ich dadurch nicht immer erlangen können. Daher ist mein Vortrag hoffentlich hilfreicher und informativer und erreicht aufgrund meines Alters, Standes und Auftretens eher das junge Publikum.

Matthias: Ich engagiere mich als Ausbildungsbotschafter, da ich die Schwierigkeiten von vielen Jugendlichen, den passenden Beruf zu finden, selber durchlebt habe. Viele Jugendliche haben zwar ein großes Interesse an Autos oder der Technik, sind sich jedoch gar nicht im Klaren, was den Beruf des Kfz-Mechatronikers in Wirklichkeit ausmacht. Durch unsere Vorträge an Schulen wird das Interesse vieler Jugendlicher an diesem Beruf geweckt, die sich im Nachhinein vielleicht sogar für ein Praktikum oder sogar eine Ausbildungsstelle bewerben.

Paul: Ich engagiere mich als Ausbildungsbotschafter, weil ich den Schülerinnen und Schülern aufzeigen will, dass eine Ausbildung eine gute Alternative zum Studium ist und gerade das Feld des Kfz-Mechatronikers sehr facettenreich ist. Außerdem ist es ein Beruf, der Zukunft hat und eine solide Basis bildet, um eine eigene große Karriere starten zu können.

Was gebt ihr Jugendlichen mit auf den Weg?

Stephan: Neben den selbstverständlichen Informationen zu meinen Beruf versuche ich auch ganz allgemein Wege aufzuzeigen. Dazu erzähle ich sehr gerne von meinem Lebenslauf und Erfahrungen, die ich bis jetzt sammeln konnte. Wenn ich also ein Werkzeug oder Werkstück durch die Klassen gebe, sehen die Schüler nicht nur, womit ich arbeite oder wie ein Produkt meiner Arbeit aussehen kann, sondern erfahren anhand meiner Geschichte auch, wie es dazu gekommen ist, dass ich dieses Handwerk erlerne.

Paul: Ich gebe den Jugendlichen mit auf den Weg, dass sie sich möglichst früh einen Überblick verschaffen sollen über das, was man nach der Schule für Möglichkeiten hat. Sie sollten viele Praktika machen, um so Berufe bzw. Berufsfelder für sich zu entdecken oder auszuschließen.

Was gefällt euch an euren Berufen?

Stephan: An meinem Beruf gefällt besonders gut die Problemlösung, Präzision und Vielseitigkeit. Oft erhalte ich Aufträge in Form von Projekten. Nachdem ich einen Überblick über die benötigten Arbeitsschritte erlangt habe, beginnt die eigentliche Arbeit. Sehr genau und penibel muss gearbeitet werden, da ansonsten die Versuchsreihe fehlschlagen könnte. So entsteht Bauteil für Bauteil, bis es schließlich montiert und in Betrieb genommen werden kann. Es klappt jedoch nicht immer reibungslos. Öfters stellt man beim Herstellen der Bauteile oder später bei der Montage fest, dass eine Funktion nicht gewährleistet ist und Lösungen gemeinsam gefunden werden müssen. Für mich ist es immer wieder ein schönes Gefühl, ein Projekt erfolgreich abgeschlossen zu haben und einen kleinen Teil zur Forschung beitragen zu können.

Tobias: Mir gefällt am Beruf des Kfz-Mechatronikers, dass er sehr abwechslungsreich ist und dass man mit jedem Auto bzw. Auftrag wieder neue Aufgabenstellungen hat. Jeder Tag ist anders. Auch einer der Vorzüge ist, dass es ein sehr technischer und praktischer Beruf ist, das heißt, man hat immer etwas Greifbares, was mir persönlich sehr gefällt. Bei uns im Betrieb lernen wir auch immer die neueste Technik kennen, die in der Automobilindustrie benutzt wird, zum Beispiel die neue E-Mobilität ist sehr interessant.

Welche beruflichen Zukunftspläne habt ihr?

Stephan: Unglaublich gerne würde ich weiter in der Forschung bzw. im Prototypenbau tätig sein. Das Aufgabenfeld ist hier schlicht zu reizvoll für mich. Des Weiteren würde ich mich gerne fortbilden (Meister oder Techniker), um weitere spannende Aufgaben bewältigen zu können.

Matthias: Ich möchte ich mich innerhalb meines Berufes weiterbilden. Jedoch bin ich mir noch nicht im Klaren, in welcher Art und Weise genau, da es viele verschiedene Möglichkeiten gibt. Zum Beispiel gibt es die Weiterbildung zum Meister oder Servicetechniker, jedoch käme für mich auch ein Studium, wie zum Beispiel Fahrzeugtechnik infrage. Über diese verschiedenen Möglichkeiten möchte ich mich in meiner Ausbildung informieren, damit ich nach meiner Gesellenprüfung mit der Weiterbildung starten kann.

Unser Tipp an die Jugendlichen:

Stephan: Was ich wirklich jedem ans Herz legen kann, der sich in der Berufsorientierung befindet, ist, sich vernünftig beraten zu lassen, Berufszweige einzugrenzen und kennenzulernen. Nehmt euch jetzt etwas Zeit, um ein ausgiebiges und eigenes Bild von Berufen zu bekommen. Probiert Berufe aus, absolviert Praktika und schaut, wo ihr euch wohlfühlt, und vor allem, was euch Spaß macht. Denn ich denke, dass es äußerst wichtig ist, einen Beruf zu finden, in dem man aufgeht und sich entfalten kann.

Tobias: Man sollte möglichst viele Eindrücke sammeln und schauen, was einem liegt und auch Spaß macht. Bei Interesse an einer Ausbildung empfehle ich, mehrere Praktika zu machen und nicht nur einen Betrieb zu besuchen. So wird einem besser bewusst, was einem Spaß macht und persönlich wichtig ist.

Matthias: Ein wichtiger Tipp, den ich den Jugendlichen mit auf den Weg gebe, ist, dass sie sich immer über mehrere Berufe informieren sollten. Denn schon zum Beispiel im Kfz-Bereich gibt es Berufe vom Automobilkaufmann bis zum Karosseriebau, die sehr verschieden sind, jedoch die Leidenschaft zum Automobil verbinden. Die Jugendlichen können also durch verschiedene Praktika rausfinden, welcher von diesen verschiedenen Bereichen ihnen am meisten gefällt und am besten zu ihnen passt. Außerdem ist es wichtig, eine ordentliche und fehlerfreie Bewerbung früh genug einzureichen und sich gut auf die Vorstellungsgespräche vorzubereiten. Somit kann bei der Berufswahl mit mehreren absolvierten Praktika, einer vernünftigen Bewerbung und einem ordentlichen Vorstellungsgespräch eigentlich nicht mehr schiefgehen.

Paul: Ich würde empfehlen, die Bewerbungen am besten immer jemandem zum Korrekturlesen zu überlassen. Außerdem sollte man sich frühzeitig bewerben und, wenn möglich, den Ausbildungsvertrag mit nach Hause nehmen und mit den Eltern besprechen.

Kontakt
Herr Thomas Freundlieb
Telefon: 0221 2022-416
E-Mail: freundlieb@hwk-koeln.de

Frau Tanja Heinsberg
Telefon: 0221 2022-403
E-Mail: heinsberg@hwk-koeln.de

www.hwk-koeln.de
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