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Geschichtliches

Stadtentwicklung

Die alte Hansestadt Brakel liegt in einem weiten Talkessel von Nethe und Brucht zwischen dem südlichen Ausläufer des Teutoburger Waldes, der Egge und der Weser.
Brakel wurde erstmals 836 als "villa brechal" erwähnt. Nach dem Bau der Pfarrkirche St. Michael um 1160 entstand am alten Handelsweg Paderborn-Brakel-Höxter (Hellweg) eine Siedlung. Diese wurde im 13. Jahrhundert durch Rathaus und Marktplatz erweitert und danach zur Stadt ausgebaut; zu dieser Zeit erhielt Brakel Stadt-, Markt- und Münzrecht. 1350 erlebte die Stadt einen gewaltigen Aufschwung. Brakel wurde nach Paderborn und Warburg zur drittgrößten Stadt im Bistum und war Dank seiner wohlhabenden Kaufmannschaft auch Mitglied der Hanse.
1633 wurde in Brakel der Barockmaler Johann Georg Rudolphi geboren; der Kirchenmaler der holländischen Schule starb 1693 hier. Ein seltenes Werk, die Flügeltüren der Orgel, sind in der Brakeler Pfarrkirche St. Michael zu sehen. Der später durch viele Bauten in Münster und Umgebung berühmt gewordene Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun aus Nörde bei Warburg errichtete mit der Kapuzinerkirche (1715-1718) in Brakel sein Erstlingswerk.

Bis zur Neuzeit verlor sich die Stadt jedoch in der gemütlichen Abgeschiedenheit eines kleinen westfälischen Landstädtchens und erfuhr Veränderungen wie alle anderen Orte auch, z. B. durch den Dreißigjährigen Krieg, die Industrialisierung, die Landflucht der Bevölkerung und die beiden Weltkriege, die auch hier Trümmer hinterließen. Durch die beiden Gebietsreformen in den Jahren 1970 und 1975 gehören heute 14 weitere, ehemals selbständige Ortschaften, zur Stadt Brakel.
Bis jetzt haben sich vier Entwicklungsschwerpunkte in Brakel ergeben:
  • Ansiedelung von Industrieunternehmen im holz-, metall-, glas- und kunststoffverarbeitenden Bereich.
  • Entwicklung des Tourismus hier: staatliche Anerkennung zum Luftkurort Brakel und den beiden staatlich anerkannten Erholungsorten Bellersen und Gehrden sowie die Förderung eines kulturellen Angebots auch für das Umland.
  • Angebot eines weit differenzierten Schulwesens aufgrund der zentralen Lage im Kreis Höxter
  • Ansiedlung von Behörden und Institutionen überörtlicher Bedeutung.
Geschichte erfahren...
  • Die Tourist Information im Haus des Gastes bietet auf Anfrage begleitete Stadttouren zu verschiedenen Themen durch die historische Altstadt an.
  • Das Stadtmuseum Brakel, Am Markt 5 (Haus des Gastes) informiert über die Geschichte Brakels.
Natur und Kultur erfahren...
  • Zur "Kreuztracht" am Karfreitag versammeln sich jedes Jahr Hunderte Gläubige in Gehrden.
  • Im Mai (Christi Himmelfahrt bis Sonntag) eröffnet die Frühlingskirmes jedes Jahr mit einem Stadtfest den alljährlichen Veranstaltungsreigen.
  • Bis zum Sommer finden in allen Orten traditionsreiche Schützenfeste mit teils originellen Bräuchen statt (z. B. Bökendorfer Eierbier, Armbrustschießen in Gehrden).
  • Die Freilichtbühne Bökendorf zeigt jedes Jahr von Mai bis September zwei Theaterstücke auf einer herrlich gelegenen Naturbühne; die 1.000 Personen fassende Zuschauertribüne ist voll überdacht.
  • Die Ortschaft Bellersen hat sich ganz dem naturnahen Tourismus verschrieben.
  • Alljährlich am 1. August-Wochenende steht Brakel seit über 250 Jahren Kopf: Der Annentag®, die größte Innenstadtkirmes im Weserbergland, lockt an vier Tagen etwa 350.000 Besucher an.
  • Seit weit über zehn Jahren lebt eine alte Tradition wieder auf: Am zweiten Oktober-Wochenende veranstaltet der Werbering Brakel in der Fußgängerzone den Michaelis-Markt, den es schon im 13./14. Jahrhundert zu Zeiten der Hanse gab.
  • Am ersten Dezemberwochenende findet auf dem historischen Marktplatz der kleine, aber feine Nikolausmarkt statt.