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Die Gemeinde Wietmarschen stellt sich vor

... historisch

Die größeren Ortsteile Wietmarschen und Lohne wurden gleichzeitig im Jahre 1152 urkundlich erstmals erwähnt.
Wietmarschen hat sich aus dem von dem Ritter Hugo von Büren gegründeten Kloster entwickelt. Das Kloster, zunächst Eigentum der Gräfin Gertrudis von Bentheim, wurde später dem Bischof von Münster unterstellt. Die zu dem Kloster gehörenden Flächen wurden nach Kultivierung ungefähr ein Jahrhundert von den Mönchen bewirtschaftet. Im Jahre 1259 übersiedelten diese nach Uetrecht. Das Kloster wurde dann zu einem Frauenkloster, das mehrere Jahrhunderte bis nach dem Dreißigjährigen Krieg bestand. Wietmarschen erlebte seine Glanzzeit zwischen 1320 und 1489. Es erlangte vor allem durch seine Mutter-Gottes- Statue Berühmtheit und ist auch heute noch ein Wallfahrtsort. 1544 widersetzten sich die Nonnen mit Erfolg der Reformation. Sein wirtschaftlicher Niedergang war jedoch nicht aufzuhalten und 1675 wurde es durch den Fürstbischof von Münster, Christof Bernhard von Galen, in ein hochadeliges-freiweltliches Damenstift umgewandelt. Da das Bentheimer Land fast restlos reformiert worden war, fungierte das strikt katholische Kloster Wietmarschen als Versorgungsinstitut des katholischen westfälischen Adels. Im Jahre 1808 erfolgte die Sekularation, d. h. die restlose Auflösung des Stiftes und der Übergang des Vermögens in den Besitz des Fürsten zu Bentheim.

Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelten sich neben dem bereits bestehenden Dorfkern Einzelsiedlungen, die vor allem im nördlichen Teil der Gemarkung teilweise bis in das Hochmoorgebiet hineinwuchsen.

Die frühere Bauernschaft Lohne wurde urkundlich erstmals 1152 bei der Gründung des Klosters Wietmarschen und 1154 bei einer Grenzbeschreibung des Klosters gegen Bakelde und Lohne genannt. Lohne zerfiel schon in alter Zeit in vier Bauernschaften: Südlohne, Mittellohne, Nordlohne und Lohne auf dem Oerde. Mittellohne (Medellohn) wird erstmals 1285 erwähnt. Auf der ehemaligen Wasserburg, Schloss Herzford, im 14. Jahrhundert als Bollwerk der Bischöfe zu Münster gegen Lingen und die Tecklenburger angelegt, war das Geschlecht der von Loen (Lohn) als Lehensleute ansässig. Von der Burg sind noch das dreiflügelige Herrenhaus und die Brückenpfeiler erhalten. Ein ganz neues Gesicht bekam Lohne, als nach dem Ersten Weltkrieg die »Dökult« im Lohner Feld einige 1000 Hektar Sumpf- und Ödland in fruchtbaren Boden verwandelte.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Ortsteile wurde jahrhundertelang bis zwischen den beiden Weltkriegen, bedingt durch die Landschaft, vorwiegend von der bäuerlichen Struktur bestimmt. Erst nach 1945 setzte eine Aufwärtsentwicklung der handwerklich-gewerbebetrieblichen Komponente ein.

Die Gemeinde Wietmarschen ist in ihren jetzigen Grenzen noch relativ jung. Im Jahre 1974 wurde aus der um den Ortsteil Schepsdorf verkleinerten Gemeinde Schepsdorf-Lohne und den Gemeinden Schwartenpohl und Wachendorf eine neue Verwaltungseinheit gebildet. Gleichzeitig wurde der Teil der neuen Gemeinde, der bislang zum Landkreis Grafschaft Bentheim gehörte, in den Landkreis Lingen eingegliedert. Bereits drei Jahre später ergab sich eine weitere kommunalpolitische Veränderung: Die soeben neu gebildete Gemeinde wurde im Rahmen der Kreisreform nunmehr dem Landkreis Grafschaft Bentheim zugeordnet. Doch damit nicht genug. Schon ein weiteres Jahr später, im Jahr 1978, wurden die Orte Herzford, Rheitlage und Wachendorf (der sogenannte Vorgarten von Lingen) von der neuen Gemeinde Wietmarschen abgetrennt und der Stadt Lingen zugeordnet.

... geographisch

Die Gemeinde Wietmarschen, Landkreis Grafschaft Bentheim (bestehend aus den Ortsteilen Lohne, Wietmarschen, Füchtenfeld, Schwartenpohl, Nordlohne und Lohnerbruch), liegt zwischen den Mittelzentren Lingen (Ems) und Nordhorn.

Der Ortsteil Lohne liegt an der B 213 (E 72), der sog. Skandinavienlinie Amsterdam -Kopenhagen. Der Ortsteil Wietmarschen liegt im »Dreieck« der Städte Nordhorn, Meppen und Lingen (Ems) an der L 67 und der L 45. Durch die A 31 erfolgte eine weitere wichtige verkehrliche Anbindung.

... infrastrukturell

Wietmarschen hat sich aufgrund der günstigen Lage zwischen Lingen (Ems) und Nordhorn zur idealen Wohngemeinde entwickelt. Günstige Baulandpreise sorgen dafür, dass viele Einfamilienhäuser gebaut werden. Viel Grün in den verkehrsberuhigt ausgebauten neuen Siedlungen sorgen für ein angenehmes Wohnumfeld. Die Restaurierung des historischen Stiftsbereiches sowie die durchgeführten Dorferneuerungsmaßnahmen haben Wietmarschen zu einem beliebten Ausflugsziel gemacht. Die zum Teil bereits durchgeführte Neugestaltung des Ortskerns Wietmarschen hat weiterhin zur Steigerung der Attraktivität geführt.Im Hinblick auf die Verbesserung der strukturellen und wirtschaftlichen Situation und um das Arbeitsplatzangebot zu vergrößern, hat die Gemeinde in den Ortsteilen Wietmarschen und Lohne verkehrsgünstig gelegene preisgünstige Gewerbegebiete ausgewiesen. Besonders in dem an der A 31 entstandenen großen Gewerbegebiet haben sich bereits eine Vielzahl von Firmen angesiedelt und es sind weitere Gewerbeansiedlungen zu erwarten. In den letzten Jahren sind dort ca. 1.800 Arbeitsplätze entstanden. Die örtlichen Fachgeschäfte und die mittelständischen Handwerksbetriebe sorgen für die Erhaltung und den Ausbau der Angebotsvielfalt.

Die Gemeinde Wietmarschen verfügt über eine gute Ausstattung mit den Einrichtungen der täglichen Daseinsvorsorge. Sie ist ständig bemüht, durch die Verbesserung und der Erweiterung aller Einrichtungen, die den Bürgern dienen, die Lebensqualität zu erhöhen. In den Ortsteilen Lohne und Wietmarschen werden ständig ausreichend preisgünstige Baugrundstücke bereitgestellt.