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Geschichte des Landkreises Neunkirchen

Der heutige Landkreis Neunkirchen hat namentlich eine relativ kurze Geschichte und ist 1974 im Rahmen der saarländischen Gebietes- und Verwaltungsreform mit kleinen räumlichen Veränderungen aus dem früheren Kreis Ottweiler hervorgegangen. Der Landkreis Ottweiler wurde am 30. Juni 1814 im Rahmen einer Neugliederung unter bayrisch-österreichischer Verwaltung gegründet. Zwei Jahre später wurde auf Beschluss des Wiener Kongresses die Kreisfläche verändert und dem preußischen Staat zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung folgte eine Konzentration auf den Nutzen der Kohle- und Eisenerzlagerstätten. Kohle und Stahl wurden für viele Jahre zu einem zentralen Wirtschafts- und Entwicklungsfaktor der Region. Durch die Industrialisierung von Bergbau und Stahlindustrie stieg die Einwohnerzahl arbeitsplatzbedingt drastisch an. 1982 wurde das Neunkircher Eisenwerk geschlossen, das ehemalige Hüttenareal ist heute Industriedenkmal und überregionaler, stark frequentierter Veranstaltungsort. Die Kreisstadt Neunkirchen bekam 1989 mit dem Saarpark-Center ein attraktives, regional wichtiges Handels- und Dienstleistungszentrum. 1995 schloss mit der Grube Reden die letzte Grube im Kreisgebiet. Bis heute sind die Merkmale industriell geprägter Ansiedlungen und Arbeiterdörfer typisch für die hiesigen Orts- und Landschaftsbilder. Den Wirtschafts- und Siedlungsstrukturen entsprechend haben sich eine besondere Sozialkultur, Mentalität und Identität in der Region ausgeprägt. In Verbindung mit dem Niedergang der Stahlindustrie wurde ein langwieriger Strukturwandel eingeleitet, dem sich der Landkreis und seine Kommunen jedoch mutig gestellt haben.