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Nordhorn - Wirtschaftsstandort mit Geschichte

Nordhorn ist die westlichste Stadt Niedersachsens, aber keinesfalls eine Randerscheinung. Durch die offene Grenze zu den Niederlanden liegt Nordhorn vielmehr mitten in einer der stärksten Regionen des europäischen Wirtschaftsraums. Als Kreisstadt des Landkreises Grafschaft Bentheim und Mitgliedsgemeinde der Euregio bildet Nordhorn den wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Mittelpunkt der nordwestlichen Grenzregion.

Nordhorn blickt auf eine mehr als 635-jährige Stadtgeschichte zurück. Die Entstehung des Ortes hatte ihren Ursprung aber bereits weit vor der Verleihung der Stadtrechte. Erstmals erwähnt wurde der Name der Stadt als "Northornon" um das Jahr 900 im Heberegister des Klosters Werden an der Ruhr. Die Verleihung der Stadtrechte erfolgte im Jahre 1379 durch Graf Bernhard I. zu Bentheim. Eines der auffälligsten Wahrzeichen von Nordhorn ist die Alte Kirche am Markt, die im Jahre 1445 zusammen mit dem Kloster Frenswegen durch den Bischof von Münster geweiht wurde.

Aus dem einstigen Landstädtchen Nordhorn, in dem im Jahr 1900 nur etwa 3.000 Menschen lebten, ist eine lebendige Kreisstadt mit über 53.000 Einwohnerinnen und Einwohnern geworden. Der Hauptmotor für diese rasante Entwicklung war die Nordhorner Textilindustrie, die im Jahr 1839 ihren Anfang nahm und bis ins späte 20. Jahrhundert mit attraktiven Arbeitsplätzen tausende Menschen in die Stadt holte.

In den Glanzzeiten der Textilindustrie, Mitte der 1950er Jahre, waren in den Nordhorner Fabriken rund 11.500 Menschen beschäftigt. Das entsprach 80 Prozent aller industriell Beschäftigten in Nordhorn. In den vergangenen gut 30 Jahren hat die Textilindustrie aber ebenso schnell wieder an Bedeutung verloren. Inzwischen sind die ehemaligen großen Textilfabriken Povel, Nino und Rawe nur noch Geschichte.

Der Wirtschaftsstandort Nordhorn ist daher stark von einem erfolgreichen Wandel geprägt: Von einer nahezu textilen Monokultur hat sich die Kreisstadt innerhalb weniger Jahre zum Standort einer soliden und vielfältigen Wirtschaftsstruktur entwickelt. Unbeeindruckt vom Niedergang der einst so wichtigen Textilindustrie nimmt die Bevölkerungszahl in Nordhorn nach wie vor jährlich zu.

Aufgeschlossenheit gegenüber Innovationen sowie ein unternehmens- und investitionsfreundliches Klima sind zu Markenzeichen der Stadt geworden. In Nordhorn findet sich heute ein breit aufgestellter Branchenmix vom inhabergeführten Einzelhandel bis zum international agierenden Industrieunternehmen.