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Grußwort

Herzlich willkommen im Landkreis Gießen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

viele Menschen träumen vom eigenen Haus, den eigenen vier Wänden. Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, finden Sie in unserem Landkreis beste Voraussetzungen. Die Grundstückspreise sind moderat und die Städte und Gemeinden im Landkreis sind jederzeit bereit, Bauwillige mit Rat und Tat zu unterstützen. Zudem ist die Verkehrsanbindung hervorragend, das Bildungsangebot ist umfassend und auch das Freizeitangebot kann sich sehen lassen.

Wer es wagt, den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen, steht vor vielen Herausforderungen. Mit dieser Internet-Präsentation möchte der Landkreis Gießen Ihnen auf dem Weg zum "Traumhaus" ein wenig helfen. Sie bietet Ihnen viele Tipps für die Planung und Durchführung Ihres Bauvorhabens.

Denn gleich zu Beginn der Planungen müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden und hierbei etliche Regelungen beachtet werden. Neben der Wahl des künftigen Wohnortes will die Finanzierung gut geplant und überlegt sein. Rechtliche Vorgaben von Bund und Land müssen beachtet werden. Es gilt einen guten Architekten zu finden und der Bauantrag muss bei der Kreis-Bauaufsicht zur Genehmigung eingereicht werden.

Der Ihnen vorliegende Ratgeber soll Ihnen helfen, die "Hürden" zum eigenen Haus leichter zu nehmen und Ihnen Hinweise, Anregungen und Ratschläge für die Planung und Realisierung Ihres Vorhabens geben. Natürlich wird dieser Leitfaden nicht alle Ihre Fragen beantworten können. Diese Internet-Präsentation kann und will nicht den Rat von Architekten und Handwerkern oder sonstigen Fachleuten ersetzen. Doch vielleicht kann die Internet-Präsentation den langen Weg zum Eigenheim etwas verkürzen und erleichtern.

Für Ihre Fragen rund um die Baugenehmigung stehen Ihnen unsere versierten Mitarbeiter der Kreis-Bauaufsicht mit kompetenten Auskünften zur Seite.

Es gibt viele gute Gründe, im Landkreis Gießen zu bauen. Ich hoffe, einer davon trifft für Sie zu. Viel Erfolg bei der Verwirklichung Ihres Traums von den eigenen vier Wänden wünscht Ihnen

Anita Schneider
Landrätin des Landkreises Gießen



Sehr geehrte Damen und Herren,

die Hessische Bauordnung (HBO 2002 vom 18. Juni 2002, GVBl. I S. 274, zuletzt geändert durch Gesetz vom 15. Dezember 2009, GVBl. I S. 716), ist von überflüssigen Bestimmungen und Regelungen befreit, damit das Bauen einfacher, schneller und kostengünstiger wird. In Gebieten mit Bebauungsplänen kann ohne umständliches Genehmigungsverfahren schneller mit dem Bau begonnen werden. Das spart Kosten für Miete, Vorfinanzierung des Baugrundstücks und Zwischenfinanzierung.

Durch die Wahl des Verfahrens und die Wahl der am Bau Beteiligten kann die Bauherrschaft entscheidend auf die Kosten Einfluss nehmen. So können zum Beispiel bei Gebäuden (Gebäudeklasse 1 bis 3) eines durchschnittlichen Schwierigkeitsgrades Gebühren für die Prüfung der Standsicherheitsnachweise eingespart werden, wenn diese von besonders qualifizierten Ingenieuren und eingeschränkt auch Handwerksmeistern erstellt wurden und diese Personen auch im Sinne des Verbraucherschutzes eine stichprobenhafte Bauüberwachung übernehmen.

Die Freiräume stärken die Eigenverantwortung der am Bau Beteiligten. An die Stelle der staatlichen Kontrolle tritt die Übernahme der Verantwortung durch anerkannte Sachverständige, wo dies nach dem Gefahrenpotenzial des jeweiligen Bauvorhabens aus Sicherheitsgründen erforderlich ist. Es ist sinnvoll und konsequent, dass staatliche Kontrolle überflüssig wird, wenn die entsprechende Überprüfung von Sachverständigen vorgenommen wird, die für ihren jeweiligen Verantwortungsbereich über besondere Qualifikationen verfügen.

Der Verbraucherschutz ist erhöht, indem Sachverständige und Fachplaner in die Bauüberwachung eingebunden werden.

Das materielle Recht der Hessischen Bauordnung wurde gründlich durchforstet. Auf entbehrliche Anforderungen, insbesondere Detailregelungen und Ausstattungsstandards ist verzichtet, Doppelregelungen und Doppelprüfungen sowohl innerhalb der Hessischen Bauordnung selbst als auch im Verhältnis zu anderem öffentlichen Recht sind bereinigt. Auch das wird der Bau- und Immobilienwirtschaft zusätzliche Impulse geben.

Bauen und Wohnen bedeuten auch wiederkehrende Betriebskosten. Diese Aufwendungen, insbesondere für die Beheizung und Warmwasserbereitung (so genannte zweite Miete), gilt es, durch kluges und vorausschauendes Handeln zu minimieren. Reduzierter Primärenergieaufwand entlastet gleichermaßen die Umwelt und darf sich nicht nur auf den Neubau beschränken.

Zwölf Millionen Tonnen CO2 entstehen in Hessen jährlich durch Beheizung und Warmwasserversorgung der Wohngebäude. Dies sind rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs. Der Gebäudebereich weist damit den größten Energieverbrauch auf und verursacht die meisten CO2-Emissionen. Erst etwa fünfzehn Prozent des Wohngebäudebestandes kann als energetisch modernisiert bezeichnet werden. Im Gebäudebestand liegt somit ein erhebliches, noch nicht ausgeschöpftes Potential für rentable Energieeinsparmaßnahmen.

Durch den mit der Energieeinsparverordnung 2007 ab 1. Juli 2008 schrittweise eingeführten Energieausweis für bestehende Gebäude sollen weitere Energieeinsparungen bewirkt werden. Der Energieausweis bietet wichtige Informationen über die energetische Qualität eines Gebäudes und lässt Rückschlüsse auf die voraussichtlichen Heizkosten zu; ein wichtiges Entscheidungskriterium für Mieter und Käufer von Immobilien.

Am 1. Oktober 2009 trat eine geänderte Energieeinsparverordnung in Kraft. Es wurden neue Maßstäbe für die energetischen Standards von Gebäuden festgelegt. Für Neubauten und umfassend erneuerte bestehende Gebäude sind nun um ungefähr dreißig Prozent bessere Energiekennwerte einzuhalten. Und auch an erneuerte Außenbauteile und Wärme- sowie Kälteerzeugungsanlagen werden höhere energetische Qualitäten gestellt. Des Weiteren wurden die Nachrüstpflichten erweitert, Inspektionspflichten für Klimaanlagen eingeführt und private Nachweise als Beleg für Modernisierungsmaßnahmen sollen die Einhaltung der Energieeinsparverordnung unterstützen. Die nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit ausgerichteten energetischen Mindeststandards werden dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken und helfen langfristig bezahlbar Energiekosten für die Verbraucher zu gewährleisten.

Hessen hat das Ziel, den technischen Fortschritt und Strukturwandel nachhaltig zu fördern und bestmögliche Voraussetzungen für die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien und Dienstleistungen zu schaffen. Innovationen in Technologien sind einer der wichtigsten Motoren für den wirtschaftlichen und technischen Fortschritt. Dies schafft und fördert damit auch Arbeitsplätze in Hessen.

Bei der Sozialen Wohnraumförderung ist neben dem Bau und der Modernisierung von Mietwohnungen die Förderung selbstgenutzten Wohneigentums ein besonderer Schwerpunkt. Für neu geschaffenen Wohnraum zur Selbstnutzung werden "Hessen-Baudarlehen" eingesetzt, die gegenüber Kapitalmarktmitteln im Zinssatz um 40 % verbilligt sind. Bevorzugt erhalten die Förderung Familien mit Kindern und Haushalte, bei denen wegen einer Behinderung eines Haushaltsangehörigen ein besonderer baulicher Bedarf besteht. Bauliche Maßnahmen, die dem generationenverbundenen Wohnen dienen, werden ebenfalls gefördert.

Die zinsgünstigen Darlehen betragen je nach Bauort zwischen 80.000 und 115.000 €.

Während das "Hessen-Baudarlehen" nur für Neubauten eingesetzt werden kann, wird für den Erwerb von Gebrauchtimmobilien zur Eigennutzung ein "Bestandserwerbs-Darlehen" angeboten. Diese sind ebenfalls gegenüber Kapitalmarktmitteln im Zinssatz um 40 % reduziert. Das Land verbürgt die Darlehen.

Die Darlehen können bei den Wohnungsbauförderungsstellen der Landkreise, der kreisfreien Städte und der Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern beantragt werden.

Posch
Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Weitere Informationen über den Landkreis Gießen
finden Sie auch unter http://www.lkgi.de