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Der Ort stellt sich vor

Bevölkerung
Stand: 30.06.2017 (Datenbestand: Einwohnermeldeamt der Gemeinde)

Einwohnerzahl
gesamt: 7.156
davon männlich: 3.579
davon weiblich: 3.577

Konfession
Stand: 30.06.2017 (Datenbestand: Einwohnermeldeamt der Gemeinde)
römisch-katholisch: 4.322
evangelisch: 1.150
verschiedene/ohne: 1.684

Bevölkerungsentwicklung
im Jahr 1500: ca.: 700 Einwohner
im Jahr 1600: ca.: 1.000 Einwohner
im Jahr 1700: ca.: 1.550 Einwohner
im Jahr 1800: ca.: 1.900 Einwohner
im Jahr 1900: ca.: 1.570 Einwohner
im Jahr 1930: 2.311 Einwohner
im Jahr 1940: 2.420 Einwohner
im Jahr 1950: 3.299 Einwohner
im Jahr 1960: 3.472 Einwohner
im Jahr 1970: 4.300 Einwohner
im Jahr 1974: 5.047 Einwohner
im Jahr 1975: 4.026 Einwohner
im Jahr 1980: 4.291 Einwohner
im Jahr 1990: 5.124 Einwohner
im Jahr 2000: 6.382 Einwohner
im Jahr 2010: 7.300 Einwohner
im Jahr 2017: 7.156 Einwohner

Geographische Daten

Kreis:
Steinfurt

Regierungsbezirk:
Münster

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

geographische Lage:
52 Grad 10 Min. nördl. Breite, 7 Grad 38 Min. östl. Länge

Fläche:
5.900 ha (59 qkm), davon ca. 4.900 ha in landwirtschaftlicher Nutzung

Landschaftsschutzgebiete:
ca. 2.000 ha

Naturschutzgebiete:
ca. 612 ha

Nord-Süd-Ausdehnung:
7,5 km

West-Ost-Ausdehnung:
9,5 km

tiefster Punkt:
39 m ü. NN, Emsaue

höchste Erhebung:
62 m ü. NN, Nöttle Berg in der Bauerschaft Westladbergen

Mobilität & Verkehr

Straße
Bundesstraßen B219 und B475
A 1 "Hansalinie" Dortmund / Bremen - Anschluss 74 (ca. 8 km)
A 30 Hannover / Amsterdam - Anschluss 11 (ca. 8 km)

Flughafen
Internationaler Flughafen Münster Osnabrück / FMO (ca. 9 km)

Kanal
Dortmund-Ems-Kanal, Hafen Dörenthe (6 km)
Hafen Ladbergen (8 km)

ÖPNV
Bahn:
Bahnhöfe in Greven und Emsdetten (jeweils ca. 10 km)
Bahnhof Ibbenbüren (ca. 14 km)

Bus:
S50 Münster-FMO-Saerbeck-Ibbenbüren
R61 Saerbeck-Greven
R62 Saerbeck-Emsdetten
Bürgerbus BB1 Saerbeck-Hembergen-Emsdetten
Nachtbus N9 Münster-Greven-Saerbeck-Ibbenbüren
(Fahrpläne bei der Gemeindeverwaltung)

Straßennetz
Bundesstraßen: 15 km
Kreisstraßen: 12 km
Gemeindestraßen: 40 km
Wirtschaftswege: 140 km

Partnergemeinden

Ferrières en Gâtinais (Frankreich) seit 1994
Rietavas (Litauen) seit 2001

Gemeindewappen

Das Wappen der Gemeinde wurde nach dem Ratsbeschluss vom 26. September 1974 eingeführt. Es symbolisiert die Selbstständigkeit der Gemeinde nach der kommunalen Gebietsreform vom 1. Januar 1975. Der Heraldiker Waldemar Mallek (1906-1998) aus Münster hat das Wappen in enger Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Münster gestaltet und historische wie kulturräumliche Elemente aufgegriffen. So beziehen sich die Farben rot und gelb auf das Wappen der Grafen von Cappenberg, die im Mittelalter Inhaber des Oberhofes Saerbeck ("curtis Sorbeke" - heute Standort des Saerbecker Rathauses) waren. Die beiden Wellenbänder stehen sinnbildlich für die Flüsse Ems und Glane und die drei Ginsterblumen weisen auf die frühere Heidelandschaft um Saerbeck hin. Mit der Einführung des Wappens war gleichzeitig auch die Einführung einer Flagge und eines Siegels verbunden.

Saerbecker Signet

Der Rat der Gemeinde Saerbeck hat in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Saerbeck die Schaffung eines Signets beschlossen. Aus den eingereichten Entwürfen wurde 1993 die vorliegende Form ausgewählt. Das Signet zeigt ein s-förmig geschwungenes blaues Band und einen roten Kreis, darunter ist der Schriftzug SAERBECK gesetzt. Das geschwungene Band symbolisiert einerseits den Fluss Ems, in dessen Nähe der Ort liegt, gleichzeitig stellt es den Anfangsbuchstaben von Saerbeck dar. Der rote Kreis steht als Zeichen für den Ort. Das Motiv hat mit seinen einfachen, prägnanten Formen und kontrastreichen Farben einen großen Wiedererkennungswert. Das Signet wird vor allem für Werbezwecke verwendet und diente 2010 auch als Grundlage zur Gestaltung des Saerbecker "Energie'chens".

Sehenswertes

Pfarrkirche St. Georg:
mit ihrer Ausmalung, den Glasmalereien und den Schmuckfliesen verkörpert die Pfarrkirche in ihrer Gesamtwirkung heute ein im westfälischen Raum seltenes Beispiel neugotischer Sakralarchitektur.

Kornbrennerei-Museum:
ehemalige landwirtschaftliche Kornbrennerei, heute Denkmal mit vollständig erhaltener technischer Einrichtung.

Sinninger Mühle:
1867 in der Bauerschaft Sinningen errichtete Windmühle zum Kornmahlen, nach umfassender Sanierung seit 2001 als Feuerwehrgerätehaus genutzt.

Wildfreigehege "Nöttle Berg":
etwa 40 heimische und exotische Arten von Hoch- und Niederwild in natürlicher Umgebung, Ponyreitmöglichkeiten für Kinder.

Gläserne Heizzentrale und Bioenergiepark:
mitten im Dorfzentrum werden in der "Gläsernen Heizzentrale" Zukunftsenergien transparent gemacht; eine besondere Dimension energetisch-klimaschonender Zukunft vermittelt der Bioenergiepark, der seit 2011 auf dem ca. 90 Hektar großen Gelände eines ehemaligen Bundeswehrmunitionsdepots entwickelt wird.

Hohe Wohnqualität

Die vielfältigen Kultur- und Freizeitmöglichkeiten machen die Gemeinde zu einem lebens- und liebenswerten Wohnort mit dörflichem Charakter. Zur Hebung des Wohnwertes trugen besonders die Sanierung des Ortskerns, der Bau der Umgehungsstraße und die im Rahmen der REGIONALE 2004 erfolgte Umgestaltung der Mühlenbachaue in zentraler Ortslage zu einem kleinen Park bei.
Saerbeck verfügt über fünf Kindergärten, eine Grundschule und eine Gesamtschule, die bis zum Abitur führt. Hinzu kommen die Angebote der Musikschule, der Volkshochschule, des Mehrgenerationenhauses, des Kolping-Bildungswerks und weiterer örtlicher Bildungseinrichtungen. Die Jugendbildungsstätte Saerbeck / CAJ-Werkstatt in der Saerbecker Bauerschaft Westladbergen ist ein Haus für Seminare, Klassenfahrten und Freizeitprojekte. Das Bürgerhaus, ein umgebauter ehemaliger Bauernhof, ist Mittelpunkt für Kunst- und Musikveranstaltungen und bietet Raum für Bildungsangebote, Vereinsveranstaltungen sowie für private Familienfeste. Hinzu kommen Musikangebote des Bürgerhaus-Konzertvereins und des Kolpingblasorchesters. Kunstausstellungen werden im Bürgerhaus und im Rathaus präsentiert. Ein anspruchsvolles Angebot ist im November auf dem Adventsmarkt im Dorfzentrum zu sehen.
Mit über 40 Vereinen und mehr als 20 weiteren Organisationen und Institutionen bietet das Dorf eine große Palette für allerlei Aktivitäten und Engagement. Zu Sport- und Freizeitaktivitäten laden das großzügige Sportgelände, Tennisplätze und der Naturbadesee ein. Im Sommer ist hier Startpunkt des Saerbecker Triathlons. Reitsport und Freizeitreiten spielen eine große Rolle im "Dorf im Grünen" - 1998 erhielt Saerbeck den Titel "Pferdefreundliche Gemeinde". Und für Freunde des Boule-Spiels gibt es mitten in der Mühlenbachaue eine Spielfläche.

Attraktiver Wirtschaftsstandort

Die Ortsentwicklung und die Bevölkerungsstruktur Saerbecks sind wesentlich geprägt durch den wirtschaftlichen Wandel einer landwirtschaftlich orientierten Gemeinde zur heutigen "Mischgemeinde" mit stetig wachsender Rolle von Gewerbe und Industrie:
  • Bauflächen für gewerbliche Ansiedlungen in einem ca. 28 ha großen Gewerbegebiet nördlich in Ortsrandlage entlang der B 219 werden zur Zeit erschlossen und bieten Erweiterungspotential
  • attraktiver Wirtschaftsstandort mit sehr gut ausgebauter Verkehrs-Infrastruktur: Flughafen-, Autobahn- und Wasserstraßenanbindung
  • nachhaltige Verbesserung der Wirtschaftsstruktur im Bereich Handel und Warenangebot: Einzelhandel, Verbrauchermärkte und Wochenmarkt mit vielfältigem Sortiment
  • positive Arbeitsplatzentwicklung: von 2008 bis 2015 erhöhte sich die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 1.747 auf 2.033 (Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit).
Klimaschutz

Energiewende, Klimaschutz und Klimaanpassung ganz praktisch - auch dafür steht die Gemeinde Saerbeck. Die Kommune setzt seit 2009 ein ehrgeiziges Projekt um: per Ratsbeschluss hat Saerbeck entschieden, die Energieversorgung der gesamten Gemeinde bis zum Jahr 2030 auf regenerative Energien und nachwachsende Rohstoffe umzustellen und damit einen nachhaltigen und umfassenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dazu wurde ein Integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept mit 150 Einzelmaßnahmen und 3 Leitprojekten erarbeitet. Mit diesem Konzept wurde die Gemeinde 2009 im Rahmen eines Landeswettbewerbs als NRW-Klimakommune der Zukunft ausgezeichnet.

Bioenergiepark
Kernprojekt ist seit 2011 die Umnutzung eines ca. 90 Hektar großen ehemaligen Munitionsdepots zu einem innovativen Bioenergiepark. Mit Solarkollektoren auf Bunkerdächern, sieben Windkraftanlagen und drei Biomassekraftwerken wird in einem klimaschonenden Mix regenerative Energie gewonnen mit einer Gesamtleistung von 29 Megawatt. Seit Herbst 2013 produzieren die Anlagen im Bioenergiepark etwa doppelt soviel Strom, wie in Saerbeck benötigt wird. Der CO2-Ausstoß je Einwohner sinkt merklich von 9 auf 5,5 Tonnen im Jahr. Seit 2012 befindet sich das gesamte Stromnetz in kommunaler Hand (Saerbecker Ver- und Entsorgungsgesellschaft, SaerVE).

"Gläserne Heizzentrale"
Zwei Holzpellet-Kessel versorgen seit 2010 das kommunale Schul- und Sportzentrum mit regenerativ gewonnener Wärme. Hier wurden 6 alte Gaskessel durch eine 850 kW große Holzpellet-Heizanlage mit Nahwärmenetz ersetzt. Allein das spart im Jahr 420 Tonnen CO2 sowie eine fünfstellige Geldsumme für die Gemeinde durch die effizientere Versorgung mit (regenerativer) Energie. Seit Juni 2013 sind auch private Nutzer in einem zweiten Bauabschnitt an das Nahwärmenetz angebunden. Die Gläserne Heizzentrale ist gleichzeitig Informations- und Kommunikationsplattform der Klimakommune. Von 2011 bis Mitte 2017 wurden etwa 25.000 Besucher empfangen, die sich über die Projekte der Klimakommune informierten. Zu den Aktionstagen 2013, 2014 und 2016 kamen insgesamt 27.000 Besucher nach Saerbeck.

Energie-Erlebnispfad
Ein Energie-Erlebnispfad im Ortskern folgt dem Nahwärmenetz und zeigt an 10 Stationen ausgewählte Themen rund um Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Die einzelnen Stationen wurden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, Kindergärten, beteiligten Privatpersonen und Sportvereinen ausgedacht und entwickelt.

Bildungsarbeit

Der Außerschulische Lernstandort (ASL) Saerbecker Energiewelten im Bioenergiepark ist das Ergebnis zahlreicher Bildungsprojekte der Klimakommune Saerbeck. Er wurde 2016 eröffnet und ist eine zeitgemäße Bildungs-Plattform für die aktuellen Herausforderungen des Klimawandels, der Energiewende und der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen. Ziel ist es, eine breite Wissensvermittlung zu diesen Themen, eine inhaltliche Auseinandersetzung damit und die Ableitung von Lösungsmöglichkeiten und eigenständigem Handeln anzubieten. Einer der wichtigsten Adressaten dabei ist die Jugend. Der Außerschulische Lernstandort verbindet den Bioenergiepark als wichtigstem Projekt der Klimakommune Saerbeck mit gezielter Umweltbildung. Bis Mitte 2017 nutzten 2.383 Schülerinnen und Schüler dieses Angebot.
Anfragen / Informationen: Gemeindeverwaltung Saerbeck, Telefon 02574 89-202, E-Mail info@saerbecker-energiewelten.de. Der Außerschulische Lernstandort wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und unterstützt durch die lokalen Partner EGST/Entsorgungsgesellschaft Steinfurt und RVM / Regionalverkehr Münsterland.