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Wirtschaft

Rheinhausen hatte in den 1960er und 1970er Jahren die Schließung der Zechen Diergardt und Mevissen und im Jahr 1993, nach langem Arbeitskampf, die endgültige Schließung des Kruppschen Hüttenwerkes zu verkraften. Erfreulicherweise sind auf den früheren Industriebrachen jedoch längst prosperierende Gewerbeparks entstanden.

Das riesige Hüttenwerksgelände mit seinen 265 ha ist unter der Federführung der logport ruhr GmbH, einer Tochtergesellschaft der duisport-Gruppe, zu Europas größtem Logistikstandort mit perfektem Erschließungssystem restrukturiert worden. Das Gelände logport I ist inzwischen vollständig mit "Global Playern" der Branche besiedelt worden. Die logport ruhr GmbH hat mittlerweile eine Erweiterung im Bereich des Gewerbeparks Hohenbudberg angestrebt und fast abgeschlossen (logport III)

Freie Flächen stehen nur noch auf dem Gelände des Gewerbeparks Hohenbudberg und des auf hochwertige Ansiedlungen orientierten Businesspark Niederrhein zur Verfügung, der besonders verkehrsgünstig in unmittelbarer Nähe zur Anschlussstelle Duisburg-Homberg der A40 liegt.

Ansprechpartner für das logport-Gelände ist die logport ruhr GmbH, für alle anderen Gewerbeparks die städtische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung.

Internet: www.logport.de

logport: Erfolgreiches Beispiel für den Strukturwandel an Rhein und Ruhr

Bereits 1998 hat die Duisburger Hafen AG (duisport) unter der Marke logport mit der Entwicklung und Vermarktung des 2.650.000 m² großen ehemaligen Krupp-Hüttenwerk-Areals (logport I) im linksrheinischen Duisburg-Rheinhausen begonnen. Ziel war die Etablierung eines trimodalen Logistikzentrums für hochwertige Stückgüter und die Ansiedlung von international operierenden Logistikdienstleistern. Im Rahmen der vollständigen Realisierung haben die Duisburger Hafen AG, die Europäische Union, das Land NRW und die logport-Kunden insgesamt 1 Milliarde Euro investiert.

Gerade logistikorientierte Unternehmen machen ihre Standortwahl vor allem von der Qualität der verfügbaren trimodalen Verkehrsanschlüsse (Wasser, Schiene, Straße) und Hafeninfrastruktur wie Terminals abhängig. Die Sanierung des alten Krupp-Werkshafens, die Errichtung des Duisburg Intermodal Terminals (DIT), des Duisburg Trimodal Terminals (D3T) und des Duisburg Kombiterminals (DKT) sowie der Ausbau des Rangierbahnhofes bildeten daher eine wichtige Basis für die erfolgreiche Vermarktung der Flächen. Ziel war und ist die Ansiedlung von Unternehmen, die schwerpunktmäßig ihre Güter per Schiff und Bahn umschlagen und somit die Vorteile der trimodalen Anbindung des Geländes nutzen. Gerade für logport-Investoren stellt diese multimodale Infrastruktur einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar.

Heute ist logport eines der führenden europäischen Logistikzentren sowie Aushängeschild für Nordrhein-Westfalen: Über 50 Unternehmen haben sich auf dem logport I Logistikareal angesiedelt und errichteten Distributionslager für namhafte Produzenten, unter anderem aus dem Konsumgüter- und Elektronikbereich. Dazu gehören Global Player der Logistikbranche wie Kühne + Nagel, das japanische Logistikunternehmen NYK / Yusen Logistics, die Rhenus-Gruppe, DHL, DB Schenker oder der Automobillogistiker BLG. Mehr als ein halbes Dutzend europäischer Distributionszentren für Firmen wie Danone Waters, Hewlett Packard, Johnson & Johnson oder Siemens, aber auch zahlreiche mittelständische Unternehmen wie das Bremer Stahlhandelsunternehmen Buhlmann oder ArcelorMittal Stainless Steel haben sich für den Standort logport entschieden. Von hier aus verteilen sie ihre Waren nach ganz Europa.

Die logport-Familie wächst weiter
Das erfolgreiche logport-Konzept wurde auf weitere Flächen in Duisburg ausgeweitet. Seit 2006 gehören logport II in Wanheim/Angerhausen und seit 2013 logport III in Hohenbudberg zur logport-Familie. Mittlerweile sind im Hafengebiet rund 300 logistikorientierte Unternehmen ansässig. Pro Jahr generieren sie eine Wertschöpfung von etwa drei Milliarden Euro. Auch in Zukunft wird sich die Entwicklung von brachliegenden Industrieflächen in der Rhein-Ruhr Region zu modernen Logistikarealen nach dem Beispiel von logport fortsetzen. So entwickelt die logport ruhr GmbH, ein Joint Venture der Duisburger Hafen AG und RAG Montan Immobilien GmbH, derzeit weitere Logistikareale auch über die Grenzen von Duisburg hinaus. Aktuelle Beispiele, wie logport IV in Kamp-Lintfort und logport V in Oberhausen, stehen hier im Fokus. Dort entstehen Arbeitsplätze, die im Rahmen des Strukturwandels weggefallen sind. Allein auf logport I, dem größten dieser Standorte, sind bereits über 4.000 Arbeitsplätze entstanden.

Verkehrsleitsystem zur freien Fahrt in Duisburg
Schon früh hat duisport erkannt, dass eine umfassende Lösung zur Steuerung des Lkw-Verkehrs im und am Hafen ein Schlüssel zur dauerhaften Wettbewerbsfähigkeit ist. Im Rahmen eines Pilotprojektes haben duisport und Siemens eine intelligente Zulaufsteuerung entwickelt, die die aktuelle Verkehrslage und den Zulauf der Güterverkehre für alle Beteiligten transparent macht.

Dies reduziert unproduktive Arbeitsvorgänge an Laderampen und Terminals, hilft Staus, Warte- sowie Reisezeiten zu minimieren und sorgt so für eine insgesamt bessere Auslastung vorhandener Ressourcen.

logport I in Zahlen
  • 2.650.000 m² Gesamtfläche
  • Rund 650.000 m² Hallenfläche
  • Über 50 ansässige Unternehmen
  • Über 4.000 direkte Arbeitsplätze
  • Drei intermodale Containerterminals
  • Investitionen von rund 1 Milliarde Euro
Villenkolonie Bliersheim

Abseits der Arbeitersiedlungen, aber in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Krupp-Hüttenwerk Rheinhausen, ließ KRUPP um 1900 eine Beamtensiedlung im ehemaligen Stadtteil Bliersheim errichten. Der Standort war so gewählt, dass ein Bereitschaftsdienst bei Betriebsstörungen schnell zur Stelle sein konnte.

So bietet der Logistikstandort heute auch einen hohen Vergnügungswert durch die Umgestaltung der ehemaligen Bliersheimer Villenkolonie, dabei wurden die über 100 Jahre alten, und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude aus dem Dornröschenschlaf geholt und zu neuem Leben erweckt.

In der Mitte der parkähnlichen Wohnanlage erreichte man über einen Wegering das Haus des Direktors mit nebenstehendem Kutscherhaus und Wagenremise. Um den Ring herum und an den Erschließungsstraßen gruppieren sich die großzügig mit 7-8 Zimmern ausgestatteten, bis zu 400 qm großen Villen der Betriebsführer und der Assistenten, von denen keine der anderen gleicht. Die Meisterhäuser mit 5-7 Zimmern lagen etwas abseits.

Zur Villen-Kolonie gehörte ferner ein Kasino, das als Restaurant für leitende Angestellte und zur Bewirtung der Gäste diente.
Von den glatt verputzten Villen mit ihren Erkern, den in Holz konstruierten Loggien und ihren teilweise in Fachwerk ausgeführten Giebeln sind noch 9 Häuser erhalten.

Im Zuge der Entwicklung und des Ausbaus des logport-Geländes, auf dem die Kolonie steht, sind aus den ehemaligen alten abrissreifen Villen durch eine aufwändige Vollsanierumg die "Villa Rheinperle" und das "Casino Bliersheim" entstanden, die zwei sehr beliebte Eventlocations darstellen.

Internet: www.bliersheim.de