Gehe zum Inhalt, überspringe Menüs

 

Einführung

Kommen Sie mit auf einen Streifzug durch die Gemeinde Nünchritz im Jahr 2012. Als interessierter Besucher wird man in jedem Ortsteil freundlich, auskunfts- und hilfsbereit aufgenommen, das habe ich bei meinen einzelnen Streifzügen immer wieder erleben dürfen.

Wo beginnt Nünchritz, wo hört die Gemeinde auf? Zwölf Elbkilometer verbinden allein sechs Ortsteile. In deren Hinterland gruppieren sich weitere fünf. Es liegt also ein ausgedehnter Weg vor uns. Nicht nur im geografischen sondern auch in historischem Sinne. Denn wir blicken in hunderte von Jahren, seit sich schriftliche Zeugnisse erhalten haben. Diese schriftlichen Zeugnisse beginnen im 13. Jahrhundert n. Chr. Aus dieser Zeit stammen die ersten urkundlichen Erwähnungen der einzelnen Orte, die heute zur Gemeinde Nünchritz gehören. Die meisten Ortsnamen sind slawischen Ursprungs und haben sich, im Laufe der Jahrhunderte einigen Veränderungen unterliegend, erhalten. Im 19. Jahrhundert, mit der Vereinheitlichung der deutschen Schriftsprache, bildeten sich die heutigen Namen heraus. Doch Menschen leben nicht erst seit der Besiedelung durch die Germanen und die Slaven an der Elbe. Archäologische Funde belegen für nahezu jeden Ortsteil Besiedelungen, die in der Mittelsteinzeit um 4000 v. Chr. und der frühen Bronzezeit viele Zeugnisse hinterlassen haben, wie die umfangreiche Sammlung der archäologischen Funde aus dem Gemeindegebiet Nünchritz im Landesamt für Archäologie in Dresden, die Artefakte im Stadtmuseum Riesa oder die Reste bronzezeitlicher und slawischer Besiedlung in der Landschaft beweisen, um nur wesentliche Stellen zu nennen, an denen der interessierte Leser fündig werden kann. Darauf auf diesen Seiten einzugehen würde den vorgesehenen Rahmen sprengen und das angestrebte Ziel aus den Augen verlieren.

Das angestrebte Ziel, die wesentlichen Züge der Geschichte aller Orte der Gemeinde Nünchritz in schriftlicher Form aufzubereiten kann mit dieser Internet-Präsentation noch nicht erreicht werden. Zu viele Quellen konnten in der vorhandenen Zeit, seit der Gedanke einer Gesamtbetrachtung der Geschichte der Ortsteile existiert, nicht erschlossen und ausgewertet werden. So bleibt die Hoffnung und Erwartung, dass in den kommenden Jahren der Faden aufgenommen wird und in Form von Einzeldarstellungen zu den Ortsteilen oder zu bestimmten Themen möglichst umfassende objektive "Bilder" entstehen. Die Palette der möglichen Themen ist groß, wie aus den einzelnen Chronologien zu ersehen ist. Diese sind zum Teil lückenhaft oder teils stark gekürzt. Jeder belegbare Fakt der ergänzt wird, rundet das Bild. Eines kann aus der Erfahrung aller, die sich mit Ortsgeschichte beschäftigen gesagt werden - wer einmal dieser Faszination erliegt, kommt nicht mehr los davon.

Ute Keil
Leiterin der Arbeitsgruppe Historie zur 700 Jahrfeier der Gemeinde Nünchritz