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Kloster Lehnin und die Ortsteile

Kloster Lehnin

Der Name "Kloster Lehnin" steht nicht nur für das älteste Zisterzienserkloster der Mark Brandenburg, sondern auch für die am 01.04.2002 im Zuge der kommunalen Neugliederung entstandene Gemeinde, die aus den 14 Ortsteilen besteht. Vorher wurden die ehemals eigenständigen Gemeinden vom Amt Lehnin verwaltet.

Das 1193 erstmals erwähnte Lehnin liegt im grünen Herzen der Mark Brandenburg, im Landschaftsgebiet der Zauche, das im Norden durch die Havel und im Süden vom Fläming begrenzt wird.

Das heutige Wappen der Gemeinde wurde 2003 kreiert und zeigt eine gelb/goldene Eiche auf blauem Grund mit einem davor springenden Hirsch in weiß. Der Ursprung ist eine Zeichnung in der Klosterkirche, die auf die Gründungslegende des Klosters zurückgeht.

Die medizinische Grundversorgung, neue attraktive Wohn- und Gewerbegebiete, Einkaufsmöglichkeiten und ein hoher Freizeitwert haben Kloster Lehnin für viele Familien zu einer beliebten Wohnsiedlung im Einzugsgebiet der Metropole Berlin gemacht. Mitten im Landkreis Potsdam-Mittelmark (des Landes Brandenburg) gelegen, ist die Bundeshauptstadt Berlin ca. 50 km, die Landeshauptstadt Potsdam ca. 30 km und die kreisfreie Stadt Brandenburg etwa 15 Kilometer entfernt.

Neben der günstigen Verkehrslage besteht auch an öffentlichen Einrichtungen kein Mangel. Die Gemeinde verfügt über eine Grundschule und eine Grund- und Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. In sechs gemeindlichen und einer kirchlichen Kindertageseinrichtung werden die Jüngsten liebevoll betreut.
Kloster Lehnin ist kinder-, jugend- und familienfreundlich. Es gibt nicht nur Spielplätze und Jugendtreffs, im OT Lehnin konnte darüber hinaus ein Eltern-Kind-Zentrum aufgebaut werden.

In allen Ortsteilen bieten sich dem Besucher verschiedene Möglichkeiten für einen erholsamen Urlaub auf dem Lande. Zahlreiche Ferienwohnungen, Pensionen sowie Hotels und Gaststätten laden zum Verweilen ein.
Interessante Ausflugsziele und kulturelle Angebote sind Gewähr für ein abwechslungsreiches Programm. Auch für die Freizeitgestaltung bieten sich attraktive Möglichkeiten. Darüber hinaus dient Kloster Lehnin auch vielen Urlaubern als Ausgangspunkt für Unternehmungen.

Kloster Lehnin ist eingebettet in Kiefernwälder und eine imposante Seenlandschaft, die u. a. zu ausgedehnten Spaziergängen, Fahrradtouren und Badevergnügen einladen. Ein breit gefächertes sportliches sowie kulturelles Angebot bieten die im Gemeindebereich ansässigen Vereine bzw. Institutionen. Sportler sind sehr erfreut über die vielfältigen Angebote mit Laufpark, diversen Sport- und Bolzplätzen, Turnhallen, Reitanlagen, Kegelbahnen sowie Ruder- bzw. Segelstrecken.
In 13 Ortsteilen gibt es aktive Feuerwehren.

Museal wartet die Gemeinde gleich mit mehreren Sehenswürdigkeiten auf. Im Ortsteil Lehnin finden Sie die Klosteranlage mit Klosterkirche und -museum, sowie den Skulpturenpark mit der Galerie am Klostersee. Nach 1990 entstanden in den Ortsteilen Emstal das Backofenmuseum, in Trechwitz das Infozentrum für Natur und Tourismus, in Grebs der Dreiseitenhof mit einer Landwirtschaftsausstellung, in Damsdorf das Stellmachermuseum, in Nahmitz die Spritzenhausausstellung und in Reckahn das Schulmuseum sowie das Rochow-Museum im Schloss.

In Kloster Lehnin gibt es aber auch eine Vielzahl sportlicher und kultureller Höhepunkte im Jahr: Besondere Veranstaltungen sind u. a. die Lehniner Sommermusiken in der Klosterkirche und im Areal des Klosters, der Lehniner Adventsmarkt immer am ersten Advent im Kloster, das zweijährig stattfindende Treckertreffen in Trechwitz, das Backofenfest in Emstal, der Vogelscheuchenwettbewerb in Rädel, das jährliche Osterfeuer in Trechwitz mit großen Bauten aus Holz, die Markgrafen-Radtour und der Klosterlauf in Lehnin. In den letzten Jahren wurde das Markgrafenfest zusammen mit dem Campusfest organisiert und soll ebenfalls im Zweijahresturnus seinen festen Termin finden.

Als Partnergemeinde haben die Lehniner seit Juli 2003 das belgische Tervuren. Aktiv eingebunden sind nicht nur die Gemeindevertretungen und Verwaltungen sondern auch Vereine, Schulen und kulturelle Einrichtungen.

Die Ortsteile

Ortsteil Damsdorf

Der Ortsteil Damsdorf wurde unter dem Namen Domestorp erstmals 1268 urkundlich erwähnt. Die Bewohner hatten für das Kloster Lehnin Acker- und Erntedienste zu leisten. Nach Auflösung des Klosters um 1540 richtete das Amt Lehnin in Damsdorf ein Vorwerk und eine Schäferei ein. Das Vorwerk wurde 1945 aufgelöst, der Grund und Boden aufgeteilt und an Obstzüchter sowie andere Siedler ausgegeben, um kurz darauf in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) zwangsvereint zu werden. Nach der politischen Wende wurde der Besitz der LPG wieder privatisiert.

Ein ausgeschilderter Wanderweg führt zum wunderschönen Weidenpalast am Damsdorfer Fenn, ein durch Torfbau entstandener See. Der benachbarte Park "Neu-Chiemsee" kann ebenfalls bewandert werden. 2009 wurde das wohl einzige Stellmachermuseum Ostdeutschland in Damsdorf eröffnet und lädt seitdem zum Besichtigen und Bestaunen ein. Die Dorfkirche, ein barocker Putzbau, besitzt einen mittelalterlichen Westturm aus Granit, dessen Turmhaube eine Windfahne aus dem Jahr 1777 trägt. Die Glocke stammt aus der Zeit um 1320.

2018 feierte Damsdorf mit einem Festwochenende und großem Festumzug seine Erst-Erwähnung vor 750 Jahren.

Ortsvorsteher: Kevin Bolz (CDU), Telefon: 0173 2969609
Stellvertreter: Sabine Neute (Die Linke), Telefon: 03382 702300
OBR: Timo Wessels (CDU) Oliver Klinner (CDU), Kerstin Köchel (SPD)
Sitzungen (i.d.R.): Altenhof im OT Damsdorf, Alte Schulstr. 9, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Emstal

Als typisches Straßendorf präsentiert sich der Ortsteil Emstal, idyllisch gelegen im Tal des Flüsschens "Emster". Die meisten Bauernhöfe mit ihren eingeschossigen Wohnhäusern an der angerartig breiten Dorfstraße stammen aus den letzten Jahrzenten des 19. Jahrhunderts, so auch die ehemalige Fachwerkkirche, die 1889 massiv mit Backsteinen umgebaut wurde. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1193 unter dem Namen Zwine, ab 1580 bis 1936 hieß der Ort Schwina und seit 1937 Emstal. Bis 1542 gehörte die damalige Siedlung "Zwina" zum Kloster Lehnin. Die Bewohner verdienten sich ihren Lebensunterhalt mit der Torfgewinnung, als Schiffer und als Landwirte. In Emstal befinden sich 120-jährige Lehmbacköfen, die zu festlichen Anlässen mehrmals im Jahr auf dem neu gestalteten Backofenplatz befeuert werden. Das Backofenmuseum, in unmittelbarer Nähe zum Platz, bietet Einblicke in die traditionsreiche Vergangenheit des "Emstaler Kugelbrotes". Ein großer Spielplatz, ein Badesteg und das Gemeindezentrum liegen unmittelbar am Emstaler Schlauch und laden zum Baden, Verweilen und Angeln ein.

2018 feierte Emstal mit einem großen Dorffest seine erste Erwähnung vor 825 Jahren.

Ortsvorsteher: Dirk Baatzsch (SPD), Telefon: 0172 3209226
Stellvertreter: Berthold Satzky (SPD)
OBR: Uta Ewert
Sitzungen (i.d.R.): Dorfgemeinschaftshaus, Friedhofsweg 2, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Göhlsdorf

Unter dem Namen "Golistorp" wurde der Ortsteil Göhlsdorf, der 6 km nordöstlich von Lehnin liegt, erstmals 1208 nachweislich erwähnt. Göhlsdorf war damals im Besitz des Adelsgeschlechts "von Rochow" und wurde 1421 an das Kloster Lehnin verkauft.

Heute ist hier vor allem der Wohnungsbau dominant. In den 90er Jahren entstanden zwei attraktive Wohngebiete links und rechts der Lehniner Straße. Neu gestaltete Straßenzüge und Plätze komplettieren das Ortsbild.

Sehenswert sind die am östlichen Ende der Kirchstraße befindliche Kirche, ein neuromanischer Bau aus Feld- und Backsteinen von 1856 und der Grabstein von Oberstleutnant Ernst-Friedrich von Sydlitz (1722-1789). Er diente 42 Jahre dem Preußenkönig Friedrich II in dessen Armee. Der Kolpinsee, einer der schönsten und vor allem klarsten Seen der Gemeinde, befindet sich zum Teil auf Göhlsdofer Gemarkung.
Er bietet Naturliebhabern üppige Flora für Erkundungen, Badespaß und Wandervergnügen.

Ortsvorsteher: Silvana Schille (SPD), Telefon: 0173 6016660
Stellvertreter: Bernd Stodolny (FBB), Telefon: 033207 50402
OBR: Konrad Solich (CDU), Dr. Andreas Bernig (Die Linke), André Zorn
Sitzungen (i.d.R): Gemeindezentrum, Kirchstr. 1, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Grebs

Im Jahr 1306 wurde "Grebticz" (Grebs) erstmals urkundlich erwähnt. Seit seiner Gründung ist der Ort ein typisches Straßenangerdorf. Ab 1375 bestand Grebs aus Dorf und Rittergut mit dem Vorwerk Tanne. Das Rittergut war bis 1578 im Besitz derer von Rochow, danach wechselten die Besitzer. Die Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Es handelt sich um einen neugotischen Backsteinbau mit einer Glocke aus dem Jahr 1594.

Neben der Landwirtschaft als Haupterwerb wurden in Grebs Holzpantinen hergestellt. Zeugnis aus dieser Zeit gibt die im Jahr 2002 eröffnete Dauerausstellung "Das Leben unserer Großeltern" im rekonstruierten Dreiseitenhof. Diese Landwirtschaftsausstellung soll ein Ort der Begegnung zwischen den Generationen sein und den Heranwachsenden das ländliche Leben früherer Zeiten nahebringen. In unmittelbarer Nähe des Ortes befindet sich der Görnsee mit einer Naturbadestelle.
In den neunziger Jahren entstand im Ort eine attraktive Wohnsiedlung.

Ortsvorsteher: Harry Grunert (CDU), Telefon: 03382 701998
Stellvertreter: Jens Koloska (FBB), Telefon: 0151 51171810
OBR: Ronald Hilsky (SPD)
Sitzungen (i.d.R): Gemeindebüro, Dorfanger 11, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Krahne

Der 1230 erstmals urkundlich erwähnte Ort Krahne liegt ca. 20 km vom Ortsteil Lehnin entfernt. Im heutigen Naturschutzgebiet "Krahner Busch" befindet sich ein blauer Stein. Der Sage nach wurde der Findling von Riesen dort hingeworfen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen handelt es sich jedoch um ein Gestein, dass durch die eiszeitliche Gletscherverschiebung aus Schweden nach Krahne gelangte. Ein ausgeschilderter Wanderweg führt zu diesem wahrlich großen Koloss. Zu dessen Ehrung wurde auf dem Marborner Platz eine Holzskulptur errichtet.

Der Ort befand sich lange Zeit im Besitz der Adelsfamilie von Rochow. Das Gutshaus zeugt auch in der heutigen Zeit von ihrer Anwesenheit. Durch die jetzigen Besitzer wird es Stück für Stück saniert und erhält zunehmend seine alte Pracht wieder. Im benachbarten Gutspark befindet sich die Grabanlage von Friedrich-Ludwig von Rochow auf Plessow, dem letzten "Ritter" von Krahne. Das ehemalige Wirtschaftsgebäude wurde zum Dorfgemeinschaftshaus mit einer Gaststätte umgebaut. Neu erstrahlt auch die ehemalige Brennerei, die die Krahner Feuerwehr beherbergt.

Ortsvorsteher: Reinhard Siegel (FBB), Telefon: 0162 9239130
Stellvertreter: Marco Tabbert (FBB), Telefon: 0173 8975485
OBR: Holger-Alexander Hilgenfeldt (FBB)
Sitzungen (i.d.R): Versammlungsraum Freiwillige Feuerwehr, Krahner Hauptstr. 8, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Michelsdorf

Michelsdorf ist 3 km vom Ortsteil Lehnin in Richtung der Kreisstadt Bad Belzig entfernt. Der Ortsteil wurde 1193 erstmals nachweislich erwähnt und gehörte einst zum Kloster Lehnin. Zu seinem Namen kam der Ort vermutlich durch nachfolgende Überlieferung:
Der heilige Michael hatte im heutigen Michelsdorf einem Mönch aus dem Kloster Lehnin das Leben gerettet. Daran erinnerte eine steinerne Dankestafel, die der Mönch an der Stelle seiner Rettung für den heiligen Michael errichtete. Die 1947 wieder eingeweihte alte Dorfkirche trägt heute den Namen Michaelskirche. Die ursprüngliche Michelsdorfer Kirche wurde vermutlich bereits im 13. Jahrhundert gebaut. Ihre heutige Form erhielt sie 1772. Treffpunkt des geselligen Lebens ist das Gemeindezentrum, das früher eine Lebensmittel-Verkaufsstelle beherbergte. Hier proben der heimische Männergesangsverein und die Mandolinengruppe. Zudem finden sich hier die älteren Bürger regelmäßig zu geselligen Nachmittagen ein. Neu gestaltet wurde der Dorfplatz rund um das Denkmal der Opfer beider Weltkriege.

2018 feierte Michelsdorf mit einem großen Dorffest und Festumzug seine erste Erwähnung vor 825 Jahren.

Ortsvorsteher: Steffen Dammann (SPD), Telefon: 01520 9181872
Stellvertreter: Adrian Schrepfer, Telefon: 0177 3428190
OBR: Stephan Upahl
Sitzungen (i.d.R): Gemeindezentrum, Rädeler Str. 24, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Lehnin

Lehnin verdankt seine Entstehung dem Zisterzienserkloster "Der heiligen Maria", das im Jahr 1180 von Markgraf Otto I. gestiftet wurde. Es war das erste der Zisterzienser in der Mark Brandenburg und avancierte innerhalb kürzester Zeit zum Bedeutendsten seiner Art in der weiten Umgebung. Nach der Reformation und Säkularisierung 1542 fiel der Klosterbesitz an Joachim II., Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Heiligen Römischen und aus dem Hause Hohenzollern. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Eigentümer durch Verkauf. Die evangelische Kirche erwarb 1911 das Klostergelände und gründete das Luise-Henrietten-Stift. Mit einem Mutterhaus und einer Schwesternschaft aus Diakonissinnen entstand nach und nach eine diakonische Einrichtung mit Klinik, Alten- und Pflegeheim, Kindergarten und Hospiz. Im ehemaligen Amtshaus befindet sich, neben dem Klosterladen und Café, ein Zisterziensermuseum. Das Museum informiert über das Leben und das Arbeiten der Zisterzienser in der Vergangenheit und das Wirken der Diakonissen in der Gegenwart. Auf dem Klostergelände befindet sich darüber hinaus ein Kräutergarten. Hier kann man sich mit alten Klosterkräutern, Duft- und Teepflanzen oder Gewürzkräutern aus aller Welt bekannt machen und diese kaufen. Um den Ort neben der Klosteranlage für Touristen erkundenswert und Lehnin zu einem beliebten Fremdenverkehrsort zu machen, wurden u. a. abwechslungsreiche Wandertouren und ein Laufpark ausgeschildert sowie zahlreiche Steganlagen gebaut.

Immer wieder einen Besuch wert ist auch das Lehniner Institut für Kunst und Handwerk samt Skulpturenpark, Galerie, Wasserbühne, Gästehaus und Ufer-Café unmittelbar am Klostersee. Bademöglichkeiten bieten die vielen rund um Lehnin liegenden Seen mit ihren Naturbadestellen oder auch das im Stil der 30er Jahre wieder aufgebaute Strandbad mit Café am Klostersee. Ob Kletterwelt, Beachvolleyball, Tischtennis, Fußball, Kanu- oder Hausbootverleih, neben dem Badespaß für Jung und Alt kommt hier keine Langeweile auf. Auch Angelfreunde kommen in der Gemeinde voll auf ihre Kosten.

Um die Naturschönheiten in und um Lehnin zu erhalten, wurden große Bereiche zu Landschafts- und Naturschutzgebieten erklärt. Zahlreiche private und kommunale Bauvorhaben trugen in den letzten Jahren zur Verschönerung des Ortes, vor allem der Ortsmitte, bei. Der neu gestaltete Markgrafenplatz, der Busbahnhof, der Marktplatz, der Rosenpark sowie der Mühlenteich mit Steganlage und Mehrgenerationsspielplatz wirken einladender denn je.

Ortsvorsteher: Frank Niewar (SPD), Telefon: 0152 24525921
Stellvertreter: Stefan Behrendt (CDU), Telefon: 03382 707691
OBR: Sandra Leue (Baumfreunde), Tilo Schade (Baumfreunde), David Mittelbach (CDU), Peter Kamolz (Die Linke), Udo Wernitz (SPD)
Sitzungen (i.d.R): Rathaus, Friedensstr. 3, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Nahmitz

Der Ortsteil Nahmitz wurde 1193 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name ist wendischen Ursprungs und änderte sich im Laufe der Jahre mehrmals. Vermutlich existierte damals bereits eine Kirche, die vielleicht sogar um 1400 durch Raubzüge einige Schäden mit sich trug. Die heutige Kirche wurde 1744 erbaut. Geschichtlich erwiesen ist, dass der erste Lehniner Abt Sibold von wendischen Bauern in Nahmitz erschlagen worden ist. Die Ursache dieser Untat ist wenig belegbar.

Quer durch Nahmitz verlief früher eine Feldbahn, die den Ton von den Erdebergen nördlich von Michelsdorf zu den Ziegeleien östlich des Dorfes brachte.

Der Kloster- und der Netzener See stehen den Nahmitzern für Sport- und Freizeitaktivitäten zur Verfügung. Beide Seen sind durch den Emsterkanal verbunden. Dieser Wasserweg bildet eine Verbindung zur Havel und wird daher in den Sommermonaten stark genutzt. Neu entstanden sind in Nahmitz ein Wohngebiet sowie altersgerechte Wohnungen und ein Feuerwehrgerätehaus. Auch die Spritzenhausausstellung ist einen Besuch wert.

Die Nahmitzer feierten 2018 ihr 825-jähriges Jubiläum mit einem großen Dorffest und einem Umzug.

Ortsvorsteher: Klaus Wendler (SPD), Telefon: 0176 48039240
Stellvertreter: Reinhard Wilke, Telefon: 03382 253
OBR: Anett Czerwanski
Sitzungen (i.d.R): Gemeindebüro im OT Nahmitz, Dorfstr. 34

Ortsteil Netzen

Die erste schriftliche Erwähnung im Jahr 1190 und der slawische Ortsname "Nydicem" verweisen darauf, dass es in Netzen sowohl eine slawische Siedlung als auch eine Kirchengemeinde deutscher Kolonisten gab. Die ursprüngliche spätgotische Kirche mit eingezogenem Westturm aus dem Ende des 12. Jahrhunderts wurde im 18. Jahrhundert baulich verändert. Der Ort war ein typisches Bauerndorf und gehörte bis 1241 dem Domkapitel Brandenburg und dann dem Kloster Lehnin bis zu dessen Auflösung 1542. Um 1850 profitierten auch die Netzener von der Ziegelproduktion, die wirtschaftlichen Aufschwung brachte.

Aufgrund der waldreichen Gegend und wegen des Netzener Sees mit Naturbadestellen sowie der Wasserverbindung bis zur Havel entstand ein Erholungsgebiet mit zahlreichen Ferienhäusern. Ein 2 km langer Naturlehrpfad und der Rundweg Netzener See laden zu Wanderungen und einem Besuch des Beobachtungsturms am Vogelschutzgebiet "Rietzer See" ein. Mittelpunkt für geselliges und sportliches Beisammensein ist das sanierte Sportzentrum.

Ortsvorsteher: Jens Wiedecke (CDU), Telefon: 03382 707543
Stellvertreter: Silke Bertz
OBR: Frank Egide
Sitzungen (i.d.R): Sport- und Gemeindezentrum, Seestr. 14b, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Prützke

Urkundlich erwähnt wurde Prützke erstmalig zum Ende des 12. Jahrhunderts. Es existieren jedoch recht unterschiedliche Angaben darüber. So wird in einer Informationsbroschüre des ehemaligen Landkreises Brandenburg von 1335 bzw. 1369 gesprochen.

Die Gewässer, wie der Rietzer See, der Görn- und der Dunkelsee, letzterer ist heute teilweise verlandet, boten günstige Lebensbedingungen, denn der Fischbestand war reichhaltig. Durch eiszeitliche Verschiebungen entstand der in unmittelbarer Nähe des Naturschutzgebietes "Rietzer See" liegende Holzberg. Noch in den 60er Jahren unseres Jahrhunderts wurde hier Kies abgebaut.

Bis zum 19. Jahrhundert war Prützke ein reines Bauerndorf. Mit der Industrialisierung änderte sich dies jedoch, denn ein Großteil der Einwohner fand in der Stadt Brandenburg Arbeit. Die Kirche, ein rechteckiger Putzbau, stammt aus dem Jahre 1747. Bei Erneuerung des Dachstuhls in den 60er Jahren verlor die Kirche einen halben Meter an Höhe. In den vergangenen Jahren verschönerte sich der Ort maßgeblich durch die Neugestaltung des Dorfplatzes und diverse Straßenneubaumaßnahmen.

Ortsvorsteher: Marco Abram, Telefon: 033835 754971
Stellvertreter: Mario Kirstein,
OBR: Ivonne Wierschke
Sitzungen (i.d.R): Gemeindebüro, Pernitzer Str. 9, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Rädel

Rädel lag, wie alle wendischen Dörfer um Lehnin, inmitten eines Feuchtgebietes, das erst unter Anleitung der Lehniner Mönche trockengelegt wurde. So entstand geeigneter Boden zur Betreibung der Landwirtschaft und später zur Aufforstung. Erstmals 1190 urkundlich erwähnt, gehörte "Radele", wie Rädel damals genannt wurde, zu den ersten Dörfern des Kloster Lehnins. Am Rande des Gohlitzsees lag im Mittelalter eine kleine Siedlung, die ungefähr 70 Jahre bestand, dann aber aufgegeben wurde. In den 80er Jahren fand man dort bei Ausgrabungen seltene Münzen, Feuerstellen und Gräber. Die Einwohner Rädels waren um die Jahrhundertwende überwiegend Handwerker, die außerhalb arbeiteten, Schiffer und Ziegeleiarbeiter. Bis 1963 wurde dort eine Ziegelei betrieben. Es ist noch ein Ringofen erhalten, der heute Fledermäusen als Quartier dient. Ein unlängst errichtetes Gemeindezentrum mit einer Kegelbahn bietet die Möglichkeit für Geselligkeiten und sportliche Aktivitäten. Empfehlenswert ist in jedem Fall ein Ausflug in die wunderschöne Umgebung des Ortes. Nicht umsonst darf sich Rädel offiziell "Naturdorf" nennen.

Ortsvorsteher: Horst Juchert (SPD), Telefon: 03382 700258
Stellvertreter: Susann Golke (SPD), Telefon: 03382 700290
OBR: Josef Lucas Hebeda
Sitzungen (i.d.R): Sport- und Gemeindezentrum, Hauptstr. 10a, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Reckahn

Erstmals 1351 urkundlich erwähnt, war Reckahn Rittersitz und ein Dorf der Zauche. Der Ort, gelegen an dem Flüsschen Plane, ist untrennbar mit dem Adelsgeschlecht "von Rochow" verbunden. Das älteste Gebäude ist das Schloss von 1606 mit dem auffälligen Renaissancegiebel. Das barocke Schloss, gebaut zwischen 1720 und 1730, schließt sich an. Hier verfasste Friedrich-Eberhard von Rochow (1734-1805) seine bekannten pädagogischen und ökonomischen Schriften, so auch das erste Volksschullesebuch "Der Kinderfreund". Im Schloss Reckahn (1729) ist seit August 2001 das Rochow-Museum mit seiner Dauerausstellung "Vernunft fürs Volk".

Seit 1992 beherbergt das alte Schulhaus ein Schulmuseum. Hier besteht die Möglichkeit, in einem original erhaltenen Klassenzimmer der Jahrhundertwende, Platz zu nehmen und eine historische Schulstunde zu erhalten.

Am Rande der Ortschaft befindet sich entlang des Rochow-Wanderweges die Steinpyramide, die infolge des 1741 bei Reckahn abgehaltenen Heerlagers Friedrich II. (1712-1786) errichtet wurde.

Ortsvorsteher: Klaus Perle (FBB), Telefon: 015758890043
Stellvertreter: Andreas Hummel, Telefon: 0173 6963925
OBR: Marcus Ecker
Sitzungen (i.d.R): Schulmuseum, Reckahner Str., 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Rietz

Die erste urkundliche Erwähnung war 1273. Der Ortsname lässt sich nicht eindeutig erklären. Es könnte sich dabei sowohl um einen Personen- als auch um einen Gewässernamen handeln. Bekannt ist Rietz durch sein Naturschutzgebiet "Rietzer See", ein europäisches Vogelschutzgebiet, indem bislang über 260 verschiedene Vogelarten gesichtet wurden. Neben vielen Arten von Brutvögeln, wie u. a. Weißstorch, Knäkente, Rotmilan, Rohr- und Zwergdrommel, ist der Rietzer See auch Durchzugsgebiet für Gänse, Enten, Wat- und Greifvögel. Der Beobachtungsturm an der Prützker Straße bietet Einblicke in die Vogelwelt. Im Ort befindet sich eine denkmalgeschützte Kirche, ein rechteckiger Putzbau des 19. Jahrhunderts mit quadratischem Westturm. Stolz sind die Rietzer auch auf ihr neues Feuerwehrgerätehaus und über das Entstehen eines neuen Wohnviertels. Jedes Jahr, im Januar, feiern die Rietzer den Jahrhunderte alten traditionellen Schepperball. Broterwerb vieler Einwohner von Rietz war Anfang des 18. Jahrhunderts die Schifffahrt. In der Winterzeit gingen die Schiffer anderen Arbeiten nach und man hatte Zeit zu feiern.

Ortsvorsteher: Petra Gorgas (FBB), Telefon: 033207 35432 (dienstlich)
Stellvertreter: Petra Eimer (FBB), Telefon: 03381 225524
OBR: Bärbel Schulze
Sitzungen (i.d.R): Gaststätte "Zum Seeblick", Dorfstr. 24, 14797 Kloster Lehnin

Ortsteil Trechwitz

"Otto von Trechwitz" verdankt der Ort 1186 seine erste urkundliche Erwähnung. Trechwitz war eine der ersten Besitzungen des Kloster Lehnins. Nach dessen Säkularisierung wechselte das Dorf mehrfach seinen Besitzer. Im 17. Jahrhundert ging der Besitz schließlich auf Ehrenreich Adolf von Rochow über. Ein von Rochow war es auch, der die 1750 geweihte Kirche bauen ließ. Rochow verkehrte am Potsdamer Königshof und machte dabei die Bekanntschaft mit dem Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, als dieser das Schloss Sanssouci erbaute. Für die Bekanntschaft zwischen beiden spricht auch die Heirat seines Sohnes Botho Wiegandt mit Caroline Juliane von Knobelsdorff. Das Wappen an der Patronatsloge, entstanden um 1770 und trägt die Initialien des Paares, deren Ruhestätte sich auf dem Trechwitzer Friedhof befindet. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen die prächtige Innenausstattung der Kirche mit dem Kanzelaltar, die Empore auf toskanischen Säulen und der im Kirchenschiff schwebende Engel mit Taufschale. Der Ortsteil Trechwitz ist darüber hinaus auch als Naturdorf mit seinem Infozentrum für Natur und Tourismus bekannt.

Ortsvorsteher: Wolfgang Koßmehl (FBB), Telefon: 03382 700068
Stellvertreter: Björn Dähne (FJVT), Telefon: 0172 6091110
OBR: Peter Förster
Sitzungen (i.d.R): Dorfbegegnungsstätte, Neusiedler Str. 4, 14797 Kloster Lehnin