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Die Gemeinden

Gemeinde Alt Krenzlin
mit den 5 Ortsteilen Alt Krenzlin, Neu Krenzlin, Krenzliner Hütte, Loosen, Klein Krams mit Ausbau
Einwohner 2017: 754 / Fläche: 3.757 ha

Die Gemeinde Alt Krenzlin mit ihren 5 Ortsteilen umfasst eine Gesamtfläche von 37 km². Sie ist flächenmäßig die zweitgrößte Gemeinde in unserem Amtsbereich.

Ersturkundliche Erwähnungen gibt es für die Ortsteile Loosen (1363) und Alt Krenzlin (1369). In Neu Krenzlin befand sich ein Rittergut der Familie v. Penz mit Sitz in Redefin. 1706 wurde dieses Gut an die herzogliche Kammer verkauft und gehörte seitdem als Pachtgut zur Domäne des Herzogtums Schwerin. Von hier aus wurde 1748 auf dem Klein Kramser Torfmoor eine Torf-Glas-Hütte errichtet.

Ebenfalls baute das Herzogtum Häuser für die Glasmacher. Dies war die Grundlage für die Entstehung des Büdnerdorfes Krenzliner Hütte. 1779 wurden die Glasmacherwohnungen der stillgelegten Glashütte meistbietend zu Büdnerrecht verkauft. Von der Glashütte ist bis auf den Namen und die Flurstücke der Glasschmelze nichts mehr vorhanden.

Im Zuge der Bodenreform von 1945 wurden die Nebengebäude des Gutshauses in Neu Krenzlin zur Unterbringung von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen genutzt. Im Gutshaus wurde ein Altenheim eingerichtet. Seit 1969 befindet sich dieses in Trägerschaft der Gemeinde Alt Krenzlin. Im Jahre 2001 wurde auf dem Gutshof ein modernes Alten- und Pflegeheim als Neubau in Betrieb genommen. Das alte Gutshaus wurde bis 2004 in eine Seniorenresidenz umgebaut. Mit dem 01.01.2009 wurde die Gutshofstiftung Krenzlin gebildet, zu dem nun das Alten- und Pflegeheim und das ehemalige Gutshaus gehören.

Die Kindertagesstätte der Gemeinde befindet sich in Alt Krenzlin. Im Jahre 2008/9 erfolgte ein Um- und Ausbau der Einrichtung.

Im gesamten Gemeindegebiet finden sich noch alte, unter Denkmalschutz stehende Gebäude und Wegweiser aus der Postkutschenzeit. In Neu Krenzlin und Klein Krams können gut erhaltene Kriegerdenkmäler besichtigt werden.

Bedingt durch die zentrale Lage war Krenzliner Hütte Verwaltungsmittelpunkt der Gemeinde.

Die dörfliche Tradition wird durch den Dorf- und Heimatverein Krenzlin e. V. und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren gewahrt.

Gemeinde Bresegard bei Eldena

Bresegard bei Eldena ist mit dem Ortsteil Vornhorst die kleinste Gemeinde des Amtes. Sie umfasst 1.008 ha. Hier leben zur Zeit etwa 200 Einwohner.
Einwohner 2017: 199 / Fläche: 1.092 ha

Der Ort wurde 1230 erstmals als "BREZEGORE" urkundlich erwähnt. Das slawische "Brezegore" bedeutet heute "Birkenort".

Von oben gesehen sind die Gebäude in der Dorfstraße hufeisenförmig (mit der Öffnung in Richtung Eldena) angeordnet.

Das noch stehende älteste Gebäude des Dorfes ist ein "Längshallenhaus" aus dem Jahr 1719. Aus diesem ältesten Gebäude wurda ein Logo gefertigt (siehe oben).

Den traditionellen Baustoff der "Griesen Gegend", nämlich Raseneisenstein (auch "Klump" genannt), sieht man noch in der Karenzer und in der Menkendorfer Straße an einigen Fassaden. Seit 2005 liegt Bresegard am Raseneisensteinradweg, der von der "Lewitz" bis in die "Griese Gegend" reicht und etwa 65 km lang ist.

Prägend für das Dorf ist der gesamte Komplex auf dem Gemeindehof. Im April 1998 wurde ein neu errichtetes Mehrzweckgebäude mit Sozialtrakt für die Freiwillige Feuerwehr und den Turnverein seiner Bestimmung übergeben.

Seit 1991 wurde das ehemalige Schul-, Wohn- und Verkaufsstellengebäude von den Bresegarder Bürgern als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Im Dezember 2002 wurde das Gebäude nach umfangreichen Bauarbeiten mit größerem Veranstaltungsraum (etwa 90 m[SONDERZEICHEN]), kleinerem Raum (30 m[SONDERZEICHEN]), Bürgermeisterbüro, Toiletten und größerer Küche für die Nutzung, auch für Privatfeiern, übergeben.

Der ehemalige Schweinestall (der Lehrerwohnung) und Kindergarten wird jetzt als Kinderklub genutzt. Ein Abenteuer-Spielplatz in ausreichender Größe und Ausstattung ist auf dem Gemeindehof ebenfalls vorhanden. Er ist beliebt und zieht viele Kindern an.

Das Kriegerdenkmal in der Dorfmitte erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. In Bresegard gibt es eine Jagdgenossenschaft, die in zwei Jagdgebiete aufgeteilt ist. Die Trauerhalle auf dem gemeindeeigenen Friedhof wurde 2005 saniert.

Wichtige Betriebe auf dem Territorium der Gemeinde sind
  • "Trockenwerk Eldena" (aber auf Bresegarder Flächen, Bresegard war bei Gründung des Trockenwerkes Ortsteil von Eldena),
  • "Bresegarder Agro Service & Handelsgesellschaft mbH",
  • Schweinemastanlage Bresegard,
  • Getränkestützpunkt Janz,
  • GS Garten- und Landschaftsbau Roland Siefert, "Reiterhof Vornhorst".
Beschäftigte aus dem Ort sind hier insgesamt nur sehr spärlich vertreten. Die Steuereinnahmen für die Gemeindekasse sind ebenfalls sehr sparsam.

Die Bresegarder Dorfstraße (Bestandteil der Landesstraße L07) kann man getrost als "die schlechteste Ortsdurchfahrtstraße Deutschlands" bezeichnen.
Seit nunmehr über 25 Jahren ist noch keine Lösung gefunden. Problem ist "das Nicht-Fällen-Dürfen" aller 90-jährigen Linden an dieser Straße in der Ortslage.

Bresegard ist als Windeignungsgebiet ausgewiesen. Da die Gemeinde hierin auch Flächen hat, beteiligen wir uns an diesem Windpark und haben einen Vertrag geschlossen, bei dessen Realisierung alle Einwohner von Bresegard davon profitieren. Direkte Stromkostenzuschüsse und die finanzielle Unterstützung für Vereine wird es dann geben. Leider haben sich nicht alle Landeigentümer dem angeschlossen.

Seit 25 Jahren ist die Einwohnerzahl auf 77 % (1992: 259 Einwohner) gesunken. Diesen Trend zumindest aufzuhalten muss das Ziel aller Gremien sein.
Der Zuzug junger Familien in den letzten Jahren, spricht für eine günstige Lage von Bresegard;
  • zwischen Dömitz und LWL,
  • 100 km bis zu den Toren von Hamburg (zu deren Metropolregion wir gehören) und
  • 30 km nach Dannenberg, sowie
  • der dörfliche Charakter sind zu nennen.
Neben möglicher Lückenbebauung im Dorf sind noch freie Bauplätze im Baugebiet "Koppelsche Tannen" zu vergeben!

Das in Bresegard jährlich bewohnte Storchennest neben dem Gemeindehof hat in den vergangenen 10 Jahren durchschnittlich 2 Jungstörche großgezogen. Wenn sich Störche nur in heiler Naturlandschaft ansiedeln, dann scheinen wir in Bresegard noch ein Stück heile Natur zu haben.

An regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen sind in Bresegard zu nennen:
  • einmal monatlich ein Seniorennachmittag
  • jährliches Osterfeuer
  • Volkswandertag jeden dritten Sonntag im Oktober
  • jährliches Straßenfest in und für Vornhorst
  • 2004 konnten die FFW und der Turnverein auf 90-jähriges Bestehen zurückblicken, 2014 wurde in einer gemeinsamen Feier das jeweils 100-jährige Bestehen begangen.
  • Dorfjubiläen wurden auch organisiert, z. B.
  • 1995: 765-Jahrfeier (im Rahmen 1.000 Jahre Mecklenburg)
  • 2005: 775-Jahrfeier
  • 2015: 785-Jahrfeier
Gemeinde Göhlen

Die Gemeinde Göhlen in der "Griesen Gegend" umfasst eine Fläche von ca. 1.383 ha, darunter ausgedehnte Kiefernwälder, saftige Weiden und im Sommer wogende Getreidefelder. Hier leben derzeit ca. 340 Einwohner.
Einwohner 2017: 331 / Fläche: 1.383 ha

Der Ort ist durch zahlreiche geschichtliche Funde bekannt geworden. Reste von über 500 Rennöfen, Eisenschlacke und der Arbeitsplatz eines Schmiedes belegen einen der größten Eisenverhüttungsplätze Norddeutschlands. Seit dem 18. August 2005 gibt es im Ortszentrum Göhlen den Nachbau eines Rennofens aus Raseneisenstein. In ihm wurde im Rahmen einer Schauverhüttung mit Hilfe von Holz und Torf Eisen geschmolzen, genau wie die Germanen dies im 4. und 5. Jahrhundert in Göhlen taten.

Neben der alten Siedlungsgeschichte ist ein Ort "Goilna" 1450 das erste Mal urkundlich erwähnt worden. Heute ist Göhlen ein modernes, auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgerichtetes Dorf.
Die größten Arbeitgeber sind die "Agrarprodukte e. G." und die "Industrie- und Werksmontagen".

Das Zentrum des geselligen Lebens ist der Festplatz mit dem Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus. Dorffeste, Brauchtumsfeuer, Grillmöglichkeit und die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses, auch für private Zwecke, sorgen für Leben auf dem Platz und in der Gemeinde.

Koordinator des umfangreichen kulturellen Lebens in Göhlen ist der Kulturausschuss der Gemeinde. Er erstellt den jährlichen Veranstaltungskalender mit über 30 Veranstaltungen und richtet unter anderem die jährlichen Großveranstaltungen des Ortes, wie das Dorffest, die Veranstaltung zum Frauentag, Maibaum- und Weihnachtsbaumaufstellen aus. Die Vereine und alle Einwohner tragen dazu bei, dass die Höhepunkte auch dementsprechend gefeiert werden.

Die Freiwillige Feuerwehr gibt es in Göhlen seit über 85 Jahren. Neben ihren eigentlichen Aufgaben der Brandvorbeugung und Brandbekämpfung organisieren die Kameraden kulturelle Veranstaltungen für die Einwohner, wie Osterfeuer, Laternenumzüge und Preisskat und helfen bei anderen Dorfveranstaltungen. Eine sehr gute Entwicklung hat der Jugendklub genommen. Zu den Höhepunkten zählen Ferienwochenenden an der Ostsee, Sommerferienlager, Bildungsfahrten nach Berlin oder zu "Tropical Islands". Der Jugendclub ist bei fast allen Aktivitäten des Kulturausschusses wie zum Beispiel Dorffest, Baum des Jahres, Maibaumschmücken oder Weihnachtsbaumanzünden eingebunden. Er gehört fest zum Dorfbild.

Die Ortsgruppe der Volkssolidarität organisiert regelmäßig gesellige Nachmittage, Bastelnachmittage, Ausflüge und andere Freizeitaktivitäten nicht nur für ihre Mitglieder und hilft gern bei der Ausrichtung aller gemeindlichen Veranstaltungen.

Seit 1997 gibt es in Göhlen den Fahrradclub. Zu den regelmäßigen Touren treffen sich stets 20 bis 25 Radler verschiedenen Alters, um gemeinsam den Kontakt zu Land und Leuten zu pflegen.

Im Dezember 1999 gründete sich der Dorf- und Heimatverein Göhlen, dessen Ziel es ist, das traditionelle Brauchtum im Interesse einer familiengebundenen Freizeitgestaltung zu fördern. Winterwanderung mit Grünkohlessen, Tüffelaust, Bastelnachmittage, Busfahrten, Fahrradtour mit Picknick und Grillen oder Raststation im Rahmen der Velo Classico sind nur einige Aktivitäten des Vereins. Göhlen gehört zur Ev. Luth. Kirchgemeinde Leussow. Es finden regelmäßig Gottesdienste und Bibelstunden in der Begegnungsstätte der Gemeinde statt. Seit Weihnachten 2010 hat die Musikschule Rock Pop Schmiede ihren Sitz in Göhlen. Sie ist ein Glücksfall für die Gemeinde. Sie unterstützt diese bei diversen Veranstaltungen im Ort. In den sieben Unterrichtsräumen steht ein Kollegium von acht Musiklehrern zur Verfügung. Alle Instrumente, die im Rock und Pop Genre wichtig sind, werden von ihnen gut abgedeckt.

Besucher und Interessierte sind herzlich eingeladen, Göhlen einmal kennenzulernen. Dafür stehen auch zwei gemütlich eingerichtete, gemeindeeigene Gästewohnungen zur Verfügung.
Herzlich willkommen in Göhlen!

Bürgermeister
Helmut Seyer

Gemeinde Groß Laasch
Einwohner 2017: 945 / Fläche: 2.722 ha

Ersterwähnung 1229 als "Laceke". Nach Aufzeichnung der Kirchenchronik gab es bereits 1229 eine Kirche in Groß Laasch. Im Jahre 1791 wurde die heutige Groß Laascher Kirche errichtet. Der Vorgängerbau, die Feldsteinkirche "Sankt Georg", war baufällig geworden. In der heutigen Kirche findet sich u.a. eine Orgel von Friedrich Friese aus dem Jahre 1792. Auf das gleiche Jahr geht die Turmuhr zurück, die im Jahre 1991 restauriert wurde. Kirche, Kirchhof und Trockenmauer stehen auf der Denkmalliste des Landkreises.

Heute findet man in Groß Laasch (rund 1.000 Einwohner) einen gepflegten Dorfanger mit einem prächtigen Baumbestand, das im Jahre 2010 umfangreich sanierte Kulturhaus, gut erhaltene Bauernhöfe aber auch schmucke Häuser und Bauplätze in den neuen Wohngebieten. Die Gemeinde hat eine gute Verkehrsanbindung und ist auch über die BAB 14, Abfahrt Ludwigslust und der BAB 24 Abfahrt Neustadt Glewe, zu erreichen. Es gibt eine zentrale Ortsentwässerung, die über den Zweckverband Fahlenkamp bewirtschaftet wird. Zudem ist Groß Laasch flächendeckend mit Breitband-Internet von mindestens 50 Mbit versorgt. Der gemeindliche Friedhof wurde im Jahre 2009 umgestaltet.

Die Freiwillige Feuerwehr, der Sportverein SV 04 (gegründet 1904), der Schützenverein, der Karnevalsverein (GLCC, gegründet 1981), die Kirchgemeinde, der Kleingartenverein, der Verein Flexibel e. V. und Interessengemeinschaften tragen dazu bei, dass Höhepunkte auch dementsprechend gefeiert werden.

Die Kindertagesstätte befindet sich in Trägerschaft der Volkssolidarität und betreut die Kinder im Alter von unter ein bis zehn Jahren. Die Kinder der Kita üben oft kleine Programme ein, die sie den Eltern und Großeltern zu Veranstaltungen in der Gemeinde vortragen. Die Übergabe der sanierten Einrichtung erfolgte im Mai 2006.

Der betreute Jugendclub bietet ein abwechslungsreiches Programm und ist an allen Wochentagen für die Kinder und Jugendlichen des Dorfes geöffnet.
Gepflegt wird seit den 1990er Jahren eine Gemeindepartnerschaft mit der polnischen Kommune Brusy.

Gemeinde Leussow
mit dem Ortsteil Kavelmoor

Die Gemeinde Leussow mit ihrem Ortsteil Kavelmoor liegt in der Griesen Gegend und umfasst ein Territorium von 1.993 ha mit derzeit rund 270 Einwohnern.
Einwohner 2017: 241 / Fläche: 1.994 ha

Der Ort wurde erstmalig 1291 als "Lysu" urkundlich erwähnt. Dieser Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet "kahler Ort". Der Ortsteil Kavelmoor wurde 1833 als Büdnersiedlung erstmalig erwähnt. Im Dorf in Leussow finden sich mehrere denkmalgeschützte Gebäude so u.a. Häuslereien in der Bergstraße 6 und 15, das Hallenhaus in der Feldstraße 3, die Kirche. Die neogotische Backsteinkirche wurde im Herbst des Jahres 1874 eingeweiht. Im darauf folgenden Jahr wurde dann die alte Kirche, deren Ursprung auf die Zeit vor 1500 zurückging, abgerissen. Das Amt Grabow hatte hierzu auf Datum vom 30. Januar 1875 einen Termin zum Verkauf der alten Kirche auf Abbruch angesetzt. Die Leussower Kirchgemeinde (Propstei Hagenow) umfasst heute rund 650 Gemeindeglieder, die in Leussow und den umliegenden Dörfern wohnen.

In Leussow findet ein vielseitiges kulturelles Leben statt, das durch die Freiwillige Feuerwehr und Vereinsarbeit (Bsp. Volkssolidarität, die Kirchgemeinde mit Kirchen- und Posaunenchor, Sportverein mit Fußball und Frauensportgruppen) getragen wird. Verschiedene Veranstaltungen, wie Osterfeuer, Lampionumzüge im Herbst, Weihnachtsbaumverbrennen, Preisskat und Würfelnachmittage zeugen von den Aktivitäten der Einwohner.

Im Rahmen der Dorferneuerung wurde das Gebäude der "Alten Schule", welches sich gegenüber der Leussower Kirche befindet, zum Dorfgemeinschaftshaus ausgebaut. Die Räumlichkeiten werden regelmäßig genutzt. Die Kirche, mit dazugehörigem Kirchgarten und Pfarrhaus, ist immer wieder Anziehungspunkt für Besucher der Gemeinde.

Der Jugendclub steht den Jugendlichen mehrmals wöchentlich für Sport und Spiel zur Verfügung.

In den letzten Jahren wurde die "Dörchforthsbeck" renaturiert. Dadurch gelang es, bereits nicht mehr vorhandene Tier- und Pflanzenarten wieder anzusiedeln. Da in diese Baumaßnahme auch die ehemalige Badeanstalt einbezogen wurde, entstand dort ein Ort, welcher nicht nur von Bewohnern der Gemeinde zur Erholung und Entspannung genutzt wird. Da auch die Gemeinde selbst sehr viel Einsatz in diese Maßnahme investierte und auch heute noch investiert, wurde sie im Rahmen des Landeswettbewerbes "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" im Jahre 2004 mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Zur dörflichen Infrastruktur gehören eine gute Breitbandversorgung (DSL), die Landbäckerei F. Giere, die Tischlereien Jahnke und Blumen Eck und eine private Kinderbetreuung. Leussow und der Ortsteil Kavelmoor haben ihren dörflichen Charakter bewahrt.

Gemeinde Lübesse

Die Gemeinde Lübesse besteht aus den Orten Hasenhäge, Ortkrug und Lübesse.
Einwohner 2017: 711 / Fläche: 1.993 ha

Im Gemeindewappen findet sich in der oberen Hälfte das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Marstallgebäude in Ortkrug, das zum Umspannen/Rasten der Pferde der Postkutschen diente und Teil des ehemaligen Domanialhofes war. Teile dieses Domanialhofes sind im Rahmen von Beschäftigungsmaßnahmen, in Zusammenarbeit mit der SUBZ Schwerin, der Öffentlichkeit wieder sichtbar gemacht worden.

Der Ortsname Hasenhäge wurde im 19. Jahrhundert eingeführt und steht für die Chaussee- und Holzwärterwohnungen an der Chaussee von Schwerin nach Ludwigslust. Die Bezeichnung "Hasenhäge" ist von dem so genannten Banzkower Forstreservat übernommen worden, das heißt, Hasenhäge ist ein Flurname, ein so genannter "Forstortsname". Als redendes Zeichen wurde hierfür ein Hase im Wappen dargestellt. Die Farben Rot über Gold sind die der alten Grafschaft Schwerin, worin sich der Ort Lübesse wiederfindet. In der Gemeinde leben z. Zt. rund 720 Einwohner. Der an der L72 verlaufende Radweg und der Radweg nach Uelitz und Mirow, sowie von Hasenhäge nach Banzkow bieten gute Anbindungen an das überregionale Radwegenetz. Darum ist die Gemeinde auch Fördermitglied im ADFC.

Mit dem sanierten Dorfgemeinschaftshaus und der Jugendscheune hat die Dorfgemeinschaft einen Treffpunkt, der die Generationen verbindet. Bei Festen und Feiern findet sich mancher Einwohner oder deren Vorfahre in den Foto-Aufnahmen der Gemeindegalerie wieder. Diese wird durch die Fotogruppe "Taurophot" betreut. In bestimmten Abständen werden auch aktuelle Arbeiten der Gruppe gezeigt.

Ebenso findet hier regelmäßig ein Töpferkurs der Volkshochschule statt. Einige von den "Lübesser Töppertanten" gefertigte Exemplare werden als kleine Präsente durch den Bürgermeister zu Jubiläen überreicht.

Im Dorfgemeinschaftshaus treffen sich auch monatlich die "Aktiven Senioren" der Gemeinde. Hier trifft man sich in gemütlicher Runde und es sind z. B. Radtouren oder Theater- und Konzertbesuche geplant.

Für unsere Jüngsten ist hier am Mittwoch und Freitag der Jugendclub geöffnet. An diesen Nachmittagen verbringen regelmäßig ca. 20 Kinder und Jugendliche ihre Freizeit bei attraktiven Spiel- und Bastelangeboten. Seit dem Verlust der Raststätte in Ortkrug fand der Rommé-Club im Gemeindehaus monatlich seine neue Spielstätte. Im Dachgeschoss befindet sich seit Neuem eine kleine Gemeindebibliothek. Hier können Leseratten kostenlos Bücher ausleihen, sich beim Pläuschchen treffen oder Lesungen lauschen. In der gemeindeeigenen KNEIPP-Kindertagesstätte werden derzeit ca. 50 Kinder betreut. Selbst mit Fertigstellung des Anbaus können nicht alle Betreuungswünsche erfüllt werden. Auf Grund der verkehrsgünstigen Lage und der im Vergleich moderaten Mietpreise für Wohnungen und Häuser hat sich Lübesse zu einem attraktiven Wohnort für junge Familien entwickelt.

Auf einem ehemaligen Stallkomplex (13 Ställe) entstanden in den 1990er-Jahren eine Sportanlage sowie ein Feuerwehr-/Vereinshaus. Hier haben die Freiwillige Feuerwehr und der TSV Lübesse ihr Domizil.
Die 35 Mitglieder des TSV und die Einwohner feierten 2017 das 20-jährige Bestehen des Vereins.
Unsere 72 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sind stolz auf ein gut ausgestattetes Feuerwehrhaus und ihre moderne Technik. 2012 wurde ein TSF-W und 2016 ein neuer MTW an die Kameraden übergeben. Im Ernstfall können zu jeder Tageszeit mindestens 6 Kameraden zum Einsatz ausrücken. Auch Nachwuchsarbeit wird groß geschrieben. So gibt es eine Jugendwehr und die Floriangruppe. 2016 belegte unsere Frauenmannschaft einen 10. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Rostock. Das kulturelle Leben wird durch die Freiwillige Feuerwehr, Sport- und Schützenverein und Interessengemeinschaften geprägt. So finden traditionell ein Oster- und Herbstfeuer sowie das Weihnachtsbaum- Verbrennen statt. Auch die Frauentags- und Maifeiern sind immer sehr gut besucht. Zum Volkstrauertag gedenken wir jährlich der Opfer von Krieg und Gewalt.

Im Jahre 1996 wurde im Bereich Lübesse - Sülte - Uelitz ein Eignungsraum für Windkraftanlagen ausgewiesen. Im Jahre 2000 erfolgte auf Lübesser Territorium der Aufbau der ersten beiden und im Jahre 2005 weiterer 5 Anlagen. Zur Infrastruktur der Gemeinde gehören auch das moderne Wasserwerk des Zweckverbandes Schweriner Umland, der LTE-Mobilfunkturm in Nähe der Autobahn A14 und der Breitband (DSL)-Festnetzausbau. Im Gewerbe-/Industriegebiet haben sich zahlreiche Firmen angesiedelt, die etwa 400 Arbeitsplätze sichern. Die Gemeinde wird durch den Landkreis und das Innenministerium MV bei Maßnahmen der Teilentschuldung unterstützt. Die Verschuldung der Gemeinde resultiert aus der Erschließung des Gewerbe- und Industriegebiets in den 1990er Jahren. Mittels eines gemeindeeigenen Solarparks soll in den kommenden Jahren der restliche Schuldenberg in Höhe von 2,6 Mio. € abgebaut werden.

Gemeinde Lüblow
mit dem Ortsteil Neu Lüblow

Die urkundliche Ersterwähnung Lüblows datiert aus dem Jahre 1246.
Einwohner 2017: 569 / Fläche: 2.142 ha

Im Jahre 1553 wurde in einem Visitationsprotokoll eine Pfarrstelle genannt. Die turmlose Fachwerkkirche steht auf einer Anhöhe und entstand 1738 an der Stelle der alten gotischen Kirche. Im Jahre 1980 wurde nördlich der Kirche ein Glockenstuhl errichtet. Die Glocke, 1778 in Lübeck gegossen, wurde in Wismar um 1885 umgegossen. Im Innern der Kirche schmückt das Gemälde "Christus am Kreuz mit Maria und Johannes" von Theodor Fische(r) den neugotischen Altar.

Die Lehmverbundbauweise und das Bauen mit Klump (Raseneisenstein) wurden ab 1850 mit Entstehen der ersten Ziegelei auch in Lüblow abgelöst. Eine Vielzahl reet- und strohgedeckter Häuser wurden 1932 Ofer eines Großbrandes. Dennoch finden sich heute zahlreiche unter Denkmalschutz stehende Gebäude. Für Lüblow seien genannt: Bäckerstraße 8, 13 und 15, Am Brink 3 und 22, das Spritzenhaus und die Gefallenendenkmäler. Für Neu Lüblow: Büdnerei in der Ludwigsluster Straße 54 und das Gefallenendenkmal 1914/18.

Die Kita befindet sich in Trägerschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes Ludwigslust. In der Kita können bis zu 41 Kinder betreut werden. Nicht nur zu Traditionsfesten bieten die Kinder mit den Erziehern gerne ein kleines Programm.

Im oberen Teil des ehemaligen Schulgebäudes (erbaut 1832) wurde eine Heimatstube eingerichtet. Hier finden sich interessante Exponate, deren Geschichte oftmals mehr als 100 Jahre zurückliegt.

Das in der Nachbarschaft gelegene Multifunktionelle Zentrum mit Saal, Sanitär- und Küchentrakt wurde 2005 im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms rekonstruiert und saniert und bietet auch der Freiwilligen Feuerwehr Lüblow ein Domizil. Im gleichen Gebäude befindet sich der Jugendclub.

Das Dorfleben wird durch die Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr, der Mitglieder des Sportvereins, des Heimatvereins, der Kirchgemeinde, der Volkssolidarität sowie kulturell engagierter Einwohner getragen. Insbesondere der Lüblower Radfahrverein "SV Wanderlust Lüblow e. V." (gegründet 1906) kann auf eine lange Tradition und sportliche Erfolge auf Landes- und Bundesebene verweisen.

Mit der Aufstellung eines Mehrzweckgebäudes für sportliche und kulturelle Zwecke sind auch für den Ortsteil Neu Lüblow bessere Bedingungen geschaffen worden. Die traditionellen Veranstaltungen wie Sportwoche, Kinderfeste in Lüblow und Neu Lüblow, Erntefest mit Umzug, Traditionsfeiern zu Ostern, zum 1. Mai und zum 3. Oktober stellen kulturelle Höhepunkte in der Gemeinde dar.

Gemeinde Rastow

Im Gemeindewappen findet sich das Johanniterkreuz als Hinweis auf den ehemaligen Sitz eines Komturs in Kraak. Die beiden Geweihstangen weisen auf die wald- und wildreiche Gegend und die Ortsteile hin.
Die Farben Rot über Gold sind die der alten Grafschaft Schwerin.
Die urkundliche Ersterwähnung von Rastow datiert vom 23. Juni 1227.
Einwohner 2017: 1.878 / Fläche: 5.166 ha

Gleiches gilt für den Ort Kraak, der seit 1973 ebenso zu Rastow gehört, wie der Ort Pulverhof. Zum 01.01.2005 fusionierte die bis dahin eigenständige Gemeinde Fahrbinde (Ersterwähnung 1333) zur Gemeinde Rastow. In der Gemeinde Rastow leben z. Zt. rund 1.880 Einwohner.

In der "Beschreibung der Ämter" des Bertram Christian von Hoinckhusen (um 1700) finden sich Hinweise, demnach es in Kraak einen Landesherrlichen Hof gab, dorthin die Dörfer Kraak, Hoort und Moraas dienten. Zum Hof in Rastow dienten die Dörfer Rastow, Uelitz und Lübesse. Erwähnung finden die Kraaker Kornmühle (mit 2 Gängen) sowie eine Pulvermühle bei Kraak bzw. in Nähe von Pulverhof. In Kraak gab es zudem ein Jagdhaus/Schloß.

Im Zeitraum von 1992 bis 2004 war Rastow Sitz des Amtes Rastow, das zum 01.01.2005 mit dem Amt Ludwigslust-Land fusionierte. Das ehemalige Amtsgebäude (ursprünglich ein Molkereigebäude) wurde im Jahre 2005 von der Gemeinde Rastow angekauft, und wird nun als Dorfgemeinschaftshaus für Gemeindebibliothek, Polizeistation, Bürgermeisterbüro (alles im Erdgeschoss) und im Keller als Museum für Fototechnik durch den Verein Dunkelkammer Rastow e. V. genutzt. Im Saal finden Sitzungen gemeindlicher Gremien, aber auch Feste von Einwohnern statt. Im Obergeschoss befindet sich eine Zahnarztpraxis. Dazu erfolgten im Jahre 2011 Umbauten und der Anbau eines Fahrstuhls.

Zahlreiche Aufnahmen von Personen und Häusern verdankt die Gemeinde dem Hamburger Fotografen Hans Hartz (1902-1971). Seine Tochter Ursel hat die Erlebnisse der Familie, die von 1943 bis 1949 in Rastow wohnte, in dem Buch "Eintagskücken" festgehalten und so ein wertvolles Zeitdokument geschaffen.

In Fahrbinde wird mittels Gedenktafel an den Plattdeutschen Heimatdichter Felix Stillfried, alias Adolf Brandt, der am 26. September 1851 in Fahrbinde das Licht der Welt erblickte, erinnert. Sein Vater war bis 1860 Lehrer in Fahrbinde und zog dann mit der Familie nach Klein Rogahn. Mit Werken wie z.B. "De Wilhelmshäger Kösteerlüd" und "Dürten Blank" zeigte er sich als Nachfolger Fritz Reuters auf dem Gebiet des niederdeutschen Romans.

Die Gemeinde Rastow verfügt über eine moderne Infrastruktur. Dazu gehören u.a. die drei Feuerwehrhäuser, das Dorfgemeinschaftshaus in Fahrbinde, die Schule in Rastow, mehrere Wohngebiete und das Gewerbegebiet in Fahrbinde; die Kita in Rastow, die Alten- und Pflegeheime der KURSANA-Residenzen in Achterfeld und Pulverhof; Bahnhof; Arzt, Zahnarzt und eine breite Palette handwerklicher Dienstleistungsbetriebe.

Im Bereich des Rastower Lehmbergs, des Kraaker Badesees und am Rande Fahrbindes befinden sich Richtfunktürme und LTE-Mobilfunkanlagen. Die Landwirtschaftsbetriebe sichern im Gemeindegebiet zahlreiche Arbeitsplätze. Drei Biogasanlagen zeugen von der Hinwendung der Landwirtschaft zur Energieerzeugung. In Kraak sind einige Wohnhäuser und das Feuerwehrhaus an eine Biogas-Wärmeleitung angeschlossen. Von überregionaler Bedeutung für Norddeutschland ist der im Kraaker Wald gelegene Erdgas-Untergrundspeicher der e.on-Hanse AG.

Gemeinde Sülstorf

Sülstorf wurde 1217 erstmals urkundlich erwähnt und feierte somit im Jahre 2017 sein 800-jähriges Bestehen.
Einwohner 2017: 842 / Fläche: 1.863 ha

Der Lindenzweig im Gemeindewappen, das die Gemeinde seit dem 13. November 2000 trägt, soll einerseits auf die waldreiche Gegend und andererseits von der Blattzahl her auf die drei heutigen Ortsteile (Boldela, Sülstorf, Sülte) hinweisen. Sülstorf gehörte früher zur Johanniterkomturei in Kraak. Dafür steht im Wappen das Malteserkreuz. Bis 1315 hatte in Sülstorf der Komtur des Johanniterordens seinen Sitz.

Die Farben des Wappens nehmen Bezug auf die ehemalige Grafschaft Schwerin. In der "Beschreibung der Ämter" des Bertram Christian von Hoinckhusen (um 1700) finden sich verschiedene Hinweise zu den Orten. So war in Boldela ein landesherrlicher Hof, dahin die Dörfer Lehmkuhlen, Holthusen und Sülstorf dienten.
Zu den Dörfern, die nicht in Hufe gelegt sind, wurde Sülte aufgezählt. Zur Sülstorfer Kirche waren Boldela, Sülstorf und Hoort eingepfarrt. In Kraak befand sich eine Tochterkirche von Sülstorf. Die Kapelle (Kirche) in Sülte war eine Tochterkirche von Uelitz. Auf einer Karte (1882/Ausgabe 1941) ist noch in Nähe des rechten Ortsausgangs von Sülstorf in Richtung Sülte eine Mühle eingezeichnet.

Am 26.11.1979 vernichtete ein Feuer die Sülstorfer Kirche. Im Jahre 1984 konnte die Kirche, allerdings noch ohne Turm, neu aufgebaut und wieder geweiht werden. Daher war es im Jahre 2003 ein besonderer Höhepunkt für die Dorfgemeinschaft, als der neue hölzerne Kirchturm mit zwei neuen Glocken versehen, das Bild endlich wieder komplettierte. Liebevoll gepflegt wird von der Gemeinde Sülstorf der feldseitig am Bahnhof gelegene Ehrenfriedhof für die dort im April 1945 verstorbenen KZ-Häftlinge eines fehlgeleiteten Evakuierungszuges des KZ Neuengamme, der am 26. April 1945 zum KZ Wöbbelin weiterbeordert wurde.

Sowohl die Feuerwehren der drei Dörfer, der Sportclub in Sülte, der Karnevalclub, der Kirchenchor, sowie Angel- und Reitverein und die Jagdgenossenschaft und andere in den Dörfern Aktive sind Träger des gesellschaftlichen Lebens. Die Kindertagesstätte "Sonnenblume" in Sülstorf wurde im Jahre 2005 modernisiert und befindet sich seit dem Jahre 2006 in Trägerschaft des DRK Kreisverbandes Ludwigslust e. V. Auf dem Dach hat die Gemeinde eine Photovoltaikanlage errichtet. Die Stromeinspeisung kommt der Kita zu gute.

Die Agp Lübesse hat ihren Technikstützpunkt nach Sülte verlagert und betreibt in Sülte die im Jahre 2011 umfangreich sanierte und erweiterte Kartoffelhalle, in der nicht nur die aus eigenem Anbau gewonnenen Erdäpfel für den Groß- und Einzelhandel aufgearbeitet, gelagert und verpackt werden. Der Zwiebelanbau wurde erweitert und der Spargelanbau reduziert.

Auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien gibt es auch in der Gemeinde Sülstorf einen Solarpark auf einer Fläche von rund 20 Hektar. Eine weitere Konversionsfläche nahe Sülte befindet sich in Vorbereitung. Die Gemeinde ist Mitglied im kommunalen Anteilseignerverband der WEMAG und der Norddeutschen Energiegemeinschaft e.G. Im Windeignungsgebiet bei Sülte sollen durch Repowering Möglichkeiten für die Errichtung neuer Windkraftanlagen geschaffen werden. Mit einem eigenen Standort einer Windkraftanlage ist die Gemeinde am Muster-Windparkprojekt Alt Zachun beteiligt.

In der Gemeinde Sülstorf mit den Ortsteilen Boldela und Sülte wurden in den letzten 25 Jahren 130 neue Eigenheime errichtet. Im Rahmen der Abrundungssatzungen finden sich noch einige Baumöglichkeiten.

Die Gewerbefläche der ehemaligen Norddeutschen Wohnwelt wird heute für die Pferdezucht genutzt.

In den Jahren 2006 - 2008 erfolgte der Anschluss der Dörfer an die zentrale Ortsentwässerung, mit der Überleitung des Abwassers zum Klärwerk zwischen Rastow und Uelitz.

Gemeinde Uelitz

Uelitz ist erstmalig 1218 in einer Urkunde nachweisbar, mit der die Grafen von Schwerin das Dorf an das Zisterzienserkloster Reinfeld in Holstein verkauften. Erst durch die Reformation im 16. Jahrhundert gelangte Uelitz in den unmittelbaren Herrschaftsbereich der mecklenburgischen Herzöge zurück und wurde in das herzogliche Domanium eingegliedert.
Einwohner 2017: 435 / Fläche: 2.351 ha

Das seit dem Jahr 2000 von der Gemeinde geführte Wappen nimmt darauf Bezug: Die Farben gelb-rot stehen für die alte Grafschaft Schwerin und der geschächtete Schrägbalken für die Zisterzienser.

Das Flügelkreuz erinnert an eine inzwischen leider nicht mehr vorhandene Windmühle aus dem 19. Jahrhundert. Der Wetterhahn symbolisiert die Dorfkirche, deren neugotischer Turm die von Linden umstandene Dorfmitte überragt. Das Pfarrhaus-Ensemble aus den Jahren nach 1786 und die barocke Kirche sind die historisch bedeutendsten Bauten des Dorfes. Insbesondere die kostbare Deckenmalerei in der Kirche aus dem Jahr 1750, die die Regierung Herzog Christian II. Ludwigs von Mecklenburg verherrlicht, ist in der Kunst- und Kulturgeschichte Norddeutschlands einmalig. Die mittelalterliche Kirchenglocke zählt zu den Ältesten Mecklenburgs.

Uelitz prägte über Jahrhunderte die Struktur eines mecklenburgischen Bauerndorfes. Das Dorf besaß zwölf Gehöfte, deren Anlage um die Kirche herum auch heute noch zu erkennen ist. Im 19. Jahrhundert wurden über 50 Häuslereien errichtet, die letzte in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Nach der politischen Wende 1990 wurde die Bauentwicklung durch die Ausweisung eines Baugebietes und weiterer Bauplätze im Rahmen der Abrundungssatzung befördert. Dabei ist sowohl die Integration des Gebietes in ein harmonisches Dorfgepräge gelungen als auch das Zusammenwachsen neuer und alter Dorfbewohner zu einer Gemeinschaft. Mitte 2017 wohnten 435 Einwohner in Uelitz.

Uelitz, westlich der Lewitz, zwischen den ehemaligen großherzoglichen Residenzorten der heutigen Landeshauptstadt Schwerin und der Kreisstadt Ludwigslust gelegen, hat sich über die Zeit das Gepräge eines gewachsenen Dorfes bewahren können.

Im Zuge des in den Jahren 2005 bis 2014 durchgeführten Bodenordnungsverfahrens wurden in der Gemeinde deutliche Verbesserungen in der Verkehrsinfrastruktur durch Straßen- und Gehwegebaumaßnahmen erreicht, wieder Feldwege mit begleitenden Heckenanpflanzungen in der Gemarkung angelegt und insbesondere eine Bereinigung der Grundstücksflächen erreicht.

Ende 2005 sind die ersten Windenergieanlagen im Bebauungsgebiet "Windpark Uelitz" in Betrieb genommen worden, seit Mitte 2006 laufen in diesem insgesamt neun Anlagen. Die Gemeinde bemüht sich zudem um Ausweisung weiterer Windenergiestandorte, um auf diesen durch eine kommunale Windenergiegesellschaft neue Windkraftanlagen errichten und betreiben zu lassen.

Das soziale Leben im Dorf wird neben der Freiwilligen Feuerwehr, der Kirchgemeinde und vom Kreativ-Treff unter Leitung von Frau Karin Ihde sowie durch Aktivitäten, die von der Gemeinde initiiert werden, gestaltet. Derzeit werden mit Elan die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr "800 Jahre Uelitz" in 2018 getroffen.

Gemeinde Warlow

Warlow wurde im Jahre 1277 erstmalig erwähnt und liegt am Rande der s.g. "Griesen Gegend", westlich von Ludwigslust. Die in ihrer Ursprünglichkeit erhaltenen breiten Straßen mit ihren mächtigen Linden und zahlreiche unter Denkmalschutz stehende Häuser - auch mit Raseneisenstein - prägen das Dorfbild.
Einwohner 2017: 481 / Fläche: 1.385 ha

Die Rekonstruktion der ehemaligen Schule in ihrem ursprünglichen architektonischen Stil, sichert heute eine allgemeine und vielfältige Nutzung.

Die Gemeinde ist Träger der Kindertagesstätte im Dorf. Hier können zur Zeit 10 Krippenkinder, 20 Kinder im Kita-Bereich und 12 Kinder im Hortbereich, betreut werden.

Die Freiwillige Feuerwehr beging 2016 ihr 80. Gründungsjubiläum und hatte per 31.12.2016 = 98 Mitglieder. Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrmitglieder bestätigt ein hohes Niveau. Die Freiwillige Feuerwehr ist verlässlicher Garant in Sachen Brandschutz und der Ausrichtung und Unterstützung gemeindlicher Aktivitäten und Veranstaltungen. Die Nachwuchsarbeit beginnt bereits mit der "Floriangruppe" und die Mitglieder der Jugendwehr bringen sich z.B. mit plattdeutschem Jugendtheater auch erfolgreich in das kulturelle Leben des Dorfes ein.

Der betreute Jugendclub ist im Obergeschoss der ehemaligen Schule untergebracht und bietet gute Voraussetzungen für die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen auf kulturellem und sportlichem Gebiet. Die Jugendlichen bringen sich gerne in Vorbereitung und Gestaltung dörflicher Höhepunkte ein.

Zur Traditionspflege wurden im Dorf ein historischer Steinbackofen mit Backhaus und ein Ziehbrunnen (Sod) errichtet, ein beliebter Treffpunkt für Feierlichkeiten der Dorfbewohner und deren Gäste. Ob Freiwillige Feuerwehr, der Warlower Plattdeutschclub Richard Giese e. V., Kirchgemeinde, Ortsgruppe der Volkssolidarität und der Warlower Sportverein mit den Sektionen Fußball, Volleyball und Tischtennis. Ob "Faslam", die Dorfweihnachtsfeier", "Plattdeutsche Nachmittage" und Klönsnakveranstaltungen oder Fußballturniere, das Dorfleben pulsiert und ist reichhaltig.

Hierzu drei Beispiele:

Im Jahre 2015 war Warlow Mit-Schauplatz für eine Folge der beliebten Serie "Polizeiruf 110" in dem die Kommissare Bukow und König aus Rostock, alias Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau, ermitteln.
Unter Initiative des Dorfvereins gelang es im Jahre 2016 mit 333 Meter Länge die längste Kaffeetafel Mecklenburg-Vorpommerns mit 300 Kuchen und Torten sowie 667 Kaffeetrinkern, aufzubauen. Und im Mai 2017 stand das Dorffest unter dem Motto "I love Rock'n Roll".

Aktuelle Veranstaltungen finden sich auf der Homepage des Dorfvereins: www.dorfverein-warlow.de und im Gemeindeblatt des Amtes.

Seit der politischen Wende im Jahre 1989 sind in Warlow insgesamt 42 neue Wohnhäuser errichtet worden. Für Bauwillige stehen weitere attraktive und erschwingliche Bauplätze zur Verfügung. In Entwicklung befindet sich das B-Plangebiet "Braudscher Weg" mit 10 Bauplätzen in naturnaher Ortsrandlage.

Im Rahmen des im Jahre 2009 begonnenen und mittlerweile abgeschlossenen Bodenordnungsverfahrens, konnten zahlreiche Investitionen über die s.g. Dorferneuerung und des ländlichen Wegebaus m.H. von Fördermitteln, realisiert werden. Als aktuelle Beispiele seien der Bauernweg 1 und 2 im Jahre 2016 genannt.

Der Lückenschluss des Radweges zwischen Kummer und Warlow ist im Jahr 2017 vorgesehen. Aber auch ein Radweg von Warlow nach Picher ist wünschenswert.

Warlow ist ein junges Dorf. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen ist im Verhältnis zu Nachbargemeinden höher. Besuchen Sie Warlow, erleben Sie ein sehens- und lebenswertes Dorf!

Gemeinde Wöbbelin
mit Ortsteil Dreenkrögen

Wöbbelin, am Rande des Landschaftsschutzgebietes Lewitz gelegen, wurde erstmalig im Jahre 1333 als "Wopelyn" erwähnt und gehörte 1407 zum Amt Neustadt Glewe. Im Jahre 1618 wird Wöbbelin während des 30-jährigen Krieges teilweise verwüstet und 1621 als Domanialdorf dem Herzogtum Mecklenburg-Schwerin eingegliedert.
Einwohner 2017: 917 / Fläche: 2.351 ha

Die Wöbbeliner Kirche wurde 1879 im neugotischen Stil errichtet. Beeindruckend ist das Altarbild "Christus am Kreuz". Es wurde 1879 von Clara Oenicke (1879) erstellt. Aus dem gleichen Jahr stammen die Orgel von Friedrich Friese III. und zwei Glocken mit den Inschriften "Die Ehre Gottes preis ich" und "Ich rufe zu Gott". Die Kirche mit Kirchenmauer und der Friedhof mit der Friedhofsmauer stehen unter Denkmalschutz.

In Dreenkrögen sind u.a. denkmalgeschützt: Büdnerei (Am Forsthof 4); das Forstgehöft mit Wohnhaus und Scheune; Wohn- bzw. Hallenhaus der Grundstücke Lüblower Straße 1, 14a und 16 sowie die Gefallenendenkmäler 1914/18 und 1939/45 im Bereich Straße des Friedens/Friedhof.

Zwischen den Residenzstädten Ludwigslust und Schwerin gelegen, erreichte Wöbbelin als Begräbnisort des gegen die napoleonische Herrschaft kämpfenden Dichters Theodor Körner nationale Bekanntheit. Das Begräbnis fand am 26. August 1813 statt. Das Grabdenkmal Körners wurde nach Plänen des Architekten Thormeyer errichtet und 1814 geweiht. Später wurden in Wöbbelin auch sein Vater Christian Gottfried, die Mutter Maria Wilhelmine, sowie seine Schwester Emma und die Tante Dora Stock beigesetzt. 2013 findet sich daher der 200. Todestag des Körners.

Die heutige Mahn- und Gedenkstätte Wöbbelin widmet einen Teil ihrer Ausstellung diesen historischen Ereignissen und spannt den Bogen zu der Darstellung der jüngeren Vergangenheit. Im Jahre 1945 entstand in den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges an der Straße nach Ludwigslust hin gelegen ein Außenlager des KZ Neuengamme. Nach der Befreiung durch amerikanische Truppen am 2. Mai 1945 fanden viele Opfer dieses Lagers ihre letzte Ruhestätte im Park der heutigen Körner-Gedenkstätte.

Beginnend mit DDR-Zeiten war Wöbbelin von 1952-2005 Standort einer Sendeanlage für den Mittelwellenrundfunk. Als Antennenanlage dienten zwei je 120 Meter hohe Sendemasten, die 1990 nochmals erneuert und mittlerweile abgerissen wurden. Die 150 Beschäftigten der Sendeanlage wohnten überwiegend in der nahen Funkamtssiedlung, bestehend aus 9 Wohnblöcken á 5 Wohnungen. Die größten ortsansässigen Betriebe sind heute das UFAT-Bildungswerk e. V. und die Denissen Landwirtschafts GmbH & Co.KG.

In der Gemeinde leben heute rund 910 Einwohner. Der moderne Schulkomplex wurde in den Jahren 1994 - 1997 errichtet und dient der Beschulung von Grundschülern aus Wöbbelin und benachbarten Gemeinden.

Die Kita befindet sich in Trägerschaft der AWO Ludwigslust, die auch die Betreuung des Jugendklubs durchführt. Träger des Gemeindelebens sind insbesondere die Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr, der Kirchgemeinde, des Sportvereins, des Vereins der Mahn- und Gedenkstätten, und der Volkssolidarität sowie engagierter Einwohner. Interessierte finden u.a. noch idyllische Bauplätze im Wohngebiet "Achtern Knick". Bei Dreenkrögen lädt im Sommer ein Badesee mit Minicamping zum Verweilen ein.