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Historie

Rothenburg/O.L.

Die östlichste Kleinstadt Deutschlands zählt zu den ältesten der Oberlausitz. Sie liegt im Neißetal zwischen Görlitz und Muskauer Heide.

Rothenburg entstand im Zuge der deutschen Ostkolonisation am Beginn des 13. Jahrhunderts.
Am 1. Mai 1268 erfährt die Stadt in einer Urkunde der Brandenburger Markgrafen ihre erste Erwähnung.
Wirtschaftlich war die Stadt durch Handwerk und Landwirtschaft geprägt.
Insgesamt 13 verheerende Stadtbrände warfen die Stadt und ihre Einwohner immer wieder wirtschaftlich zurück.
Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 fiel ein Teil der Oberlausitz an Preußen, Rothenburg wurde Kreissitz eines 1350 qkm großen Kreises. Bis 1945 hatte Rothenburg diese Aufgabe inne.

Um die Jahrhundertwende wurden zwei diakonische Anstalten gegründet, die die Stadt weit und breit bekannt gemacht haben: Der Martinshof, welcher heute 350 geistig behinderten und alten Menschen ein Zuhause gibt und sich über die Kreisgrenzen hinaus profiliert hat, sowie das Martin-Ulbrich-Haus, welches als orthopädische Fachklinik einen guten Ruf in ganz Ostsachsen genießt.

Rothenburg/OL zählt heute mit seinen Ortsteilen etwa 5000 Einwohner. Eine stabile Säule der wirtschaftlichen Entwicklung in der Stadt stellen nach wie vor das Handwerk und Gewerbe dar.
Durch private Initiativen hat sich in den zurückliegenden sechs Jahren das Stadtbild merklich verbessert, ist Rothenburg eine attraktive Kleinstadt geworden.
Das kommunale Baugeschehen in der Stadt in den Jahren seit 1990 zeigt einen kurzen, aber intensiven Entwicklungsweg auf.
So wurde eine moderne Kläranlage gebaut, aus den Schulungsgebäuden auf dem ehemaligen NVA-Gelände entstand ein modernes Schulgebäude, in dem ca. 200 Schüler in erstklassig ausgerüsteten Fachräumen unterrichtet werden.
Seit 1995 hat auch die Fachhochschule für Polizei Sachsen hier ihren Sitz. Zur Zeit studieren an der Fachhochschule ca. 400 Polizeibeamtinnen und -beamte.
Im Jahr 1991 wurde der Militärflugplatz aufgelöst und schrittweise in eine zivile Nutzung überführt. Auf dem Gebiet des ehemaligen militärischen Geländes siedelte sich vor allem produzierendes Gewerbe an. Ein Gewerbegebiet im Norden mit ca. 20 ha
Fläche konnte mit Hilfe von Fördermitteln des Landes vollständig erschlossen werden. Hier siedelte sich produzierendes Gewerbe an.
Das Rathaus (klassizistischer Baustil) wurde umfangreich saniert und konnte Ende 1993 im neuen Gewand übergeben werden. Es gliedert sich gelungen in das historische Ensemble des Marktplatzes ein und erfüllt im Inneren alle Bedingungen, die an ein modernes Verwaltungsgebäude gestellt werden.
Im Straßenbau wurden umfangreiche Baumaßnahmen getätigt, es entstanden u.a. Radwege nach Geheege sowie zum Flugplatz.

Gegenwart:
Sehenswert in Rothenburg sind die mittelalterliche Stadtanlage, der Marktplatz als prägende Silhouette der Kleinstadt, der Stadtpark sowie das Heimatmuseum. Ruhe und Erholung findet man bei Wanderungen im Park und in der waldreichen Umgebung der Stadt. Sicher bietet schon der Wanderweg am Martinshof vorbei, in südlicher Richtung am Westufer der Neiße entlang, typische Bilder unserer Auenlandschaft, die der Vogelwelt gute Lebensbedingungen ermöglicht. Auf Waldwegen führt ein beliebtes Wanderziel zur "Wasserscheide" beim Ortsteil Geheege.
Mitten von dichtem Kiefernwald umgeben, liegt etwa 8 Kilometer nördlich von Rothenburg eine reizvolle Teichlandschaft, das große Naturschutzgebiet Niederspree.
Bademöglichkeiten bieten die ca. 6 km entfernt liegenden Biehainer Waldseen und das 14 km entfernt liegende Waldbad Niesky.
In Rothenburg befindet sich ein großer Sportkomplex mit einer Schwimmhalle, neben der Polizeischule gelegen. Reitsportmöglichkeiten sind vorhanden in der Reitsportanlage des Rothenburger Reitsportvereins. Auf dem Flugplatz Rothenburg werden interessante Rundflüge angeboten und im Flugzeugmuseum können historische Jagdflugzeuge angeschaut werden.

Geschichtliches

01.05.1268
erste urkundliche Erwähnung als Stadt

1313
erster Kirchenbau

1452 - 1602
Besitzer der Stadt und Burg ist die Adelsfamilie von Nostitz

1489 - 1798
immer wieder große Stadtbrände

ab 1607
ständiger Besitzerwechsel

nach 1815
Gründung vieler Handwerksbetriebe und damit auch wachsender Wohlstand

1845
Gründung des Rothenburger Männerchores (er besteht heute noch!)

1882
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr

1898
Gründung der Pflegeanstalt "Zoar" - heute der Martinshof

1902
Bau der katholischen Kirche

1903
Gründung des Schlesischen Krüppelheims - heute die Orthopädische Klinik

1907
Anschluss an das Eisenbahnnetz

1910
Bildung der Sparkasse Rothenburg

bis 1945
Kreisstadt

1953
Errichtung des Flugplatzes

1972
Eingemeindung der Orte Noes, Dunkelhäuser, Bremenhain und Geheege

1989/90
politische Wende

ab 1992
Gründung der heutigen Grundschule und Mittelschule

1992 - 2005
Rothenburg hat ein Gymnasium

ab 1993
Sanierung der Stadt mit Rekonstruktion des Rathauses und Straßenbau

1994
Gründung der heutigen Hochschule der Sächsischen Polizei (FH)

1996 - 1998
Eingemeindung der restlichen Ortsteile

2004
Neubau eines Städtischen Kindergartens

2008
Abschluss der äußeren Sanierung der Stadtkirche

2009
Sanierung der Grundschule und des Marktplatzes

2010
Sanierung einer Turnhalle und des Hortgebäudes

2011/12
Sanierung Hortgebäude

2012
Neubau Brücke Wasserscheide Geheege
Neubau Mensa für HS der Sächs. Polizei
Neubau Feuerwehrgerätehaus Nieder-Neundorf

2013
Erneuerung Dach Spezialsporthalle Friedensstraße

2014
Sanierung Teilstück Parkmauer
Bau Abwasserleitung Nieder-Neundorf

2015
Anbau Sanitärgebäude Feuerwehr Steinbach

2015/16
Bau Löschwasserzisterne Rothenburg

2017
Rekonstruktion Sporthalle Friedensstraße