

Stadt
Telgte
02504/13-0
02504/13-228
www.telgte.de
rathaus@telgte.de
| Einwohner: | ca. 19.528 | |
| Fläche in km²: | 90,0 | |
| Einwohnerdichte (Ew./km²): | 217 | |
| Höhe ü. NHN in m.: | 54 | |
| Stadtteile: | 4 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WAF |
Kreis: Warendorf
Regierungsbezirk: Münster
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die etwa 12 km östlich von Münster gelegene Stadt Telgte gehört zu den ältesten Orten des Münsterlandes. Die Stadt ist bekannt als Wallfahrtsort (große Marienwallfahrt - Telgter Wallfahrt) und durch eine Novelle von Literaturnobelpreisträger Günter Grass ("Das Treffen in Telgte"). Telgte ist zudem eine der wenigen Städte auf der Welt, der eine eigene Oper ("Das Treffen in Telgte") gewidmet wurde, die 2005 uraufgeführt worden ist. Telgte, das erst Telgoth, dann Telget und schließlich Telgte hieß, verdankt seinen Ursprung einer Emsfurt, an der sich bedeutende Handelswege trafen. Es liegt nahe, dass sich an diesem Platz schon früh Siedler niederließen und zu Beginn des 9. Jahrhunderts eine Pfarrkirche errichteten. Von dieser Kirche und zwei Haupthöfen (Frankenfurth und Telgoth) ging in der Folgezeit die weitere Siedlung aus. Im Jahre 1238 erhielt Telgte die Stadterhebungsurkunde vom damaligen Bischof Ludolf von Holte.
Propsteikirche St. Clemens (1522), Wallfahrtskapelle (1657) mit dem Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes (um 1370); Haus Herrenstraße 7 (spätes 17. Jh.), Haus Königstraße 35 (im Kern 1500), Haus Markt 4 (1778), Haus Ritterstraße 2 (um 1600), Haus Ritterstraße 4 (1625), Haus Steinstraße 4 (Speicher, um 1500), Knickenberghaus (1820), Chrisoph-Bernsmeyer-Haus (die ehmalige "Große Getreidemühle"), Haus Langen (mittelalterliche Burganlage mit Doppelmühle im Ortsteil Westbevern); Pfarrkirche Ss. Cornelius und Cyprianus (1898); Skulpturen in Telgte: Stadtausrufer, Mythologischer Brunnen, Wagenmacher, Drechsler, Marder, Kröte, Holzschuhe, Pferdekopf, Eidechse, Eule, Melchior, Telgenbrunnen; Denkmal des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen (1606 - 1678); Dümmert-Park mit dem "Judas-Kuss" (Doppelplastik des Telgter Künstlers Hans Dinnendahl); Fischtreppe; Marienlinde; Jüdischer Friedhof; Kreisverkehr mit roter Skulptur (Telge).
Kulturbüro der Stadt (niveauvolles und ansprechendes Kulturprogramm; Kutschenwallfahrt, Straßen-Theater-Tage); Bürgerhaus Telgte (Kultur- und Tagungszentrum; Theater, Kabarett, Lesungen, Vorträge, Musikveranstaltungen); Museen: Museum Heimathaus Münsterland mit dem 1994 gebauten Krippenmuseum (Schwerpunkte: religiöse Alltags- und Festkultur in Westfalen vom 16. Jh. bis zur Gegenwart; Geschichte des Handwerks im Münsterland; Krippenausstellungen, Sonderausstellungen; wertvollstes Stück der Museumssammlung: das Telgter Hungertuch von 1623); Kornbrennerei-Museum (Führungen) mit Galerie im zweiten Stock des Museums; Musikschule; Volkshochschule; Stadtbücherei und Stadtarchiv.
Gut ausgebaute Rad- und Wanderwege; Freibad; Tennisplätze; Tennishallen; Turn-, Sport- und Gymnastikhallen; Sportplätze; Golfclub "Gut Hahues"; Trimmpfad; Naherholungsgebiet Klatenberg (400 ha) mit umfangreichem Wander- und Reitwegenetz; Naherholungsgebiet Emsaue (50 ha) am Stadtrand von Telgte mit Naturlehrpfad; Motor- und Segelflugplatz; Schutz- und Wanderhütte "Zur Fledermaus"; Festwiese mit Dorfspeicher; Bootfahren auf Ems und Bever.
Campingplatz, Wohnmobilstellplätze; Hotels; Privatunterkünfte; Ferienwohnungen; Restaurants und Gasthäuser.
Die damalige wirtschaftliche und soziale Struktur des Amtsbezirks war geprägt von Landwirtschaft, Handwerk u. Handel. Im Handwerk war seit altersher die Textilproduktion (Tuchmacherei, Strumpf- u. Leinenweberei) von Bedeutung. Einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor bildeten auch zahlreiche Kram-, Vieh- und Jahrmärkte, von denen sich der seit 1616 bestehende Mariä-Geburtsmarkt bis heute erhalten hat. Die heutige Struktur der niedergelassenen Unternehmen ist prägend für Telgte. Ungefähr 90 % der Arbeitnehmer sind im verarbeitenden Gewerbe, im Dienstleistungssektor oder im Bereich Handel u. Verkehr beschäftigt. Unternehmen wie die international tätige Winkhaus Holding (Fenster- u. Türtechnik, Automation), die Fa. Münstermann (Maschinen- u. Apparatebau) oder die beiden am Ort befindlichen Kliniken, das St. Rochus-Hospital und die Geriatrische Klinik für Rehabilitation Maria Frieden, stehen exemplarisch für innovative, den Erfordernissen der Zeit angepasste Arbeits- u. Dienstleistungen.