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Das Amt Usedom-Nord

Das Amt Usedom-Nord als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts liegt mit seinen Gemeinden Peenemünde, Karlshagen, Trassenheide, Mölschow und Zinnowitz umsäumt von Ostsee, Greifswalder Bodden, Peenestrom und Achterwasser auf einem der schönsten Flecken im Norden des Naturparks der Insel Usedom, hat eine Fläche von ca. 6.000 ha, etwa 9.100 Einwohner und dient der Stärkung der gemeindlichen Selbstverwaltung.

Organe des Amtes sind der aus den Bürgermeistern sowie weiteren Gemeindevertretern der fünf Gemeinden zusammengesetzte Amtsausschuss sowie der aus dessen Mitte gewählte Amtsvorsteher. Die Gründung des Amtes geht auf eine 25-jährige Geschichte zurück.
Bis zum Jahre 1991 verfügten die fünf politisch selbstständigen Gemeinden neben der Gemeindevertretung auch über eigene Gemeindeverwaltungen und waren Teil des Kreises Wolgast im Bezirk Rostock. Nach der Bildung des Landes Mecklenburg-Vorpommern als Teil der föderalistischen Bundesrepublik Deutschland entstand am 1. November 1991 die Verwaltungsgemeinschaft "An der Peenemündung" aus den Gemeinden Peenemünde, Karlshagen, Trassenheide und Mölschow, die eine gemeinsame Verwaltung unterhielt. Die bis dahin hauptamtlichen Bürgermeister bekleideten ihre Funktion nun ehrenamtlich. Erster Vorsteher der Verwaltungsgemeinschaft war der Karlshagener Bürgermeister Ewald Bluhm. Mit der Verabschiedung der ersten Amtsordnung im März 1992 entstand das Amt "An der Peenemündung". Amtsvorsteher wurde der Trassenheider Bürgermeister Karl-Heinz Lievert. Als weitere Amtsvorsteher folgten dann Ingo Hannaske (1994-1999) aus Mölschow sowie Ewald Bluhm aus Karlshagen (1999-2004). Im Jahre 2004 trafen die Gemeindevertretungen von Peenemünde, Karlshagen, Trassenheide und Mölschow mit der Unterzeichnung des Fusionsvertrages zur Bildung einer Gemeinde zum 01.01.2005 eine weit reichende Entscheidung, um die Kräfte zu bündeln und den Inselnorden als eine Einheit gemeinsam zum Wohle ihrer Menschen zu entwickeln.

Die Gemeinde Zinnowitz war bis zu diesem Zeitpunkt eine amtsfreie Gemeinde mit eigener Verwaltung und hauptamtlichem Bürgermeister. Obwohl das Ostseebad zunächst diesen Status beibehalten wollte, entschied man sich auf Drängen des Landes, die Amtsfreiheit aufzugeben und sich einem Amt anzuschließen. So genehmigte das Land die Fusion der vier Gemeinden nicht und verordnete zum 01.01.2005 die Bildung des Amtes Usedom-Nord mit dem Verwaltungssitz in Zinnowitz. Am bisherigen Sitz in Karlshagen verblieb ein Bürgerbüro. Der neu konstituierte Amtsausschuss wählte den Karlshagener Ewald Bluhm zum Amtsvorsteher. Von 2009 bis 2014 stand der damalige Trassenheider Bürgermeister Dirk Schwarze dem Amt vor. Ihm folgte Christian Höhn, Bürgermeister der Gemeinde Karlshagen.

Das Gebiet des Amtes verfügt über einen 11,8 km langen schönen familienfreundlichen Badestrand an der Ostsee, weitläufige Wiesen mit Rad- und Wanderwegen, ausgedehnte Wälder, fünf teilweise gut ausgebaute Häfen und eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur. Die auf die Gründungszeit der Orte zurückgehenden ursprünglichen Erwerbszweige Fischerei und Landwirtschaft spielen heute eine stark untergeordnete Rolle. Bestimmt wird das Leben im Inselnorden, wie an der gesamten Außenküste der Insel Usedom, durch den Tourismus. Derzeit gibt es insgesamt etwa 14.000 Ferienbetten und 1.000 Stellplätze auf drei durch das Land ausgezeichneten Campingplätzen.

Die insgesamt ca. 1.370 gemeldeten Betriebe sind neben dem Tourismus fast ausschließlich dem Dienstleistungsgewerbe zuzuordnen.

Aus der Vielzahl der kulturellen und sportlichen Angebote seien an dieser Stelle das Historisch Technische Museum und die Phänomenta in Peenemünde sowie die Bernsteintherme und die Vorpommersche Landesbühne in Zinnowitz besonders erwähnt.

Über 400 Kinder in den fünf Kindertagesstätten und über 800 Schüler in unseren Schulen verfügen über beste Spiel- und Lernbedingungen.

Die Vielzahl an Versorgungseinrichtungen, medizinischen Praxen und Apotheken, sind neben unserer wunderschönen Natur und dem milden Reizklima der Grund für das besondere Interesse an unseren Wohnstandorten.
Eine besondere Herausforderung der nächsten Jahre wird der demographische Wandel sein. Waren 1990 noch 11 % unserer Bürger über 60 Jahre alt, so sind es Ende 2016 bereits 40 %.