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Stadtwappen und Stadtgründung

Erläuterung des Stadtwappens
Auf silbernem Grund eine rote Zinnenmauer, in deren Tor sich ein blaues Wappenschild mit dem nassauischen Löwen befindet, über der Mauer ein Erzbischof in blauem Ornat mit Bischofsstab in der rechten und offenem silbernem Buch in der linken Hand.

Die Farben der Stadt und der Stadtfahne sind blau und gelb.

Ursprung des Stadtnamens
Der Name der Stadt Siegen leitet sich ab vom Flussnamen "Sieg"; dieser wiederum geht zurück auf das althochdeutsche Verb "sigan", mittelhochdeutsch "sigen", für "fallen" oder "fließen", heute noch erhalten in "versiegen" das sprachgeschichtlich zum selben Stamm wie "seihen", "sickern" oder "sinken" gehört.

Gründungsdatum der Stadt Siegen
Die Gründung der Stadt Siegen verliert sich im Dunkel der Geschichte, daher kann auch kein Gründungsdatum benannt werden.

Als offizieller Beleg zur Feier des Stadtjubiläums wird ein Dokument aus dem Jahr 1224 herangezogen, da in einer von Engelbert I. Erzbischof von Köln ausgestellten Urkunde Siegen erstmals eindeutig datierbar als Stadt erwähnt wird. Verschiedene frühere Erwähnungen Siegens taugen nicht zur Festlegung eines Ersterwähnungsdatums, da entweder eine exakte Datierung unmöglich ist (z.B. "Sigena" in einer Urkunde von 1079-1089, datiert nach der Regierungszeit des Ausstellers) oder aber die Bezeichnung Siegens als Stadt fehlt.

Die ursprüngliche Besiedlung vollzog sich in fränkisch-karolingischer Zeit rund um die Vorgängerbauten der heutigen Martinikirche am Sporn des unteren Siegberges. Erst im frühen 13. Jahrhundert entstand eine städtische Bebauung unterhalb der Burg Siegen mit der Nikolaikirche als Mittelpunkt, heute bezeichnet als "Oberstadt" im Gegensatz zur "Unterstadt" in der Tallage. Hier dehnte sich Siegen erst mit dem industriellen Aufschwung ab Mitte des 19. Jahrhunderts aus.

Siegensches Bergmannslied (1789)

Glück auf, ihr Brüder! Höchlich steht
Es ja auf unsern Zechen;
Und überall, wohin ihr seht,
könnt ihr viel Güter brechen.

Glück auf! Wie gut ist unser Land,
Das so viel Menschen nähret,
Worin der edle Bergwerksstand
Stets allem Mangel wehret.

Da bricht des Stahls und Eisens viel
Und Kupfererz die Menge;
Gleich unterm losesten Gerüll
Gibt´s sünd´ge Klüft und Gänge.

Nein, unserm Land ist keines gleich,
Kein´s ist so gut und bieder,
Kein´s ist so schön und kein´s so reich,
Kein´s hat so viele Güter.

Drum lieben wir das Vaterland
Vor andern Ländern allen,
Und wo nur schaffet unsre Hand,
Soll stets sein Lob erschallen.