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Sulzbach: Ein Blick in die Geschichte

Früher bestimmte die Kohle den Pulsschlag von Sulzbach. Inzwischen hat der Strukturwandel gegriffen und die ehemalige Stadt der Kohle hat sich zu einem modernen Industriestandort gewandelt und zu einem grünen Schulzentrum.

Sulzbach ist der Mittelpunkt des Sulzbachtals. Die Kommune, die lange Jahre mit dem Slogan "Stadt der Schulen und Wälder" für sich warb, nennt sich heute "Historische Salzstadt".

Sulzbach und Salz - das passt zusammen. Das ehemals als "Weißes Gold" bezeichnete Element gab der Stadt ihren Namen. Das heutige Sulzbach wurde im Jahr 1346 erstmals als "solzpach" erwähnt. Ab etwa 1550 wurde das damals sehr wertvolle und teure Salz industriell in Sulzbach gewonnen. Hier befand sich die einzige Salzquelle in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken.

Künftig soll Sulzbach stärker mit dem Begriff "Salz" vermarktet werden. "Historische Salzstadt" nennt sich Sulzbach auf den neuen Ortseingangsschildern.

Die Stadt will mit ihrer "salzigen" Vergangenheit in eine gute Zukunft. In Verlängerung der Stadtbibliothek wurden Teile einer historischen Salzgewinnungsanlage nachgebaut. Im Mittelpunkt steht dabei das so genannte Gradierwerk. Hier wurde früher der Salzgehalt im Wasser erhöht. Saniert und aufgewertet wurden auch der alte Salzbrunnen im Salzbrunnenhaus und das Salzherrenhaus. Neben dem Salzherrenhaus wurde eine Schürfstelle für Kinder errichtet. Hier können die Kleinen nach Schätzen buddeln.
Aufgrund des hohen Wohn- und Freizeitwertes, des kulturellen Angebotes und nicht zuletzt dank der erfolgreichen Umstrukturierung von einer Stadt der Kohle zu einer Stadt technologisch hochwertiger Industriebetriebe, hat sich Sulzbach mit seinen Stadtteilen prima entwickelt. Dem Strukturwandel stellte sich Sulzbach bereits Anfang der 50er Jahre. Innerhalb sehr kurzer Zeit stellten drei Bergwerke und die Altenwalder Kokerei ihren Betrieb ein. In einem Jahrzehnt brachen in Sulzbach etwa 7000 Arbeitsplätze weg. Die Stadt allerdings kümmerte sich konsequent um die Ansiedlung neuer Industriebetriebe, erschloss in den Neuweiler Bruchwiesen Gewerbeflächen. Geld für die Erschließung kam aus dem Industrie-Förderungsprogramm des Bundes. Heute bilden die Betriebe des Neuweiler Industrie- und Gewerbegebietes das wirtschaftliche Rückgrat der Stadt. In den vergangenen Jahren hat die Sulzbacher Gewerbeansiedlungs-Gesellschaft (SGA) das Gebiet weiter entwickelt. Die SGA war 1999 von den Sulzbacher Stadtwerken und dem TÜV gegründet worden, um das neue Gewerbegebiet Service-Park am TÜV zu entwickeln und zu erschließen.

Sulzbach, das 1346 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ging 1549 ging endgültig in den Besitz von Nassau-Saarbrücken über. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Sulzbach vollständig zerstört. 1728 begann die Wiederbesiedlung. Eine selbstständige Gemeindeverwaltung erhielt Sulzbach 1866. Ein eigenes Gemeindewappen wurde 1939 verliehen. Die Stadtwerdung von Sulzbach war 1946. In den zurückliegenden 30 Jahren hat die Stadt eine rasante Entwicklung durchgemacht. Die Kommune mit ihren Stadtteilen Neuweiler, Hühnerfeld, Altenwald, Brefeld und Schnappach zählt heute knapp 17.300 Einwohner. Die Infrastruktur stimmt und es gibt eine Reihe wichtiger Einrichtungen, wie das Krankenhaus, die Arbeitsagentur, das Insolvenzgericht, den TÜV oder die Polizei-Inspektion. Fast alle Schultypen sind in der Stadt vertreten - zwei Grundschulen, ein Gymnasium, eine Erweiterte Realschule, das gewerblich-technische und kaufmännische Berufsbildungs-Zentrum, die saarlandweite Schule für Sprachbehinderte, Musikschule und Volkshochschule. Viel Geld hat die Stadt in jüngster Zeit in die Sanierung ihrer beiden Grundschulen - Mellinschule und Waldschule - gesteckt. Alleine knapp drei Millionen Euro kostete die Sanierung der Mellinschule. Energetisch betrachtet ist das Gebäude auf dem neusten Stand der Technik. Bestens ausgestattet ist die Stadt auch mit Kindergärten und Kindertagesstätten.

Im April 2009 wurde die neue Aula, die neue Sulzbacher Feststätte, im Westflügel des ehemaligen Gymnasiums eingeweiht. Der Vorplatz hat den Namen Eugen-Helmlé-Forum. Ein Gedenkstein erinnert an den 2000 verstorbenen Sulzbacher Übersetzer. Zudem ziert eine Skulptur den Platz. "Feuersprung" heißt das Kunstwerk aus Cortenstahl von der gebürtigen Isländerin Sigrún Ólafsdóttir. Nur wenige Meter entfernt von der Aula oberhalb der Bahnlinie, verfügt Sulzbach über ein attraktives Einkaufszentrum mit drei Lebensmittemärkten, einem Drogeriemarkt, einer Apotheke und einem Bekleidungsgeschäft.