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Geschichte

Die Samtgemeinde Esens
Eine idyllische Stadt und mehrere Dörfer, alte Kirchen und Mühlen, weite Landschaft, gesunde Luft und natürlich auch die Nordsee mit Ebbe und Flut prägen das Gesicht der Samtgemeinde Esens. Am 20. Juli 1972 wurde die Samtgemeinde Esens gebildet. Sie besteht aus den 7 Gemeinden Dunum, Stadt Esens, Holtgast, Moorweg, Neuharlingersiel, Stedesdorf und Werdum mit einer Gesamtfläche von 162 km² und über 14.000 Einwohnern.

Die Stadt Esens ist Dienstleistungs- und Einkaufszentrum. Zur Geschichte sei kurz erwähnt, dass die Stadt Esens unter der Herrschaft des Friesenhäuptlings Junker Balthasar die Stadtrechte im Jahre 1527 erhielt, jedoch schon 1310 urkundlich erwähnt wurde. Als kleine, lebendige ehemalige Häuptlingsstadt verwöhnt Esens den Gast mit charmanter Extravaganz: Typisch ostfriesische Teezeremonien, diverse interessante Museen und andere Sehenswürdigkeiten (beispielsweise ein Tidebrunnen am Marktplatz) oder auch die schönen alten Gebäude in der Fußgängerzone.

Nur 4 km entfernt direkt an der Küste liegt das Nordseeheilbad Bensersiel mit seinem Sielhafen und ist seit dem Jahr 1859 der Fährhafen für die Insel Langeoog. In Bensersiel als ein Ortsteil der Stadt Esens findet der Gast neben kilometerlangem Sandstrand, Ebbe und Flut, Natur und Abenteuer jede Menge Freizeiteinrichtungen:

Vital-Aktiv-Fitness-Center mit Angeboten für Einsteiger und Fortgeschrittene rund um die Bewegung, Ernährung und Entspannung; Meerwasser-Wellenfreibad mit 80 m Superrutsche; Naturkundehaus mit Seewasseraquarien und Kräutergarten; buntes Animationsprogramm; Nordseetherme Sonneninsel (subtropischer Badespaß mit 100 m Effektrutsche und einmaligem Saunavergnügen); Campingplatz direkt am Meer; Abenteuerspielplatz mit Haus Kunterbunt, Kletterschiff Hoppetosse und ein original Zirkuszelt für Veranstaltungen jeglicher Art; Vitalis (Kurmittelhaus mit modernsten medizinischen Einrichtungen), maritimer Sport-Themen-Park mit Beachvolleyball-, Beachsoccer-, Basketball- und Tenniscourts sowie einer umfangreichen Skaterfläche; aber auch Surfen, Reiten, Biken, Joggen, Inline-Skaten, Sport auf und im Wasser, Fahrradfahren, Freischach, Minigolf, Wandern, Tischtennis, Angeln, Boßeln, Schiffsausflugsfahrten zu den Seehundsbänken oder zu den Inseln und vieles mehr - hier findet wirklich jeder seine Lieblingsbeschäftigung.

Nordseeheilbad Neuharlingersiel:
Im Jahre 1693 wurde das Neuharlinger Siel gebaut. Bald danach kamen die ersten Siedler, und bereits 1793 wohnten dort 120 Menschen, die vorwiegend von der Seeschifffahrt mit Segelschiffen und Fischfang lebten. Die Seeschifffahrt gibt es nicht mehr, wohl aber den Fischfang mit z. Zt. 14 aktiven Krabbenkuttern.

Einen interessanten Querschnitt durch die Geschichte der Seefahrt gibt das Buddelschiffmuseum in seiner Sammlung. Vom kleinen Einbaum bis zum modernen Ozeanriesen ist die Entwicklung zu sehen. Das Museum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) informiert über die Arbeit im Rettungsschuppen. Unternehmungslustige finden auch bis Ende Oktober viele Möglichkeiten. So können Tee-Seminare besucht werden oder Planwagenfahrten mit Grillpause in die nähere Umgebung unternommen werden. Weitere Möglichkeiten sind z B. ein Ausflug auf die Insel Spiekeroog oder Kutterfahrten. Veranstaltet werden auch Konzerte oder Zaubervorstellungen und Puppentheater und vieles mehr. Für die kleinen Gäste ist immer etwas im Leuchttürmchen-Club los. Hier gibt es keinen Montag, Dienstag, Donnerstag mehr sondern Piratentag, Gespenstertag oder z. B. Märchentag. Für die "großen" Gäste ist das "leise Haus" im historischen Schlösschen Sielhof gedacht. Lesungen, Teeseminare und vieles mehr werden im stilvollen Rahmen durchgeführt. Sogar eine gut bestückte Bibliothek gehört dazu. Ein Klassiker sind schon die sonntäglichen Hafenkonzerte mit verschiedenen Shanty-Chören. Der Strand bietet Sportangebote wie z. B. Beach-Volleyball, Tennis oder auch Basketball an der Funny-Beach-Anlage. Wenn man nicht wasserscheu ist, wartet am Strand die Platschi-Wasserspielanlage. Und sollte das Wetter mal nicht mitspielen, so entspannen Sie sich doch im 30° C warmen Meerwasser-Hallenbad mit Unterwasser-Massagedüsen, Tropengarten, Saunaanlagen Hydro-Jet und langen Bahnen zum Schwimmen. Für die Gesundheit ist das Kurhaus gleich neben an. Hier werden ortsgebundene Heilmittel wie Meerwasser oder 400 Jahre alter Schlick (ehemaliger Nordseeboden, der im Landesinneren gefördert wird) verwendet. Zum Schluss noch eine weitere Besonderheit: Der Familiencampingplatz hinter dem Deich ist das ganze Jahr geöffnet.

Gemeinde Dunum:
Ein idyllisches Dorf, eine alte Kirche, das weite Land und ein schöner Mischwald sind die bestimmenden Kräfte, die das Antlitz dieser weiten, schönen Landschaft prägen. Eine Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert ist das größte Bauwerk in Dunum.

Der Ort wurde erstmals 1420 erwähnt. Zahlreiche Funde u. a. aus der Steinzeit beweisen aber, dass Dunum und auch der Ortsteil Brill ein uraltes Siedlungsgebiet gewesen sein müssen.
Die Geest hat - im Gegensatz zur aus Meeresablagerungen entstandenen Marsch - sandigen Boden und liegt einige Meter höher als diese.
Der Radbodsberg in Dunum, nach der Sage Grab des Friesenkönigs Radbod, stammt aus der Bronze- bzw. Eisenzeit, wie freigelegte Urnen dieser Zeit beweisen. Rings um das Dorf herum gab es bis in dieses Jahrhundert hinein ausgedehnte Moor- und Heidegebiete; heute bestimmen immer noch weitgehend intakte Wallhecken das Bild der Landschaft. Dunum hat eine Größe von 26,83 km² mit etwa 1.200 Einwohnern.

Als optimaler Erholungsraum, ganz in der Nähe die Nordsee mit Ebbe und Flut, bietet Dunum für Familien, aber auch für Individualisten in Ferienwohnungen, Pensionen, Privathäusern und Ferien auf dem Bauernhof die ideale Urlaubsmöglichkeit.

In den letzten Jahren entwickelte sich der Fremdenverkehr sehr stark. Viele Urlauber finden hier die erforderliche Ruhe und Erholung in günstigen Privatquartieren und Gasthöfen.
Die Erwerbsquelle der Einwohner ist vorwiegend die Landwirtschaft, ein beachtlicher Teil der Dunumer Bürger ist jedoch im Esenser, Wittmunder und im Auricher Raum tätig.

Der Ort Brill ist auch heute noch eine typische Streusiedlung auf ehemaligen Heideflächen und erst in den letzten 200 Jahren in größerem Umfang von Dunum aus besiedelt worden.

Gemeinde Holtgast:
Die Gemeinde Holtgast entstand im Rahmen der Gebietsreform 1972 aus den Gemeinden Holtgast, Utgast, Fulkum und Damsum. Holtgast umfasst eine Fläche von rd. 24 km² und hat z. Z. etwa 1.600 Einwohner. Im Gebiet der Gemeinde gibt es z. Z. rd. 200 Ferienwohnungen sowie 100 Zweitwohnungen. Die Zahl der Übernachtungen bewegt sich seit Jahren bei rd. 10.000. Ein Campingplatz direkt am Benser Tief wird nicht nur im Sommer gut angenommen.

An Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde ist vor allen die Kirche zu erwähnen, sie steht im Ortsteil Fulkum. Der Galerieholländer aus dem Jahr 1865 brannte am 21. August 2000 bis auf die Grundmauern nieder. Auch sie stand im gleichen Ortsteil. Um den Wiederaufbau der Mühle bemüht sich der Mühlenverein.

Zum reichhaltigen kulturellen Leben der Gemeinde tragen eine Jugend-Volkstanzgruppe, ein der Freiwilligen Feuerwehr Holtgast angeschlossener Jugend-Spielmannszug, eine Musikgruppe und ein gemischter Chor im Ortsteil Fulkum und zwei Theatergruppen in den Ortsteilen Holtgast und Utgast bei. Viele Vereine und Interessen-Gemeinschaften in allen Ortsteilen zeugen von einem regen sportlichen und kulturellen Leben. In der Gemeinde sind drei Klootschießer- und Boßelvereine, ein Sportverein mit den Sparten Fußball, Damen-Gymnastik und Kinderturnen sowie zwei Sportfischerei-Vereine beheimatet. Bei der ehemaligen Schule in Utgast ist in den letzten Jahren ein Klootschießer-Leistungszentrum entstanden.

In der Gemeinde sind eine ganze Reihe von kleinen Gewerbebetrieben beheimatet. In Richtung Esens befindet sich ein neues Mischgebiet, in dem sich weitere Betriebe angesiedelt haben. Die ländliche Struktur der Gemeinde zeigt sich unter anderem in der Tatsache, dass es zur Zeit 25 landwirtschaftliche Betriebe gibt.

Gemeinde Moorweg:
Die Gemeinde Moorweg wurde 1972 im Zuge der Gebietsreform aus den Ortsteilen Neugaude, Altgaude, Klosterschoo, Westerschoo und Wagnersfehn zusammengeschlossen. Ca. 900 Einwohner leben auf 18,65 km².

Erst in den letzten zwei Jahrhunderten wurden wesentliche Teile der Gemeinde Moorweg aus Moor- und Heideflächen kultiviert und verstreut besiedelt. Vorwiegend kleinere landwirtschaftliche Betriebe bilden die Erwerbsgrundlagen neben einigen wenigen Gewerbe- und Handwerksbetrieben. Etwa ein Drittel des Gemeindegebietes ist von schönem Mischwald bedeckt, dem Schafhauser Wald und dem Forst Schoo, die nicht viel älter als 100 Jahre, aber landschaftlich reizvoll sind und von Feriengästen gern besucht und durchwandert werden.

Gemeinde Stedesdorf:
Bis zum Jahre 1972 hatten die Gemeinden Mamburg, Osteraccum, Thunum und Stedesdorf Bestand. Im Zuge der Gemeindereform im Jahre 1972 wurde aus ihnen die "Gemeinde" Stedesdorf.
Stedesdorf wurde im Jahre 1137 erstmals urkundlich erwähnt. Sicherlich entstand Stedesdorf noch viel früher, da hier Mitte des 12. Jahrhunderts die älteste Kirche des Harlingerlandes erbaut wurde. Die auf einer Warf erbaute Kirche errang hohes Ansehen, da sie doch als Sendkirche eine große Bedeutung erlangte. Von Stedesdorf aus angeregt und geleitet, wurden Gotteshäuser in der Umgegend erbaut, so z. B. in Buttforde, Burhafe, Dunum, Esens, Fulkum, Thunum und Werdum. Die Gotteshäuser, die in Oldendorf, Otzum, Werve erbaut wurden, verschlang der "Blanke Hans", die Nordsee. Die große kirchliche Bedeutung zog konsequenterweise auch Ansehen und Bedeutung auf anderen Gebieten nach sich. So wurde Stedesdorf zwangsläufig Herrschersitz.

Zusammen mit Thunum im Norden und dem im Süden von Stedesdorf gelegenen Dunum wurde eine eigene Herrlichkeit gegründet. Die Häuptlingsburg bekam ihren Standort im Süden nahe der Kirche zu Stedesdorf. Reste dieser Burg wurden noch im 17. Jahrhundert gefunden. Dieser Standort der Burg wurde nicht ohne Grund gewählt, denn mit den angrenzenden Häuptlingen wurden oft Kriege ausgetragen. Die Kirche diente dem jeweils herrschenden Häuptling als uneinnehmbare Festung. Von den Häuptlingen errang hauptsächlich Wibet von Stedesdorf, der um 1400 regierte, hohes Ansehen, tat er sich doch zum Landeshäuptling des Harlingerlandes empor.

Heute zählt die Gemeinde Stedesdorf ca. 1.700 Einwohner und hat eine Gesamtfläche von 27,95 qkm.

Gemeinde Werdum:
Werdum ist ein kleines idyllisches Ostfriesendorf in der Nähe des Nordseeheilbades Neuharlingersiel unweit des Nordseedeiches. Von jeher prägte die Landschaft die Region. Heute ist Werdum ein bedeutender Fremdenverkehrsort und seit dem Jahr 2000 staatlich anerkannter Luftkurort. Mehrere Traditionsgasthöfe, Bäckereien, Kurmittelpraxen und andere Gesundheitseinrichtungen tun etwas für die Gesundheit des Gastes.

Werdum ist ein Juwel im Harlingerland, so sagen viele, die Werdum kennen und schätzen gelernt haben. Der Sage nach wurden jedoch schon sehr früh Burgen auf dem heutigen Gemeindegebiet errichtet. Die erste Burg soll auf der heutigen Kirchwarf gestanden haben. Die bis zum heutigen Tag bewohnte Häuptlingsburg in Edenserloog soll der Überlieferung nach 1191 erbaut worden sein. Da sich einige Burgherren, wie Ulrich von Werdum auch literarisch und schöngeistig betätigten, erwarb sich Werdum zu dieser Zeit den Ruf eines kulturellen Zentrums im Harlingerland.

Das Dorf Werdum ist um 1297 als Warfsiedlung entstanden. Heute präsentiert sich Werdum in einem sauberen und gepflegten Kleid als erfolgreicher Fremdenverkehrsort. Viel Grün, Blumen, gepflegte Häuser, Straßen sowie Freizeit- und Erholungseinrichtungen prägen das Ortsbild. Unter dem Motto "hier wird an einem Strang gezogen" bemüht sich die ganze Dorfgemeinschaft Hand in Hand mit der Gemeinde und dem Heimat- und Verkehrsverein den zahlreichen Gästen ein Höchstmaß an Gastfreundschaft zu vermitteln. In Werdum kommt man als Gast und geht als Freund. Hier liegt wohl auch das Geheimnis des sehr hohen Anteils an Gästen, die regelmäßig in dieser Gemeinde ihren Urlaub verbringen.