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Interview mit dem Bürgermeister

Wenn Sie es in einem Satz beschreiben sollten:
Was macht Langenhagen so besonders?


Langenhagen ist eine junge Stadt, die sich kontinuierlich weiter entwickelt und dabei ihre Wurzeln bewahrt. Man denke nur an die Kreuzwippe in Engelbostel, das Alte Rathaus im Stadtzentrum oder den Wasserturm im Eichenpark. Doch Sie hatten mich ja um einen Satz gebeten. Dann würde ich mich für Folgendes entscheiden: Langenhagen ist eine bisweilen unterschätzte, lebens- und liebenswerte Stadt, in der man zwischen Trubel und Ruhe, zwischen alter Landschaft und moderner Infrastruktur und zwischen Anonymität oder enger Gemeinschaft variieren kann, und von der ich ein echter Fan bin.

Welche Einrichtungen in Langenhagen sind sowohl für Jung als auch für Alt einen Besuch wert?

Da ist ein Ort in Langenhagen geradezu wie geschaffen: Im Mehrgenerationen-Bewegungspark können Jung und Alt ins Schwitzen kommen. Da er sich zudem im Stadtpark befindet, ist es von dort aus nicht weit bis ins Zentrum, wo jeder etwas nach seinem Geschmack finden sollte. Und wer etwas erleben will, ohne selber schwitzen zu müssen - dem empfehle ich den Besuch der Pferderennbahn oder der Eishalle. Wenn dort Rennen beziehungsweise Spiele ausgetragen werden, geht es oft heiß her.

Wenn Sie einen Besucher durch Langenhagen führen würden, was würden Sie ihm unbedingt zeigen wollen?

Das ist eine schwierige Frage. Ich bin alteingesessener Langenhagener und kenne daher hier viele sehenswerte Orte. Einen "Neuling" - also jemanden, der noch nichts gesehen hat - würde ich zum Silbersee führen. Dort hat die Stadt vieles getan, um dieses Langenhagener Naherholungsgebiet aufzuwerten und wir arbeiten kontinuierlich an weiteren Verbesserungen. Das Gelände rund um den See ist ein gutes Beispiel für die weit verzweigte grüne Lunge der Stadt, zu der auch der Brinker Park und der Wietzepark gehören.

Die Stadt lebt natürlich auch immer von ihren Festen und Veranstaltungen. Was hat Langenhagen Besonderes zu bieten?

Da sind allen voran das Kleinkunstfestival MIMUSE und der Kunstverein Langenhagen. Sie richten Veranstaltungen aus, die weit über die Stadtgrenzen Beachtung finden. Es lohnt sich, ihre Programme im Blick zu haben. Ebenfalls herausragend aber zeitlich begrenzter sind das jährliche Stadtfest Langenhagen, das Kulturfestival des Kulturrings Langenhagen und die Schützenfeste im Stadtzentrum und in den Ortschaften.
Alles übrigens tolle Beispiele für das hiesige, vielfältige und unverzichtbare Engagement, mit dem viel für die Gemeinschaft bewegt wird.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist heutzutage für viele Familien ein wichtiges Thema. Wie unterstützt die Stadt ihre Einwohner in dieser Hinsicht?

Politik und Verwaltung behalten alles, was für junge Familien wichtig sein könnte, im Blick. Wir hinterfragen das Kinderbetreuungsangebot in der Stadt und steuern bei Bedarf möglichst zeitnah nach. Wir schauen kritisch auf das schulische Angebot - und haben auch in dieser Hinsicht dem Wunsch vieler Eltern nach einem erweiterten integrierten Gesamtschulangebot entsprochen und eine zweite IGS geschaffen. Ganztagsangebote sind ein wesentlicher Bestandteil für Vereinbarkeit von Familie und Beruf, daher bauen wir diese kontinuierlich aus. Dabei setzen wir mit offener Ganztagsschule und einem guten Hortangebot auf Wahlfreiheit.

Und neben diesen "Pflichtfächern"?

Auch da haben wir gemeinsam viel geschaffen: Tolle Spielplätze, zu denen etwa ein inklusiver in Wiesenau, der interkulturelle Erlebnispark in Kaltenweide (IKEP) sowie Skateranlagen gehören. Es gibt vielfältige Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche zum Beispiel von der städtischen Jugendpflege, dem Verein für Sozialarbeit mit der mobilen aufsuchenden Jugendarbeit (MaJa), einen ehrenamtlich betreuten Abenteuerspielplatz am Silbersee, ein riesiges Angebot an Kinder- und Jugendgruppen von Vereinen und Verbänden und vieles, vieles mehr.

Was verstehen Sie unter Bürgernähe?

Dass Politik und Verwaltung ein Gespür dafür haben, was die Langenhagener benötigen und was sie sich wünschen. Das erfordert einen Dialog, den wir auf zahlreichen Wegen fördern. Ein gutes Beispiel dafür ist der Mängelmelder, auch wenn der Begriff etwas irreführend ist. Denn Bürgerinnen und Bürger können dort sowohl positive Dinge ansprechen als auch auf Missstände hinweisen. Gerade letzteres ist wichtig, denn die mehr als 53.000 Augenpaare sehen mehr als die von Politikern und Verwaltungsmitarbeitern allein. Im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern muss es darum gehen, "wie" Verwaltung unterstützen oder helfen kann und nicht "ob". Ich persönlich versuche, unabhängig von den offiziellen Bürgersprechstunden im Rathaus und den Ortschaften, so oft wie möglich mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren "wo der Schuh drückt".

Was wird sich zukünftig an Langenhagen verändern? Welche großen Pläne stehen an?

An dieser Stelle alles aufzuzählen, würde sicherlich unser Interview sprengen. Ich möchte stattdessen hier und jetzt alle Leserinnen und Leser einladen, zur Theodor-Heuss-Straße zu kommen. Schon die derzeit dort existierende Baustelle ist sehenswert - und das fertige Schwimmbad wird es, da bin ich mir sicher, erst recht. Noch mehr werden wir in den nächsten Jahren in Bildung investieren. Am Schulzentrum werden viele neue, moderne Gebäude entstehen, aber auch an den anderen Langenhagener Schulen wird um- und angebaut oder modernisiert werden. Und auch im Stadtzentrum wird sich in naher Zukunft einiges verändern. Aber da ist noch etwas Geduld gefragt. Am besten Sie machen sich selber auf den Weg und entdecken unser lebens- und liebenswertes Langenhagen.

Weitere Informationen über die Stadt Langenhagen
finden Sie auch unter http://www.langenhagen.de