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Dransfeld

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Auf einen Blick

Einwohner: ca. 9.770
Fläche: 122,0 km²
Einwohnerdichte: 80 Ew./km²
Kfz-Kennzeichen: GÖ
 

Umgebungskompass

Umgebungskompass für die Samtgemeinde Dransfeld

 
 

Überblick, Geschichte und derzeitige Situation

Mit Wirkung vom 1. Januar 1973 wurde im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform in Niedersachsen aus der Gemeinde Bühren, der Stadt Dransfeld (mit den Ortschaften Bördel, Ossenfeld und Varmissen), der Gemeinde Jühnde (mit der Ortschaft Barlissen), der Gemeinde Niemetal (mit den Ortschaften Ellershausen, Imbsen, Löwenhagen und Varlosen) und der Gemeinde Scheden (mit den Ortschaften Dankelshausen und Meensen) die Samtgemeinde Dransfeld gebildet.

Hier ein kurzer geschichtlicher Überblick über alle Mitgliedsgemeinden einschließlich Ortschaften:

Bühren
"Bühren vor dem Walde" ist eines der zehn Dörfer des Altkreises Münden, die in Ihrem Kern in die Zeit 400 v. Chr. zurück reichen. Im 10. Jahrhundert wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Archäologische Funde und eine Quarzitschlagstelle in der Umgebung zeigen jedoch auf, dass der Ort als Siedlung wesentlich älter ist. Seine Lage an der wasserreichen Schede und am Osthang des Bramwaldes machten ihn schon früh für die Ansiedlung von Menschen attraktiv. Im Mittelalter führte eine wichtige Handelsstraße, der Harster Heerweg, in unmittelbarer Nähe am Dorf vorbei. Aus dieser Zeit stammen Kirche und Tie, die noch heute das kulturelle Zentrum bilden.

Dransfeld
liegt auf einer von Basaltkuppen durchsetzten Hochfläche östlich des Bramwaldes und wird erstmalig in einer Urkunde König Ottos I. im Jahre 960 n. Chr. als "Threnesfelde" genannt. Das alte Dorf Dransfeld lag zwischen "Langer Trift" und "Pastorenberg" im Felde der "Dranse-Dramisa - kleine Dramme". Im Jahre 1062 heißt der Ort "Triensuelt", 1125 "Transfeldun" und 1215 "Dransuelde". Die St.-Martini-Kirche geht schon auf die Zeit der ersten christlichen Missionierung zurück. Ein im Jahre 1610 signierter Stich zeigt die Stadt noch mit zwei Kirchen, Mauern, Gräben, Türmen und Toren.
Der Gaußturm auf dem Hohen Hagen erinnert an Carl Friedrich Gauß, Professor der Mathematik in Göttingen, der von 1821-1824 vom Hohen Hagen bei Dransfeld seine berühmten Messungen begann. Der berühmte Musiker und Komponist geistlicher und weltlicher Lieder, Johannes Jeep, wurde 1582 in Dransfeld geboren. Im Jahre 1660 fasste der Bürgermeister Georg Grünewald die mündlich überlieferte "Histohrge von den Hasenmelkers un Asinus Freters" in plattdeutsche Reime. Die heute noch hiernach aufgeführte "Dransfelder Hasenjagd" spiegelt den andauernden Kampf um das Nutzungs- und Jagdrecht der Dransfelder am sagenumwobenen Hohen Hagen wieder. Zwei Feuerbrände in den Jahren 1634 und 1834 zerstörten die Altstadt und vernichteten den größten Teil der städtischen Archivalien.
Im Jahr 2005 nennt sich Dransfeld seit 750 Jahren Stadt. Bei der Neuanschaffung der Stadtfahne zum Grenzbierfest im Jahr 2000 stieß man auf die Jahreszahl 1255. Die älteste Nennung von Dransfeld als Stadt stammt aus dem Jahre 1255. Aus der Überschrift einer Urkunde des Herzogs Albrecht aus dem Jahre 1255 ist zu entnehmen: "Dransfelde oppidum seu Castellum", also Dransfeld eine Stadt - fester Burgplatz. Erwähnt wird hier die so genannte Knappenburg, eine befestigte Wohnanlage neben dem Flüthentor (Quelle: Copialbuch Hilwartshausen). Das war der Anlass, die Bezeichnung Dransfelds als Stadt mit verschiedenen Veranstaltungen im Jahr 2005 zu würdigen.

Dransfeld - Ortschaft Bördel
erscheint im Jahre 1093 in der Gründungsurkunde des Klosters Bursfelde als "Burdala". Die eindrucksvolle Kirche auf der Höhe gibt dem Dorf ein besonderes Gepräge.

Dransfeld - Ortschaft Ossenfeld
am Südfuß des Ossenberges gelegen. Es ist umgeben von einem Kranz vieler urgeschichtlicher Hügelgräber. Es liegt schon vor den Toren Göttingens am Fuß des 437 Meter hohen und sagenumwobenen Ossenbergs. Ossenfeld wurde erstmalig im Jahre 1256 als "Ossenwelde" erwähnt.

Dransfeld - Ortschaft Varmissen
Varmissen liegt wenige hundert Meter abseits der Bundesstraße, die Hann. Münden, Dransfeld und Göttingen verbindet. Varmissen wurde 1311 erstmals erwähnt und 1397 in einer Urkunde "Vermelsen" genannt. Es hat zwei bedeutende Flurdenkmale, das bekannte Radkreuz unter den Linden und das heute in Göttingen befindliche älteste datierte Steinkreuz Deutschlands, das Markuskreuz aus dem Jahre 1260. Es nimmt im Wappen des Dorfes einen besonderen Platz ein.

Jühnde
Das Dorf Jühnde liegt am Fuße des Hohen Hagen und wurde im Jahre 960 erstmalig erwähnt. Auf der ehemaligen Burg, die auf das 13. Jahrhundert zurückgeht, saß das "Geschlecht derer von June". Seit 1664 sind die Freiherren Grote im Besitz von Schloss und Gut. Eine weitere Persönlichkeit Jühndes war der Schriftsteller und Sozialreformer Heinrich Sohnrey.
Jühnde, das sehr landwirtschaftlich geprägt ist, ist seit 2005 das erste Bioenergiedorf in Deutschland. Bei diesem Pilotprojekt wurde erstmalig der Strom- und Wärmebedarf für das gesamte Dorf durch nachwachsende Rohstoffe erzeugt.

Jühnde - Ortschaft Barlissen
Das Dorf im lieblichen Drammetal zeigt eine enge Geschlossenheit um Tie und Kirche und ist von einer sehr schönen und natürlichen Landschaft umgeben. Der Ursprung Barlissens geht auf den ehemaligen Sitz der Familie von Berlepsch zurück. Sein Name ist 1233 erstmalig urkundlich belegt. Seit 2010 ist Barlissen ein Bioenergiedorf und erzeugt für das Dorf Strom und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen.

Niemetal - Ortschaft Ellershausen
liegt am Rande des Bramwaldes am Oberlauf der Nieme. Hier spielte von Alters her die Bienen- und Schafzucht eine große Rolle. Ellershausen hat bereits viele Preise im Wettbewerb "Unser schönes Dorf" errungen.

Niemetal - Ortschaft Imbsen
wird im Jahre 1093 als "lmmensin" urkundlich überliefert. Das Dorf ist wahrscheinlich schon vor dem 8. Jahrhundert gegründet worden. Es liegt am Rande der Dransfelder Muschelkalkfläche. Um Kirche und Gutshof ist das ursprüngliche Dorf angelegt.

Niemetal - Ortschaft Löwenhagen
ist ein idyllisch gelegenes Dorf im Tale der Nieme. Es ist der Sitz eines Zweiges der Familie von Stockhausen, deren herzogliche Belehnung am Bramwalde auf das Jahr 1318 zurückreicht. Der Löwe im Wappen der Gemeinde erinnert an das Familienwappen der alten Müllerfamilie Böttger.

Niemetal - Ortschaft Varlosen
westlich der Stadt Dransfeld gelegen. Der Ort hat seinen ursprünglich bäuerlichen Charakter gewahrt. Varlosen wird erstmalig urkundlich im Jahre 1093 als "Vereldehusen" genannt. Sein "größter" Sohn blieb bis heute "der lange Christoffel", der 1641 wegen seiner Länge zum Leibtrabanten des Herzogs Christian Ludwig von Braunschweig erkoren und nach Hannover in die Residenz mitgenommen wurde.

Scheden
ein historisch erhaltenes Waldhufendorf am Fuße des Huhnsberges gelegen, umgeben und durchzogen von vier Bachläufen, entstand 1964 aus den Ortsteilen Ober- und Niederscheden. Erste urkundliche Erwähnung als "Schitun" im Jahre 1046 geben auch Zeugnis von der wesentlich früheren Ansiedlung entlang des Wasserlaufes der Schede, die dem Ort ihren Namen verliehen hat. Sein bäuerlicher Charakter, der aber schon früh auch vom Handwerk der Mühlen und Leineweber geprägt wurde, konnte weitgehend erhalten werden. In den Kirchenbüchern des Ortes ist die Geburt des berühmtesten Sohnes verzeichnet, die Geburt des Komponisten und Flötenlehrers Friedrich des Großen. Johann Joachim Quantz wurde hier am 30. Januar 1697 als Sohn eines Hufschmiedes geboren. Ihm zu Ehren gibt es in Scheden eine "Quantz-Dauerausstellung" in der St. Markuskirche, die in den Sommermonaten jeweils sonntags von 15.00-17.00 Uhr geöffnet ist.

Scheden - Ortschaft Dankelshausen
liegt am Osthang des Bramwaldes im Tal der Schede auf uraltem Siedlungsboden. Die Kirche mit ihrem wuchtigen Wehrturm beherrscht das Bild des Dorfes. Der Ort ist 1332 als "Dankolueshusen" belegt.

Scheden - Ortschaft Meensen
ist einer der höchstgelegenen und ältesten Orte des Altkreises Münden, südlich des Hohen Hagen. Es gehört zur älteren Namensschicht und erscheint 990 als "Manisi". Seine Geschichte ist eng mit dem Kloster Hilwartshausen verbunden.
 
 

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