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Geschichtliche Entwicklung

Jeder Bürgermeister ist stolz auf seine Gemeinde. Ich denke aber, der Bürgermeister von Gilserberg hat besonderen Anlass. Er hat das Glück einer Gemeinde vorzustehen, deren Dörfer reich sind an Geschichte und Tradition.

Geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Gilserberg

Die Gemeinde Gilserberg entstand im Zuge der hessischen Gebiets- und Bodenreform der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts durch Zusammenschluss von elf Ortschaften: Appenhain, Gilserberg, Heimbach, Itzenhain, Lischeid, Moischeid, Sachsenhausen, Schönau, Schönstein, Sebbeterode, Winterscheid. In der Gemeinde Gilserberg leben 3.402 Einwohner. Alle heutigen Ortsteile der Gemeinde können auf eine über 700-jährige Geschichte zurückblicken.

Appenhain
wurde erstmals in einer Urkunde des Klosters Spieskappel aus dem Jahre 1196 unter der Bezeichnung "Eppenhagen" erwähnt. Vermutlich hat sich Appenhain aus einem dem Kloster Spieskappel gehörenden Gutshof entwickelt. Das Dorf kann auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurückblicken. In dieser langen Zeit ist der Ort kaum gewachsen. Weniger als 70 Einwohner leben heute in Appenhain. So alt wie der Ort ist möglicherweise eine von zwei ehemals betriebenen Mühlen (Obere Gecksmühle). Bis in das 20. Jahrhundert hinein lebten Familien - neben der Landwirtschaft - vom Mühlenbetrieb. Der niedrige Wasserstand und die größer werdende Konkurrenz durch Großmühlen führten allerdings zur Betriebsaufgabe. Die gleiche Entwicklung lässt sich in der Landwirtschaft beobachten. Nur noch ein Hof wird im Haupterwerb geführt, die übrigen gelten als Nebenerwerbshöfe oder wurden aufgegeben.

Gilserberg
wurde zum ersten Mal im Jahre 1262 unter der Bezeichnung "minor Wilingershusen" in einer Schrift des Klosters Haina erwähnt. Bis ins 17. Jahrhundert führte der Ort die Bezeichnung "Willingshausen vor dem Walde". Der dann aufkommende Dorfname Gilserberg leitete sich von einem gleichnamigen Gasthof ab. Gilserberg war namensgebend für die Gemeinde und ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Heimbach
wurde urkundlich erstmals im Jahre 1243 als "Hembach" erwähnt. Ein großer Teil des Dorfes war Lehen derer von Heimbach, bis es 1357 den Grafen von Ziegenhain zu Lehen gegeben wurde.

Itzenhain
hieß früher vermutlich "villula Eizenheim" und wurde um 1240 unter dieser Bezeichnung in einer Urkunde des Klosters Haina erwähnt. Am Nordrand der Gemarkung liegt die Wüstung "Kalte Hainbuche", wo das im 14. Jahrhundert mehrfach erwähnte Gericht an der Kalten Hainbuche tagte. Die aus dem zu der ehemaligen Burg Bellnhausen gehörigen Gut im Jahre 1867 gebildete Staatsdomäne Bellnhausen - etwa 500 m südlich von Itzenhain - wurde 1928 aufgelöst. Der Hof und die kleine Siedlung wurden nach Itzenhain eingemeindet. Die bisherige Gemarkung Bellnhausen kam mehrheitlich an die Gemeinde Itzenhain, zu Teilen aber auch an Winterscheid und Appenhain. Die heutige Kirche wurde 1754/55 erbaut. Itzenhain gehört zum Kirchspiel Lischeid.

Lischeid
wird erstmals im Jahre 1251 als "Lichtenscheit" in einer Urkunde des Klosters Haina genannt, das 1264 das Dorf erwarb und verschiedene Grundherren damit belehnte. Seit 1350 gehörte der Ort als Lehen den Grafen von Ziegenhain.

Moischeid
wurde urkundlich erstmals im Jahre 1253 als "Moinscheit" genannt. Das Dorf wurde im Jahre 1350 durch das Kloster Haina an die Grafen von Ziegenhain als Lehen übertragen.

Sachsenhausen
wurde im Jahre 1224 erstmals urkundlich als Sassenhusen erwähnt. In Urkunden der Grafschaft Ziegenhain wird der Ort dann 1368 als Sassinhusen erwähnt. Er gehörte zum neu gegründeten Ziegenhainer Amt Schönstein. Am 31.12.1971 wurde der bis dahin selbständige Ort in die Gemeinde Gilserberg eingegliedert. Die heutige Kirche wurde 1829 erbaut. Bei ihrer Renovierung in den Jahren 1990 und 1991 wurde der historische Innenanstrich zu einem kleinen Teil freigelegt und restauriert.

Schönau
wurde zum ersten Mal im Jahre 1297 als "Schonowe" urkundlich aufgeführt, als die Grafen von Ziegenhain das Erzbistum Mainz als Lehnsherrn des Dorfes einsetzten.

Schönstein
wurde im Jahre 1350 als "Schonstein" erstmals schriftlich genannt. Das Dorf erhielt den Namen von dem nahe gelegenen Schloss der Grafen von Ziegenhain, das um 1350 - gleichzeitig mit der Landesburg - erbaut wurde.

Sebbeterode
wurde erstmalig im Jahre 1201 in einer Urkunde des Klosters Haina unter der Bezeichnung "Sigewarterade" erwähnt. 1426 gelangte der Ort vom Erzbistum Mainz an die Grafen von Ziegenhain und nach deren Aussterben 1450 an die Landgrafen von Hessen.

Winterscheid
wurde erstmals im Jahre 1230 in einer Urkunde des Klosters Haina als "Weterscheid" erwähnt. 1265 erhielt das Kloster Haina das Gericht über das Dorf, das dann um 1350 an die Grafen von Ziegenhain gelangte.

Am Fuße des Kellerwaldes, eingebettet in einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft liegt die Großgemeinde Gilserberg. Umgeben von einem imposanten Panorama, finden Körper und Geist Entspannung, Erholung und vollen Feriengenuss. Der "Wüstegarten" die Spitze des Kellerwaldes misst immerhin 675 m NN.

Zehn Ortsteile reihen sich wie eine Perlenkette um den zentral gelegenen Kernort Gilserberg mit seiner für ländliche Verhältnisse guten infrastrukturellen Ausstattung.

Rocheseviere
Die Gemeinde Gilserberg ist Partnerschaftsgemeinde von Rocheseviere/Frankreich.