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Förderung

So gut wie jeder Bauherr muss für die Realisierung seiner eigenen vier Wände einen Kredit aufnehmen. Abzüglich des Eigenkapitals und der Eigenleistungen, die Sie einbringen können, werden Sie wahrscheinlich den Rest der Gesamtkosten über Fremdkapital finanzieren müssen. Entweder Sie verfügen über Bausparverträge in entsprechender Höhe, die ausgezahlt werden können, oder Sie nehmen einen Kredit bei einer Bank oder Sparkasse auf.

Das Kreditinstitut bewertet Ihre Immobilie und gibt Ihnen je nach finanzieller Situation in der Regel bis zu 60% des Immobilienwertes einen Hypothekenkredit ersten Ranges. Das bedeutet, dass dieser Kredit im Falle einer Zwangsversteigerung wegen Zahlungsunfähigkeit zuerst bedient werden muss. Weitere Kredite auf eine Hypothek zweiten Ranges in Höhe von bis zu weiteren 20 % bis 40 % des Immobilienwertes können bei entsprechenden finanziellen Verhältnissen gewährt werden.

Erfahrungswerten zu folge, sollte man beim Hausbau über mindestens 20 % Eigenkapital verfügen. Für viele Bauinteressierte ist für ihre Entscheidung für oder gegen ein Bauvorhaben die Frage, ob das gewünschte Eigenheim finanziell gefördert werden kann, von entscheidender Bedeutung.

Staatliche Hilfen werden durch den Bund und durch das Land Niedersachsen, d. h. von der Kreditanstalt für Wiederaufbau und von der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) in Hannover, gewährt, zusätzlich fördert die Stadt Leer die unter Abschnitt 7.3 aufgeführten Maßnahmen.

7.1 Wohnraumförderung durch die NBank

Die Investitions- und Förderbank Niedersachsen fördert auf Grundlage der Richtlinien über den sozialen Wohnungsbau in Niedersachsen (Wohnraumförderbestimmungen) und des jeweils aktuellen Wohnraumförderprogrammes verschiedene Maßnahmen im Eigentums- und Mietwohnungsbau. Die Fördermaßnahmen sollen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum dienen. Die Förderung erfolgt in Form von zinslosen bzw. zinsgünstigen Darlehen.

Die Stadt Leer wurde aufgrund einer aktuellen Wohnungsmarktanalyse des Nds. Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung als eine von 12 Kommunen mit einem angespannten Wohnungsmarkt ausgewiesen. Zur Regulierung der Mieten sollen in diesem Zusammenhang die vom Land Niedersachsen geplanten mietrechtlichen Verordnungen für die Stadt Leer gelten. Um die Attraktivität zur Investition in den Eigentums- und Mietwohnungsbau zu steigern und die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen, bietet die NBank verschiedene Programme zum Neubau, Umbau und Erweiterung sowie der energetischen Modernisierung etc. an. Auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung der Bevölkerung und die damit verbundene Veränderung der Haushaltstrukturen werden hier Anreize zur Schaffung von barrierefreien Wohnraum geboten.

Nachfolgend einige Programme der NBank aus dem Bereich der sozialen Wohnrauförderung im Überblick:
Eigentumsmaßnahmen
  • Altersgerechte Modernisierung von Wohneigentum
  • Eigentum für Haushalte mit Kindern
  • Eigentum für Menschen mit Behinderung
  • Energetische Modernisierung von Wohneigentum
Mietwohnungsbau
  • Mietwohnungen und Ersatzbaumaßnahmen
  • Energetische Modernisierung von Mietwohnungen
  • Mietwohnungen für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung
  • Modernisierung, Aus- und Umbau sowie Erweiterung von Mietwohnungen
  • Mietwohnraum für gemeinschaftliche Wohnformen
sFür jedes Förderprogramm gibt es gewisse Fördervoraussetzungen wie z. B. Einkommensgrenzen, bauliche Auflagen oder Höhe der Eigenleistungen etc. Unter welchen Voraussetzung Sie Anspruch auf eine der o. g. Förderungen haben, erfahren Sie bei der

Wohnraumförderstelle der Stadt Leer
Fachdienst 4.24 Wirtschaftsförderung, Grundstücke und Förderrecht, Zimmer 222
Telefon: 0491 9782-365 oder 0491 9782-215
E-Mail: christa.remmers-behrens@leer.de

Hier ist auch später der Förderantrag zu stellen, der dann nach Vorprüfung an die NBank (Günter-Wagner-Allee 12-16), 30177 Hannover, Telefon 0511 30031-313 weitergeleitet wird. Die Info Blätter zu den jeweiligen Programmen erhalten Sie auch im Internet unter www.nbank.de (unter der Rubrik Privatperson-Wohnraum)

7.2 Wohnungsbauförderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau(KfW) bietet verschiedene Programme zum Bauen, Sanieren und altersgerechten Umbauen an, die mit zinsgünstigen Darlehen oder evtl. mit Zuschüssen gefördert werden. Diese können ggf. mit Mitteln aus den Förderprogrammen der NBank gekoppelt werden. Im Vordergrund steht hier die Energieeinsparung.
Nachstehend einen Überblick über einige der angebotenen KfW Darlehensprogramme
  • KfW-Wohnungseigentumsprogramm
  • Energieeffizient Bauen
  • Energieeffizient Sanieren - "Effizienzhaus"
  • Energieeffizient Sanieren - Einzelmaßnahmen
  • Ergänzungskredit zum Energieeffizienzdarlehen
  • Altersgerecht Umbauen
Ansprechpartner für die Programme und Vermittler der Fördermittel ist Ihre Hausbank bzw. das Kreditinstitut Ihrer Wahl. Hierüber erfolgt auch die Antragstellung an die KfW. Die Infoblätter zu den einzelnen Fördermöglichkeiten mit den jeweiligen Förderbestimmungen und Konditionen können Sie auch der Internetseite www.kfw.de entnehmen oder sich über die kostenfreie Hotline-Nummer des Infocenters der KfW unter 0800 5399002 informieren (KfW Bankengruppe, Palmgartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt am Main, Telefon 069 7431-0).

Allgemeiner Hinweis
Bei dem Aufbau Ihrer Finanzierung in Zusammenhang mit Fördermitteln beachten Sie bitte, dass es grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf Förderung gibt.
Da die Bearbeitung der Anträge einige Zeit dauern kann, stellen Sie Ihren Antrag möglichst früh vor Baubeginn bzw. Kauf des Objektes oder den Beginn der Modernisierung. Bei einigen Förderprogrammen ist es u.a. auch Voraussetzung, dass noch nicht mit der Baumaßnahme begonnen wurde bzw. der Kaufvertrag noch nicht beurkundet wurde. Außerdem ist anzuraten, einen Antrag am Anfang eines Jahres zu stellen, da die Fördertöpfe dann noch gut gefüllt sind und man so eine bessere Chance auf Mittel hat.

7.3 Förderprogramme der Stadt Leer

Förderprogramm Fassadenbegrünung
Die Stadt Leer fördert seit 1993 die Fassadenbegrünung. Mittlerweile schmücken bereits über 6000 von der Stadt gelieferte Kletter- und Schlingpflanzen das Stadtbild. An der Wilhelmine-Siefkes-Schule (Große Bleiche) zum Beispiel vermittelt die dortige Station des Stadtökologischen LEER-Pfades interessante Informationen zur Fassadenbegrünung generell sowie auch zu den einzelnen Pflanzen. Leeraner Bürgerinnen und Bürger können bis zu 5 Kletterpflanzen kostenlos von der Stadt erhalten. Antragsformulare sind erhältlich im Rathaus Hauptgebäude, Fachdienst 2.61, Zimmer 117, Telefon 0491 9782-251.

7.4 Dorferneuerung

Am 01. Juli 2009 wurden die Ortsteile Loga und Logabirum der Stadt Leer in das Niedersächsische Programm zur Förderung der Dorferneuerung aufgenommen. Die Anerkennung des Dorfeneuerungsplanes durch das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL) erfolgte am 27. März 2012.

Zusammengefasst sind die Ziele der Dorferneuerungs-/-entwicklungsplanung:
  • Impulse für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Dörfer geben.
  • Die typischen Elemente der Dörfer stärken und die traditionellen Werte für die Zukunft sichern.
  • Die Lebensbedingungen der in den Dörfern lebenden Menschen attraktiver gestalten.
  • Fachkundige Betreuung von Maßnahmen zur Erhaltung und Gestaltung des dörflichen Charakters ermöglichen.
  • Das dörfliche Umfeld verbessern.
  • Grünordnerische Anlage beziehungsweise dorfökologisch bedeutsame Flächen wiederherstellen.
  • Das innerörtliche Gemeinschaftsleben stärken.
Es geht bei der Dorfentwicklung auch immer darum, das Wohnumfeld und die Erschließung im weitesten Sinne zu verbessern, gleichzeitig aber die Besonderheiten der Orte sowohl in baulicher Form (alte Gebäude, das Arrangement der Gebäude, die Anordnung von Straßen, Wegen, Plätzen) als auch im Bereich des Grüns zu schützen.

Die Möglichkeit einer Förderung von öffentlichen und privaten Maßnahmen im Sinne der Ziele der Dorferneuerung besteht bis einschließlich 2019. Öffentliche Förderanträge sind beim ArL und private Anträge bei der Stadt Leer einzureichen. Weitere Informationen können auf der Homepage der Stadt Leer eingesehen werden.

7.5 Sanierungsgebiet Leer Altstadt

Die Leeraner Altstadt ist nicht nur die gute Stube der Stadt, sondern auch touristischer Anziehungspunkt. Das Stadtbild zu wahren, die denkmalgeschützten Gebäude zu erhalten und die städtebaulichen Strukturen behutsam an die sich wandelden Anforderungen und Bedürfnisse behutsam anzupassen, sind Ziele der Sanierung. Nachdem schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts die Stadtsanierung geholfen hat, die wertvolle Bausubstanz in der einzigartigen Altstadt zu bewahren, so steht die Altstadt heute am Anfang einer zweiten Sanierungsmaßnahme. Jetzt besteht die einmalige Chance, die einzigartige historische Bausubstanz in der Altstadt zu erhalten und im Sinne des Denkmalschutzes zu modernisieren. Dabei wird auf die Steigerung der energetischen Effizienz wie auf die Verbesserung der Barrierefreiheit ein besonderes Augenmerk gelegt. Zahlreiche Gebäude von historischer Bedeutung sind "in die Jahre" gekommen und belasten unser Stadtbild. Eine Modernisierung ist oftmals aufwendig und kostspielig. Mit dem Städtebauförderprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz" unterstützen der Bund, das Land Niedersachsen und die Stadt Leer mit Fördermitteln die Eigentümer bei der Sanierung von denkmalgeschützten, stadtbildprägenden oder bau- und kunsthistorisch bedeutenden Gebäuden und Plätzen. Insbesondere private Eigentümer sollen bei ihren Modernisierungsmaßnahmen unterstützt werden. Hierfür stehen im rund 23,4 ha großen Sanierungsgebiet in den nächsten rund 10 Jahren fast 5 Mio. Euro an öffentlichen Mitteln zur Verfügung. Das Sanierungsgebiet ist mit Ratsbeschluss vom 07.10.2015 in einer Sanierungssatzung räumlich festgelegt worden, eine Modernisierungsrichtlinie, die die Modalitäten der Förderung festlegt, ist derzeit in der Erarbeitung. Ab September 2016 wird die Stadt Leer zusammen mit einem Sanierungsträger dann für intensive Beratungen der privaten Immobilienbesitzer Sprechstunden anbieten. Zwar stehen schon für 2016 und 2017 ehr geringfügige Fördermittel zur Verfügung, zeitlicher Schwerpunkt der Sanierungsförderung werden jedoch die Jahre ab 2018 sei. Neben der Bezuschussung besteht auch die Möglichkeit, nach Abschluss einer Sanierungsvereinbarung, mit der Stadt Leer steuerliche Vorteile in Anspruch zu nehmen.

Nachdem bereits erste Informationsveranstaltungen für die Grundstückseigentümer im Sanierungsgebiet stattgefunden haben, wird im Herbst erneut in einer Bürgerversammlung über die Sanierung informiert werden. Aktuelle Informationen finden Sie im Internet unter www.leer.de