Wirtschaft & Tourismus in Wustermark
Wirtschaft und Tourismus in Wustermark
Wirtschaftliches Zentrum im Osthavelland
Wustermark ist ein dynamisches wirtschaftliches Zentrum im Osthavelland. Die Gemeinde vor den Toren Berlins und Potsdams bietet eine herausragende Lagegunst: Über die Straße (A 10, B 5), die Schiene (Lehrter Bahn mit Schnellfahrstrecke Berlin-Hannover, Berliner Außenring) und das Wasser (Havelkanal) ist Wustermark an Verkehrsachsen bundesweiter und europäischer Bedeutung angebunden.
Trotz der kompakten Größe von rund 11.250 Einwohnerinnen und Einwohnern und der räumlichen Nähe zu den Landeshauptstädten Potsdam und Berlin verzeichnet Wustermark inzwischen mehr Ein- als Auspendler. Die im Gemeindegebiet vorhandenen rund 7.000 Arbeitsplätze konzentrieren sich insbesondere auf die Logistikbranche, das produzierende Gewerbe, den Einzelhandel sowie den Bereich Tourismus und Freizeitwirtschaft.
Güterverkehrszentrum als europaweit bedeutsamer Logistikstandort
Das Wustermarker Güterverkehrszentrum (GVZ) bietet durch seine Anbindung an Fernstraßen, Schiene und Wasser alle Voraussetzungen für einen modernen Logistikstandort. Auf dem rund 127 Hektar großen Gewerbeareal haben sich mittlerweile 44 Unternehmen mit insgesamt etwa 4.500 Beschäftigten aus den Bereichen Produktion, Handel und Logistik angesiedelt. Im Jahr 2025 belegte das Wustermarker GVZ Platz 16 im europäischen GVZ-Ranking.
Mit der Fertigstellung der Kuhdammbrücke und des Kuhdammweges im Jahr 2025 wurde eine dritte leistungsfähige Anbindung an das überregionale Straßennetz geschaffen; zugleich wurde der Hafen weiter ausgebaut. Das angrenzende, im Aufbau befindliche Gewerbegebiet Nord stärkt den Standort zusätzlich: Neben weiteren Ansiedlungen aus Produktion und Logistik entstehen hier auch digitale Infrastrukturen. Geplant ist eines der größten Rechenzentren der Region mit einer Leistung von 300 MW. Dadurch eröffnen sich perspektivisch weitere Möglichkeiten für Ansiedlungen, etwa von Technologieunternehmen.
Verbindung von Tradition und Moderne im BahnTechnologie Campus Havelland
Der Rangierbahnhof Wustermark im Ortsteil Elstal, erbaut zwischen 1906 und 1909, verdankt seine Entstehung dem Aufblühen der damals eigenständigen Stadt Spandau. Der stetig wachsende Personen- und Güterverkehr führte Anfang des 20. Jahrhunderts dazu, dass dort die Kapazitätsgrenzen der vorhandenen Bahnanlagen erreicht waren. Daher wurde der Zug- und Rangierverkehr verlagert - die Entscheidung zur Umgestaltung der Bahnanlagen in Spandau war die Geburtsstunde des Rangierbahnhofs Wustermark. Reichten zur Betriebseröffnung 220 Arbeiter und Beamte aus, stieg die Zahl der Beschäftigten in den folgenden Jahren stetig an.
Auch der Zweite Weltkrieg verursachte Schäden auf dem Bahnhofsgelände, sodass der Betrieb zeitweise zum Erliegen kam. Ein weiterer Reihenabwurf verfehlte sein Ziel, wodurch dem Bahnhof eine vollständige Zerstörung erspart blieb. Im April 1945 besetzten sowjetische Truppen den Verschiebebahnhof; Aufräumungsarbeiten begannen zügig, sodass im Mai 1945 die ersten Züge wieder fahren konnten. Der nach 1990 rückläufige Güterverkehr führte ab 2001 zur schrittweisen Stilllegung des Güterbahnhofs.
Seit 2008 hat das Rail & Logistik Center Wustermark (RLCW) den geschichtsträchtigen Rangierbahnhof im Ortsteil Elstal jedoch wieder zu einem europäischen Schienenknotenpunkt mit über 70 Gleisen und insgesamt 31 km Gleisanlage ausgebaut. Am Fuße des ortsbildprägenden Elstaler Wasserturms entwickelt der Landkreis Havelland - mit Unterstützung der Havelländischen Eisenbahn AG (HVLE), der IPG GmbH sowie der Gemeinde Wustermark - den BahnTechnologie Campus Havelland. Der Cluster für Gewerbebetriebe sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen in bahnaffinen Branchen bietet durch die enge Verbindung mit dem realen Bahnbetrieb des RLCW auf dem größten privaten Rangierbahnhof Deutschlands besondere Entwicklungschancen. Synergien zwischen den am Campus ansässigen Unternehmen und Einrichtungen sowie dem in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Güterverkehrszentrum Wustermark sollen gezielt entstehen.
Ein erster Meilenstein in der Belebung des Campus wurde 2021 erreicht: Die neu errichteten Straßen und Gleise wurden ihrer Bestimmung übergeben und mit der Railway Service (RWS) GmbH nahm das erste neu angesiedelte Unternehmen seinen Betrieb am Standort auf. In den kommenden Jahren stehen - neben der Wiederbelebung denkmalgeschützter Gebäude - auch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und eine deutliche Aufwertung für die Nutzerinnen und Nutzer von Campus und Bahnhof auf der Agenda.
Tourismusdestinationen mit überregionaler Strahlkraft
Ein wichtiger Ausdruck der wirtschaftlichen Attraktivität sind zudem die im Ortsteil Elstal angesiedelten Tourismus- und Freizeitangebote mit überregionaler Strahlkraft. Das im Westen Elstals gelegene Designer Outlet Berlin bietet ein besonderes Shoppingerlebnis. Direkt an der Bundesstraße 5 gelegen, werden hochwertige Markenwaren aus Vorjahres- und Musterkollektionen sowie Überproduktionen von Designerlabels angeboten. Die Produktpalette reicht von Designermode über Schuhe, Accessoires, Schmuck und Heimtextilien bis hin zu Sport- und Geschenkartikeln. Das Outlet umfasst rund 100 Geschäfte und zählt mit etwa 2,7 Mio. Gästen pro Jahr zu den bekannten Besucherattraktionen im Havelland.
Die Döberitzer Heide bietet seit Kurzem mit dem Naturerlebniszentrum auf einer Fläche von rund 350 m² einen spannenden Einstieg in das Gebiet. Besucherinnen und Besucher können hier die Artenvielfalt aus nächster Nähe kennenlernen. Wer gut zu Fuß ist, kann sich auf dem Gelände - fast 17-mal so groß wie der Berliner Tiergarten - auf rund 55 km Waldwegen bewegen und die Natur erleben.
Mit Karls Erlebnis-Dorf als direktem Nachbarn bietet das Areal nicht nur viel Ruhe, sondern auch Action für die ganze Familie. Die am Heiderand in Elstal ansässige Freizeitdestination zieht mit Fahrgeschäften, Spielplätzen, Erlebnismanufakturen und gastronomischen Angeboten ganzjährig rund 1 Mio. Besucherinnen und Besucher an. In den kommenden Jahren plant das Unternehmen um Robert Dahl eine Erweiterung im Bereich der angrenzenden Löwen-Adler-Kaserne. Auf insgesamt etwa 78 ha Fläche sollen - neben zahlreichen Attraktionen wie einem Spaßbad und dem Bibi-&-Tina-Land - auch bis zu 4.000 Übernachtungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Formen entstehen.
Stärkung der Lebensqualität durch Wirtschaftsentwicklung
Die wirtschaftliche Stärke am Standort ermöglicht es, die Lebensbedingungen in Wustermark fortlaufend zu verbessern. Mit der 2024 fertiggestellten Grundschule in Elstal entstand zusammen mit der bestehenden Oberschule ein ganzes Schulzentrum: das Heinz Sielmann Schulzentrum. Im Rahmen seiner wirtschaftsorientierten Grundausrichtung ermöglicht das Heinz Sielmann Schulzentrum Elstal seinen Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Berufsfelder ortsansässiger Unternehmen.
Weitere Projekte - wie eine neue Feuerwache in Elstal - sind bereits in Planung.
Wirtschaftliches Zentrum im Osthavelland
Wustermark ist ein dynamisches wirtschaftliches Zentrum im Osthavelland. Die Gemeinde vor den Toren Berlins und Potsdams bietet eine herausragende Lagegunst: Über die Straße (A 10, B 5), die Schiene (Lehrter Bahn mit Schnellfahrstrecke Berlin-Hannover, Berliner Außenring) und das Wasser (Havelkanal) ist Wustermark an Verkehrsachsen bundesweiter und europäischer Bedeutung angebunden.
Trotz der kompakten Größe von rund 11.250 Einwohnerinnen und Einwohnern und der räumlichen Nähe zu den Landeshauptstädten Potsdam und Berlin verzeichnet Wustermark inzwischen mehr Ein- als Auspendler. Die im Gemeindegebiet vorhandenen rund 7.000 Arbeitsplätze konzentrieren sich insbesondere auf die Logistikbranche, das produzierende Gewerbe, den Einzelhandel sowie den Bereich Tourismus und Freizeitwirtschaft.
Güterverkehrszentrum als europaweit bedeutsamer Logistikstandort
Das Wustermarker Güterverkehrszentrum (GVZ) bietet durch seine Anbindung an Fernstraßen, Schiene und Wasser alle Voraussetzungen für einen modernen Logistikstandort. Auf dem rund 127 Hektar großen Gewerbeareal haben sich mittlerweile 44 Unternehmen mit insgesamt etwa 4.500 Beschäftigten aus den Bereichen Produktion, Handel und Logistik angesiedelt. Im Jahr 2025 belegte das Wustermarker GVZ Platz 16 im europäischen GVZ-Ranking.
Mit der Fertigstellung der Kuhdammbrücke und des Kuhdammweges im Jahr 2025 wurde eine dritte leistungsfähige Anbindung an das überregionale Straßennetz geschaffen; zugleich wurde der Hafen weiter ausgebaut. Das angrenzende, im Aufbau befindliche Gewerbegebiet Nord stärkt den Standort zusätzlich: Neben weiteren Ansiedlungen aus Produktion und Logistik entstehen hier auch digitale Infrastrukturen. Geplant ist eines der größten Rechenzentren der Region mit einer Leistung von 300 MW. Dadurch eröffnen sich perspektivisch weitere Möglichkeiten für Ansiedlungen, etwa von Technologieunternehmen.
Verbindung von Tradition und Moderne im BahnTechnologie Campus Havelland
Der Rangierbahnhof Wustermark im Ortsteil Elstal, erbaut zwischen 1906 und 1909, verdankt seine Entstehung dem Aufblühen der damals eigenständigen Stadt Spandau. Der stetig wachsende Personen- und Güterverkehr führte Anfang des 20. Jahrhunderts dazu, dass dort die Kapazitätsgrenzen der vorhandenen Bahnanlagen erreicht waren. Daher wurde der Zug- und Rangierverkehr verlagert - die Entscheidung zur Umgestaltung der Bahnanlagen in Spandau war die Geburtsstunde des Rangierbahnhofs Wustermark. Reichten zur Betriebseröffnung 220 Arbeiter und Beamte aus, stieg die Zahl der Beschäftigten in den folgenden Jahren stetig an.
Auch der Zweite Weltkrieg verursachte Schäden auf dem Bahnhofsgelände, sodass der Betrieb zeitweise zum Erliegen kam. Ein weiterer Reihenabwurf verfehlte sein Ziel, wodurch dem Bahnhof eine vollständige Zerstörung erspart blieb. Im April 1945 besetzten sowjetische Truppen den Verschiebebahnhof; Aufräumungsarbeiten begannen zügig, sodass im Mai 1945 die ersten Züge wieder fahren konnten. Der nach 1990 rückläufige Güterverkehr führte ab 2001 zur schrittweisen Stilllegung des Güterbahnhofs.
Seit 2008 hat das Rail & Logistik Center Wustermark (RLCW) den geschichtsträchtigen Rangierbahnhof im Ortsteil Elstal jedoch wieder zu einem europäischen Schienenknotenpunkt mit über 70 Gleisen und insgesamt 31 km Gleisanlage ausgebaut. Am Fuße des ortsbildprägenden Elstaler Wasserturms entwickelt der Landkreis Havelland - mit Unterstützung der Havelländischen Eisenbahn AG (HVLE), der IPG GmbH sowie der Gemeinde Wustermark - den BahnTechnologie Campus Havelland. Der Cluster für Gewerbebetriebe sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen in bahnaffinen Branchen bietet durch die enge Verbindung mit dem realen Bahnbetrieb des RLCW auf dem größten privaten Rangierbahnhof Deutschlands besondere Entwicklungschancen. Synergien zwischen den am Campus ansässigen Unternehmen und Einrichtungen sowie dem in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Güterverkehrszentrum Wustermark sollen gezielt entstehen.
Ein erster Meilenstein in der Belebung des Campus wurde 2021 erreicht: Die neu errichteten Straßen und Gleise wurden ihrer Bestimmung übergeben und mit der Railway Service (RWS) GmbH nahm das erste neu angesiedelte Unternehmen seinen Betrieb am Standort auf. In den kommenden Jahren stehen - neben der Wiederbelebung denkmalgeschützter Gebäude - auch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und eine deutliche Aufwertung für die Nutzerinnen und Nutzer von Campus und Bahnhof auf der Agenda.
Tourismusdestinationen mit überregionaler Strahlkraft
Ein wichtiger Ausdruck der wirtschaftlichen Attraktivität sind zudem die im Ortsteil Elstal angesiedelten Tourismus- und Freizeitangebote mit überregionaler Strahlkraft. Das im Westen Elstals gelegene Designer Outlet Berlin bietet ein besonderes Shoppingerlebnis. Direkt an der Bundesstraße 5 gelegen, werden hochwertige Markenwaren aus Vorjahres- und Musterkollektionen sowie Überproduktionen von Designerlabels angeboten. Die Produktpalette reicht von Designermode über Schuhe, Accessoires, Schmuck und Heimtextilien bis hin zu Sport- und Geschenkartikeln. Das Outlet umfasst rund 100 Geschäfte und zählt mit etwa 2,7 Mio. Gästen pro Jahr zu den bekannten Besucherattraktionen im Havelland.
Die Döberitzer Heide bietet seit Kurzem mit dem Naturerlebniszentrum auf einer Fläche von rund 350 m² einen spannenden Einstieg in das Gebiet. Besucherinnen und Besucher können hier die Artenvielfalt aus nächster Nähe kennenlernen. Wer gut zu Fuß ist, kann sich auf dem Gelände - fast 17-mal so groß wie der Berliner Tiergarten - auf rund 55 km Waldwegen bewegen und die Natur erleben.
Mit Karls Erlebnis-Dorf als direktem Nachbarn bietet das Areal nicht nur viel Ruhe, sondern auch Action für die ganze Familie. Die am Heiderand in Elstal ansässige Freizeitdestination zieht mit Fahrgeschäften, Spielplätzen, Erlebnismanufakturen und gastronomischen Angeboten ganzjährig rund 1 Mio. Besucherinnen und Besucher an. In den kommenden Jahren plant das Unternehmen um Robert Dahl eine Erweiterung im Bereich der angrenzenden Löwen-Adler-Kaserne. Auf insgesamt etwa 78 ha Fläche sollen - neben zahlreichen Attraktionen wie einem Spaßbad und dem Bibi-&-Tina-Land - auch bis zu 4.000 Übernachtungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Formen entstehen.
Stärkung der Lebensqualität durch Wirtschaftsentwicklung
Die wirtschaftliche Stärke am Standort ermöglicht es, die Lebensbedingungen in Wustermark fortlaufend zu verbessern. Mit der 2024 fertiggestellten Grundschule in Elstal entstand zusammen mit der bestehenden Oberschule ein ganzes Schulzentrum: das Heinz Sielmann Schulzentrum. Im Rahmen seiner wirtschaftsorientierten Grundausrichtung ermöglicht das Heinz Sielmann Schulzentrum Elstal seinen Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Berufsfelder ortsansässiger Unternehmen.
Weitere Projekte - wie eine neue Feuerwache in Elstal - sind bereits in Planung.