Über Mettingen
App
Jetzt herunterladen und Mettingen digital erleben!
Internet: https://www.mettingen.de/gemeinde/buergerservice/die-mettingen-app/
Lokale Fakten
Mettingen, im Herzen einer reichhaltigen Kulturlandschaft gelegen, ehrt seine Geschichte durch die Anerkennung von Ehrenbürgern, die die Gemeinschaft geprägt haben. Die gemeindlichen Gebäude dienen als Treffpunkte für Einheimische und Besucher. Die Chronik Mettingens ist gefüllt mit faszinierenden Informationen aus den vergangenen Jahren. Unter Zahlen, Daten und Fakten erhalten Sie einen Einblick in die Entwicklung der Gemeinde. Ein Highlight ist der Mettinger Wochenmarkt, der mit regionalen Produkten und einem lebendigen Gemeinschaftsgefühl lockt.
Bevölkerung
11.654 Einwohner
6-17 Jahre - 11,5%
18-65 Jahre - 59,8%
über 65 Jahre - 22,7%
Beschäftigungsstrukturen
5.045 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Personen
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei - 0,4%
produzierendes Gewerbe - 58,7%
Handel, Gastgewerbe und Verkehr - 12,3%
sonstige Dienstleistungen - 28,6%
*Stand 31.12.2025, Kommunalprofil Mettingen Landesdatenbank
Mobilität
Autobahn
A30 Bad Bentheim - Osnabrück über Ibbenbüren
A1 Köln-Bremen über Osnabrück-Hafen
Bahn
An der Reaktivierung der TecklenburgerNordbahn wird gearbeitet.
RVM
N10 Steinbeck - Recke - Mettingen (N19 Osnabrück)
N19 Ibbenbüren - Laggenbeck - Mettingen - Westerkappeln - Wersen - Osnabrück
R20 Mettingen - Laggenbeck - Ibbenbüren
R24 Mettingen - Bockraden - Ibbenbüren
S10 Recke - Mettingen - Westerkappeln - Osnabrück
Nahverkehr
B3 Bürgermobil
Fahrrad: Mettingen bietet hervorragende Radwege im Münsterland, insbesondere durch das Knotenpunktsystem (nahe Knotenpunkte 80, 83)
Fläche
4.060 ha
900 ha Siedlung und Verkehr
Das Mettinger Gemeindewappen ist schildförmig und besteht aus drei gestielten Kleeblättern im Verhältnis 2:1. Entworfen wurde es nach dem ältesten bekannten Siegel des Gerhard von Mettingen 1292, siehe Westf. Siegel IV, Tfl. 177 Nr. 12. Dem Rittergeschlecht derer von Mettingen war im 12.-14. Jahrhundert eine große Zahl von Höfen im Mettinger Gebiet zu Lehen gegeben. Gerhard von Mettingen trat ab 1231 unter den tecklenburgischen Ministerialien auf.
Da die ursprüngliche Farbe des Wappens unbekannt war, wählte man die des Tecklenburger Grafschaftswappens: rote Kleeblätter auf silbernem Grund.
Ursprünglich führte man das Wappen der Grafschaft Lingen: Der Anker war das Wappen der letzten Edelherren in der Grafschaft, der Edlen von Ibbenbüren. Um 1203 erlosch jedoch dieses Geschlecht und so wurden jene Familiengüter den Grafen von Tecklenburg zu Lehen übertragen.
Diese stellten für sich nun das bekannte Wappen der Grafschaft Tecklenburg zusammen: ein vierteiliges Schild, das links oben und rechts unten den Anker, rechts oben und links unten die drei Seerosenblätter des Herzogtums Engern darstellt. Später wurden diese drei Seerosenblätter in drei rote Herzen umgewandelt und dem Anker zugefügt. Dieser Kombination des Gemeindewappens fehlte somit jede heraldische, genealogische und historische Basis.
Für einen langen Zeitraum führte Mettingen den Anker mit einem ovalen Schild in der Mitte, auf dem die drei Seerosenblätter 2:1 standen, sowie einen auf dem Kopf stehenden Anker mit je einem roten Herzen unter den beiden Armen und dem Schaft auf grün-weiß-schwarzem Grund, bis die neuere Forschung das Wappen der Herren von Mettingen entdeckte.
Der umgekehrte Anker war das Wappen des Geschlechts Harde in Lippspringe. Im Jahre 1428 siegelten Sweder und Barthold Brüder Harde als Tecklenburger Ministerialien mit diesem Wappenbild. Die geschichtlichen Zusammenhänge waren aber so unwesentlich, dass die Berechtigung zur Weiterführung des Wappens nicht mehr gegeben war.
Das oben beschriebene Wappen wurde 1938 zum Gemeindewappen erklärt und als solches am 26. Oktober 1938 vom Oberpräsidenten Westfalens der Gemeinde übergeben.
Timeline
1088
wird Mettingen erstmals in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Benno II von Osnabrück an das Kloster Iburg genannt.
1196
tritt ein Rittergeschlecht von Mettingen als Dienstmannen der Grafen von Tecklenburg in Erscheinung.
1400
wurde die Tecklenburg von den verbündeten Bistümern Münster und Osnabrück erobert. Über Jahre hatten kriegerische Streitigkeiten zwischen den Tecklenburger Grafen und den umliegenden Herrschaften das Leben der Mettinger mitbestimmt. Die Vormachtstellung der Tecklenburger Grafen war fortan gebrochen.
1493
wurde die Grafschaft nach einem Familienstreit geteilt und Mettingen kam an die Obergrafschaft Lingen unter Graf Nikolaus VII von Tecklenburg.
1520
gab Graf Nikolaus die Grafschaft dem Herzog von Geldern zu Lehen.
1541
fiel Mettingen nach dem Tod desselben an das Stammhaus Tecklenburg unter Graf Konrad zurück. Dieser hatte sich schon früh zur neuen Lehre der Reformation bekannt und sich dem Schmalkaldischen Bund angeschlossen. Dies ließ neue Streitigkeiten mit den Bistümern aufkommen.
1547
besetzte Graf Maximilian von Büren auf Anordnung des Kaisers Karl V. tecklenburgische Gebiete. 1548 wurde die Grafschaft dem Grafen Maximilian zu Lehen übergeben.
1596
kam Mettingen als Teil der Obergrafschaft Lingen unter oranische Herrschaft und so wurde hier die reformierte Konfession eingeführt.
1605
wurde das Land im Verlauf des niederländisch-spanischen Krieges von Spanien erobert und besetzt. Auch während des 30-jährigen Krieges wurde es von den Spaniern behauptet.
1633
kam Mettingen nach Abzug der Spanier wieder unter oranische Herrschaft.
1672
brachten die Kriegszüge des münsterschen Fürstbischofs von Galen gegen die Niederlande neue Schrecken, Wirren und Besatzung.
1702
wurde die Obergrafschaft Lingen auf Anordnung des König Friedrich I von Preußen in Besitz genommen. Auch Mettingen erhielt eine preußische Verwaltung.
1756
brachte der 7-jährige Krieg neue Unruhen, als braunschweigische Truppen, Franzosen und Preußen, hier hausten.
1806
wurde Oberlingen nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt vom König von Holland besetzt.
1807
nach dem Tilsiter Frieden an Frankreich abgetreten.
1808
kamen die beiden Grafschaften Tecklenburg und Lingen und damit auch Mettingen an das Großherzogtum Berg.
1810
wurde Oberlingen dem Kaiserreich Frankreich einverleibt.
1813
wurden die verlorenen Länder vom Generalleutnant in preußischen Besitz genommen.
1816
wurde der Regierungsbezirk Münster eingeteilt und Mettingen kam zum Kreis Tecklenburg.
1881
wurde der Amtssitz der gemeinsam verwalteten Ämter nach Mettingen verlegt. Die kommunale Selbstständigkeit der beiden Gemeinden blieb weiterhin bestehen.
Die fortschreitende Industrialisierung brachte auch für Mettingen manchen Fortschritt und neue Verdienstmöglichkeiten. Rege Bautätigkeit ließ den Ort wachsen und Handel wie Handwerk begannen zu erblühen. Die aufstrebende Entwicklung wurde kaum unterbrochen, wenn auch der deutsch-französische Krieg und der 1. Weltkrieg 1914-1918 wieder Rückschläge gebracht hatten. Das Ende des 2. Weltkrieges 1945 hatte jedoch den völligen Zusammenbruch des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens zur Folge.
1951
wurde der Amtsverband Mettingen-Recke aufgehoben und beide Gemeinden wurden selbstständig.
1975
kam Mettingen als Gemeinde des ehemaligen Landkreises Tecklenburg zum neugebildeten Kreis Steinfurt.
1978
Die Partnerschaft mit der holländischen Gemeinde Raalte wurde offiziell am 25.08.1978 besiegelt.
1985
war die Ortssanierung, die Ende der 60er- Jahre begonnen wurde, abgeschlossen. Es wurde nicht nur der gesamte Marktplatz erneuert, sondern darüber hinaus wurden auch mehrere störende Gewerbe- und Industriebetriebe (z. B. Kornbrennerei und Presshefefabrik der Firma C. Langemeyer) ausgesiedelt.
1988
begeht die Gemeinde Mettingen ihre 900-Jahr-Feier. Zahlreiche Veranstaltungen werden im Verlauf des Jubiläums-jahres angeboten.
1992
wurde die Gemeinde Mettingen zum staatlich anerkannten Erholungsort ernannt.
1992
Ansiedlung der Conditorei Coppenrath & Wiese
2003
25-jähriges Partnerschaftsjubiläum mit der niederländischen Gemeinde Raalte. Neubesiegelung der Partnerschaft nach der Zusammenlegung Raalte / Heino am 01.11.2003.
2009
Auf Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde Raalte wurde am 26.02.2009 die Partnerschaft zwischen Mettingen und Raalte beendet.
2013
feierte die Gemeinde Mettingen ihr 925-jähriges Jubiläum mit einem großen Dorffest.
2018
endete mit dem Bergbau eine für die Region geprägte Ära. Die letzte Steinkohle wurde am 17. August 2018 gefördert.
HEUTE
Tüötten in Mettingen
Mettingen ist weit über seine Grenzen als das "Tüöttendorf" bekannt. Die Geschichte der Gemeinde am Schafberg wurde maßgeblich von einer einmaligen Berufsgruppe geprägt: den Tüötten.
Vom Grasmäher zum Großhändler
Da die kargen Böden im 16. Jahrhundert kaum Erträge lieferten, zogen die Mettinger zunächst als Saisonarbeiter ("Hollandgänger") in die Niederlande. Daraus entwickelte sich ein florierender Leinenhandel, der sich über ganz Nordeuropa bis nach Russland ausdehnte.
Mit dem Packen auf dem Rücken (als "Pluggenträger") brachten diese Wanderhändler Wohlstand in ihre Heimat.
Starke Frauen & Geheimsprachen
Während die Männer monatelang auf Reisen waren, leisteten die Tüöttenfrauen Enormes: Sie führten die Höfe, erzogen die Kinder und organisierten die Leinenproduktion. Untereinander verständigten sich die Händler in einer eigenen Geheimsprache - aus ihr stammt auch der Name "Tüötte" (abgeleitet von tiüchan = ziehen/wandern).
Ein Erbe, das bleibt
Mit der Industrialisierung endete das Tüötten-wesen, doch der Unternehmergeist blieb: Weltberühmte Handelshäuser (wie z. B. C&A) haben hier ihre Wurzeln. Das prächtige Ortsbild mit seinen stilvollen Villen zeugt noch heute von diesem Reichtum.
Geschichte erleben
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Lokale Fakten
Mettingen, im Herzen einer reichhaltigen Kulturlandschaft gelegen, ehrt seine Geschichte durch die Anerkennung von Ehrenbürgern, die die Gemeinschaft geprägt haben. Die gemeindlichen Gebäude dienen als Treffpunkte für Einheimische und Besucher. Die Chronik Mettingens ist gefüllt mit faszinierenden Informationen aus den vergangenen Jahren. Unter Zahlen, Daten und Fakten erhalten Sie einen Einblick in die Entwicklung der Gemeinde. Ein Highlight ist der Mettinger Wochenmarkt, der mit regionalen Produkten und einem lebendigen Gemeinschaftsgefühl lockt.
Bevölkerung
11.654 Einwohner
- 5.752 männlich
- 5.902 weiblich
6-17 Jahre - 11,5%
18-65 Jahre - 59,8%
über 65 Jahre - 22,7%
Beschäftigungsstrukturen
5.045 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Personen
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei - 0,4%
produzierendes Gewerbe - 58,7%
Handel, Gastgewerbe und Verkehr - 12,3%
sonstige Dienstleistungen - 28,6%
*Stand 31.12.2025, Kommunalprofil Mettingen Landesdatenbank
Mobilität
Autobahn
A30 Bad Bentheim - Osnabrück über Ibbenbüren
A1 Köln-Bremen über Osnabrück-Hafen
Bahn
An der Reaktivierung der TecklenburgerNordbahn wird gearbeitet.
RVM
N10 Steinbeck - Recke - Mettingen (N19 Osnabrück)
N19 Ibbenbüren - Laggenbeck - Mettingen - Westerkappeln - Wersen - Osnabrück
R20 Mettingen - Laggenbeck - Ibbenbüren
R24 Mettingen - Bockraden - Ibbenbüren
S10 Recke - Mettingen - Westerkappeln - Osnabrück
Nahverkehr
B3 Bürgermobil
Fahrrad: Mettingen bietet hervorragende Radwege im Münsterland, insbesondere durch das Knotenpunktsystem (nahe Knotenpunkte 80, 83)
Fläche
4.060 ha
900 ha Siedlung und Verkehr
- 429 ha Wohnbau-, Industrie- und Gewerbefläche
- 6 ha Abbauland und Halde
- 70 ha Sport-, Freizeit- und Erholungsgebiete, Friedhofsfläche
- 159 ha Flächen anderer Nutzung
- 236 ha Verkehrsfläche
- 2.524 ha Landwirtschaftsfläche
- 550 ha Waldfläche, Gehölz
- 42 ha Moor, Heide, Sumpf, Unland
- 44 ha Gewässer
Das Mettinger Gemeindewappen ist schildförmig und besteht aus drei gestielten Kleeblättern im Verhältnis 2:1. Entworfen wurde es nach dem ältesten bekannten Siegel des Gerhard von Mettingen 1292, siehe Westf. Siegel IV, Tfl. 177 Nr. 12. Dem Rittergeschlecht derer von Mettingen war im 12.-14. Jahrhundert eine große Zahl von Höfen im Mettinger Gebiet zu Lehen gegeben. Gerhard von Mettingen trat ab 1231 unter den tecklenburgischen Ministerialien auf.
Da die ursprüngliche Farbe des Wappens unbekannt war, wählte man die des Tecklenburger Grafschaftswappens: rote Kleeblätter auf silbernem Grund.
Ursprünglich führte man das Wappen der Grafschaft Lingen: Der Anker war das Wappen der letzten Edelherren in der Grafschaft, der Edlen von Ibbenbüren. Um 1203 erlosch jedoch dieses Geschlecht und so wurden jene Familiengüter den Grafen von Tecklenburg zu Lehen übertragen.
Diese stellten für sich nun das bekannte Wappen der Grafschaft Tecklenburg zusammen: ein vierteiliges Schild, das links oben und rechts unten den Anker, rechts oben und links unten die drei Seerosenblätter des Herzogtums Engern darstellt. Später wurden diese drei Seerosenblätter in drei rote Herzen umgewandelt und dem Anker zugefügt. Dieser Kombination des Gemeindewappens fehlte somit jede heraldische, genealogische und historische Basis.
Für einen langen Zeitraum führte Mettingen den Anker mit einem ovalen Schild in der Mitte, auf dem die drei Seerosenblätter 2:1 standen, sowie einen auf dem Kopf stehenden Anker mit je einem roten Herzen unter den beiden Armen und dem Schaft auf grün-weiß-schwarzem Grund, bis die neuere Forschung das Wappen der Herren von Mettingen entdeckte.
Der umgekehrte Anker war das Wappen des Geschlechts Harde in Lippspringe. Im Jahre 1428 siegelten Sweder und Barthold Brüder Harde als Tecklenburger Ministerialien mit diesem Wappenbild. Die geschichtlichen Zusammenhänge waren aber so unwesentlich, dass die Berechtigung zur Weiterführung des Wappens nicht mehr gegeben war.
Das oben beschriebene Wappen wurde 1938 zum Gemeindewappen erklärt und als solches am 26. Oktober 1938 vom Oberpräsidenten Westfalens der Gemeinde übergeben.
Timeline
1088
wird Mettingen erstmals in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Benno II von Osnabrück an das Kloster Iburg genannt.
1196
tritt ein Rittergeschlecht von Mettingen als Dienstmannen der Grafen von Tecklenburg in Erscheinung.
1400
wurde die Tecklenburg von den verbündeten Bistümern Münster und Osnabrück erobert. Über Jahre hatten kriegerische Streitigkeiten zwischen den Tecklenburger Grafen und den umliegenden Herrschaften das Leben der Mettinger mitbestimmt. Die Vormachtstellung der Tecklenburger Grafen war fortan gebrochen.
1493
wurde die Grafschaft nach einem Familienstreit geteilt und Mettingen kam an die Obergrafschaft Lingen unter Graf Nikolaus VII von Tecklenburg.
1520
gab Graf Nikolaus die Grafschaft dem Herzog von Geldern zu Lehen.
1541
fiel Mettingen nach dem Tod desselben an das Stammhaus Tecklenburg unter Graf Konrad zurück. Dieser hatte sich schon früh zur neuen Lehre der Reformation bekannt und sich dem Schmalkaldischen Bund angeschlossen. Dies ließ neue Streitigkeiten mit den Bistümern aufkommen.
1547
besetzte Graf Maximilian von Büren auf Anordnung des Kaisers Karl V. tecklenburgische Gebiete. 1548 wurde die Grafschaft dem Grafen Maximilian zu Lehen übergeben.
1596
kam Mettingen als Teil der Obergrafschaft Lingen unter oranische Herrschaft und so wurde hier die reformierte Konfession eingeführt.
1605
wurde das Land im Verlauf des niederländisch-spanischen Krieges von Spanien erobert und besetzt. Auch während des 30-jährigen Krieges wurde es von den Spaniern behauptet.
1633
kam Mettingen nach Abzug der Spanier wieder unter oranische Herrschaft.
1672
brachten die Kriegszüge des münsterschen Fürstbischofs von Galen gegen die Niederlande neue Schrecken, Wirren und Besatzung.
1702
wurde die Obergrafschaft Lingen auf Anordnung des König Friedrich I von Preußen in Besitz genommen. Auch Mettingen erhielt eine preußische Verwaltung.
1756
brachte der 7-jährige Krieg neue Unruhen, als braunschweigische Truppen, Franzosen und Preußen, hier hausten.
1806
wurde Oberlingen nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt vom König von Holland besetzt.
1807
nach dem Tilsiter Frieden an Frankreich abgetreten.
1808
kamen die beiden Grafschaften Tecklenburg und Lingen und damit auch Mettingen an das Großherzogtum Berg.
1810
wurde Oberlingen dem Kaiserreich Frankreich einverleibt.
1813
wurden die verlorenen Länder vom Generalleutnant in preußischen Besitz genommen.
1816
wurde der Regierungsbezirk Münster eingeteilt und Mettingen kam zum Kreis Tecklenburg.
1881
wurde der Amtssitz der gemeinsam verwalteten Ämter nach Mettingen verlegt. Die kommunale Selbstständigkeit der beiden Gemeinden blieb weiterhin bestehen.
Die fortschreitende Industrialisierung brachte auch für Mettingen manchen Fortschritt und neue Verdienstmöglichkeiten. Rege Bautätigkeit ließ den Ort wachsen und Handel wie Handwerk begannen zu erblühen. Die aufstrebende Entwicklung wurde kaum unterbrochen, wenn auch der deutsch-französische Krieg und der 1. Weltkrieg 1914-1918 wieder Rückschläge gebracht hatten. Das Ende des 2. Weltkrieges 1945 hatte jedoch den völligen Zusammenbruch des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens zur Folge.
1951
wurde der Amtsverband Mettingen-Recke aufgehoben und beide Gemeinden wurden selbstständig.
1975
kam Mettingen als Gemeinde des ehemaligen Landkreises Tecklenburg zum neugebildeten Kreis Steinfurt.
1978
Die Partnerschaft mit der holländischen Gemeinde Raalte wurde offiziell am 25.08.1978 besiegelt.
1985
war die Ortssanierung, die Ende der 60er- Jahre begonnen wurde, abgeschlossen. Es wurde nicht nur der gesamte Marktplatz erneuert, sondern darüber hinaus wurden auch mehrere störende Gewerbe- und Industriebetriebe (z. B. Kornbrennerei und Presshefefabrik der Firma C. Langemeyer) ausgesiedelt.
1988
begeht die Gemeinde Mettingen ihre 900-Jahr-Feier. Zahlreiche Veranstaltungen werden im Verlauf des Jubiläums-jahres angeboten.
1992
wurde die Gemeinde Mettingen zum staatlich anerkannten Erholungsort ernannt.
1992
Ansiedlung der Conditorei Coppenrath & Wiese
2003
25-jähriges Partnerschaftsjubiläum mit der niederländischen Gemeinde Raalte. Neubesiegelung der Partnerschaft nach der Zusammenlegung Raalte / Heino am 01.11.2003.
2009
Auf Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde Raalte wurde am 26.02.2009 die Partnerschaft zwischen Mettingen und Raalte beendet.
2013
feierte die Gemeinde Mettingen ihr 925-jähriges Jubiläum mit einem großen Dorffest.
2018
endete mit dem Bergbau eine für die Region geprägte Ära. Die letzte Steinkohle wurde am 17. August 2018 gefördert.
HEUTE
Tüötten in Mettingen
Mettingen ist weit über seine Grenzen als das "Tüöttendorf" bekannt. Die Geschichte der Gemeinde am Schafberg wurde maßgeblich von einer einmaligen Berufsgruppe geprägt: den Tüötten.
Vom Grasmäher zum Großhändler
Da die kargen Böden im 16. Jahrhundert kaum Erträge lieferten, zogen die Mettinger zunächst als Saisonarbeiter ("Hollandgänger") in die Niederlande. Daraus entwickelte sich ein florierender Leinenhandel, der sich über ganz Nordeuropa bis nach Russland ausdehnte.
Mit dem Packen auf dem Rücken (als "Pluggenträger") brachten diese Wanderhändler Wohlstand in ihre Heimat.
Starke Frauen & Geheimsprachen
Während die Männer monatelang auf Reisen waren, leisteten die Tüöttenfrauen Enormes: Sie führten die Höfe, erzogen die Kinder und organisierten die Leinenproduktion. Untereinander verständigten sich die Händler in einer eigenen Geheimsprache - aus ihr stammt auch der Name "Tüötte" (abgeleitet von tiüchan = ziehen/wandern).
Ein Erbe, das bleibt
Mit der Industrialisierung endete das Tüötten-wesen, doch der Unternehmergeist blieb: Weltberühmte Handelshäuser (wie z. B. C&A) haben hier ihre Wurzeln. Das prächtige Ortsbild mit seinen stilvollen Villen zeugt noch heute von diesem Reichtum.
Geschichte erleben
- Tüöttenmuseum im Haus Telsemeyer: Tauchen Sie ein in die Welt der Leinenhändler.
- Tüöttenweg: Wandern Sie auf den Spuren der Händler von Osnabrück bis nach Oldenzaal (Markierung "T").