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Unsere Gemeinden

Ostseebad Zinnowitz

Die Geschichte der Gemeinde Zinnowitz
Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ostseebades, nämlich der etwas südlicher gelegenen Siedlung Tzys, findet sich in der Schenkungsurkunde des Herzogs Bogislav IV. an das Kloster Krummin aus dem Jahre 1309.

Mit der Auflösung des Klosters im Jahre 1563 ging die Domäne wieder in Herzogsbesitztum über.

Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, in dem der Ort 1638 zerstört wurde, gehörte Tzys ebenso wie die gesamte Insel Usedom zu Schwedisch-Pommern, woraus sich auch die Änderung des alten wendischen Namens in Zitz erklärt.

Der Frieden von Stockholm bewirkte 1720 die Zugehörigkeit zu Preußen und führte durch die Neugestaltung der Königlichen Domäne 1754 in die Umbenennung Zinnowitz. Durch Parzellierung der Preußischen Domäne 1810 entstand das Dorf Zinnowitz.

Ein Swinemünder Kaufmann und Reeder verkaufte das 1811 erworbene, 1.800 Morgen große Restgut von Zinnowitz im Juni 1818 in 29 Parzellen geteilt an Kolonisten und Fischer. Im selben Jahr wurde es dem Landkreis Usedom-Wollin zugeordnet, nachdem drei Jahre zuvor eine Angliederung an die preußische Provinz Pommern erfolgt war.

Nach Swinemünde, Misdroy und Heringsdorf beantragten engagierte Bürger die Errichtung eines Seebades. Die Genehmigung erteilte der Swinemünder Landrat im Juni 1851 und damit nahm der wirtschaftliche Aufschwung seinen Lauf.

Die Einwohnerzahl stieg von 346 (1864) auf 1.267 (1905), die Steuereinnahmen im gleichen Zeitraum durch den Zuwachs auf 363 Betriebe von 500 Mark auf 18.000 Mark und die Zahl der Badegäste von 3.200 (1874) auf 6.000 (1900). Wichtige Voraussetzung für den weiteren Aufschwung waren auch die 1876 fertig gestellte Straße von Wolgast Fähre und der innerörtliche Infrastrukturaufbau wie Kirche, Schule, Tennisplatz, Familienbad und VINETA-Seebrücke sowie die Errichtung von Villen im Gründerstil, die noch heute ein Markenzeichen darstellen. Ein Eisenbahnanschluss von Wolgast Fähre folgte im Jahr 1911.

Die Zahl der Badegäste stieg 1931 auf über 10.000 und die der Einwohner auf 2.196.

Der 2. Weltkrieg bedeutete ein jähes Ende des Aufschwungs und eine Inanspruchnahme des Seebades durch die Heeresversuchsanstalt Peenemünde.

Nach der Gründung des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) 1948 verzeichnete Zinnowitz im Jahre 1950 mit 20.000 Urlaubern einen bescheidenen Neuanfang, bevor die sowjetisch-deutsche Aktiengesellschaft Wismut 1953 mit der Aktion Rose zahlreiche Hotels, Villen und Ferienhäuser enteignete und Zinnowitz zu einem Ferienzentrum für Gäste aus dem Uranbergbau entwickelte.

So entstanden 1957 als kultureller Mittelpunkt das 900 Besucher fassende Kulturhaus, das 1975-77 erbaute Wismutferienheim "Roter Oktober" (Hotel Baltic) und 1982 die Meerwasserschwimmhalle.

Mit der Wende vollzog sich die Rückübertragung enteigneten Vermögens.

Die Zahl der Feriengäste reduzierte sich von 1.057.000 im Jahre 1989 auf 351.000 im Jahre 1992 und mit der Auflösung der IG Wismut verlor Zinnowitz 1990 etwa ein Drittel der noch 1989 registrierten 4.500 Einwohner.

Die Einweihung des Theaters "Die Blechbüchse" im Mai 1997 ist der Beginn eines sich entwickelnden Alleinstellungsmerkmals auf der Insel, welches dem Seebad, nach den bis heute jährlich stattfindenden VINETA-Festspielen und der Gründung der Theaterakademie im Oktober 2000, den Namen der Kulturhauptstadt der Insel Usedom einbrachte.

Daneben verfügt Zinnowitz über das einzige ganzjährig bespielte Kino der Insel.

Mit der Bernsteintherme, der Tauchgondel, der Promenadenhalle und dem im Jahre 2011 eingeweihten Wasserwanderrastplatz am Achterwasser sind weitere Highlights für Einwohner und Gäste entstanden. Der Campingplatz verfügt über 400 Stellplätze. Die Zahl der Einwohner liegt aktuell bei 3.970. 2016 gab es 1.302.852 Übernachtungen. Die Gemeinde unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Varbla/Estland.

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2016/17 besuchen 145 Kinder die Grundschule und 328 Schüler werden in der Freien Schule, einer in freier Trägerschaft befindlichen, staatlich anerkannten integrierten Gesamtschule, unterrichtet.

In den beiden Kitas werden insgesamt 148 Kinder betreut.

Die über 1.548 in Zinnowitz lebenden Seniorinnen und Senioren nahmen im Juni 2011 ihre neue Begegnungsstätte in Besitz und neben der Sanierung etlicher Straßen und Gehwege in den folgenden Jahren plant die Gemeinde die Erweiterung der Kurverwaltung.

Die Gemeinde ist auf der Insel neben Heringsdorf als Grundzentrum ausgewiesen, was die künftigen Entwicklungschancen deutlich erhöht.

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Usedom-Nord
Partnergemeinde: Varbla/Estland
Geographische Lage: 54° 5` N; 13° 55` O
Fläche: 8,81 km²
Nord-Süd-Ausdehnung: 3,9 km
West-Ost-Ausdehnung: 4,4 km
Einwohner: 3.970 (per 31.12.2015)
Höhe: 5 m ü. NN
Bevölkerungsdichte: 450 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17454
Vorwahl: 038377
Internet: www.zinnowitz.de

Touristinformation:
Kurverwaltung
Neue Strandstr. 30
Telefon: 038377 4920

Bürgermeister der Gemeinde
Ostseebad Zinnowitz:
Herr Peter Usemann
Sprechzeiten: nach Vereinbarung
Telefon: 0173 8846333

Freiwillige Feuerwehr
Alte Strandstr. 48
Telefon: 038377 42076

Wehrführer
Kai Goyer
E-Mail: kaigoyer@gmx.de

Gemeindevertretung
Usemann, Peter
Unabhängige Wählergemeinschaft
Bürgermeister
Telefon: 0173 8846333
E-Mail: bm-zinnowitz@amtusedomnord.de

Kruggel, Fred
Unabhängige Wählergemeinschaft
1. stellv. Bürgermeister
Telefon: 0172 9617256
E-Mail: fred.kruggel@gmx.de

Schwarzenberg, Ralf
Allianz für Zinnowitz
2. stellv. Bürgermeister

Wuttig, Andreas
CDU
Telefon: 0171 6417196

Pazdzior, Paul
SPD
Telefon: 0170 4508096
E-Mail: paul.pazdzior@web.de

Adrion, Alexander
Unabhängige Wählergemeinschaft
Telefon: 0172 7216620

Bubolz, Kay
Unabhängige Wählergemeinschaft
Telefon: 0172 3872225
E-Mail: puk101@web.de

Färber, Martina
Unabhängige Wählergemeinschaft

Gehrke, Wolfgang
Unabhängige Wählergemeinschaft

Labahn, Werner
Bürgergemeinschaft Zinnowitz

Wulff, Andreas
CDU

Dr. Bordel, Wolfgang
Bürgergemeinschaft Zinnowitz
Telefon: 0171 1247407

Bischof, Frank
Bürgergemeinschaft Zinnowitz
Telefon: 0172 3098702
E-Mail: bischof@bg-s.de

Preusche, Holger
CDU
Telefon: 0172 9662060
E-Mail: holgerpreusche@web.de

Kurtze-Keller, Petra
CDU
Telefon: 0171 9964657

Ostseebad Karlshagen

Die Geschichte der Gemeinde Karlshagen
Die auf das Jahr 1829 zurückgehende Gründung der Gemeinde verdankt diese dem Ziel der Preußischen Regierung, neue Siedlungen für die Fischerei auszuweisen.

Eine solche Siedlung entstand im nordwestlichen Teil der Insel auf Flächen der Staatsforst, die durch Pudagla verwaltet wurde, entlang des Küstenwaldes lag und aus 27 Siedlungsstellen bestehend, zunächst die Bezeichnung "Pudagla II" führte, bevor sie im Jahre 1837 den Namen "Carlshagen" erhielt.
Der Stettiner Regierungsrat Carl von Triest soll wegen seiner Verdienste um die Neuansiedlung bei der Namensgebung Pate gestanden haben. Die Siedlung entwickelte sich durch Fischfang und Landwirtschaft gut und zählte 1865 bereits 307 Einwohner.

Der fehlenden überörtlichen Infrastruktur ist es geschuldet, dass sich das Badewesen auf der Insel sehr langsam entwickelte.

Mit der Schaffung der Bahnverbindung Berlin-Wolgast und der ersten Straße wurde es möglich, die Gäste aus Wolgast mit dem Fuhrwerk abzuholen.

Der Berliner Architekt Elsner war es, vermutlich von der benachbarten Entwicklung des Seebades Zinnowitz inspiriert, der 1884 ein Logierhaus und die Strandhalle erbaute und so die Geburtsstunde des Seebades 1885 maßgeblich beeinflusste.

Bis zur Jahrhundertwende entstand nahe der Ostsee eine kleine Villenkolonie mit den ersten Hotels und Pensionen, einem Tennisplatz und einem Warmbad sowie Badehäusern für Damen und Herren.

Der Ort zählte 400 Badegäste per anno. Um 1900 waren es bereits 1.000 Gäste jährlich, denn mittlerweile war die Straße auch von Trassenheide bis Carlshagen ausgebaut. Bis zur Preußischen Gebietsreform 1929, mit der Karlshagen den Status einer eigenständigen Verwaltungseinheit erhielt, gab es den Ortsteil der Fischerkolonie nahe der Peene und die neu entstandene Strandkolonie.

Dem anfänglichen Argwohn der Fischer folgte bald die Idee, das Dasein der Badegäste zu nutzen und selbst Quartiere einzurichten. So registrierte die Badegesellschaftsdirektion 1911 bereits 2.000 Gäste.
Im selben Jahr erhielt Karlshagen zusammen mit Trassenheide den ersten gemeinsamen Bahnhof an der neuen Bahnstrecke Heringsdorf-Wolgaster Fähre.

Nach dem ersten Weltkrieg gelang es nur mühevoll, die vormaligen Gästezahlen zu erreichen. Ein jähes Ende erfuhr das Badewesen 1936 mit der Entwicklung und dem Bau der Heeresversuchsanstalt.
Am nord-westlichen Rand der Gemeinde entstand eine Wohnanlage für 2.500 Militärangehörige und zivile Beschäftigte. Nachfolgend konfiszierte man die gesamte Strandkolonie mit ihren Villen und Pensionshäusern.

Unermessliches Leid widerfuhr den Bewohnern in der Nacht vom 17. zum 18. August 1943 als in Karlshagen mehr als 2.000 Menschen ihr Leben verloren und eine Vielzahl von Gebäuden und Anlagen sowie die gesamte Strandkolonie zerstört wurde. Eine Kriegsgräberstätte am Ortseingang erinnert der Opfer von Krieg und Gewalt.

Wegen der schönen Lage, aber dennoch sehr zaghaft, kamen nach Ende des 2. Weltkrieges die ersten Feriengäste, um in Zelten oder recht spartanischen Quartieren Urlaub zu machen. Eine zielstrebige Neuentwicklung war nicht möglich, da das Militär die Geschichte des Ortes weitere 45 Jahre beeinflussen sollte.

Die strategische Lage sowie Flugplatz, Häfen und technische Infrastruktur bewirkten den Aufbau des Marinestützpunktes in den 50er Jahren in Peenemünde und die Verlegung eines Jagdfliegergeschwaders im Jahre 1961 in den Inselnorden.
Folge war das Sperrgebiet westlich der Ortslage, welches den allgemeinen Zugang durch Schlagbaum und Zäune verhinderte. Der Schwerpunkt der Ortsentwicklung lag auf der Schaffung von Wohnungen für Militärangehörige und ihre Familien. Infrastruktur folgte mit zwei Schulen, einer Kita und einer Kaufhalle.

Das Badewesen hatte sich anders als auf dem Rest der Insel entwickelt, denn einen zentralen Feriendienst des FDGB gab es nicht, und die Vermietung von Privatquartieren war staatlich kontingentiert.
So waren es etwa 50 Betriebe des ganzen Landes, die eigene Ferieneinrichtungen und Kinderferienanlagen in der Ortslage aber auch nahe dem Strand errichteten. Entsprechend wuchs die Zahl der Badegäste um 1950, als sie die Anzahl der um 1900 registrierten Gäste (1.000) erreichte, bis 1978 auf fast 30.000 Gäste. Diese Anzahl der Anreisen, wovon etwa ein Viertel auf den gemeindlichen Campingplatz entfiel, stagnierte bis Ende der 80er Jahre auch wegen der schwierigen Versorgungslage, denn die Zahl der Einwohner hatte sich seit Kriegsende mehr als vervierfacht und betrug über 3.700 Einwohner.

Mit der Wende sank die Zahl der Einwohner wegen der Schließung beider Militärstandorte auf 3.000. Dass ein weiterer Einwohnerrückgang vermieden werden konnte, ist sicher der Gründung der Mietergenossenschaft, die den gesamten Wohnungsbestand übernahm und sanierte, als auch dem Bau vieler Einfamilienhäuser zu verdanken. Entscheidend war aber wohl die Neuausrichtung der Gemeinde mit der Entwicklung zu einem Seebad, denn auch der größte zivile Arbeitgeber, die am Hafen angesiedelte Fischereiproduktionsgenossenschaft, schaffte den Übergang in die Marktwirtschaft nicht. Der Hafen wird jetzt überwiegend touristisch genutzt.

Im aktuellen Schuljahr besuchen 145 Kinder die Grundschule und 196 Schüler die Regionalschule "Heinrich Heine". Etwa 190 Kinder besuchen die Ende 2007 sanierte und erweiterte Kita, für die erneut eine Erweiterung geplant ist. Für die über 1.334 Senioren existiert die Begegnungsstätte "Kiek in" und für die Jugendlichen das Jugend- und Vereinshaus in der Hafenstraße und das neue Vereinsgebäude des FSV Karlshagen am Sportplatz.

Seit 2001 trägt die Gemeinde wieder den Titel staatlich anerkanntes Seebad, verfügt über eine gute, sich weiter entwickelnde Infrastruktur, 3.184 Einwohner und 579.738 Übernachtungen bei registrierten 3.657 Betten (davon 111.642 Übernachtungen auf den 340 Stellplätzen des Campingplatzes).

Eine freundschaftliche Partnerschaft verbindet Karlshagen mit der Gemeinde Mildstedt im Landkreis Nordfriesland.

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Usedom-Nord
Partnergemeinde: Mildstedt / Nordfriesland
Geographische Lage: 54° 7` N; 13° 49` O
Fläche: 5,02 km²
Nord-Süd-Ausdehnung: 2,9 km
West-Ost-Ausdehnung: 3,1 km
Einwohner: 3.184 (per 15.12.2015)
Höhe: 3 m ü. NN
Bevölkerungsdichte: 634 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17449
Vorwahl: 038371
Internet: www.karlshagen.de

Touristinformation:
Haus des Gastes
Hauptstr. 4
Telefon: 038371 55490

Bürgermeister der Gemeinde
Ostseebad Karlshagen:
Herr Christian Höhn
Sprechzeiten:
Hauptstr. 4 (Touristeninformation)
Do. 17:00 -18:30 Uhr (Änderungen Vorbehalten)
Telefon: 038371 554918

Freiwillige Feuerwehr
Hauptstr. 38
Telefon: 038371 20283

Wehrführer
Wolfgang Hümer
Wiesengrund 7
Telefon: 038371 20654 oder 0170 9020654

Gemeindevertretung
Höhn, Christian
Bürgermeister
Bürger für Karlshagen
Telefon: 0160 3753978
E-Mail: christian-karlshagen@gmx.de
E-Mail: bm-karlshagen@amtusedomnord.de

Telle, Daniel
1. stellv. Bürgermeister
Wählergemeinschaft Initiative für Karlshagen
Telefon: 0160 96215883
E-Mail: danieltelle@t-online.de

Ihns, Thomas
Wählergemeinschaft Initiative für Karlshagen
2. stellv. Bürgermeister
Telefon: 038371 54060

Lojeweski, Rosemarie
DIE LINKE
Telefon: 0173 5800747
E-Mail: rosi1945@arcor.de

Seiffert, Marlies
DIE LINKE
E-Mail: seiffert-karlshagen@t-online.de

Hidde, Dagmar
DIE LINKE

Krause, Siegfried
Wählergemeinschaft Initiative für Karlshagen
Telefon: 0173 5233030
E-Mail: sikra54@t-online.de

Krause, Fabian
Wählergemeinschaft Initiative für Karlshagen

Klatt, Jörg
DIE LINKE
Telefon: 0176 48276536
E-Mail: joergklatt@aol.com

Knobloch, Frank
Wählergemeinschaft Initiative für Karlshagen

Wittwer, Rolf
DIE LINKE
Telefon: 0151 40639114

Ramirez Arbizu, Justo Cesar
SPD
Telefon: 0151 17782172
E-Mail: cebetito@yahoo.de

Saß, Ralf
DIE LINKE

Triller, Jens
Bürger für Karlshagen

Benzal, Maik
Telefon: 0176 96109099
E-Mail: benzal@hotmail.de

Ostseebad Trassenheide

Die Geschichte der Gemeinde Trassenheide
Die Ersterwähnung, verzeichnet im Kirchbuch von Krummin, stammt aus dem Jahre 1786. Erster Namensgeber ist der "Schafstall", welcher zum Schutz von Schafherden vor plötzlichen Überflutungen auf den Weiden der Mölschower Domäne südlich der heutigen Ortslage errichtet wurde. Diese Bezeichnung änderte sich 1798.

Ab diesem Zeitpunkt wird der Name Hammelstall geführt.

Anfang des 19. Jahrhunderts entsteht, zwischen Peenemünde und Zinnowitz gelegen, eine Salzerei, um den an der Küste gefangenen Hering haltbar zu machen. Der Standort lag in der heutigen Strandstraße nahe dem Großparkplatz und diente nach Abriss der Salzerei 1848 dem Aufbau der Försterei Trassenmoor.

Dem Umstand der Verpachtung bzw. dem Verkauf von Teilen der preußischen Domäne Mölschow ist es zu verdanken, dass sich 1823 die Heringsfischerkolonie gründete und im Folgejahr in der Nähe des Schafstalls Ansiedler die ersten vier Wohnhäuser auf den 27 für eine Bebauung vorgesehenen Parzellen errichteten. Die vorhandenen Flächen fanden rasch weitere Pächter und man zählte 48 Einwohner, so dass bereits 1826 eine Erweiterung des Ortes geplant war. Dagegen sperrten sich die umliegenden Dörfer, weshalb der Oberregierungsrat Carl von Triest dem Oberpräsidenten vorschlug, weitere 27 Parzellen nahe der Peenemünder Staatsforst zur Pacht bzw. zum Kauf auszuweisen, was 1829 zunächst wegen der in Pudagla ansässigen Forstverwaltung mit Pudagla II bezeichnet und 1837 in Carlshagen umbenannt wurde.

Verkehrswege gab es kaum. Die einzige Verbindung durch die Ortschaft verband Peenemünde mit dem Rest der Welt. Der Weg, den schon der Schwedenkönig Gustav Adolf mit seinem Heer genutzt hatte, bildete die Trasse für die Errichtung der zunächst recht einfachen Wohnstätten.

Im Jahre 1840 betrug die Einwohnerzahl bereits 138.

Bis 1870 bestanden die Häuser, die auf Feldsteinfundamenten errichtet wurden, aus rohrgedeckten Lehmfachbauten, die Menschen und Tieren unter einem Dach dienten. Danach nutzte man zunehmend gebrannte Tonziegel und trennte Wohngebäude und Viehstall.

Die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts waren durch die Entstehung neuer Grundstücke durch Teilung der zunächst 27 Hausparzellen gekennzeichnet und so wuchs auch die Zahl der Bewohner weiter an. Die Neuansiedler widmeten sich überwiegend der Landwirtschaft, während ein Großteil der Bewohner Fischfang betrieb. Da die Fischfänge jedoch kaum fürs Überleben reichten, baute man um die Jahrhundertwende, inspiriert durch das sich in den Nachbargemeinden Zinnowitz und Karlshagen entwickelnde Badewesen, erste Quartiere für Badegäste, die mit der Jahreszahl 1905 belegt sind.

Es war Georg Brick, der 1906 am westlichen Rand des Ortes eine Windmühle erbaute, die seit der Sanierung 1998 als Ferienquartier genutzt wird.

Im Jahre 1908 erhielt die Kolonie dann durch das Königreich Preußen auf eigenen Antrag hin den Namen Trassenheide. Zwanzig Jahre später, nämlich 1928, erlangte Trassenheide dann den Status einer eigenständigen Gemeinde. Der Ort gehörte jetzt zur preußischen Provinz Pommern und bis 1945 zum Landkreis Usedom-Wollin.

Das zunehmende Interesse an dem schönen Strand und dem milden Reizklima bewog die Bewohner 1912, eine Badegesellschaft zu gründen. Mit dem Beginn des ersten Weltkrieges stagnierte zunächst die Entwicklung des Badewesens und so gelang es bis 1936 nur mühevoll, das vormals Begonnene fortzusetzen.

Mit der Errichtung der Heeresversuchsanstalt in Peenemünde und Karlshagen änderte sich das Leben grundlegend. Die Heeresverwaltung kaufte die Häuser bis zur Schule auf und schuf Wohnmöglichkeiten für ausgesiedelte Peenemünder. In kürzester Zeit entstand eine Bahnlinie von Zinnowitz nach Peenemünde und mit dem Angriff angloamerikanischer Bomber auf Peenemünde und Karlshagen in der Nacht vom 17. zum 18. August 1943 wurden auch große Teile von Trassenheide zerstört.

Der Wiederaufbau des Ortes sollte viele Jahre in Anspruch nehmen und so waren es in besonderem Maße Betriebe aus dem ganzen Land, die etwa 120 Kinder- und Betriebsferienlager errichteten und mit Kooperationsvereinbarungen die Entwicklung voranbrachten.

Einzig nennenswerter Produktionsbetrieb war der VEB Medizinmechanik und später Metallbau Trassenheide, gelegen in der Nähe des Bahnhaltepunktes Trassenmoor.

Bis 1990 führte Trassenheide den Titel eines Seebades, der nach erheblichen Anstrengungen im Jahre 1997 erneut verliehen wurde. Mit dem Aufbau einer eigenen Kurverwaltung 1996, die bis zur Einweihung des Haus des Gastes im Jahre 2000 ihren Sitz in der früheren Jugendherberge hatte, und der Übernahme des Campingplatzes traf die Gemeinde richtungsweisende Entscheidungen.

Mittlerweile hat sich die Einwohnerzahl seit 1992 von 837 auf 904 erhöht und die aktuell 445.573 Übernachtungen (davon 63.285 auf dem Campingplatz), bedingt durch den Bau mehrerer Hotels und der Dünenwaldklinik, der Promenade mit neuer Konzertmuschel und weitere private Investitionen, belegen die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges bei der Entwicklung der Gemeinde.

Für die Jüngsten unterhält die Gemeinde eine moderne Kita, in der aktuell ca. 58 Kinder betreut werden und den Jugendlichen steht ein Jugendclub zur Verfügung.

Auch für die ca. 361 Senioren gibt es regelmäßig Veranstaltungen.

Die Gemeinde verbindet seit Anfang der 90er Jahre eine Partnerschaft mit dem Luftkurort Schwabstedt in Nordfriesland.

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Usedom-Nord
Partnergemeinde: Schwabstedt/Nordfriesland
Geographische Lage: 54° 6` N; 13° 52` O
Fläche: 6,50 km²
Nord-Süd-Ausdehnung: 4,2 km
West-Ost-Ausdehnung: 4,0 km
Einwohner: 904 (per 31.12.2015)
Höhe: 0 m ü. NN
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17449
Vorwahl: 038371
Internet: www.trassenheide.de

Touristinformation:
Haus des Gastes
Strandstr. 36
Telefon: 038371 20928

Bürgermeister der Gemeinde
Ostseebad Trassenheide: Herr Horst Freese
Sprechzeiten:
Strandstr. 36 (Haus des Gastes)
Do. 17:00 -18:00 Uhr (Änderungen vorbehalten)
Telefon: 038371 263840

Freiwillige Feuerwehr:
Strandstr. 39
Telefon: 038371 202121

Wehrführer:
René Bleyl
Am Walde 41
Telefon: 038371 29571 oder 0175 7732111

Gemeindevertretung
Freese, Horst
Bündnis für Trassenheide
Bürgermeister
Telefon: 038371 21575
E-Mail: bm-trassenheide@ amtusedomnord.de

Splieth, Adelheid
Aktionsbündnis für Trassenheide
1. stellv. Bürgermeisterin

Schröder, Detlef
Aktionsbündnis für Trassenheide
2. stellv. Bürgermeister

Wagenbreth, Wolf
Bürger im Zentrum
Telefon: 0172 3230063
E-Mail: info@sicherheitstrampoline.de

Kaliebe, Torsten
Bündnis für Trassenheide

Lucht, Karsten
Aktionsbündnis für Trassenheide

Hückstädt, Heinz-Dieter
Aktionsbündnis für Trassenheide

Wegner, Lars
Aktionsbündnis für Trassenheide

Dumke, Michael
Bündnis für Trassenheide
Telefon: 0170 2176458

Mölschow

Die Geschichte der Gemeinde Mölschow
Die erste geschichtliche Erwähnung geht auf das Jahr 1282 zurück. Es ist davon auszugehen, dass der im Norden liegende, erstmals in einer Urkunde erwähnte See "Molcekowe" Namensgeber der heutigen Gemeinde Mölschow war.

Anfang des 14. Jahrhunderts dem Nonnenkloster Krummin zugehörig, wechselte der Besitz mit der Reformation 1534 zum Herzog von Pommern.

Von 1630 bis 1720 standen die Ländereien unter Schwedischer Herrschaft, bevor der König Friedrich Wilhelm I. von Preußen das Land erwarb und die Leibeigenschaft aufhob.

Ab 1815 wurde Mölschow eine Domäne, die man 1824 als Königliches Vorwerk Mölschow versteigerte, und in über 100 Jahren durch die Hände mehrerer Pächter ging.

Die größte Katastrophe durchlitt Mölschow 1929 als ein verheerendes Großfeuer fast den gesamten Gutshof und neun Höfe vernichtete.

Mit der NS-Diktatur 1933 zerfiel die Domäne Mölschow in etwa 10 landwirtschaftliche Betriebe.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges galt es, die auf ihrem Tiefstand befindliche Landwirtschaft neu zu organisieren und das Leben der Menschen wieder erträglich zu machen. Häuser und Wohnungen entstanden, der Straßenbau wurde forciert und mit der Landaufteilung sowie der Entstehung von Maschinen-Ausleih-Stationen und Maschinen-Traktoren-Stationen gab es viele neue Arbeitsplätze.

Die 1955 gegründete Landwirtschaftliche Produktionsgesellschaft expandierte, spezialisierte sich und wuchs durch Zusammenschlüsse zum größten Arbeitgeber in der Gemeinde. Mit der politischen Wende fusionierten die Genossenschaften von Pflanzen- und Tierproduktion kurz zu einer Agrargenossenschaft, welche jedoch sehr bald aufgrund der veränderten Marktbedingungen aufgab und selbstständige Unternehmen z. B. in der Pflanzenproduktion entstanden.

Im Jahre 1948 verlor die Gemeinde Bannemin ihre Selbstständigkeit und wurde Teil von Mölschow.

Die politische Gemeinde Mölschow verfügte bis 1991 über eine eigene Verwaltung, die auch die Geschäfte für Zecherin erledigte.

Ende 1991 bildete die Gemeinde Mölschow mit Peenemünde, Karlshagen und Trassenheide eine Verwaltungsgemeinschaft mit gemeinsamer Verwaltung und seit 2005 ist sie Teil des Amtes Usedom-Nord.

Die Gemeinde besteht heute aus den Ortsteilen Mölschow, Bannemin und Zecherin, ist amtsangehörig und politisch selbstständig, d.h. sie regelt alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit und der Gesetze in eigener Verantwortung.

Die Einwohnerzahl betrug 1992 genau 645 und liegt jetzt bei 802 Einwohnern (davon 233 Senioren). Mölschow verfügt mit seinen Ortsteilen über eine Bettenkapazität von ca. 200 Betten.

Träger des gesellschaftlichen Lebens sind die 1915 gegründete Freiwillige Feuerwehr Bannemin und der Heimatverein Mölschow - Bannemin - Zecherin. Die Gemeinde verfügt über eine kleine Kindertagesstätte mit aktuell ca. 27 Kindern und ein Vereinshaus.

Seit 2001 unterhält die Gemeinde partnerschaftliche Beziehungen zur Gemeinde Simonsberg im Kreis Nordfriesland.

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Usedom-Nord
Partnergemeinde: Simonsberg/Nordfriesland
Geographische Lage: 54° 5` N; 13° 50` O
Fläche: 14,94 km²
Nord-Süd-Ausdehnung: 5,3 km
West-Ost-Ausdehnung: 4,8 km
Einwohner: 794 (per 31.12.2015)
Höhe: 2 m ü. NN
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17449
Vorwahl: 038377
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile (OT Bannemin, OT Mölschow, OT Zecherin)
Internet: www.heimatverein-moelschow.de

Bürgermeister der Gemeinde Mölschow:
Herr Roland Meyer
Sprechzeiten:
Stadtweg 1 (Gemeindebüro)
Do. 17:00 -18:00 Uhr (Änderungen vorbehalten)
Telefon: 038377 42638

Freiwillige Feuerwehr:
Schulstr. 12
Telefon: 038371 43838

Wehrführer:
Eckhard Kunde
Dorfstr. 2 a
Telefon: 038377 42424

Gemeindevertretung
Meyer, Roland
CDU
Bürgermeister
Telefon: 038377 42157
Telefon: 0178 5301435
E-Mail: roland17449@yahoo.de
E-Mail: bm-moelschow@amtusedomnord.de

Haß, Martin
CDU
1. Stellv. Bürgermeister

Schulz, Gerd-Günter
CDU
2. Stellv. Bürgermeister
Telefon: 0171 4950695

Maron, Heinz
CDU
Telefon: 0176 41693095

Wallentin, Petra
CDU

Tilchner, Sigmund
CDU
Telefon: 03836 603340

Teschendorff, Daniela
Kompetenz für Vorpommern

Große, Wilfried
Kompetenz für Vorpommern
Telefon: 0172 3754594
E-Mail: info@tontechnik-grosse.de

Kreismer, Paul
Kompetenz für Vorpommern
Telefon: 0172 3994171
E-Mail: pkreismer@gmx.de

Peenemünde

Die Geschichte der Gemeinde PeenemÜnde
Als der geschichtsträchtigste Ort im Inselnorden ist Peenemünde bereits 1282 urkundlich erwähnt.

Zu diesem Zeitpunkt verschenkte Bogislaw IV das kleine Bauern- und Fischerdorf an die Residenzstadt Wolgast. Ein aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammendes Crösliner Kirchenmatrikel belegt die Existenz von 6 Bauern, 12 Kleinbauern und mehreren Fischern.

1574 sind in Peenemünde bereits 26 Katen und 6 wüste Katenstätten geschichtlich belegt. Zu dem ohnehin kargen Leben der Menschen hatten sie zu Ende des 16. Jahrhunderts Trockenheit, Epidemie und Sturmflut zu überstehen und auch der 30jährige Krieg ging nicht spurlos an ihnen vorüber.

Der Bau der Schanze 1628 auf Geheiß Wallensteins und der Ausbau der Peenemünder Schanze 1630 verlangte den Einheimischen alles ab.

Noch im selben Jahr landete der Schwedenkönig Gustav II Adolf, mit 10.000 Mann im Gefolge, in Peenemünde, wo er die Schanze erweiterte und Kasematten errichtete.

Der Streit um den Besitz von Pommern zwischen der schwedischen Krone, brandenburgischen Truppen und den Preußisch Kaiserlichen endete zunächst 1638 und fand 1645 mit dem Westfälischen Frieden, welcher die Teilung Pommerns mit sich brachte, seinen vorläufigen Abschluss. Vorpommern fiel an Schweden und Brandenburg erhielt Hinterpommern.

30 Jahre Krieg hatten mehr als die Hälfte der Bewohner getötet und mehrere Orte auf Usedom ausgelöscht.

Mit dem Ende des großen Nordischen Krieges, der 1720 durch den Frieden von Stockholm besiegelt wurde, verlor Schweden einen Teil Pommerns, so auch Peenemünde, an die Preußen.

1726 gab es in Peenemünde 18 Bauerngehöfte und weitere 21 Katen. Immer wieder waren es kriegerische Handlungen der Schweden und Preußen um Pommern, die Peenemünde wegen der strategisch wichtigen Schanze in der Entwicklung zurück warfen, bis endlich 1759 Friedrich der Große, König von Preußen, den Rückbau befahl. Fortan dienten die verbliebenen Bauten dem Zoll und als Lotsenstation.

Letztmaliger Kriegsschauplatz war die Schanze 1806 als die Franzosen den Preußen im Napoleonischen Krieg die Macht entrissen und Peenemünde zu Frankreich gehörte bis die Schweden die Franzosen im Folgejahr von der Insel vertrieben.

Mittlerweile stellte die aus Amerika eingeführte Kartoffel das Hauptnahrungsmittel dar, der Heringsfang brachte beste Erträge und 1833 erbaute der Müller Christian Wachtel an der Trift eine Bockwindmühle.

1835 verzichtete die Stadt Wolgast zu Gunsten der Peenemünder Bewohner auf ihr Eigentum. So wuchs der Ort bis 1849 auf stattliche 511 Einwohner und verzeichnete unter anderem etwa 70 Wohnhäuser, ebenso viele Ställe und auch eine Schule.

1861 folgte der Bau eines Spritzenhauses.

1870 mit Beginn des Deutsch-Französischen Krieges wurde die Schanze doch noch einmal mit Kanonen bestückt und zur Verteidigung auf das Fahrwasser gerichtet, das die in Swinemünde angelandeten Franzosen aber nicht erreichten.

Das Jahr 1872 brachte dem Inselnorden die schwerste Sturmflut seit Menschengedenken, das Wasser stieg auf 2,40 m über normal und richtete schlimmste Schäden an, deren Beseitigung bis 1877 andauerte.Weitere Sturmfluten sind 1874 und 1883 verzeichnet.
Um die Jahrhundertwende lebten ca. 500 Einwohner in Peenemünde, neben Wohnhäusern, Bauerngehöften und Fischerkaten, einer Schule, zwei Gasthöfen, einer Molkerei, einem kleinen Fischerhafen und einer Räucherei wollte man, anderen Inselgemeinden folgend, das Badewesen als einen weiteren Erwerbszweig entwickeln. Mehrere Versuche, die dem Kirchspiel Kröslin zugehörige Gemeinde in ein neues Kirchspiel mit Karlshagen und Hammelstall einzubinden, scheiterten am Willen der Bewohner. 1904 ereilte die Bewohner eine erneute Sturmflut, die nur 10 der etwa 100 Wohnhäuser verschonte. Folge waren erste Planungen zur Eindeichung des Ortes und Vermessungen ab 1908. Große Erleichterung brachte der Bau einer Chaussee zwischen Peenemünde und Karlshagen, die 1906 fertig gestellt war.

Bis zum Ausbruch des I Weltkrieges entwickelte sich der Ort zusehends, sogar der Bau einer eigenen Kirche war in Planung und zahlreiche wiederkehrende Feste durch den Kriegerverein, den Schützenverein oder das jährliche große Kinderfest fügten die Gemeinschaft fester zusammen.

Anlässlich des 300. Gedenktages erfolgte die Einweihung des heute nahe der Kapelle befindlichen Gedenksteins von König Gustav II Adolf.

Anfang der 30er Jahre verfügte Peenemünde über 150 Betten für Erholungssuchende und warb erstmals mit einem eigenen Prospekt für den Luft- und Badekurort Seebad Peenemünde.

Mit dem Verkauf durch die Stadt Wolgast 1936 und dem Beginn der Errichtung der Heeresversuchsanstalt Peenemünde hörte das kleine Fischerdorf fast vollständig auf zu existieren.

1936 erhielt Peenemünde einen Bahnhofsanschluss und 1937 eine neue Landstraße.

Bis 1940 war die Mehrzahl der Einwohner ausgesiedelt und der Ort fast vollständig abgerissen.

Der erste erfolgreiche Start einer A-4 Rakete vom Prüfstand 7 ist auf den 03.10.1942 datiert, im selben Jahr nahm das Kraftwerk seinen Betrieb auf.

In der Nacht vom 17./18. August 1943 vernichtete die Royal Air Force große Teile der Wohnstätten und Versuchsanlagen.

Weitere Bombenangriffe führten zur Evakuierung der verbliebenen Versuchsanlagen. Im Mai 1945 marschierte die Rote Armee in Peenemünde ein, nutzte ab 1948 auch den Flugplatz und übergab 1952 den Marinestützpunkt an die Volksmarine.

Mit der Stationierung eines Jagdfliegergeschwaders 1961 wurde der nördliche Teil der Insel Usedom ab Karlshagen bis 1989 zum Sperrgebiet erklärt.

1990 ging das Kraftwerk außer Betrieb, die Bundeswehr übernahm alle Einheiten der früheren Volksmarine und das Jagdfliegergeschwader wurde aufgelöst.

Das folgende Jahr brachte dann auch für die Flottille das Aus, an deren Stelle lediglich ein Marinestützpunktkommando verblieb, dessen Schließung 1996 auch das endgültige Ende der 60jährigen Militärpräsenz bedeutete.

Bereits 1991 öffnete das Historisch Technische Informationszentrum.

Für die Gemeinde begann eine bereits zwei Jahrzehnte andauernde Neuorientierung. Mittlerweile hat die Infrastruktur erhebliche Fortschritte gemacht und neben dem inzwischen umfirmierten Historisch Technischen Museum sind Phänomenta, U-Boot-Museum und Spielzeugmuseum überregional gefragte Anziehungspunkte.

Derzeit wohnen 249 Einwohner (per 31.12.2015) in der Gemeinde (davon 58 Senioren) und die Bettenkapazität liegt bei ca. 1.400 Betten.

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Usedom-Nord
Partnergemeinde: Huntsville / Alabama / USA
Geographische Lage: 54° 8` N; 13° 46` O
Fläche: 25,38 km²
Nord-Süd-Ausdehnung: 7,3 km
West-Ost-Ausdehnung: 5,7 km
Einwohner: 249 (per 31.12.2015)
Höhe: 3 m ü. NN
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17449
Vorwahl: 038371
Internet: www.peenemuende.de

Bürgermeister der Gemeinde Peenemünde:
Herr Rainer Barthelmes
Sprechzeiten:
Feldstr. 12 (Seniorenclub)
1. und 3. Donnerstag im Monat 17:00 -18:00 Uhr (Änderungen vorbehalten)
Telefon: 038371 20238

Freiwillige Feuerwehr:
Museumstr. 2
Telefon: 038371 20030

Wehrführer:
Eberhard Lehmann
Hauptstr. 11
Telefon: 038371 21363

Gemeindevertretung
Barthelmes, Rainer
Wählergemeinschaft Peenemünde
Bürgermeister
E-Mail: rainerbarthelmes@yahoo.de
E-Mail: bm-peenemuende@amtusedomnord.de

Teßnow, Anke
Wählergemeinschaft
1. Stellv. Bürgermeisterin
Telefon: 0160 90276795
E-Mail: reedereipeenemuende@gmx.de

Lehmann, Eberhard
CDU
2. Stellv. Bürgermeister
Telefon: 0151 28065929

Szostak, Erika
Wählergemeinschaft Peenemünde
Szostak, Mario
Wählergemeinschaft Peenemünde

Senk, Peggy
Wählergemeinschaft Peenemünde
Telefon: 0174 6484045

Schaller, Tom
Einzelbewerber
Telefon: 0172 3413371
E-Mail: tom-schaller@gmx.de