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Zemitz

Im Jahre 1504 erstmals urkundlich erwähnt, liegt Zemitz etwa sieben Kilometer südlich von Wolgast. Im Osten grenzt die Gemeinde an den Peenestrom. Durch das Gemeindegebiet fließt der Brebowbach zum Peenestrom. Südöstlich von Zemitz liegt die höchste Erhebung im Gemeindegebiet, der 43 m ü. NHN hohe Rauhe Berg. Im Jahre 1777 wurde Zemitz als adliges Dorf bezeichnet. Sehenswert ist die Dorfkirche aus dem Jahre 1913. Östlich des Ortes in der Gemarkung gibt es viele ur- und frühgeschichtliche Bodenfunde, etwa ein vorgeschichtlicher Grabhügel. Der Ort ist von allen Seiten mit Wald umgeben und lädt zu erholsamen Spaziergängen und Radfahrten ein.

Nur 5 Minuten ist es bis zum nächsten Ortsteil Seckeritz. Der Ort wurde 1319 gegründet. Auf alten Flurkarten kann man noch einen Turmbau aus dem Jahre 1329 erkennen, der von Wasser umgeben war, jedoch existieren keine Überreste mehr hiervon. Von 1369 bis 1833 war das Rittergut im Besitz der Familie von Lepel. Zum Gut gehörte auch hier ein Herrenhaus, bedingt durch den schlechten baulichen Zustand wurde es jedoch 1965 abgerissen. Das Dorf ist ein typisches Gutsdorf mit dem dominanten Gut und der Landarbeiterkatenzeile etwas abgesetzt von ersterem. Diese deutliche Struktur ist noch heute erkennbar, wenn auch nach 1945 ein Wohnplatz des Dorfes mit Siedlungshäusern an der Straße Hohensee - Lassan (L 26) entstand.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsteils Hohensee lässt sich für das Jahr 1451 nachweisen. Der Name ist angeleitet von dem kleinen See, an dem dieser Ort liegt. Bis in das 19. Jahrhundert blieb das Gut Hohensee in Familienbesitz mit wechselnder Erbfolge. Ein Großfeuer vernichtete im Jahre 1926 das Schloss. Der Wiederaufbau erfolgte in kürzester Zeit, jedoch wahrscheinlich durch Brandstiftung ging das Schloss 1945 erneut in Flammen auf und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Als letztes Überbleibsel kann man die Gutsschmiede besichtigen, in der in dritter Generation heute noch gearbeitet wird.

In Richtung Osten, am Peenestrom gelegen, finden Sie den Ort Negenmark. Der Ort wurde 1707 gegründet und urkundlich genannt. Der Ort gehörte als Pertinenz zum Gut Hohensee. Negenmark ist heute ein kleiner Ort mit wenigen Gebäuden am Ufer des Peenestroms und hat einen kleinen Bootshafen. In einem der wenigen Häuser wohnt eine Familie, die heute noch traditionell das Fischereihandwerk betreibt.

In Bauer, erste urkundliche Erwähnung 1320, befindet sich das einzige Gutshaus der Gemeinde. Es wurde in den vergangenen Jahren privat aufwendig und liebevoll saniert. Durch eine direkt davor befindliche herrliche Lindenallee kommt man zu diesem im klassizistischen Baustil errichteten Gebäude.

Der Ortsteil Wehrland wird 1626 erstmals als Lepelscher Besitz erwähnt. In Richtung des Rauen Berges und der Wüstung Weiblitz entwickelte sich der Ort nach 1945 durch die Bodenreformsiedlungen beträchtlich. Das Pertinenzgut wurde mit den LPG-Bauten überbaut und ist nur noch in Form und Struktur zu erkennen. Wunderschön und ansehenswert ist die alte Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert mit dem Glockenstuhl auf dem Friedhof. Sie liegt direkt am Wanderweg zum Bauerberg. Hier befindet sich der Stein des Riesen, der ihn im Streit vom Gnitz über die Peene warf. Gut sind noch die Fingerabdrücke zu erkennen. Wehrland ist auch bekannt durch seine Hünengräber, die jährlich von vielen Besuchern aufgesucht werden.