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Historie

Kurzer geschichtlicher Überblick
der Gemeinde Mörlenbach


Mörlenbach besteht aus den Ortsteilen Mörlenbach-Mitte, Bonsweiher mit Erholungsort Juhöhe, Ober-Liebersbach, Ober-Mumbach, Vöckelsbach und Weiher und hat insgesamt 10.197 Einwohner (zum 31.12.2010).

Die Besiedlung des Raumes geht bis weit in die fränkische Zeit, etwa in der Mitte des 8. Jahrhunderts zurück. An Bedeutung gewann der Ort im 13. Jahrhundert durch die strategisch wichtige Lage an der Grenze zwischen Kurmainz und Kurpfalz. Von der damaligen Zeit, im Schloss und der Ortsbefestigung sind allerdings heute nur noch renovierte Mauerabschnitte zu sehen.

Der Ortsteil Ober-Liebersbach konnte 1977 das 1100-jährige Bestehen feiern, Ober-Mumbach beging im Jahre 1980 die 850-Jahrfeier, Mörlenbach selbst war 1995 1.200 Jahre alt.

Heute ist Mörlenbach überwiegend Arbeiterwohngemeinde, die Industriestädte Weinheim, Mannheim und Ludwigshafen liegen jeweils nur einige Kilometer von Mörlenbach entfernt.

Die Gemeinde liegt im Schnittpunkt der Bundesstraße 38 von Weinheim nach Fürth/Odenwald und der Landesstraße 3120 von der Kreisstadt Heppenheim über Wald-Michelbach zum Neckar hin. Eine Bahnlinie von Weinheim führt über Mörlenbach nach Fürth.

Dank einer klugen, ausgleichenden Verwaltungsführung hat sich die Großgemeinde Mörlenbach nach der Gebietsreform ohne jegliche Geburtswehen entwickelt und ist zu einem einheitlichen Ganzen geworden, ohne die Eigenständigkeit der einzelnen Ortsteile jedoch zu verlieren. Es ist der erklärte Wille der parlamentarischen Gremien, dass dies auch so bleiben möge.

Die Gemeinde Mörlenbach feierte 1995 ihr 1.200-jähriges Bestehen.

Eine Darstellung Mörlenbachs,
Siedlungs- und Verwaltungsmittelpunkt
in Form einer Übersicht


773
  • Kaiser Karl der Große überträgt dem 764 gegründeten Kloster Lorsch die Mark Heppenheim
795
  • erste urkundliche Erwähnung der bereits früher gegründeten Siedlung Mörlenbach
  • Ausbau der Besiedlung, erste urkundliche Erwähnung von (Ober-)Liebersbach 877, (Ober-)Mumbach 1130, Bonsweiher, Vöckelsbach und Weiher 1369
  • Ober-Mumbach und Vöckelsbach gehörten später zur Zent Wald-Michelbach, Bonsweiher zur Talzent (Lindenfels)
1232
  • das Kloster Lorsch geht mit allen Rechten in den Besitz der Kurfürsten von Mainz über, auch das Oberamt Starkenburg mit der Zent Mörlenbach
1461
  • der Erzbischof von Mainz verpfändet das Oberamt Starkenburg an Kurpfalz (wiederholter von der Herrschaft erzwungener Konfessionswechsel)
1590
  • Mörlenbach wird, im Gegensatz zu den anderen Hauptorten im Weschnitztal, wiederholt als Stadt bezeichnet
1618-48
  • Mörlenbach leidet wie das gesamte Weschnitztal unter den Schrecken des 30jährigen Krieges (Plünderungen und Pest) alle Höfe sind niedergebrannt, die Bevölkerungszahl schrumpft auf ein Sechstel; Kurmainz übernimmt wieder das Amt Starkenburg; Zuwanderung aus dem Schwarzwald und den österreichischen Alpengebieten in die katholischen, aus der Schweiz in die evangelischen Gemeinden.

gegen 1700
  • kriegerische Auseinandersetzungen mit französischen Truppen.
vor 1800
  • erneut Krieg im Weschnitztal
1803
  • das Oberamt Starkenburg kommt an Hessen (1806 Großherzogtum)
1820-1900
  • etwa 700 Einwohner der heutigen Gesamtgemeinde wandern nach Amerika aus, etwa ein Drittel ohne amtliche Erlaubnis
ab 1970
  • Gesamtgemeinde Mörlenbach durch Eingemeindungsverträge