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Weimarer Land

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Auf einen Blick

Einwohner: ca. 84.279
Fläche: 803,0 km²
Einwohnerdichte: 105 Ew./km²
Höhe ü. NHN: 118 bis 497 m
Kfz-Kennzeichen: AP
 
 
 

Das Weimarer Land in Zahlen und Fakten

Willkommen
im Kreis Weimarer Land ...
Wo sich Geist und Landschaft treffen!

Der Kreis Weimarer Land ist gemeinsam mit der Klassikerstadt Weimar ein sehr kulturträchtiges Gebiet im mitteldeutschen Raum, von dem es Sachzeugen bereits aus ur- und frühgeschichtlicher Zeit gibt. Zu allen Jahreszeiten lohnt sich eine Reise in die unverwechselbare Kulturlandschaft des Weimarer Landes, das mit 803 Quadratkilometern die einstige Residenzstadt Weimar umgibt. Neben Burganlagen aus dem Mittelalter und Bauten, die den Dreißigjährigen Krieg überdauerten, sind auch die vielen Schlösser und Parkanlagen, die an die Zeit erinnern, als Johann Wolfgang von Goethe in den Diensten von Großherzog Carl August stand, einen Besuch wert.

Besonders hervorzuheben sind im Landkreis neben anderen historischen Werten auch die vielen kleinen Dorfkirchen. Sie bewahren Schätze von hohem kunstgeschichtlichem Wert als Zeugnisse von Glaubensäußerungen vieler Generationen. Mit diesen Kirchen, z. B. in Mellingen, Gelmeroda und Vollersroda, hat sich der Deutsch-Amerikaner Lyonel Feininger - einer der beliebtesten Avantgardisten der klassischen Moderne Deutschlands - ein Leben lang beschäftigt. Durch seine Kunst erlangten sie Weltruhm.

Das Weimarer Land liegt in einer der wirtschaftlich attraktivsten Regionen der neuen Bundesländer. Aufgrund der Topographie und der Querung durch die Autobahn A 4 ist das Kreisgebiet in drei Teile geteilt. Der nördliche Teil ist wegen seiner guten Böden und großen ebenen Flächen landwirtschaftlich geprägt. Der Süden mit seinen sanften, bewaldeten Hügeln und dem Landschaftsschutzgebiet "Mittleres Ilmtal" lädt Touristen und Erholung Suchende zum Verweilen ein. Das nördlichste Weinbaugebiet Deutschlands, die "Toskana des Ostens", Kur- und Bäderwesen sowie eisen- und jodhaltige Heilquellen haben die Region um Apolda und Bad Sulza weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht.

Der Landkreis besteht aus acht Kleinstädten und 71 Gemeinden. Rund 85.000 Einwohner sind hier zu Hause. Die größte Stadt ist die Kreisstadt Apolda mit ca. 23.000 Einwohnern. Seit dem 17. Jahrhundert ist die Geschichte der Stadt Apolda untrennbar mit der Strickerei und Wirkerei verbunden.

Der Textilmaschinenbau, der sich als Folgeerscheinung im 19. Jahrhundert entwickelte, festigte Apoldas Ruf als eine der bedeutendsten Textilstädte Deutschlands. Aber auch die im Jahre 1722 von Christoph Rose eingeführte Glockengießerei machte die Stadt Apolda bis zur heutigen Zeit über ihre Grenzen hinaus bekannt. Mehr als 20.000 Glocken - auch der "Decke Pitter", die Kölner Dom-Glocke - wurden hier gegossen und erklingen in aller Welt. Das Glockenmuseum vermittelt anschaulich diese handwerkliche Tradition, ebenso wie die des Stricker- und Wirker-Handwerkes. In Apolda züchtete Louis Dobermann die heute weltweit bekannte Hunderasse Dobermann-Pinscher heraus. Von hier aus nahm der Michel-Katalog, besonders wertvoll für die Briefmarkenfreunde, seinen Weg. Um 1905 wurden in den Apoldaer Apollo-Werken Autos produziert, die in Deutschland einst für Aufsehen sorgten. Mit dem mittlerweile 18. Oldtimer-Schlosstreffen haben tausende Oldtimer-Fans mit der Region liebevoll Bekanntschaft geschlossen.

Längst sind der APOLDA EUROPEAN DESIGN AWARD, Oldie-Abende, die Modenacht, Weltglockengeläut, Weinfest in Bad Sulza (mit der einzigartigen Thüringer Weinprinzessin), das Apoldaer Parkfest, die Kabarett-Tage, das weithin bekannte Faschingstreiben, der jährliche Bockbieranstich in der nun 120-jährigen Vereinsbrauerei, Kirmes- und Trachtenfeste, (motor)-sportliche Veranstaltungen, Rosenfeste und andere Traditionstreffen ein fester Bestandteil der Terminkalender.

Ebenfalls nicht zu vergessen seien die jährlichen Ausstellungen im Kunsthaus der Apolda Avantgarde, wo allein zur Goldenen-Herbst-Ausstellung tausende Interessierte aus aller Welt die kleine Glockenstadt in Thüringen besuchen.

Die vorteilhafte Lage des Wirtschaftsstandortes Weimarer Land mit seiner verkehrstechnischen Anbindung und zentralen Lage im Städtedreieck Apolda, Jena, Weimar und der Nähe zur Landeshauptstadt Erfurt wird von vielen Investoren geschätzt.

In den Gewerbegebieten unseres Kreises haben sich Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen, wie zum Beispiel Maschinen, Metallverarbeitung, Bau- und Baustoffe, Kunststoffverarbeitung/Chemie Lebensmittelindustrie, Logistik, Lederwaren und Textilien angesiedelt.

Neben neuen Unternehmen sicherten sich auch die traditionellen Firmen einen festen Platz in der Wirtschaftspolitik.

Ein leistungsfähiger Mittelstand in Handwerk, Dienstleistungen und Gastronomie prägt das wirtschaftliche Leben sowohl der Kreisstadt als auch des umliegenden Kreises. Innovative und unverwechselbare Produkte von hoher Qualität sind der Schlüssel zum Erfolg.

Anstelle der einstigen Industriebetriebe prägen klein- und mittelständische Unternehmen die Wirtschaft im Kreis Weimarer Land, die damit zu ihren historischen Wurzeln zurückgekehrt ist.

Mit den richtigen Produkten, dem richtigen Konzept und guten Fachkräften kann wettbewerbsfähig produziert werden.

Auch der Fremdenverkehr stellt für den Kreis Weimarer Land einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Er hat maßgebliche Auswirkungen auf den Beherbergungsbereich, die Gastronomie, den Einzelhandel, die Transportunternehmen und weitere Dienstleistungen.

Überall in der Region zeugen Burgen, Schlösser, Steinkreuze und Mühlen von der reichen Geschichte des Weimarer Landes. Ein Kleinod ist das Renaissanceschloß in Kromsdorf, welches unmittelbar vor den Toren der Stadt Weimar liegt. Der Garten ist mit seiner Büstensammlung einmalig nördlich der Alpen. Oßmannstedt, nahe der Ilm, wurde durch Christoph Martin Wieland - einem Wegbereiter Goethes - bekannt. Heute ist im ehemaligen Gut die Wielandgedenkstätte sowie eine Begegnungsstätte für die Jugend Europas zu Hause. Touristisch attraktive Anziehungspunkte sind auch die Wasserburg Kapellendorf und das ehemalige Rittergut, das Schloß in Auerstedt, welches durch die Doppel-Schlacht 1806, in der preußisch-sächsische Truppen von der französischen Armee unter Napoleon geschlagen wurden, bekannt ist.

Der Napoleon-Wanderweg ist den Opfern des Krieges besonders im Hinblick auf das 200. Gedenkjahr und dem europäischen Frieden gewidmet. Einmalig in Europa steht in Liebstedt die Ordensburg, durch die die Kupferstraße führt. Die Sanierung von Schloss Ettersburg (in den Jahren 1711-1740 als Jagdschloss errichtet) belegt anschaulich, welchen Wert Tradition und Erbpflege haben.

Entdecken Sie das Weimarer Land - Erleben Sie Ihre Heimat!
 
 

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