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Neckarsulm

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Auf einen Blick

Einwohner: ca. 27.000
Fläche: 25,5 km²
Einwohnerdichte: 1.059 Ew./km²
Höhe ü. NHN: 150 bis 335 m
Kfz-Kennzeichen: HN
 

Umgebungskompass

Umgebungskompass für die Stadt Neckarsulm

 
 

Große Kreisstadt Neckarsulm

Ein starker Standort
mit Vergangenheit und Zukunft


In Neckarsulm ist der Fortschritt zu Hause. Am Zusammenfluss von Neckar und Sulm begegnen sich leistungsfähige Industrieunternehmen, innovative Dienstleister und klein- und mittelständische Betriebe an einem starken Standort mit Vergangenheit und Zukunft. Unternehmen mit Weltruf prägen das Wirtschaftsgeschehen: Audi AG, früher NSU, und die Kolbenschmidt-Pierburg AG, ein bedeutender Zulieferer der Autoindustrie, aber auch die Schwarz Gruppe, eine der größten Einzel- und Großhandelsgruppen Europas mit Lidl und Kaufland. Ein Blick auf die Beschäftigtenzahl verdeutlicht die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Neckarsulm: Die Stadt hat mit rund 29.000 Arbeitsplätzen mehr Beschäftigte als Einwohner (rd. 26.000). Von der innovationsfreundlichen Politik der Stadt profitieren zunehmend auch EDV-Dienstleister von Rang. In den Gewerbegebieten "Trendpark" und "Trendpark Süd" entwickelt sich Neckarsulm zu einem Top-Standort der IT-Branche.

Auch dies ist Politik in Neckarsulm: Kaum eine Kommune engagiert sich so konsequent für den Einsatz regenerativer Energien wie die Stadt Neckarsulm. Mit dem mehrfach preisgekrönten Konzept der solarunterstützten Nahwärmeversorgung im Stadtteil Amorbach hat Neckarsulm in Sachen Solarenergie europaweit eine Vorreiterrolle übernommen. Mehr als 6000 Quadratmeter Kollektorfläche und ein Langzeit-Erdsondenwärmespeicher mit einem Volumen von 63.000 Kubikmetern sind im Einsatz, um überschüssige Sonnenenergie aus den Sommermonaten zu speichern und im Winter nutzbar zu machen. Auf diese Weise wird das gesamte Neubaugebiet "Amorbach II" zu annähernd 50 Prozent mit Sonnenenergie beheizt. Im Gewerbegebiet "Trendpark Süd" trägt ein Biomasse-Heizwerk zur beispielhaften Energiebilanz von Neckarsulm bei. In der hochmodernen Anlage gewinnen die Stadtwerke Wärmeenergie und Strom aus CO2-neutralen Holzhackschnitzeln. Dadurch werden jedes Jahr 10.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Die Industrie- und Solarstadt Neckarsulm hat auch in puncto Wohn- und Freizeitwert viel zu bieten. Vor allem die Familienfreundlichkeit wird groß geschrieben. Fast nirgendwo in Baden-Württemberg sind die Kindergartenentgelte so niedrig wie hier. Neben garantierten Kindergartenplätzen mit flexiblen Öffnungszeiten bietet die Stadt eine hervorragende schulische Infrastruktur mit allen Schularten.

Bürger und Besucher können aus einem reichhaltigen kulturellen Angebot auswählen: Theater im Gemeinschaftszentrum "Ballei"; das umfangreiche Mediensortiment in der Mediathek, die Angebote der VHS sowie Konzerte von Schülern und Lehrern in der städtischen Musikschule. Das Spaß- und Erlebnisbad "AQUAtoll" mit seiner 6.500 m² großen Saunalandschaft lädt zum Urlaub unter Palmen ein. Interessant und lehrreich ist ein Besuch im Deutschen Zweirad- und NSU-Museum, das im historischen Deutschordensschlass untergebracht ist oder im Stadtmuseum, welches in einem der ältesten Gebäude der Stadt zu einer multimedialen Zeitreise durch die Geschichte Neckarsulms einlädt. Und im Sommer verwandelt sich der Marktplatz in eine Open-Air-Bühne. Musikgruppen der unterschiedlichsten Stilrichtungen sorgen für tolle Stimmung und ein stets "volles Haus". Die kostenfreien Konzerte sind Bestandteil der städtischen Veranstaltungsreihe "Neckarsulm - hier spielt die Musik", die das ganze Jahr über ein abwechslungsreiches Kulturprogramm für alle Altersgruppen bietet. Ihren Höhepunkt erreicht die Neckarsulmer Lebensfreude alljährlich beim Fest der Vereine, dem Ganzhornfest mit zehntausenden Besuchern aus der ganzen Region. Für Kinofreunde bieten das Multiplex-Kino "Cineplex" oder das traditionsreiche "Scala-Kino" mit seinen Kult- und Klassikfilmen stets das richtige Angebot.

Wer lieber im Freien unterwegs ist, kann das umfangreiche Radwander-Wegenetz für Ausflüge in die Umgebung nutzen oder auf einer Schifffahrt das romantische Neckartal erkunden. In Amorbach lädt der mit vielen Freizeitanlagen ausgestattete Stadtteilpark "Grüne Mitte" zum Verweilen ein. Wer Ruhe und Besinnlichkeit sucht, kann sich auch bei einem Viertele Wein entspannen. Denn der Weinbau hat in Neckarsulm eine lange Tradition, ist doch die Stadt Heimat der ältesten Weingärtnergenossenschaft Deutschlands. Diese Tradition verleiht dem heimischen Wein eine besondere Qualität, von der sich jeder gern selbst überzeugen kann.

Neckarsulm für Anfänger - ein kleines Wörterbuch
Wie überall, so gibt es auch in Neckarsulm nette Eigenheiten, die sich frisch Zugezogenen - von den Neckarsulmern "Rei'gschmeckte" genannt - nicht gleich erschließen. Dieses quasi "Insiderwissen" kann man sich nicht erlesen. Es zu erfragen, verrät einen als Neubürger. Mit diesem Artikel sollen ein paar wesentliche Punkte erläutert werden, um so das Einleben zu erleichtern.

Neckars-ulm contra Neckar-sulm
Zum elementarsten Wissen über Neckarsulm gehört die korrekte Aussprache des Stadtnamens. Die Neckarsulmer legen viel Wert drauf, dass bei der Stadt die Sulm in den Neckar fließt und es deshalb "Neckar-sulm" heisst - und nicht etwa "Neckars-ulm", die Stadt also kein Ulm am Neckar ist.

Besen
Wenn die Neckarsulmer in den "Besen" gehen, dann hat dies nichts mit einer groß angelegten Putzaktion zu tun. "Besen" sind zeitweise offene, gemütliche und zünftige Lokale der "Wengerter" - also der Weinbauern. Hier wird nicht reserviert, sondern eng zusammengerückt, wenn es keinen Platz mehr gibt. Das Speiseangebot ist gut und deftig und der Wein vom eigenen Weinberg. Ein Besen hat in der Regel nur einige Male im Jahr für ein paar Tage geöffnet.

Es hält kein Zug am Dahenfelder und Katholischen Bahnhof
Am "Dahenfelder Bahnhof" kam zwar noch nie ein Zug an, aber dennoch ist dieser "Bahnhof" ein Treffpunkt. Dort starten Jogger, Wanderer und andere Erholungssuchende zum Dauerlauf oder Spaziergang. Die Einheimischen wissen, dass sich der Dahenfelder Bahnhof nicht im gleichnamigen Stadtteil befindet. Es handelt sich um eine Schutzhütte aus Holz am Waldrand zwischen Neckarsulm und Dahenfeld. Übrigens weiss eigentlich niemand genau, warum dieser Ort "Dahenfelder Bahnhof" heisst. Aber das ist auch nebensächlich. Hauptsache, man weiss wo er ist.

Scheuerberg
Einer der schönsten Aussichtsberge weit und breit ist der Neckarsulmer Scheuerberg. An seinen Hängen wächst schon seit Jahrhunderten der Neckarsulmer Wein, einst eine wichtige Erwerbsquelle der Neckarsulmer. Wer den Blick von oben genießen will, was ein Muss für jeden Besucher und Einwohner ist, muss allerdings zu Fuß hinaufgehen. Die vielen Weinbergstraßen sind den Wengertern vorbehalten. Ein Weinlehrpfad ab dem Wanderparkplatz Reutweg (Einfahrt gegenüber dem Freizeitbad AQUAtoll) informiert über die verschiedenen Aspekte des Weinbaus.

NSU
Ältere Leute arbeiteten in der NSU, manche fahren NSU und alle wohnen in NSU. NSU war eigentlich die vom Stadtnamen hergeleitete Bezeichnung der NSU-Werke und Markennamen der dort produzierten Fahrräder, Motorräder und Autos. Heute gehört das Werk zur AUDI AG und ist Produktionsstätte unter anderem für den A6 und A8. Für viele, gerade Ältere ist das Werksgelände aber immer noch "die NSU" oder "die Fahrrad". Inzwischen ist die Abkürzung als Kurzform des Stadtnamens z.B. auf Straßenschildern und in Kleinanzeigen gebräuchlich.

Von Spitzdappen, Remichel und Zwetschgenmärtle
Früher hatten die Einwohner eines Ortes für die Einwohner der Nachbarorte immer mehr oder weniger liebenswürdige Spitznamen. Die Neckarsulmer Bürger waren für die Bewohner der umgebenden Orte die "Spitzdappen". Die Dahenfelder wurden "Remichel" genannt, in Anlehnung an St. Remigius, den Schutzpatron der örtlichen Kirche. "Zwetschgenmärtle" war der Beiname der Obereisesheimer, als Anspielung darauf, dass in guten Jahren viele Wagen voller Zwetschgen aus Obereisesheim nach Heilbronn in die Brennereien gefahren wurden. Hin und wieder kann man aber auch heute noch diese Spitznamen vernehmen.
 
 

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