Gehe zum Inhalt, überspringe Menüs

 

Portrait der Gemeinde Leegebruch

Leegebruch, umgeben von einer reizvollen Landschaft in einer fruchtbaren, wasserreichen Senke östlich des Glien mit gräbendurchzogenen Wiesen, kleinen Wäldchen in der Umgebung und in der Nähe der Metropole Berlin - das ist Leegebruch.

Leegebruch ist ein etwa 6.700 Einwohner zählender Ort mit einer sehr guten Infrastruktur und ist ideal an das Autobahnnetz und den Busverkehr angebunden. Zu Fuß oder per Rad kann man entlang der Luchwiesen die Natur genießen und vielleicht auch das ein oder andere einheimische Tier beobachten.

Ausgrabungen haben erwiesen, dass das Gebiet schon während der Steinzeit bis in die frühe Bronzezeit besiedelt war. Dies belegt die archäologische Fundstätte "slawischer Burgwall", heute Bodendenkmal, südöstlich der Gemeinde Leegebruch. Dort wurden u.a. Steinbeile, Steinmeißel und Bronzegegenstände gefunden.

Die Senke war reich mit Erlen, Eichen und Buchen bewachsen. Dem Erlenbewuchs verdankt das Leegebruch auch seine erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1622. Der brandenburgische Kurfürst Georg Wilhelm verbot den Bauholzverkauf "aus dem Legebruche zwischen Velten und Bötzow, weil das Erlenholz zu Grundpfählen für die Festung Spandau" gebraucht wird. Im Jahre 1832 wurde das benachbarte Bärenklau zum Hauptremontedepot für die kaiserliche Armee. Eine solche Einrichtung hatte die Aufgabe, die für das Militär erworbenen Pferde, sogenannte Remontepferde, solange auf den Weidenflächen zu pflegen, bis sie schließlich anstelle ausgemusterter Tiere bei der Reiterei oder im Troß eingesetzt wurden. Anschließend wurde in Leegebruch eine Außenstelle, ein Vorwerk, errichtet. Diese Ansiedlung bestand zunächst aus einem Gutshof, der von Pferdeställen umstellt war, einem Verwalterhaus, einem Krug und einem Remonteweg, auf dem die Pferde auch nach Bärenklau ins Hauptdepot geritten oder getrieben werden konnten. Später kam eine Schule dazu. Es handelt sich hierbei zweifellos um den Kern dessen, was heut noch das "Alte Dorf" genannt wird. Dort steht heute eines der ältesten Gebäude Leegebruchs: die alte Dorfkapelle. Diese Holzkapelle war ein Geschenk des Baumeisters Heinrich Mendelsohn aus Berlin, welche am 1. Adventssonntag 1930 eingeweiht wurde.

Am 01. Dezember 1928 erhielt Leegebruch den Status einer selbstständigen Landgemeinde.

1936 entschied das Reichsluftfahrtministerium den Bau eines Heinkel-Flugzeugwerkes bei Leegebruch. Mit heute nur schwer nachvollziehbarer Energie und einem hohen Tempo entstand in den Jahren zwischen 1936 bis 1939 die "Heinkel-Siedlung" in Leegebruch. Auf langen Straßenzeilen entstand Haus für Haus eine neue Großsiedlung, die den Betrieb des neuen Heinkel-Werkes überhaupt erst ermöglichte. In dieser Zeit stieg die Einwohnerzahl von 350 auf fast 6.000 an. Mit über 1.200 Einfamilienhäusern und jeweils ca. 700 m² Gartenfläche, ist sie eine der größten Werkssiedlungen Deutschlands. Mal als Doppelhäuser, mal als Einzelhäuser, zogen sich in Reihen die Gebäude der neuen Siedlung dahin. Es gab 12 verschiedene Haustypen, immer je einen von einem Straßenabschnitt bis zur nächsten Querstraße. Da fast jedes Haus gleich aussah, erhielt jedes Zweite ab 1938 am Giebel ein Hauszeichen (Tonplatte mit unterschiedlichen Motiven, wie Pflanzen, Tiere usw.). In diesen Häusern wurden die Arbeiter der Heinkel-Fabrik und deren Familien untergebracht. Die damalige Heinkel-Siedlung hat das Ortsbild von Leegebruch nachhaltig und unwiderruflich verändert. Dieser spezielle Charakter wird sicher auch in Zukunft beibehalten bleiben. Mit dem Wachstum des Ortes wurde das alte Schulhaus zu klein. Daher entstand am Weidensteg eine neue Schule, die ihren Betrieb am 20. Juni 1938 aufnahm. 1948 bis 1950 war sie die größte Schule des Kreises. In diesen Jahren wurden an ihr ca. 1.300 Schüler unterrichtet. Am 01. August 1946 gründeten 24 Personen die erste Genossenschaft der Messerschmiede. Ihr erstes Produkt war ein Küchenmesser, das sich durch eine hohe Qualität auszeichnete. In den Jahren 1946 bis 1955 hatte sich die Belegschaft der Messerschmiede verzehnfacht. Die hergestellten Produkte waren weltweit gefragt. Nur noch ein ganz kleiner Teil dieser ehemaligen Messerschmiede besteht heute noch. Mitte November 1950 wurde in Leegebruch das Landambulatorium eingerichtet und übernahm die gesamte medizinische Versorgung der Einwohner, vom Zahnarzt über Orthopädische Fürsorge und Medikamenten-Ausgabestelle bis hin zur Sauna war alles vertreten. Im Jahr 1952 wurde dann die neue Entbindungsstation in Betrieb genommen, in der bis Ende 1961 2258 kleine Erdenbürger das Licht der Welt erblickten.

1990 begann der große Bauboom. Es entstanden neue Wohngebiete und Wohnanlagen auf den noch freien, großen, innerörtlichen Flächen und ein modernes, großzügiges Ortszentrum. Die Gemeinde Leegebruch bietet mittlerweile alles, was man so zum Leben braucht. Der Handwerks- und Dienstleistungsbereich hat sich sehr gut entwickelt. Ein modernes Ärztehaus und ein sozialer Träger sorgen für die medizinische und sozialmedizinische Betreuung der Einwohner. Auch für die Betreuung und Bildung der Kinder ist gesorgt. Leegebruch hat mittlerweile eine Kindertagesstätte mit vier Standorten, eine Grundschule, einen Jugendclub, eine insbesondere auf Kinder und Jugendliche ausgerichtete Bibliothek sowie mehrere gut ausgestattete öffentliche Spielplätze. Durch hohe Investitionen in die vorgenannten Einrichtungen ist ein Standard erreicht worden, der die Gemeinde Leegebruch zu einer äußerst kinder- und familienfreundlichen Gemeinde hat werden lassen.