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Vorstellung der Ortschaften

Ortsteil Bennungen

Der Ort Bennungen wurde im Jahre 1102 das erste Mal urkundlich erwähnt. Bennungen liegt in der Helmeniederung der Goldenen Aue. 827 Einwohner (Stand: 31.10.2016) leben hier.

Der Name Bennungen wird als Siedlung eines "Benno" gedeutet. Seit dem Jahr 1300 erscheinen in den Urkunden Ritter von Bennungen.
Im 15. Jh. werden Gericht, Zoll und Jahrmarkt zu Bennungen erwähnt. Bennungen wurde 1718, 1800, und 1808 von großen Bränden heimgesucht. An die früher alljährlichen Überschwemmungen durch die Helme erinnerte das Amtssiegel des Dorfes. Im Siegelbild waren ein Kahn mit Segel und Wimpel auf einer Wasserwaage zu sehen.
Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wurden Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt, der Marktplatz neu gestaltet und einige Straßen erneuert. Neue Dächer und Fassaden geben dem Dorf inzwischen ein freundliches Aussehen. In den letzten Jahren hat sich das Dorfbild sehr positiv verändert.

Die Außenfassade der 1848 erbauten Bennunger Kirche wurde 1999 erneuert. Vor dem Turm der Kirche wurde 2012 der neue Roland aufgestellt, dessen Vorgänger aus dem Jahre 1616 stammte. Sein Aussehen ist bis heute unbekannt. Sein Nachfolger ist übermannshoch aus Eichenholz und obwohl er einen Harnisch trägt, ist er ein friedlicher Roland, der sein blankes Schwert gesenkt hält. Die sich darum rankenden Rosen könnten die Verbundenheit zur nahen Berg- und Rosenstadt Sangerhausen symbolisieren. Individuell ergänzt wurde der Bennunger Roland mit dem heimlichen Wappentier des Ortes, einem Janeist und dem Ortswappen auf einem Schild. Zur Einweihung überbrachten auch Vertreter anderer Roland-Orte Grüße.

Bennungen hat zurzeit sieben in einer Kooperationsgemeinschaft befindliche Vereine, die alle Bennunger Veranstaltungen wie Sommerfest der Vereine, Kirmes und Weihnachtsmarkt gemeinsam planen und durchführen.
Für das Vereinsleben stehen ein Sportplatz mit Vereinsheim, eine Turnhalle, ein Anglerheim mit überdachter Außenfläche sowie ein Vereinshaus mit Schützenraum und einer 10 m Luftgewehrschießbahn zur Verfügung.

Ortsteil Breitenstein

Umgeben von Wäldern, Wiesen und Feldern liegt der Ort Breitenstein mit seinen 414 Einwohnern (Stand: 31.10.2016) auf der Hochfläche des Unterharzes in einer Höhenlage von 450/500 m NN eingerahmt von den Vorbergen des Harzgebirges mit dem Brocken als höchstem Berg im Hintergrund.
Breitenstein ist einer der ältesten Harzorte mit geschichtsträchtiger Vergangenheit. In der Chronik wird erstmals anno 1264 das Wahrzeichen des Ortes, der "Breite Stein", neben der Dorflinde erwähnt. In den letzten Jahren hat sich im Ort einiges getan. So konnte ein neues Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr geschaffen werden, welches gleichzeitig auch die Ortschaftsverwaltung beherbergt. Der Platz der Einheit wurde umgestaltet und Arbeiten an der Kirche und der Mehrzweckhalle abgeschlossen.

Breitenstein kann Ausgangspunkt für erholsame Wandertouren sein. Hier kann man dem Stress und der Hektik des Alltags entfliehen und inmitten ursprünglicher Natur noch entspannen und genießen zugleich. Nach 7 km wird zu Fuß der "Große Auerberg" mit dem 38 m hohen Josephskreuz, dem größten Eisendoppelkreuz der Welt, erreicht. Das mittelalterliche Fachwerkstädtchen Stolberg (Harz) ist ebenfalls nach 6 km Wanderung durch das wildromantische Ludetal ein lohnender Ausflug. Bedingt durch seine Höhenlage bietet sich der Ort auch als beliebtes Wintersportziel an. Rings um das Dorf sind natürliche Ski-Langlaufstrecken und entsprechende Rodelhänge vorhanden. Gastronomie und gemütliche Ferienwohnungen laden den Gast zum Verweilen ein.

Ortsteil Breitungen

Breitungen ist ein sehr altes Dorf, später Reichsgut und 961 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort ist in ein steiles Tal eingebettet. Nördlich des Ortes befindet sich der 434 m hohe Breiteberg, den man über ein schönes Waldtal erreichen kann. Naturverbundenen und Erholungsuchenden bieten der Ort und die Umgebung viele Wandermöglichkeiten durch die Südharzer Karstlandschaft. Heute hat Breitungen 422 Einwohner (Stand: 31.10.2016) und viele Fachwerkbauten.

Ein besonders begehrtes Ausflugsziel ist der Bauerngraben (periodischer See), welcher wegen seines geheimnisvollen Verschwindens viele Menschen in Staunen versetzt. Man kann nie vorhersagen, ob man den See bewundern kann oder man "nur" eine große Wiese vorfindet. Innerhalb weniger Tage füllt oder leert sich der See. Hohe und steile Kalkfelsen schließen das schmale Tal von 3 ha Größe ein. Geologisch betrachtet ist der Bauerngraben eine Erdsenke, deren Eigentümlichkeit in Deutschland einzigartig ist. Die Ursache des ganzen Vorgangs liegt in der Karstgestalt des Harzvorlands begründet. Bei Versuchen, den Verbleib des Wassers mittels Einfärbung festzustellen, fand man das gefärbte Wasser sowohl in naher Umgebung als auch in der thüringischen Stadt Artern, 35 km entfernt, wieder. Die reizvolle Landschaft lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein.

Durch Maßnahmen im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms erhielten viele Häuser ein neues Aussehen und für die Freiwillige Feuerwehr entstand in der Ortsmitte ein neues Gerätehaus. Darüber hinaus wurden Straßen und Plätze gestaltet. In Breitungen gab es einst die Käserei, die schon seit 1886 den schmackhaften "Harzer Käse" produzierte.
Breitungen lädt Besucher und Wanderer recht herzlich ein.

Ortsteil Dietersdorf

Verlässt man die Goldene Aue und fährt in den Harz, Richtung Hayn (Harz), so liegt 12 km von Roßla entfernt der kleine Ort Dietersdorf mit seinen 210 Einwohnern (Stand: 31.10.2016). Das Dorf liegt in einer kleinen Mulde, umgeben von Feldern und viel Wald, was seine ruhige, idyllische Lage kennzeichnet.

Durch die Maßnahme der Dorferneuerung und den Fleiß vieler Bürger wurde der Ort in einen sauberen Zustand versetzt. Gepflegte Fachwerkhäuser, Blumenrabatten, Grünanlagen, neue Straßen und Plätze zieren das Ortsbild.

Die im Jahre 1733 erbaute Dorfkirche sowie die ca. 600 Jahre alte Gerichtslinde prägen den Mittelpunkt des Dorfes. Der eingetragene Schützenverein verfügt über ein Vereinshaus und einen Schießstand mit 4 Bahnen à 50 Meter für Klein- und Großkaliber sowie 2 Schießstände für Luftgewehre und Pistolen. Die Anlage kann nach Absprache auch von Nichtmitgliedern genutzt werden.

Ortsteil Drebsdorf

Mit seinen etwas über 100 Einwohnern (Stand: 31.10.2016) ist Drebsdorf der kleinste Ort in der Gemeinde Südharz und liegt sehr reizvoll im schönen Leinetal, eingebettet zwischen Wallhäuser Höhenrücken und den Ausläufern des Vorharzgebietes.

Früher wurde in Drebsdorf hauptsächlich Bergbau und Landwirtschaft betrieben. Noch heute kündet die sogenannte "Ankenbergsmühle" vom Abbau des Kupfers. Erst nach genauem Hinsehen stellte sich vor wenigen Jahren heraus, dass der gesamte Teil, westlich des Mühlengebäudes, eine mit Erde bedeckte Schlackenhalde ist.

Heute ist neben der Landwirtschaft der Reitsport stark vertreten, für welchen das Reitsportzentrum "Gut Drebsdorf" weit über die Grenzen von Sachsen-Anhalt bekannt ist. Das rund 440 Jahre alte Rittergut wurde in den letzten Jahren liebevoll rekonstruiert und umgebaut. Es beheimatet heute eine familiengeführte Reit- und Ferienanlage, sowie die Zucht des besonderen "Spanish Norman Horse", welches in etwa das Ritterpferd, das Normannische Pferd des Mittelalters, darstellt.

Doch nicht nur Pferde prägen das Ortsbild von Drebsdorf. Auch das vom Aussterben bedrohte "Harzer Höhenvieh" wird hier gezüchtet. Die Herde mit mehr als 31 Tieren ist auf den herrlichen Wiesen und Weiden rund um Drebsdorf zu finden.

Außerdem ist der aktive Dorf- und Heimatverein des Ortes zu erwähnen, welcher unter anderem die Drebsdorfer Kirmes mit dem traditionellen Erbsbärumzug durchführt. Fast die Hälfte der Dorfbewohner ist hier Mitglied.

Ortsteil Hainrode

Wie eine Perle liegt Hainrode inmitten von wunderschönen Feldern und Wiesen in der einzigartigen Landschaft des Südharzer Gipskarstes. Für Wanderer ist der zertifizierte Karstwanderweg ein Muss. Neben Landschaft und Natur, werden sie die unglaubliche Stille genießen. Sie lernen Hainröder kennen, die unablässig ihr Dorf verschönern und alte Traditionen aufrechterhalten. Wo sonst gibt es noch echte Besenbinder, die traditionell Besen aus Birkenreisig herstellen? Der Viehauftrieb, das Besenbinderfest oder der Advent in den Höfen sind weithin bekannt. Im "Förstergarten" oder am Dorfbackofen werden Spezialitäten angeboten.

Ergänzt wird das Angebot durch Grillplatz, Tennis- und Bolzplatz, Naturlehrpfad, Alte Dorfschmiede, eine Bergbaupinge, Spielplatz und Ponyhof. Hainrode war in verschiedenen Wettbewerben schon mehrfach als "Schönstes Dorf" erfolgreich und wurde 2012 als Preisträger im Europäischen Dorfwettbewerb geehrt.

Ortsteil Hayn (Harz)

Im Nordosten des Landkreises Sangerhausen liegt das kleine Harzdörfchen Hayn (Harz) mit seinen rund 499 Einwohnern (Stand: 31.10.2016). Bäuerliche Siedler entdeckten vor über 1000 Jahren die Hochfläche östlich des Berges. Seither ist sie eine eigenständige Gemeinde mit regem Vereinsleben und engagierter Selbstverwaltung. Einzigartig in der weiten Umgebung ist die Kirche von Hayn (Harz). Sie ist die einzige Kirche mit neugotischem Formgut, bei welcher der Turm mit einem Kanzelaltar im Osten steht. Die erste Kirche wurde 1430 auf gräfliches Geheiß gebaut und wurde 1479 vom Halberstädter Bischof eingeweiht. 1886 brannte sie infolge eines Blitzschlages völlig nieder. Bereits drei Jahre später konnten die Hayner ihr neues Gotteshaus betreten. In dörflicher Eigeninitiative wurde die alte Pfarre (250 Jahre alt) restauriert. Hayn (Harz) wird von vielen schönen Wäldern eingeschlossen. Diese laden zu ausgedehnten Wanderungen ein. In der Gemarkung existieren ca. 25 km ausgebaute Waldwege, die mit dem Fahrrad und Krankenfahrstühlen befahren werden können. Ebenso existiert ein 1,8 km langer Waldlehrpfad. Entlang dieses Weges kann man 45 heimische Baum und Straucharten kennen lernen. Auch Wintersportmöglichkeiten sind hier gegeben. Hayn (Harz) liegt günstig für attraktive Ausflüge und ermöglicht die Einkehr in zwei Gaststätten. Hayn (Harz) hat eine Grundschule, einen Kindergarten, ein Dorfgemeinschaftshaus, eine Freiwillige Feuerwehr, eine Einkaufsmöglichkeit (Fleischerei, Bäckerei, Lebensmittel), eine Blumenbinderei mit Lebensmittellädchen sowie weitere 20 Handwerks- und Gewerbebetriebe. Wohnen in ruhiger Lage, auch altersgerecht, ist möglich. Größere Grundzentren liegen im ca. 25 km Umkreis. Zu erwähnen ist die direkte Nachbarschaft zur Europastadt Stolberg (Harz).

Ortsteil Kleinleinungen

Kleinleinungen mit seinen 110 Einwohnern (Stand: 31.10.2016) liegt eingebettet in einer herrlichen Landschaft. Die nördlichen Gefilde der Fluren grenzen an die Vorberge des Südharzes. Dieses dörfliche Idyll im Karstgebiet ist umgeben von Laub- und Mischwald. Kleinleinungen hat den Ortsnamen von seiner Lage an der Leine und seinen Beinamen "Klein" zur Unterscheidung von dem weiter aufwärts an der Leine liegenden Ort Großleinungen.

Im Jahre 1231 folgte die erste urkundliche Erwähnung. Die Schreibweise des Namens wurde in den Jahrhunderten mehrfach geändert, so z. B. 1231 "Linungen", 1349 "Wenigen Linungen" (ein zum Burgamte Qestenberg gehöriges Dorf), 1495 "minor Linungen" (minor bedeutet minus, wenig, klein), 1506 "Linungen minor", nach 1600 "Kleinleinungen". Die Namensendung "ungen" verweist auf eine sehr frühe Ortsgründung (Siedlungsperiode II, etwa 300 -531 u. Z.). Vermutlich ist das Dorf in der Zeit nach 500 entstanden. Die Kirche im Ort wurde dem heiligen Sankt Martin geweiht. Von einem mittelalterlichen Bau verblieb bis in die Gegenwart der alte Chorturm, der innen mit einem Kreuzgratgewölbe versehen ist. Das kurze aber breite Schiff mit einem abgewalmten Mansardendach wurde im Jahre 1819 erbaut. Etwa zu dieser Zeit standen bereits 40 Häuser in Kleinleinungen. Die reizvolle Lage im Leinetal begeistert Einheimische wie auch Gäste. Gut begehbare Wanderwege laden zu Spaziergängen in das umliegende Karstgebiet ein. Auf dem neu angelegten Festplatz unter den Linden feiern die Kleinleinunger wie "früher" ihre Feste. Die Dorfjugend zieht es mehr auf den kleinen, direkt an der Leine gelegenen Sportplatz und in den Wintermonaten in ihren Klubraum. Handwerksbetriebe sind im Ort ansässig. 1998 wurde die Gemeinde in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen.

Ortsteil Questenberg

Der kleine Ort Questenberg mit 133 Einwohnern (Stand: 31.10.2016), gelegen im Karst mit all seinen typischen Erscheinungsformen bietet Wanderern und Naturfreunden viel Schönes und Interessantes. Da gibt es steil aufragende zerklüftete Gipshänge, "Gletschertöpfe", aktive Bachschwinden. Das Gebiet um Questenberg wurde bereits 1927 zum Naturschutzgebiet erklärt. Heute ist es mitten in der einzigartigen Karstlandschaft. Das urkundlich 1397 erstmals erwähnte Dorf bietet aber noch mehr, z. B. die Rolandsfigur (einen der 3 Holzrolande Deutschlands), schmucke Fachwerkhäuser, eine Burgruine mit sehenswerten Ritzzeichnungen im Bergfried, alte Wallanlagen und natürlich die Queste. Die Queste ist das Symbol eines jahrtausend alten germanischen Sonnenwendkultes, der in dem Questenfest, das jedes Jahr zu Pfingsten nach alter Tradition gefeiert wird, weiterlebt. Wer die Begrüßung der Sonne am Pfingstmontag auf dem Questenberg miterlebt, kann sich dem Zauber von Tradition und Landschaft nicht mehr entziehen.

Ortsteil Agnesdorf

Am Rand des Südharzes in der schönen Karstlandschaft liegt Agnesdorf. Agnesdorf hat 109 Einwohner (Stand: 31.10.2016) und gehört zur Ortschaft Questenberg. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort Angsberg um 1298. Bis 1930 erfolgte vom Regierungspräsidenten Merseburg die Angliederung an Questenberg. Seit 1542 existiert das Gut in Agnesdorf als freier Hof Angsdorf. Daraus leitet sich vermutlich die heutige Schreibweise Agnesdorf ab. Das Gutshaus steht unter Denkmalschutz. In dem kleinen Dorf gibt es schmucke Häuser zu sehen und einen sehr aktiven Heimatverein. Mehrere Feste im Jahr bereichern das Dorfleben.

Ortsteil Roßla

Der Ort Roßla liegt im westlichen Teil des Landkreises und wurde am 15. September 996 erstmals urkundlich erwähnt. Die Gemarkung von Roßla befindet sich in einer fruchtbaren Ebene zwischen Harz und Kyffhäuser, häufig auch als "Goldene Aue" bezeichnet. In Ost-West-Richtung führt die Landstraße L 151 (ehemals B 80) durch Roßla. Der Ort ist an die A38 direkt angebunden und bietet daher eine ideale Infrastruktur für die wirtschaftliche Entwicklung. An der Hauptstraße stehen einige spätklassizistische Wohnhäuser und das Eingangstor der früheren Zuckerfabrik. Das dahinter befindliche Fabrikgebäude wurde restauriert und zur "Rosspassage" mit Einkaufsmärkten, Praxen, Geschäften und Büroräumen umgestaltet. Die heutige Roßlaer Kirche St. Trinitatis wurde im neugotischen Stil 1868 -1873 erbaut. Vom Kirchplatz aus erblickt man das Schloss. Der klassizistische Bau entstand 1827 bis 1831. Heute werden die Räumlichkeiten für Feiern, insbesondere für Hochzeiten und Veranstaltungen jeglicher Art genutzt. Die Gemeinde Südharz unterhält in der ersten Etage ein Standesamt. Seit 2006 ist das Gebäude an einen ortsansässigen Verein verpachtet, der es als Mehrgenerationenhaus nutzt und u. a. als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe einen Kinderhort betreibt. Östlich des Schlosses befindet sich das Palais, dass Ende des vorigen Jahrhunderts gebaut wurde. Heute ist in diesem Haus die kommunale Kindertagesstätte untergebracht. Einige Meter südlich liegt der Riethgarten mit zum Teil seltenen Gewächsen und Bäumen. An der Hauptstraße weiter in östlicher Richtung erhebt sich das Marienstift, ein ehemaliges Krankenhaus. 1985 wurde hier ein Alters- und Pflegeheim eingerichtet. Gegenwärtig hat Roßla 2.012 Einwohner (Stand: 31.10.2016). Obwohl Dorf, besitzt Roßla durchaus kleinstädtische Züge. In den letzten 5 Jahren haben sich in Roßla neben einer Anzahl kleinerer Handwerksbetriebe auch größere Unternehmen etabliert. Insgesamt 10 Allgemein-, Zahn-, und Tierärzte aber auch therapeutische Praxen sorgen für eine ausreichende gesundheitliche Betreuung. Zusätzlich verfügt der Ort über eine Rettungswache, eine Apotheke, eine Physiotherapie und eine Bibliothek. An der Grund- und Sekundarschule werden derzeit 485 Schüler unterrichtet. Das Freibad Kiesgrube bietet mit seinem großzügigen Freigelände, drei Volleyballfeldern, Tischtennisbereich sowie einem Grillplatz und einem Imbissangebot sehr gute Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. In Roßla gibt es eine Pension sowie Privatzimmer für Übernachtungen. Die sich in der Nähe befindlichen Ausflugsziele und touristischen Attraktionen sind von Roßla aus gut und zügig zu erreichen.

Ortsteil Dittichenrode

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1251 urkundlich erwähnt Er liegt direkt an der A 38 und ist durch eine Landstraße mit der ehemaligen Bundesstraße 80 verbunden. Dittichenrode war ursprünglich ein freiherrliches adliges Gerichtsdorf. Im Jahr 1973 erfolgte die Zuordnung zur Gemeinde Roßla und damit die Ernennung zum Ortsteil. Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt schloss sich Roßla mit dem Ortsteil Dittichenrode 2010 der Einheitsgemeinde Südharz an.

Ortsteil Rottleberode

Rottleberode entstand als fränkischer Reichshof (Königshof) an einer fränkischen Heerstraße zwischen 850 und 968. Als Gründer ist ein Herzog "Rodulf" anzunehmen. Otto I. in Wallhausen geboren (962 zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt), schenkte seinem Sohn Wilhelm (Erzbischof von Mainz) den Reichshof. Hier verstarb der Erzbischof 968 auf der Durchreise, was zur ersten urkundlichen Erwähnung unter dem Namen "Rodulferodth" führte. Die Schreibweise wechselte im Verlauf der Zeit über Radulferode - Rattilferode - Rottelsrode zum heutigen Rottleberode. Später gelangte der Ort in den Besitz der Grafen zu Stolberg, die ihn in das Amt Stolberg, der Grafschaft Stolberg-Stolberg integrierten. Bis 1815 unterstand Rottleberode der Obhut des Königreiches Sachsen und gelangte dann in den Regierungsbezirk der preußischen Provinz Sachsen.
Ab 1952 gehörte das Dorf zum DDR-Bezirk Halle und jetzt zum Bundesland Sachsen-Anhalt. Im Thyratal gelegen, umgeben von reizvollen Landschaften, grenzt das typische Straßendorf im Norden und Osten an die Ausläufer des Harzes. Im Süden schließt sich die Goldene Aue mit dem Kyffhäusergebirge und im Westen das Vorgebirge "Alter Stolberg" an. Rottleberode mit seinen 1427 Einwohnern (Stand: 31.10.2016) ist der zweitgrößte Ortsteil der 2010 gegründeten Einheitsgemeinde "Südharz". Mehrere Wohnsiedlungen, mittelständige Unternehmen, aber auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Firmen prägen das Ortsbild. Es sind mehrere Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen, Zahnärzte und eine Apotheke vorhanden. Die Grundschule, die im Jahr 2009-2011 umgestaltet und teilweise neu gebaut wurde, bietet unseren Kindern beste Lernmöglichkeiten. Eine integrative Kindertagesstätte befindet sich direkt neben der Grundschule. Junge Familien, die sich auf den verschiedenen Wohnbauflächen ein Heim schaffen können, finden damit hervorragende Bedingungen. Die ortsansässigen Vereine gestalten das Kulturleben.
Das im Jahre 1994 -1996 entstandene moderne Sportzentrum mit einer Zweifelderhalle und Außensportanlage lädt zur Ausübung der verschiedenen Sportarten ein. Verkehrstechnisch ist Rottleberode mit der neu ausgebauten Landesstraße im Ort gut erschlossen und die Anschlussstelle Berga der Autobahn A 38 (Richtung Halle/Göttingen) ist nur 10 Kilometer entfernt. Rottleberode grenzt an den thüringischen Landkreis Nordhausen, so dass insbesondere auch die Möglichkeiten der Stadt Nordhausen genutzt werden können. Alles in allem ist Rottleberode ein schönes und idyllisches Dorf, in dem es sich gut leben lässt.

Ortsteil Schwenda

Inmitten herrlicher Wälder liegt am südlichen Fuße des Großen Auerbergs (580 m NN), auf dessen Gipfel sich das größte eiserne Doppelkreuz der Welt mit 38 m erhebt, die 534 Einwohner (Stand: 31.10.2016) zählende Ortschaft Schwenda. Schon im Jahre 532 wird der Ort erstmals als "Wenda unterm Berg im Harzgau" urkundlich erwähnt. Sein Name wird zurückgeführt aus "schwenden, schwinden", (d. h. roden, abholzen). In den Jahren 1736 bis 1738 entstand als einer der schönsten sakralen Bauten der Umgebung die Kirche St. Cyriacus und Nicolai. Die Barockkirche ist, nach der Zerstörung der Frauenkirche in Dresden am 13.02.1945, einmalig in Deutschland. Dazwischen sind die Jahreszeichen und die alten Monatszeichen ausgemalt. 1999 begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Kirche und Kuppel und Wetterfahne wurden neu vergoldet.
Schwenda ist seit ältester Zeit vorwiegend ein Bauern- und Bergarbeiterdorf gewesen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren Schwendaer Bauern Leibeigene des Grafen zu Stolberg. Bis Ende des 2. Weltkrieges gab es neben einigen Handwerksbetrieben ca. 75 landwirtschaftliche Betriebe, welche meist noch auf Nebeneinkünfte angewiesen waren. In den 50er Jahren wurde die LPG gegründet, die sich in den Jahren bis 1990 zum Spezialbetrieb für Jungrinderaufzucht, Schafproduktion und kooperative Pflanzenproduktion entwickelte. 1991 gründete sich die Agrargenossenschaft Schwenda mit der Pflanzenproduktion und Jungrinderaufzucht. Er ist der größte Arbeitgeber im Ort. In richtiger Einschätzung der günstigen klimatischen Bedingungen und der hervorragenden landschaftlich reizvollen Lage wurde Schwenda als Urlauberort erschlossen.

Schwenda hat seinen dörflichen Charakter bewahrt und bietet seinen Gästen die ideale Erholung, bei der man den Alltagsstress vergessen und neue Kraft beim Wandern in wundervoll ursprünglicher Natur schöpfen kann. Erholungsuchenden, die die Stille der Natur lieben und Entspannung finden wollen, stehen einige Gästezimmer und Ferienwohnungen zur Verfügung. Im Ort befinden sich eine Gaststätte und weitere Geschäfte wie etwa ein Fuhrunternehmen, eine Landfleischerei, eine Bauschlosserei, ein Friseursalon, ein Blumengeschäft sowie ein Modeatelier. In der Ortsmitte wurde im Jahr 2009 ein großer Kinderspielplatz errichtet.

Ortsteil Stadt Stolberg (Harz)

Historische Europastadt und Thomas-Müntzer-Stadt im Nordwesten der Gemeinde, in einer Bilderbuchlandschaft eingebettet, liegt das malerische Städtchen Stolberg (Harz). Seit Jahren ein beliebter Kur- und Erholungsort, wird er auch "Perle des Südharzes" genannt und bietet dem Besucher inmitten stiller weiter Wälder gesunde Luft, Erholung und Entspannung. Stolberg (Harz) ist einer der ältesten Orte im Südharz und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Wann der Ort gegründet wurde, ist nicht nachweislich. Aber bereits lange bevor die Stadt ihren Namen erhielt, wurden in dieser Gegend Erze abgebaut. So wird in einer chronistischen Erwähnung darüber berichtet, dass man schon 794 im Stolberger Raum Bergbau betrieb. Dies hatte maßgeblichen Einfluss auf die Gründung des Ortes. Der Ursprung des Ortsnamens ist nicht eindeutig zu erklären. Die Silbe "Stol" wird von dem Wort "Stahal" in der Bedeutung "hart, fest" abgeleitet, während die Namensendung "berg" eine fränkische Erschließung vermuten lässt. Im 10. Jh. wurde die Stolberger Burg gegründet. Erste urkundliche Erwähnung fand der Ort 1157, ein auf der Burg residierender Graf von Stolberg hingegen erst im Jahre 1210. Das Stadtrecht wurde vor 1300 verliehen.
Über Jahrhunderte hinweg bildete der Bergbau die wichtigste Erwerbsquelle der Einwohner. Der Bergbau begründete auch den Wohlstand der Stadt und der Stolberger Grafen, die neben dem Bergrecht seit dem 13. Jh. auch das Münzrecht besaßen. Die ökonomische Grundlage der gegenwärtig 1150 Einwohner (Stand: 31.10.2016) zählenden Stadt schafft der Tourismus, für dessen Erhalt in den letzten Jahren die technische Infrastruktur erneuert wurde - natürlich unter der Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Aus dem in der Zeit von 1992 bis 1994 ausgetragenen Bundeswettbewerb zur "Erhaltung historischen Stadtraumes" ging Stolberg mit einer Goldplakette hervor. Das Dach und die Fassade des Rathauses wurden umfangreich saniert. Auch der Bahnhofsbereich wurde neu gestaltet. Zusätzliche Parkplätze stehen den Besuchern hier wie auch am nördlichen Ortsausgang zur Verfügung.
Seit Januar 1993 trägt Stolberg den Titel "Historische Europastadt" und erhielt 1994 für besonders familienfreundliche Ferienangebote eine Auszeichnung. Angestrebt wurden und werden europaweite Kontakte, vor allem im Bereich Tourismus. Für diese Aktivitäten bekam Stolberg im Oktober 1995 von der Europäischen Kommission den Preis "LES ETOILES D'OR DU JUMELAGE" - Die Goldenen Sterne der Partnerschaft - in Dublin (Irland) verliehen.
Der besondere Reiz der Stadt besteht in ihrem geschlossenen historischen Stadtbild im Fachwerkstil, den verwinkelten Gassen und sehr vielen Sehenswürdigkeiten, wie dem Rathaus ohne Innentreppen, dem Heimatmuseum mit Münzwerkstatt, dem Museum "Altes Bürgerhaus", der Stadtkirche St. Martini, dem frühgotischen Rittertor und dem mittelalterlichen Saigerturm. Die Mehrzahl der in Stolberg zu sehenden Wohngebäude sind zwei- und dreigeschossige Traufenhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Um 1489 wurde Thomas Müntzer, ein Denkmal vor dem Rathaus erinnert an ihn, in Stolberg geboren. Er gilt als legendärer Anführer des Bauernkrieges (1524/25) in Thüringen.
1525 predigte Martin Luther in der Stadtkirche St. Martini. Sehr gut ausgestattete Hotels und Pensionen, gepflegte Privatunterkünfte sowie niveauvolle Restaurants, gemütliche Gaststätten und kleine Cafés erwarten ihre Gäste. Zum Relaxen, Entspannen und Wohlfühlen bietet das beheizte Freizeit- und Gesundheitsbad "Thyragrotte" ganzjährig beste Voraussetzungen.

Eine Attraktion ist das Josephskreuz (1996 = 100 Jahre alt) auf dem Großen Auerberg bei Stolberg. Das größte eiserne Doppelkreuz der Welt ist 38 m hoch. Nach den 200 Stufen erwartet den Besucher eine wundervolle Aussicht.

Ortsteil Uftrungen

Uftrungen ist eine Ortschaft mit einer Fläche von 29,9 qm und liegt am Rande des Südharzes inmitten des Thyratales. Die bebaute Fläche beläuft sich auf ca. 115 ha. In dem Ort wohnen derzeit 969 Einwohner (Stand: 31.10.2016).

Erstmals wurde Uftrungen 890 als Ort genannt. Der Ortsname setzt sich wie folgt zusammen: UF - Oben; TR - Thyra (Fluss); UNGEN - Ort - UFTRUNGEN, der oben an der Thyra gelegene Ort. 1275 nannte sich Uftrungen Ufthirungen, 1303 Uftherungen, 1348 Uftyrungen.

Die Landwirtschaft sowie kleine und mittelständische Firmen prägen wesentlich die Wirtschaftsstruktur des Ortsteiles. In den letzten Jahren veränderte sich das Ortsbild durch die Maßnahmen des Dorferneuerungsprogrammes positiv. Zahlreiche Straßen, Wege und Plätze sowie das Ufermauerwerk der Hasel wurden saniert.

Neue Dächer und Fassaden der Privathäuser fallen dem Besucher auf. Die Freiwillige Feuerwehr des Ortes erhielt ein neues Gerätehaus. Ein bekanntes Ausflugsziel ist die größte begehbare Gipssteinhöhle Deutschlands, die Höhle "Heimkehle", welche bereits 1357 urkundlich erwähnt wurde. 1920 konnten die ersten Besucher die erschlossene und beleuchtete Höhle besuchen. Höhepunkt jeder Führung ist die Lichtshow im "Großen Dom" der Höhle, die Erwachsene und Kinder gleichermaßen begeistert. Die Karsthöhle ist ein bedeutsames Winterquartier für viele Fledermausarten.

Ortsteil Wick1erode

Zwischen Goldener Aue und den Ausläufern des südlichen Harzvorlandes, im Schnittpunkt von Nasse und Leinetal, liegt der Ort Wickerode. Als eines der schönsten Dörfer Sachsen-Anhalts bezeichnen es selbstbewusst die 250 Einwohner (Stand: 31.10.2016).
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1111 als Wigharderode - das von einem Mann namens Wighard auf einer Waldrodung gegründete Dorf. Die Schreibweise änderte sich mehrmals, ab 1525 ist Wickerode belegt. Landwirtschaft und Obstbau prägen auch heute noch die Umgebung. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wurden ab 1992 umfangreiche Sanierungs- und Rekonstruktionsarbeiten durchgeführt. Diese trugen dazu bei, dass der Ort noch attraktiver und schöner wurde. Auch die Freiwillige Feuerwehr erhielt 1999 ein neues Gerätehaus. Ansässige Gewerbebetriebe und das Landhotel haben Wickerode auch über die Kreisgrenze hinaus bekannt gemacht. Wickerode bietet sich an als Ausgangspunkt für Wanderungen in die einzigartige Umgebung, der "Südharzer Karstlandschaft". Ein gut ausgeschildertes Wanderwegenetz ist vorhanden. Das Freizeitzentrum, am Ortsausgang im idyllischen Nassetal, bietet die Möglichkeit zum Sporttreiben und Spielen, aber auch zum Rasten. Riesengrill, Köhlerhütte und Spielplatz sind dafür vorhanden.

Die Kirche aus dem Jahre 1745 wurde 1992 - 1994 liebevoll restauriert und kann nach Anmeldung besichtigt werden. Der neu gestaltete Kirchgarten, als Platz der Ruhe und Entspannung, steht jedem offen.