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Stadt Naumburg

Durch Straßen und Gassen Naumburgs - ein Stadtgang

Das fast 1000-jährige Naumburg liegt inmitten einer malerischen Umgebung mit zahlreichen Weinbergen direkt im Herzen Mitteldeutschlands, im Süden Sachsen-Anhalts, unmittelbar an der Grenze zu Thüringen. Die Universitätsstädte Jena und Erfurt, aber auch Halle und Leipzig sind durch die Anbindung an zentrale Bahnstrecken gut erreichbar. Hier beginnt und endet auch die Trasse der Burgenlandbahn, die in das malerische Unstruttal führt. Naumburg gehörte in den Jahren 1991 bis 1996 zu den Modellstädten für Innenstadtsanierung, war später in das Projekt "Urban 21" eingebunden und beteiligte sich an der "Internationalen Bauausstellung Sachsen-Anhalt 2010".

Bereits beim Verlassen des renovierten Bahnhofsgebäudes stellt sich die Frage - links oder rechts oder geradeaus. Rechts wird auf den Busbahnhof und die Linien des innerstädtischen Busverkehrs 1, 2 und 3 hingewiesen, links befindet sich das Schild der "Linie 4". Es ist die am Hotel "Kaiserhof" sowie an der Medizinischen Berufs-Akademie gelegene Haltestelle der Straßenbahn, die entlang der 1,9 Kilometer langen alten Bahntrasse zwischen Bahnhof und Vogelwiese verkehrt. Wir entscheiden uns für die Wegstrecke geradeaus und das bedeutet 15 Minuten zu Fuß bis ins Stadtzentrum.

Wir verlassen das schmucke, in zartem Lindengrün erstrahlende Bahnhofsgebäude mit dem neu gestalteten Bahnhofsvorplatz, der seit August 2013 den Namen "Aachener Platz" trägt, und begeben uns entlang des neu gedeckten Markgrafenweges in Richtung Stadtzentrum. Dessen Bezeichnung verweist auf die beiden Söhne des Thüringer Markgrafen Ekkehard I., Hermann und Ekkehard II., die das Werk ihres Vaters mit der Gründung der Stadt Naumburg 1028 erfolgreich beenden konnten.
Vor uns liegt der ansteigende "Bauernweg", der 1928 für die Bauern zur Erleichterung des Transportes ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse zum städtischen Wochenmarkt entstand. Der Weg endet an einer Stelle etwa 30 Meter oberhalb der zwei Kilometer in nördlicher Richtung entfernten Saale-Unstrut-Mündung. Von hier oben aus erfolgt der Blick in westlicher Richtung in das einst von Zisterziensermönchen kultivierte Saaletal mit der 1846 entstandenen Eisenbahnstrecke, der Thüringer Bahn.
Vorbei am Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt können wir das Wahrzeichen der Stadt erblicken. Der Naumburger Dom liegt in der südlichen Schleife der vom Bundesland Sachsen-Anhalt ins Leben gerufenen "Straße der Romanik". Anlässlich der Landesausstellung "Der Naumburger Meister" zog der Dom fast 200.000 Besucher in seinen Bann und ist das Highlight für die Region, die 2013 den Antrag auf Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO gestellt hat. Mit seinen beiden romanischen und gotischen Turmpaaren, den ihn umgebenden Curien und dem Ekkehard-Brunnen, ganz abgesehen von Westlettner und Westchor im Innern sowie dem Kreuzgang, ist er das markanteste Bauwerk der Stadt.

Auszug aus dem Buch "Naumburg und Umgebung. Eine Perle Mitteldeutschlands", das 2014 vom Ehepaar Dr. Ekkehard Steinbrück und Christa Steinbrück herausgegeben wurde.