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Bexbach - Historisches und Aktuelles

Die Stadt Bexbach, im Saarpfalz-Kreis, zwischen der Kreis- und Universitätsstadt Homburg und der Kreisstadt Neunkirchen gelegen, ist in ihrer jetzigen Form aufgrund der kommunalen Gebiets- und Verwaltungsreform am 1. Januar 1974 entstanden. Sie wurde aus der ehemals selbständigen Stadt Bexbach und den selbständigen Gemeinden Oberbexbach, Frankenholz, Höchen, Niederbexbach und Kleinottweiler gebildet. Der Stadtteil Ludwigsthal der Stadt Bexbach wurde der Stadt Neunkirchen zugeordnet. Bexbach zählt heute fast 20.000 Einwohner. Wie viele Städte und Gemeinden in der Grenzregion haben auch die in landschaftlich schöner Lage am Höcherberg gelegenen Orte eine wechselhafte Geschichte hinter sich.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bexbach 1219. Zur Zeit der Edelknechte von Beckensbach, die den Höcherbergraum als erste besiedelten, fand man im 14. Jahrhundert Eisenerz und im 16. Jahrhundert Kohlen. So stand die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region mit dem Bergbau in engem Zusammenhang. Die Schließung der Schachtanlagen in Bexbach, Frankenholz und Höchen im Jahre 1959, hier arbeiteten zusammen zeitweise mehrere tausend Menschen, bedeutete deshalb ein schwerer wirtschaftlicher Rückschlag.

Erschließung von Industrie- und Gewerbegebieten

So wurde die Industrieansiedlung eine vordringliche Aufgabe. Schon die früher selbständigen Gemeinden, später im Verbund die neue Stadt Bexbach, waren bestrebt, geeignete Industrie- und Gewerbegebiete zu erschließen, was auch unter Mithilfe des Landes und des Bundes - sowie beim BIG (Bexbacher Industriegebiet) mit Mitteln der Europäischen Union - gelungen ist.

Als die Stadt Bexbach 1996 die Nachricht vom Komplett-Abzug der Bundeswehr aus Oberbexbach erfuhr, war die Betroffenheit groß. Die Stadt Bexbach erkannte sehr schnell, dass größerer wirtschaftlicher Schaden dadurch abgewehrt werden konnte, wenn schnellstmöglich Unternehmen angesiedelt werden, die auch die verloren gegangenen Arbeitsplätze komprimieren würden. Da ein solches Großprojekt jedoch nicht alleine geschultert werden konnte, fand die Stadt im Saarpfalz-Kreis, den beiden Bexbacher Banken Kreissparkasse Saarpfalz und Volksbank Saarpfalz und in der Landesentwicklungsgesellschaft Saar Partner für die so genannte Konversion der ehemaligen Saarpfalz-Kaserne. Es entstand die Saarpfalz-Park Bexbach (SPB) GmbH, die geschäftsbesorgend mit dem Personal der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saarpfalz und dem Wirtschaftsförderer der Stadt Bexbach ausgestattet wurde. Die SPB wurde 1998 gegründet und kümmerte sich von diesem Zeitpunkt an um den Kauf, die Erschließung und die Vermarktung des Saarpfalz-Parkes. Der Bund veräußerte der SPB GmbH am 2. Oktober 1998 insgesamt 44 ha Fläche mit allen Gebäuden zum Preis von 3 Million DM. Im Laufe der nächsten Jahre schuf die SPB GmbH voll erschlossene Gewerbe- und Mischflächen zwischen 500 und 10.000 qm, renovierte Mieträume und Gründerzentren für Dienstleister und Handwerker.

Für die kleinparzellige Erschließung der Gesamtfläche und den Bau bzw. Umbau der Gründerzentren wurden insgesamt 10,8 Millionen EURO netto investiert. Zuschüsse in Höhe von 6,5 Millionen EURO erhielt die SPB GmbH von der EU und vom Land. Nach nunmehr 13 Jahren erfolgreichem Projektmanagement kann die SPB GmbH auf fast 900 Arbeitsplätze in über 80 Firmen blicken, die sich dauerhaft im Saapfalz-Park angesiedelt haben. Damit hat sich die Zahl der früheren Bundeswehr-Dauerarbeitsplätzen mehr als verdoppelt. Aber immer noch sind nicht alle Flächen veräußert - insbesondere im südlichen Mischgebiet. Fazit: das große Ziel der Stadt Bexbach und der SPB GmbH ist vielleicht schon bald zu erreichen: 1000 Arbeitsplätze in 100 Unternehmen.

Die Vermarktungsgesellschaft - die Saarpfalz-Park Bexbach GmbH - mit Ihrer Geschäftsführerin Frau Doris Gaa hat ihren Sitz im Gründer- und Mittelstandszentrum im Saarpfalz-Park. Näheres unter www.saarpfalzpark.de oder bei der Saarpfalz-Park Bexbach GmbH, Saarpfalz-Park 1, 66450 Bexbach, Telefon: (06826) 52080.

Stadt Bexbach - Partner der Bürger

Unter diesem Leitbild trat die Stadt Bexbach 1994 den Weg an, sich von der Behörde hin zu einem Dienstleistungsunternehmen zu entwickeln. Nach Auflösung der Querschnittsämter und der Bildung von Fachbereichen wurden in einem ersten Schritt bestehende Verwaltungshierarchien abgebaut und die Verwaltung neu organisiert. Auf dem Aloys-Nesseler-Platz wurde das Bürgerbüro eingerichtet. Dort werden alle üblicherweise nachgefragten Dienstleistungen an ganzheitlichen Arbeitsplätzen angeboten. Neben den melderechtlichen Angelegenheiten, die Beantragung von Führerscheinen, werden eine Reihe weiterer Leistungen angeboten.

Diese Bemühungen wurden mit der Verleihung des 2. Preises des Wettbewerbes "Modern & Bürgernah" belohnt. An diesem Wettbewerb, an dem 47 der 52 saarländische Kommunen teilnahmen, war es die Aufgabe, das so genannte "Neue Steuerungsmodell" umzusetzen, dessen Hauptanspruch die Neuorientierung der Kommune an den Bedürfnissen der Bürger und die Einführung betriebswirtschaftlicher Steuerungselemente ist.

Darüber hinaus verfügt die Verwaltung über kundenorientierte Öffnungszeiten mit einem Dienstleistungsabend am Donnerstag.

Die städtischen Kindergärten haben ihr Betreuungsangebot mittlerweile von dem klassischen Kindergartenangebot auf Tagesstätten- und Krippenbetreuung ausgeweitet.

Die Kompostieranlage "Hinter den Fichten" ermöglicht die umweltgerechte Entsorgung von Grünschnitt.

In Bürgergesprächen werden die Betroffenen über geplante Baumaßnahmen in ihrem unmittelbaren Wohnbereich informiert.

Mit der Gründung der Projektgesellschaft "Stadtentwicklung" Bexbach mbH (PEB) wurde ein Instrumentarium geschaffen, um Erschließungsmaßnahmen schneller und kostengünstiger durchführen zu können. Informationen erhalten Sie bei den Geschäftsführern Klaus Eckert (06826 529126) und Thomas Schneider (06826 529218).

Leben in Bexbach

Diese wirtschaftlichen Funktionen haben sich Rat und Verwaltung der Stadt Bexbach schon seit Jahren zur Aufgabe gestellt. So konnte sich Bexbach auch als Wohnstadt profilieren, die nicht nur Neubaugebiete zur Verfügung stellt, sondern auch durch Um- und Neustrukturierungsmaßnahmen, besonders durch Sanierungen (Stadtkern Bexbach, Oberbexbach, Niederbexbach und Höchen) die Wohnfunktionen wie auch das Stadtbild nachhaltig verbessert.

Die wohl wichtigste Sanierungsmaßnahme war die Neuordnung und Neugestaltung des Aloys-Nesseler-Platzes in der Stadtmitte, die nach knapp 5jähriger Bauzeit im Jahre 1994 abgeschlossen wurde. Der Platz ist heute in vielfältig nutzbare, urbane Freiflächen untergliedert, die eine neue Platzkette (mit Marktplatz, Brunnenplatz und Festplatz) bilden. Im Bereich des Markt- und Brunnenplatzes entstand eine neue Randbebauung. In den Neubauten sind Läden, Praxen, Gastronomie und neben einigen Wohnungen auch das Bürgerbüro der Stadt als Dienstleistungszentrum untergebracht.

Die Anstrengungen auf dem Sektor "Erholen und Fremdenverkehr" sind vielfältig. Sie reichen weit in die Nachkriegszeit mit den Landesausstellungen zurück, an die noch der Blumengarten als touristische Attraktion erinnert. Dieses "Schmuckstück" der Stadt ist eine weitläufige Parkanlage, die im Frühling und Sommer nur so von Farben sprüht und auch viele Besucher anlockt. Die saisonale Blütenpracht, ein Japanischer Garten, heimische und exotische Pflanzen und Bäume, ein Seerosenteich, ein Gewürz- und Gemüsegarten laden zu erholsamen Spaziergängen ein. Das "herausragende" Element im Blumengarten ist jedoch der Hindenburgturm. Er und der "Höcher Turm", nur wenige Kilometer entfernt auf der Spitze des Höcherberges (518 m), bieten auf ihren Aussichtsplattformen einen Ausblick über die sanfte Hügellandschaft mit ihren Wäldern, Feldern und Wiesen. Um den Höcherberg-Turm befindet sich ein herrliches Wald- und Wandergebiet. Der Hindenburgturm beherbergt das Saarländische Bergbaumuseum, das einzige seiner Art im südwestdeutschen Raum.

Als besondere Attraktion kann der Besucher in der unterirdischen Bergwerksanlage (fast ebenerdige Stollen) die Arbeit des Bergmannes vor Ort unter fachkundiger Führung kennen lernen. In der Jugendverkehrsschule, die sich im Bereich des Blumengartens befindet, werden Kinder und Jugendliche unter Anleitung eines Polizeibeamten auf ihre Mitwirkung im Straßenverkehr vorbereitet.

Einen Steinwurf von der Parkanlage entfernt, liegt der Segel- und Motorflugplatz des AERO-Clubs (Rundflüge über den Höcherberg und das Saarland sind möglich), daneben der Monte-Barbara (eine begrünte Schlackenhalde aus der Bergbauzeit) mit der 8 Meter hohen Statue der heiligen Barbara, ein weiterer Erinnerungspunkt an die Bergbaugeschichte der Höcherbergregion. Der Bauernwald an der Peripherie des Blumengartens rundet den Naherholungsbereich ab.

Überregional bekannt wurde Bexbach durch seine seit nunmehr 50 Jahren stattfindende Ausstellung "Camping, Reise, Freizeit", die einen umfassenden Überblick über das breit gefächerte Angebot an Branchenneuheiten, Innovationen und Trends aus den Bereichen Camping, Reise, Freizeit und Garten bietet. Die Messe hat ihren Namen in "Camping-Freizeit-Automobil" geändert und lag somit einerseits im Trend der Nachfrage, dass viele Themen rund um die Automobilbranche aufgegriffen wurden und andererseits sprach dieser Fokus auf die Mobilität für ein zeitgemäßes Angebot, um den Besucherinnen und Besuchern spannende Stunden auf dem Messegelände zu bieten. Das Einzugsgebiet der Messe umfasst rund 2 Millionen Menschen aus der Region Saar-Lor-Lux-Trier und Westpfalz. Die durchschnittliche jährliche Besucherzahl liegt bei ca. 40.000 Besuchern.

Ein weiterer Höhepunkt im Kalender der Stadt ist das Cityfest mit seinen attraktiven Fahrgeschäften, das am dritten Wochenende im Juni stattfindet und jährlich 60.000 bis 80.000 Besucher anzieht. Auch die sonstigen Feste und Veranstaltungen, wie der Rathaussturm am Fetten Donnerstag, dem Umzug und Närrischen Jahrmarkt an Fastnachtssonntag, den Kirmessen, Dorffesten und Weihnachtsmärkten in den einzelnen Stadtteilen sowie die vielen Feste der Vereine, Verbände und Institutionen, runden das umfangreiche Programm ab.

Im Stadtbereich stehen für die vielfältigen Aktivitäten der ca. 170 sporttreibenden und kulturellen Vereine sechs Mehrzweckhallen für sportliche und kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Außerdem sind ein modernes Hallenbad in den Höcherberg-Hallen, Rasen- und Hartplätze, Leichtathletikanlagen ebenso vorhanden wie Tennisplätze und Kegelbahnen. Das herrlich am Wald gelegene Freibad "Hochwiesmühle" lockt im Sommer viele Besucher zum Baden und Bräunen an. Die kulturtreibenden Vereine sind im Stadtkulturverband und die sporttreibenden Vereine im Stadtsportverband vereinsübergreifend organisiert.

Bexbach, das ist lebendige und offene Stadt, die unterschiedlichsten Interessen und Ansprüchen gerecht werden kann.

Bexbach ist eine Stadt zum Leben - und Erleben.

Sehens- und Erlebenswertes in Bexbach
Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach, Im Blumengarten, Niederbexbacher Straße, Telefon (06826) 4887

Ein Besuch im Saarländischen Bergbaumuseum Bexbach heißt Museum aktiv erleben. Technik und Geschichte zum Anfassen eingebettet in die wunderschöne Parklandschaft des Blumengartens. Die saarländische Geschichte, vor allem die Geschichte der Höcherberg - Region, ist eng verknüpft mit der Geschichte des Bergbaus. Das Saarländische Bergbaumuseum im Hindenburgturm mit seiner unterirdischen Schaubergwerksanlage zeigt eindrucksvoll und authentisch den saarländischen Bergbau im Wandel der Zeiten. Hier können alte und neue Gewinnungstechniken bestaunt und die Welt unter Tage unter sachkundiger Führung erkundet werden.

Der "Verein Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach e.V." hat das Museum, das im Jahre 1934 eingerichtet wurde, im Jahre 1994 von der Stadt Bexbach übernommen. Er erforscht und dokumentiert die technische, wirtschaftliche, soziale und politische Geschichte unserer Bergbauregion und ist um die Erhaltung bergbaulicher Einrichtungen mit Anlagen bemüht.

Öffnungszeiten: Das Museum ist ganzjährig geöffnet.

Historische Grubenwege am Höcherberg

Über Generationen hinweg hat die Steinkohle das Leben der Menschen am Höcherberg bestimmt. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Industrialisierung hier Fuß fasste, kam dem Bergbau entscheidende Bedeutung zu. Aus Bauernsiedlungen wurden Bergarbeiterorte. Im Jahr 1959 wurden die letzten Grubenanlagen (Bexbach und Frankenholz) am Höcherberg geschlossen. Von den Übertage-Anlagen jener 3 Gruben, auf denen gleichzeitig mehrere tausend Menschen arbeiteten, sind nur noch Relikte erhalten.

Um die noch vorhandenen Grubenfragmente zu erkunden, wurden in den Bereichen der Gruben "Consolidiertes Nordfeld" bei Höchen wie der Grube Frankenholz Rundwanderwege angelegt. Verbunden mit einer Wanderung durch eine schöne Landschaft kann der Wanderfreund einen Rückblick in die Industrie- und Arbeitswelt am Höcherberg erleben.

Nähere Auskünfte über die Grubenwege in Höchen und Frankenholz sind beim "Verein saarländisches Bergbaumuseum Bexbach e.V." (Telefon (06826) 4887) erhältlich.

Rundwanderwege

Details und Kartenausschnitte zu den Rundwanderwegen der Stadt Bexbach erhalten Sie auf unserer Homepage www.bexbach.de in der Rubrik "Freizeit und Tourismus".

Theater

Der Kultur- und Verkehrsverein Bexbach führt regelmäßig Fahrten zu den Theatern nach Saarbrücken und Kaiserslautern durch. Nähere Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle bei der Stadtverwaltung, Rathaus 1, Bereich Stadtleben, Telefonnummer (06826) 529-141.