Telgte ist eine der ältesten Kirchenorte des Münsterlandes. Bereits St. Luidger errichtete hier, an der Emsfurt im Schnittpunkt mehrerer Handelswege, um 800 n. Chr. eine hölzerne Pfarrkirche.
Die geschichtliche Entwicklung unserer Stadt stellt sich wie folgt dar:
vor 1100
Erste gesicherte Namensnennung einer Ansiedlung "Telgoth"
1137
Urkundliche Erwähnung einer Emsmühle
1238
Telgte erhält durch Bischof Ludolf von Holte Stadtrechte.
1255
Eine Urkunde mit dem ältesten noch erhaltenen Stadtsiegel, das die Abbildung einer Eiche (Telge) zeigt, belegt die Mitgliedschaft zum Rheinischen Städtebund.
1309
Erste Nachricht über eine Schule in Telgte
1370
Entstehung des Telgter Gnadenbildes (Muttergottes)
1385 - 1392
Urkundlicher Hinweis auf eine bischöfliche Burg in Telgte ("Florenzburg")
1453
Telgte wird während der Münsterischen Stiftsfehde durch Bischof Rudolf von Utrecht eingenommen; die Mühle wird niedergebrannt.
1469
Erwähnung von Telgte als Hansestadt
um 1500
Großer Stadtbrand
1522
Beginn des Neubaus der Clemenskirche
1533
Bischof Franz von Waldeck organisiert u.a. von Telgte aus den Widerstand gegen die Wiedertäufer.
1555
Ein gewisser Salomon lässt sich als erster Jude in Telgte nieder.
1590/91
Brandschatzung und Plünderungen durch den holländischen Grafen von Eberstein
1599
Pest in Telgte, ihr fällt die Hälfte der Stadtbevölkerung zum Opfer.
1616
Verlegung des Telgter Marktes vom Monat November auf "Mariä-Geburt"
1618 - 1648
Der 30-jährige Krieg bedeutet für Telgte Schreckensjahre mit Einquartierungen, Kontributionen und Kampfhandlungen. Teile der Befestigungen werden zerstört. Eine hohe Schuldenlast ist die Folge. Durch einen Schutzbrief, ausgestellt vom Herzog Christian von Braunschweig ("Toller Christian"), muss Telgte sich, um nicht geplündert zu werden, frei kaufen (1623, 26. April).
Ein Angriff protestantischer Truppen unter Führung des Herzogs von Weimar kann erfolgreich abgewehrt werden (1641).
1623
Anfertigung des Telgter Hungertuches (Zeichen des Beginns der Fastenzeit)
1651
Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen ordnet für den 2. Juli eine Prozession der Städte Münster und Warendorf nach Telgte an.
1654
Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen lässt die Wallfahrtskapelle für das Telgter Gnadenbild errichten und ordnet für sein Bistum die Wallfahrt nach Telgte an.
1738
Eine Brandkatastrophe vernichtet große Teile der Stadt.
1754
Großes Jubelfest zum 100-jährigen Bestehen der offiziell angeordneten Wallfahrt.
1763
Nach Beendigung des 7-jährigen Krieges wird die Stadtmauer abgerissen.
1802
Nach Auflösung des Fürstbistums Münster gehört Telgte zu Preußen.
1806 - 1813
Franzosenzeit
1813
Telgte wird wieder preußisch.
1814
Einquartierung von 1400 Kosaken, die den napoleonischen Truppen nachstellen.
1816
Telgte wird dem Landkreis Münster zugeordnet.
1844
Pater Christoph Bernsmeyer legt den Grundstein für das "St. Rochus-Hospital" (Hülle) und gründet den Orden der Krankenschwestern nach der dritten Regel des Heiligen Franziskus.
1854
Großes Jubelfest zum 200-jährigen Bestehen der offiziell angeordneten Wallfahrt.
1859
Eröffnung des "Knickenberg'schen Instituts", einer höheren Privatschule mit Internat
1865
Abriss des alten Kirchturms der Clemenskirche
1875
Der neue Turm der Clemenskirche ist fertiggestellt.
1887
Eröffnung der Eisenbahnlinie Münster-Telgte-Warendorf
1891
Der neue Glockenturm der Clemenskirche wird fertiggestellt.
1902
Zur Erinnerung an den Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen wird am Münstertor ein Denkmal errichtet.
1904
Marienkrönung auf dem Marktplatz durch den Kölner Kardinal Fischer; Papst Pius X. nimmt das Telgter Gnadenbild offiziell in die Reihe der weltweit anerkannten Gnadenbilder auf.
1917
Anschluss an die Stromversorgung durch ein eigenes Elektrizitätswerk
1934
Eröffnung des Museums Heimathaus Münsterland, in dem jährlich Krippenausstellungen stattfinden.
1938
Die jüdische Synagoge brennt.
1939 - 45
Telgte bleibt weitgehend von Kriegseinwirkungen verschont.
1953
Zentrale Wasserversorgung durch das neu erbaute Wasserwerk
1965
Am Rande des Naherholungsgebietes Klatenberg wird das Waldschwimmbad errichtet und in Betrieb genommen.
1968
Zusammenschluss der Stadt Telgte und der Gemeinde Telgte-Kirchspiel
1970
Baubeginn des Schulzentrums
1974
Das Rathaus am Baßfeld ist fertiggestellt.
1975
Telgte kommt im Zuge der kommunalen Gebietsrefom in NRW zum Kreis Warendorf.
1986
Die neue Umgehungsstraße wird für den Verkehr freigegeben.
1986
Das neue Zentralklärwerk wird in Betrieb genommen.
1988
Stadtjubiläum - 750 Jahre Stadt Telgte
1989
Das Bürgerhaus - Kultur- und Tagungszentrum - ist fertiggestellt und wird seiner Bestimmung übergeben.
1992
Die Neugestaltung der Altstadt und die Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung werden abgeschlossen.
1994
Als dritte Schulform wird in Telgte das städt. Gymnasium eingerichtet.
1994
Die erste städt. Kindertagesstätte wird in Betrieb genommen.
1994
Der Neubau des Krippenmuseums wird fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben.
1996
Die ehem. Brennerei Homoet wird zu einem Kornbrennerei-Museum ausgebaut und im Herbst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
1998
Das städt. Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium wird fertiggestellt.
1999
Der Gewerbepark "Kiebitzpohl" wird in einer Größe von 14,6 ha erschlossen.
2000
Am Schulzentrum wird eine weitere Zweifach-Sporthalle fertiggestellt und ihrer Bestimmung übergeben.
2001
Der Treffpunkt Telgte wird fertiggestellt. Das umgebaute ehem. Rathaus und der angrenzende Neubau vereinigen die Stadttouristik, die Stadtbücherei und die Volkshochschule unter einem Dach.
2004
Ein Schulerweiterungsbau auf dem Gelände des Schulzentrums wird eingeweiht und dem städtischen Gymnasium und der Realschule zur Nutzung freigegeben.
2006
Zur Verbesserung des Kreuzungsbereiches Wolbecker Straße/Alverskirchener Straße/Orkotten/Mozartstraße wird eine ovale Kreisverkehrslösung geplant und am 11. August 2006 für den Straßenverkehr freigegeben. Die Mitte des Kreisels wird mit der Stahlskulptur "Telge" versehen.
2007
Der Gewerbepark "Kiebitzpohl" wird in einer Größe von 10,3 ha um den Abschnitt "Kiebitzpohl-West" erweitert
2009
Am Schulzentrum wird für die Schülerinnen und Schüler eine neuerbaute Mensa in Betrieb genommen.
2009
Das Wohnbaugebiet Telgte "Süd-Ost" wird erschlossen.
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