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Stadtentwicklung

Leinfelden-Echterdingen, die Große Kreisstadt im Landkreis Esslingen, präsentiert sich als grüne Alternative zur Großstadt. Geografisch liegt Leinfelden-Echterdingen im Herzen der Region Stuttgart, nur wenige S-Bahn- oder Auto-Minuten von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt. Fast zwei Drittel der Markungsfläche sind Waldgebiete oder werden landwirtschaftlich genutzt.
Die Bevölkerung ist seit der Stadtgründung 1975 auf rund 38.000 Personen angewachsen. Unternehmen unterschiedlichster Branchen, zum Teil mit internationaler Bedeutung, prägen die Wirtschaftsstruktur und bieten mehr als 26.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Arbeit. Die Gewerbegebiete sind stark durchgrünt, aufgelockert bebaut und überwiegend strikt von den Wohngebieten getrennt. Leinfelden-Echterdingen genießt wegen seiner bevorzugten Lage in der Nachbarschaft zur Landeshauptstadt Stuttgart sowie zu den beiden Landesinfrastruktureinrichtungen, Messe und Flughafen, als Wirtschaftsstandort eine hohe Aufmerksamkeit. Die gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur über Straße, Schiene sowie über den Luftweg - und somit das Argument "Erreichbarkeit für Kunden und Lieferanten" - ist nur einer der harten Standortfaktoren, die für Leinfelden-Echterdingen als Unternehmensstandort sprechen.

Die Stadtentwicklung beschäftigt sich mit der räumlichen, historischen sowie der strukturellen Gesamtentwicklung von Leinfelden-Echterdingen. Dazu zählen einerseits die Planung und Entwicklung der gesamten Stadt und andererseits die Entwicklung einzelner Straßenzüge oder Quartiere im Rahmen der
Innenentwicklung. Eine der grundlegenden Regeln für nachhaltiges Handeln ist der sparsame Umgang mit begrenzten Ressourcen, wie z. B. der Freifläche. Im Jahr 2011 wurden in Baden-Württemberg dennoch täglich 6,3 ha Freifläche für Siedlungs- und Verkehrsflächen verbraucht. Bodenverluste, Aufwärmung, Verlärmung und Zerschneidungseffekte sind nur beispielhafte negative Folgen dieses Prozesses.

Das Ziel der Stadtentwicklung von Leinfelden-Echterdingen ist deshalb die Reduzierung des Flächenverbrauchs. Durch die bauliche Verdichtung im Inneren der Stadt sowie ein nachhaltiges Bauflächenmanagement soll der Inanspruchnahme unbebauter Flächen für Siedlung und Verkehr entgegengewirkt werden. Dies bedeutet vor allem die Nutzung von bislang unbebauten Baulücken mit Hilfe eines Baulückenkatasters sowie die bauliche Verdichtung von Siedlungsgebieten (Nachverdichtung).

Eine Baulücke ist der Definition nach ein unbebautes Grundstück in gewachsener Struktur, welches Planrecht besitzt und in der Regel voll erschlossen ist. Eine Bebauung wäre nach Erhalt der Baugenehmigung grundsätzlich möglich. Zur Nutzung der vorhandenen Baulücken im Stadtgebiet hat die Stadt Leinfelden-Echterdingen ein Baulückenkataster erstellt. Das Baulückenkataster hat das Ziel, private Baulücken zu aktivieren, um sie einer Wohnbaunutzung zuführen zu können.

Neben der Schließung von Baulücken ist die Nachverdichtung im Bestand ein zentrales Thema der Innenentwicklung der Stadt Leinfelden-Echterdingen. Ziel ist es, im Bestand vorhandene Potenziale durch bauliche Verdichtung effizienter auszunutzen. Hierfür wurden exemplarisch in sieben Bereichen städtebauliche Testentwürfe von verschiedenen Planungsbüros erstellt. Diese zeigen auf, wie sich die Bereiche langfristig entwickeln könnten. Dabei gilt es, eine ausgewogene Balance zwischen Nachverdichtung und Grünerhalt zu finden.