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Geschichte

Geschichtlicher Überblick
Die Geschichte von Oberthal geht zurück auf die drei Ortsteile Imweiler, Linden und Osenbach, in früheren Jahren drei getrennte Ortschaften, die aber schon früh durch Dorf- und Banngemeinschaft miteinander verbunden waren. Imweiler dürfte der älteste Ortsteil sein, denn es wird bereits im 3. Jahrhundert n. Chr. eine Siedlung im Imweiler Raum angenommen. Der Ort Osenbach wird erstmals im Jahre 1263 urkundlich erwähnt.
Im Mittelalter existierte ein Rittergeschlecht, dessen Stammsitz die Burg Linden war. Dieses Rittergeschlecht dürfte für den kleinen Ort Linden namensgebend gewesen sein.
Als man das Rheinland 1798 nach französischem Muster in Departements, Kantone und Mairien einteilte, wurden Imweiler, Linden und Osenbach nicht mehr gesondert aufgeführt, sondern es erscheint zum ersten Mal der amtliche Name "Mairie Oberthal". Bei der Bezeichnung Oberthal soll es sich nach den Untersuchungen von Rudolf Just ursprünglich nicht um einen Ortsnamen gehandelt haben, sondern wohl mehr um einen geographischen Begriff wie Ober- oder Unterland. Während früher alle Eintragungen in den Standesregistern getrennt nach den drei Ortsteilen erfolgten, werden seit 1932 die Eintragungen nur noch unter der Bezeichnung "Oberthal" vorgenommen. Die Einheitsgemeinde Oberthal wurde am 1. Januar 1974 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform aus den vier selbstständigen Orten Oberthal, Gronig, Güdesweiler und Steinberg-Deckenhardt gebildet. Der Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberthal e. V. befasst sich intensiv mit der Historie der Gemeinde Oberthal. Der Verein hat seine Geschäftsstelle in der Imweilerstr. 9 und verfügt dort über ein interessantes Archiv. Der Verein hat bereits verschiedene Bücher über die Geschichte und Bewohner Oberthals herausgegeben.

Neues Rathaus
Man hat sich dazu entschlossen, ein neues Rathaus zu errichten. Im Jahr 2010 konnte das neue Bürgerservicezentrum in der Poststraße 20 eröffnet werden. Mit Unterstützung des Vereins "Freundeskreis Kultur im Rathaus e. V." werden im Bürgersaal des Rathauses und auch auf dem Rathausvorplatz regelmäßig kulturelle Veranstaltungen angeboten: Über Klavierkonzerte, Kabarett, Kleinkunst, Buchvorlesungen und Platzkonzerten ist für jeden Geschmack und für jede Altersgruppe etwas dabei.

Gemeindepartnerschaft Oberthal/Moyenmoutier
Die Gemeinde Oberthal unterhält seit dem 09. Juni 1985 mit der französischen Gemeinde Moyenmoutier eine Gemeindepartnerschaft. Als Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit wurden sowohl in Moyenmoutier als auch in Oberthal jeweils ein "Place d'Oberthal" als auch ein "Place Moyenmoutier" gewidmet.

Wappen von Oberthal
Erklärung des Wappens
Im gevierten Schild,
  1. links oben in rot zwei schräg gekreuzte goldene Abtstäbe,
  2. rechts oben in silber ein rotbewehrter und rotbezungter blauer Löwe,
  3. links unten in Gold ein roter Schrägrechtsbalken, belegt mit drei gestümmelten, silbernen Adlern,
  4. rechts unten in blau ein silbernes Mühlenrad.
  1. steht für die ehemalige Gemeinde Gronig (Grundherr war lange Zeit hindurch die Abtei Tholey) und soll die Zugehörigkeit zu dieser Abtei versinnbildlichen.
  2. steht für die ehemalige Gemeinde Steinberg-Deckenhardt. Im 14. und 15. Jahrhundert waren die Gemeindeteile Steinberg und Deckenhardt Besitzungen des Grafen von Veldenz, die als Wappen einen blauen Löwen in silbernem Feld führten. Einen wachsenden Veldenzer Löwen führte die Gemeinde Steinberg-Deckenhardt in dem ihr am 6. Mai 1964 verliehenen Wappen.
  3. steht für die ehemalige Gemeinde Oberthal. Diese aus den Orten Osenbach, Imweiler und Linden entstandene Gemeinde gehörte von 1277 bis 1766 zum Herzogtum Lothringen. Sie will diese fast 500 jährige Zugehörigkeit durch das lothringische Herzogswappen ausdrücken.
  4. steht für die ehemalige Gemeinde Güdesweiler. Sie führte vom 19. März bis 31. Dezember 1973 folgendes Wappen: In blau über silbernem Dreiberg, links ein silbernes Mühlrad, rechts eine silberne Glocke. Das aus diesem Wappen übernommene silberne Mühlrad soll die im Saalbuch der Abtei Tholey von 1538 nachgewiesene älteste Ansiedlung dieses Gemeindeteils, die alte Abteimühle, symbolisieren.