Gehe zum Inhalt, überspringe Menüs

 

Interview

Drei Fragen an Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann und Bezirksamtsleiter Ralph Cervik

Redaktion: Frau Stürmann, Herr Cervik, Sie sind beide aus verschiedenen Gründen in Meiderich/Beeck aktiv, aber nicht hier geboren. Wie würden Sie als Zugereiste den Bezirk charakterisieren?

Daniela Stürmann: Die entscheidende Frage ist aus meiner Sicht nicht, wo ich geboren bin, sondern wo ich mich heimisch fühle. Ich werde häufig gefragt, warum ich mich als gebürtiges Nordlicht ausgerechnet in Meiderich/Beeck engagiere. Ich habe als Zugereiste einen ganz besonderen Blick auf den Stadtbezirk. Er hat unglaublich viel Charme und Charakter. Mein allererstes persönliches Zusammentreffen mit einem "echten Meidericher" war von einer solchen Herzlichkeit und Offenheit geprägt, dass ich mich direkt wohl gefühlt habe. Sicherlich haben wir unsere Probleme, aber es gibt einen starken gesellschaftlichen Konsens, diese auch unter schwierigen Rahmenbedingungen zu lösen.

Ralph Cervik: Ich habe meine Entscheidung, in Meiderich/Beeck Bezirksamtsleiter zu werden, ganz bewusst getroffen, weil ich wusste, dass Politik und Verwaltung im Rahmen eines konstruktiven Miteinander zielorientiert zusammenarbeiten. Dies gilt heute wie damals. Beispielhaft ist auch die bezirkliche Zusammenarbeit mit den Einrichtungen und Institutionen; das ist ein großer Standortvorteil. Das Leitmotiv für uns lautet "In Meiderich/Beeck miteinander".

Redaktion: Welche Standortvorteile sehen Sie im Stadtbezirk Meiderich/Beeck?

Daniela Stürmann: Meiderich/Beeck ist ein lebens- und liebenswerter Stadtteil. Wir haben durch die vielen Grünflächen, die Rheinanbindung und die Schaffung von erschwinglichem Wohnraum die Weichen gestellt, den Stadtbezirk zu einem attraktiven Wohnquartier auszubauen. Ein Mix aus Industrie und Gewerbe führen zu Arbeitsplätzen, die nicht nur die wohnungsbezogene Attraktivität fördern. Leben und Arbeiten in Meiderich/Beeck, das ist mein Motto.

Ralph Cervik: Eine bürgernahe und freundliche Verwaltungsarbeit gehört aus meiner Sicht ebenfalls zu der Liste von Standortvorteilen. Deshalb war es immer mein Bestreben, die im Bezirksamt arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dienstleistungsorientiert zu führen. Die Rückmeldungen hierzu lassen sicherlich den Schluss zu, dass uns dies auch gelungen ist. Dennoch glaube ich, dass man auch das Gute noch verbessern kann. Daran arbeiten wir. Ein weiterer wesentlicher Standortvorteil ist die bereits geschilderte konstruktive Zusammenarbeit in der Politik. Dies ist besonders bei gewerblichen Ansiedlungsvorhaben und Bauangelegenheiten wichtig. Die Investoren müssen sicher sein, hier ein offenes Ohr vorzufinden. Auch dies wird uns immer wieder bestätigt.

Redaktion: Nun noch eine hypothetische Frage: Wie sieht der Stadtbezirk in zehn Jahren aus?

Daniela Stürmann: Wir befinden uns, nicht nur in Meiderich/Beeck, in der Situation, dass die Zukunft geprägt sein wird von der fortschreitenden Globalisierung, dem demografischen Wandel und einer eingeschränkten wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltungen. Dies sehe ich aber nicht nur als Nachteile, sondern auch als Chancen für uns alle, sich mit kreativen Handlungskonzepten den Herausforderungen zu stellen. Die geschilderten Auswirkungen sind bereits heute spürbar und ich glaube, dass wir durch eine Vielzahl von konkreten Maßnahmen im Bildungs-, Integrations-, Wohnungsbau- und Umweltbereich bereits hierauf reagieren. Insoweit bin ich sicher, dass wir auf einem guten Weg sind.

Ralph Cervik: Ich sehe attraktive Stadtteilzentren und funktionierende Nachbarschaften in einer breiten kulturellen Diversität. Über Grünverbindungen haben wir Anschluss an unsere Parks und Freiflächen. Industrie und Gewerbe sind international aufgestellt und lokal verankert. "In Meiderich/Beeck miteinander" wird noch stärker gelebt! Das ist meine Vision, dafür setze ich mich ein.

Redaktion:
Vielen Dank für dieses Gespräch.

Weitere Informationen über die Meiderich/Beeck
finden Sie auch unter http://www.duisburg.de