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Die Mitgliedsgemeinden

Gemeinde Crostwitz
Gmejna Chróscicy

Die Gemeinde Crostwitz nimmt eine Fläche von 13 km² ein. Sie grenzt im Osten an den Landkreis Bautzen. In den zur Gemeinde gehörenden Ortschaften Caseritz, Crostwitz, Horka, Kopschin, Nucknitz und Prautitz wohnen insgesamt ca. 1.040 Bürger.

Über 90 % der Einwohner sind zweisprachig. Die sorbische Sprache ist im täglichen Leben der Einwohner allgegenwärtig. Sowohl im Kindergarten als auch in der Schule wird sie als Umgangssprache und Unterrichtssprache genutzt. Zu festlichen Gelegenheiten kann man viele Frauen und Mädchen in sorbischen Trachten erblicken. Von einigen wenigen älteren Frauen werden die Trachten noch täglich getragen. Die Bürger pflegen ein ausgeprägtes Vereinsleben. Dafür steht ihnen unter anderem eine moderne Mehrzweckhalle mit 500 Sitzplätzen in Crostwitz zur Verfügung. Alle zwei Jahre findet im Ort ein vielbeachtetes internationales Folklorefestival statt. Für die einzelnen Veranstaltungen werden überwiegend die im Dorf vorhandenen Bauernhöfegenutzt.

Crostwitz wurde im Jahre 1225 erstmals urkundlich erwähnt. Eine der ersten christlichen Kirchgemeinden der Umgebung entstand hier. Der Bau der heutigen spätbarocken Pfarrkirche "St. Simon und Judas" erfolgte in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. In unmittelbarer Nähe des Pfarrgrundstückes konnte im Jahre 2002 ein neu errichtetes sorbisches Altenpflegeheim seiner Bestimmung übergeben werden. Im Dorf können die Bürger Einkaufsmöglichkeiten, attraktive Arztpraxen, zwei Gaststätten sowie Sportanlagen nutzen. Außerdem befindet sich in Crostwitz das Büro des ehrenamtlich tätigen Bürgermeisters.

Am Ortsrand von Crostwitz erinnert eine Gedenkstätte an die letzten Kriegstage im Jahre 1945, als hier sehr viele Soldaten der 2. Polnischen Armee ihr Leben verloren. Der Ortsteil Horka, auf einem Höhenzug gelegen, war in der Vergangenheit umgeben von mehreren Granitsteinbrüchen. Verblieben sind sechs Restlöcher, von denen das größte mit einer Wasserfläche von 3,7 ha und einer Wassertiefe von 35 m heute als Tauchgewässer genutzt wird.

Ca. 1,4 Kilometer südlich von Crostwitz gelegen befindet sich die Kopschiner Schanze, eine alte slawische Burganlage, welche heute als bewaldeter Hügel in Erscheinung tritt. Die Schanze wird auch für Veranstaltungen genutzt. Im Jahr 1936 wurde auf dem Burgwall ein sorbisches Studententreffen mit dem Laienspiel "Paliwaka" veranstaltet. Als Manifestation des sorbischen Überlebenswillens wurde es von nationalsozialistischen Gruppierungen in seiner Durchführung gestört. Um die Schanze herum lädt die Auenlandschaft der Satkula (Kleinhänchener Wasser) zum Verweilen ein.

www.crostwitz.de

Gemeinde Nebelschütz
Gmejna Njebjelcicy

Die Gemeinde Nebelschütz grenzt im Westen an die Stadt Kamenz. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Dürrwicknitz, Miltitz, Nebelschütz, Piskowitz und Wendischbaselitz. Sie umfassen ein Territorium von 22,9 km². Die Einwohnerzahl liegt bei ca. 1.180. Etwa zwei Drittel der Bürger sind sorbischsprachig.

Nebelschütz wurde im Jahre 1304 im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters St. Marienstern erstmals urkundlich erwähnt. Die Mehrzahl der Ortschaften war über Jahrhunderte mit dem Kloster politisch und wirtschaftlich eng verflochten. Lediglich in Piskowitz existierte ein Rittergut, welches im Laufe seiner Geschichte mehrmals den Eigentümer wechselte. Heute zählen das ehemalige Herrenhaus und der zugehörige Park u. a. zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde.

Empfehlenswerte Ausflugsziele sind weiterhin die im Jahre 1743 erbaute barocke Pfarrkirche "St. Martin" in Nebelschütz sowie das Gemeindezentrum, die Dorfkapelle in Piskowitz, der sogenannte "Miltitzer Frosch" - ein beeindruckender Granitfindling in Miltitz. Typische Lausitzer Fachwerkarchitektur zeigen das "Wendentor" und das "Heldhaus" in Nebelschütz und der Töpferhof in Dürrwicknitz, welche für Übernachtungen und Veranstaltungen genutzt werden. Der "KRABAT-Stein" im Ortsteil Miltitz ist Austragungsort der jährlich stattfinden Bildhauerwerkstatt und ermöglicht tiefe Einblicke in Kunst und Kultur. Die 2015 neu erbaute Sorbische Kindertagesstätte "Jan Skala - Bunte Steinchen" ist ein besonderes Kleinod in der Gemeinde.

Die Dorfgemeinschaften bestanden in der Vergangenheit vor allem aus Bauern, Kleinbauern und Häuslern, die in den umliegenden Ziegeleien, Steinbrüchen und einem Schamottewerk ihr tägliches Brot verdienten. Heute finden die Einwohner Arbeit überwiegend in den vielen ortsansässigen Gewerbebetrieben und in der benachbarten Stadt Kamenz sowie in ganz Deutschland.

An der S 100 Kamenz - Bautzen und der S 102 - dem Autobahnzubringer - liegt das Industrie- und Gewerbegebiet "Am Krabatstein". An diesem Standort ist derzeitig ein Bio-Solar-Energiepark im Aufbau und andere Gewerbebetriebe sind angesiedelt.

In Miltitz befindet sich der Sitz des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen e.V. und der Sitz des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum e.V.. Beide leisten seit der politischen Wende im Landkreis und darüber hinaus umfangreiche gemeinnützige soziale Arbeit und wirtschaftliche Aufbauhilfe.

Seit mehreren Jahren pflegt die Gemeinde Nebelschütz partnerschaftliche Beziehungen zu Kommunen in verschiedenen Ländern. Zwischen ortsansässigen Vereinen und den Vereinen in den Partnergemeinden werden intensiv Kontakte gepflegt. Für seine regelmäßig stattfindenden Internationalen Gemeindefeste, Jugendfestivale und - Workshops ist Nebelschütz inzwischen weit über die Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus bekannt. In der Gemeinde werden große Anstrengungen unternommen, um sie "enkeltauglich", unter ökologischen Gesichtspunkten zu qualifizieren und für die Zukunft gut aufzustellen!

Dies belegen viele Auszeichnungen, wie z. B.: der Europäische Dorferneuerungspreis, den die Gemeinde 2008 erhielt oder der Titel "Sächsischer Landessieger" beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" 2006.

www.nebelschuetz.de

Gemeinde Panschwitz-Kuckau
Gmejna Pancicy-Kukow

Im Süden des Verwaltungsverbandes "Am Klosterwasser", an der Staatsstraße zwischen den Städten Bautzen und Kamenz, liegt die Gemeinde Panschwitz-Kuckau, mit ca. 2.100 Einwohnern die bevölkerungsstärkste der 5 Mitgliedsgemeinden. Ihr gehören 14 Ortschaften an: Alte Ziegelscheune, Cannewitz, Glaubnitz, Jauer, Kaschwitz, Kuckau, Lehndorf, Neustädtel, Ostro, Panschwitz, Säuritz, Schweinerden, Siebitz und Tschaschwitz. Panschwitz-Kuckau ist nicht nur Hauptort der gleichnamigen Gemeinde, sondern auch die größte Ansiedlung innerhalb des Verwaltungsverbandes "Am Klosterwasser". Hier befindet sich der Sitz der Verbandsverwaltung. Umfangreiche infrastrukturelle Einrichtungen stehen den Bürgern zur Verfügung: zwei Kindergärten, Grundschule, mehrere Arztpraxen, Apotheke, verschiedene Verkaufsstellen, eine Bankfiliale, Tankstelle usw. Im Süden grenzt das Gemeindeterritorium an die Autobahn A 4.

Bekanntheit erlangte Panschwitz-Kuckau vor allem durch die hier im Jahre 1248 gestiftete Zisterzienserinnenabtei St. Marienstern. Sie gehört zu den wenigen Klöstern in Deutschland, die seit der Gründung im Mittelalter ohne Unterbrechung ein- und derselben Bestimmung dienen. Die Abtei St. Marienstern ist Träger einer Einrichtung für geistig Behinderte mit Wohnheimen (104 Plätze), Werkstatt (116 Plätze) und Schule (25 Plätze) und somit größter Arbeitgeber in der Region. Nach dem Kloster ist auch der Fluss benannt, welcher mit seinen Nebenarmen von Norden nach Süden die Gemeinden des Verwaltungsverbandes "Am Klosterwasser" verbindet.

Außer der weitläufigen Klosteranlage sollten Gäste eine weitere erstrangige touristische Sehenswürdigkeit besuchen: die Ostroer Schanze. Dieser Burgwall, nahe der Ortschaft Ostro, erinnert an die Zeit der Völkerwanderung, als im 6. Jahrhundert die Sorben in die Lausitz gelangt sind. Sie errichteten hier eine ihrer bedeutendsten Wehranlagen, die auch heute noch einen imposanten Eindruck hinterlässt.

Ostro ist außerdem mit Pfarrkirche und Pfarrei "St. Benno" Sitz einer katholischen Kirchgemeinde, der unter anderem mehrere Dörfer der Gemeinde Panschwitz-Kuckau zugeordnet sind.

www.panschwitz-kuckau.de

Gemeinde Räckelwitz
Gmejna Worklecy

Die zweisprachige Gemeinde Räckelwitz liegt mitten im Territorium des Verwaltungsverbandes "Am Klosterwasser", umgeben von den vier weiteren Mitgliedsgemeinden.

Zur heutigen politischen Gemeinde gehören die Ortschaften Dreihäuser, Höflein, Neudörfel, Räckelwitz, Schmeckwitz, Sommerluga und Teichhäuser mit einer Gesamtfläche von 11,5 km². Ca. 1.100 Einwohner haben hier ihre Heimat. Die Mehrzahl der Einwohner ist zweisprachig sorbisch-deutsch.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf Räckelwitz im Jahre 1280 als "Rokolewicz". Nachweislich seit 1304 befand sich hier ein Rittergut. Die letzte Eigentümerin, Gräfin Monika von Stolberg, vermachte ihren Besitz dem Malteserorden. Im Zeitraum von 1903 bis 2000 befand sich im ehemaligen Herrenhaus ein Krankenhaus. In der Entbindungsstation erblickten in diesem Zeitraum jährlich etwa 1.000 Kinder aus der gesamten Region das Licht der Welt.

Räckelwitz war auch der Geburtsort von Michal Hórnik. Dieser sorbische Geistliche und Literat gehörte zu den zentralen Gestalten des sorbischen Kulturlebens in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Räckelwitzer Grund- und Oberschule trägt heute seinen Namen. Von den Bürgern wurde dem berühmtesten Sohn des Dorfes im Jahre 1956 ein Denkmal errichtet.

In Räckelwitz als zentralem Ort der gleichnamigen Gemeinde befinden sich neben der Grund- und Oberschule weitere wichtige infrastrukturelle Einrichtungen: Kindertagesstätte, Einkaufsmöglichkeiten für die Bürger, das Büro des ehrenamtlichen Bürgermeisters sowie mehrere Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe.

Interessant ist die Geschichte und Gegenwart der Ortsteile Schmeckwitz und Sommerluga. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde unter Tage Kohle abgebaut. Nachdem man auf Mineralwasser und eisenschwefelhaltiges Wasser stieß, entwickelten sich hier weit über die Grenzen Sachsens hinaus bekannte Kur- und Heileinrichtungen. In den Gebäuden ist heute das Wohnheim "Sankt Johannes" untergebracht.

Die Gemeinde Räckelwitz bietet für Besucher und Touristen bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört vor allem der Gebäudekomplex des ehemaligen Rittergutes mit angrenzendem Park in Räckelwitz. Die neben dem Herrenhaus im beuroner Stil errichtete Kapelle ist aufgrund ihrer Innenarchitektur sehr bekannt. Naturliebhaber werden vor allem begeistert sein von ausgedehnten Wald- und Teichgebieten und von der größten Eiche der Oberlausitz, die auf der Gemarkung Schmeckwitz bewundert werden kann. In Schmeckwitz lohnt sich weiterhin ein Besuch der dortigen idyllisch gelegenen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

www.raeckelwitz.de

Gemeinde Ralbitz-Rosenthal
Gmejna Ralbicy-Rózant

Ralbitz-Rosenthal ist die nördlichste und mit 31 km² flächenmäßig größte Gemeinde des Verwaltungsverbandes "Am Klosterwasser". 42 % ihres Territoriums sind mit Wald bedeckt.

Das Gemeindegebiet wird aufgrund seiner geografischen Lage seit alters her als "Niederland" - sorbisch "Delany" - bezeichnet.

Ca. 1.700 Einwohner leben in folgenden 10 Ortschaften: Cunnewitz, Gränze, Laske, Naußlitz, Neu-Schmerlitz, Ralbitz, Rosenthal, Schmerlitz, Schönau, Zerna. Die Dörfer und ihre Umgebung sind ländlich und landwirtschaftlich geprägt. Die Natur blieb in ihrer Ursprünglichkeit vielerorts erhalten. So besuchen alljährlich, vor allem im Frühjahr, viele Besucher den unter Naturschutz stehenden Auenwald in Laske. Auch Pilze und Heidelbeeren locken viele Menschen aus dem weiten Umfeld in die ausgedehnten Wälder.

Überregionale Bedeutung besitzt der Marienwallfahrtsort Rosenthal als religiöses Zentrum der katholischen Sorben und der Diözese Dresden-Meißen. Seit Jahrhunderten wird die hiesige Marienstatue mit dem Jesuskind verehrt. Dem Wasser der Marienquelle neben der Wallfahrtskirche wird heilende Wirkung zugesprochen. Rosenthal ist in jedem Jahr Ziel mehrerer Wallfahrten, die Gläubige aus den umliegenden Kirchgemeinden und aus der weiteren Umgebung vereinen. Einen wichtigen infrastrukturellen Mittelpunkt der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal stellt die Ortschaft Ralbitz dar. Folgende für die Bürger wesentliche Einrichtungen sind hier zu finden: Kindertagesstätte, Sorbische Grund- und Oberschule, Bäcker, Physiotherapie, Arztpraxis, Sportmöglichkeiten und Einkaufseinrichtungen.

In Ralbitz befinden sich die katholische Pfarrkirche und die Pfarrei "St. Katharina" sowie ein einzigartiger, unter Denkmalschutz stehender Friedhof mit einheitlichen weißen und ornamental geschmückten Holzkreuzen.

www.ralbitz-rosenthal.de