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Historie

Mitten im Herzen Anhalts gelegen, ist Köthen voll reicher Geschichte. Ländliche Idylle der gern als "Kuh-Köthen" bezeichneten Stadt und Sitz fürstlicher Macht - nur scheinbar ist dies ein Gegensatz. Der fruchtbare Boden war viele Jahrhunderte die Lebensgrundlage für viele Köthener - und ist es bis heute. Und der ebenso davon profitierende Fürstenhof zog so manche berühmte Persönlichkeit an, die dann Köthen ihren Stempel aufdrückte. So lebte und wirkte der große Johann Sebastian Bach ab 1717 sechs Jahre als Hofkapellmeister beim musikalisch sehr interessierten und gebildeten Fürsten Leopold, schuf hier unvergängliche Werke wie die sechs "Brandenburgischen Konzerte" oder den ersten Teil des "Wohltemperierten Klaviers". Der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, kam 1821 in die Residenzstadt. Neben seiner Arbeit als Leibarzt für den Herzog Friedrich Ferdinand betrieb er in der Wallstraße eine florierende Praxis und ging seiner Forschung nach, bevor er der Liebe zur Französin Melanie d´ Hervilly wegen nach 14 Jahren nach Paris zog. Dies sind nur zwei Mosaiksteine der Geschichte Köthens, weitere ließen sich problemlos einpassen. So zum Beispiel die 1617 gegründete Fruchtbringende Gesellschaft, der ersten Sozietät und Akademie zur Pflege der deutschen Sprache. Oder Naumann, der Begründer der modernen Ornithologie in Mitteleuropa, dessen einzigartige Vogel- und Naturaliensammlung seit 1835 bis auf den heutigen Tag in einem faszinierenden Museum im Schloss zu sehen ist. Das Kapitel Residenzstadt wurde mit dem Tode des letzten Herzoges Heinrich 1847 endgültig ad acta gelegt, er hatte mit der Etablierung der Eisenbahn in Köthen, samt dem ersten Knotenpunkt mehrerer Linien, hier die Weichen für die Moderne gestellt. Und auch heute ist neben der Hochschule Anhalt mit ihren im In- und Ausland begehrten Studienplätzen die Schwerindustrie nach wie vor ein Aushängeschild.

Motor der Kultur ist natürlich die erwähnte reiche Geschichte. Neben dem Schloss mit seinen Museen zu allen Bereichen der Köthener Vergangenheit und der liebevoll sanierten und vom zweiten Weltkrieg fast komplett verschonten Altstadt wird auch beispielsweise mit dem Veranstaltungszentrum und dem touristischen Umfeld sehr zielgerichtet auf die Interessen der Besucher hingearbeitet. Höhepunkte im Kulturleben sind dabei unter anderem die renommierten Bachfesttage mit Besuchern aus aller Welt. Aber auch die Homöopathie steht mit Tagungen und Kongressen immer mehr im Fokus. Auch hier sind die Gäste rund um den Globus beheimatet und genießen es sehr, in Köthen neben vielen anderen Dingen das einzige erhaltene Wohnhaus Hahnemanns sehen zu können.