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Großgemeinde Calden

Eine Gemeinde zwischen Tradition und Fortschritt

Anfang der 1970er Jahre schlossen sich die Dörfer Meimbressen, Westuffeln, Obermeiser, Fürstenwald, Ehrsten und Calden zur Großgemeinde Calden zusammen. Eingebettet in eine reizvolle Landschaft bietet die Gemeinde attraktive Ausflugsziele. Schon Landgraf Wilhelm VIII. wusste die Schönheiten der Natur zu schätzen, als er hier sein Sommer- und Jagdschloss Wilhelmsthal bauen ließ. In den Dörfern sind noch viele romantische Fachwerkhäuser, Plätze und Straßenzüge in ihrer Ursprünglichkeit erhalten.

Detaillierte Informationen zur Geschichte der einzelnen Ortsteile der Gemeinde finden Sie im Internet unter: www.calden.de

Calden -
von der Steinzeit bis zum Rokoko

Calden, das der Großgemeinde den Namen gegeben hat, wurde 1107 erstmals urkundlich erwähnt.
Allerdings zeigt die Entdeckung eines Erdwerks und zweier Steinkistengräber, dass schon um 3700 v. Chr. Menschen hier gelebt haben. Die Caldener Kirche ist Johannes dem Täufer geweiht. Sie ersetzte eine alte Fachwerkkirche von 1606, von der ein Sakramentshäuschen erhalten blieb.

Sehenswert sind auch die Orgel mit ihrem schönen Rokokoprospekt aus dem Jahr 1781 und das von Hermann Pohl geschnitzte Altarbild.

Nicht weit von der Johanneskirche befindet sich das Heimatmuseum Kanngießer. Hier wird das dörfliche Leben anhand historischer Objekte wie Mobiliar, Gerätschaften und Maschinen wieder lebendig.

Ehrsten -
eine der ältesten Siedlungen der Region

Der Name Ehrsten deutet auf seine Gründung um das Jahr 500 n. Chr. hin. Damit gehört der Ort zu den ältesten Siedlungen der Region.

Die erhaltenen Fachwerkhäuser entstanden jedoch erst Ende des 17. Jahrhunderts. Vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammt ein Teil der Ehrster Kirche.
1778 wurde sie umgebaut und ist heute als spätgotische Saalkirche erhalten. Im Kirchenschiff wurden vor einigen Jahren eindrucksvolle ornamentale Wandmalereien freigelegt.

Die noch heute so genannten Landwehrteiche und Frankenteiche legen nahe, dass Ehrsten während der Sachsenkriege ein umkämpftes Grenzdorf war, dessen Schicksal eng mit dem der ältesten Burg Hessens, der Burg Schartenburg, verknüpft war.

Fürstenwald -
Ausgangspunkt für schöne Wanderungen

Fürstenwald wurde erstmals 1332 genannt. Bereits 1376 unterstanden das Dorf und seine Pfarrei dem Patronat der Hessischen Landgrafen. Ähnlich wie der Nachbarort Ehrsten besitzt auch Fürstenwald eine planmäßige Ortsstruktur. Im Ortskern befindet sich ein Karree mit der spätromanischen Kirche, deren Westturm noch immer auf eine Kirchhofanlage hindeutet.

Abgerückt vom Dorfkern liegt in einer parkähnlichen Gartenanlage ein 1910 gebautes herrschaftliches Jagdhaus. Heute gehört es zur Fachklinik Fürstenwald.
Fürstenwald ist durch seine Bahnanbindung und das Künstlercafé im ehemaligen Bahnhof ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen rund um den Dörnberg.

Meimbressen -
imposante Wehrkirche

Meimbressen liegt an dem kleinen Flüsschen Nebelbeeke. Der Ort kann auf eine über 1100-jährige Geschichte zurückblicken. Seit dem 14. Jahrhundert waren die Familien von Gudenberg die Grundherren. Schon 1356 setzte die Familie sich für die Ansiedlung von Juden im Ort ein. Bis 1933 existierten in Meimbressen eine große jüdische Gemeinde, eine jüdische Elementarschule und eine Synagoge. Meimbressen wird geprägt von einer exponiert am Hang stehenden Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert und dem Adelssitz der Familie von Gudenberg. Der 700 Jahre alte jüdische Friedhof kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Obermeiser -
es klappert die Mühle...

Obermeiser, schon 1074 in einer Urkunde als "minos Meischere" bezeichnet, liegt im schönen Tal der Warme. Wie alle umliegenden Dörfer hat es eine wechselhafte Geschichte erlebt. Die ältesten noch erhaltenen Gebäude stammen vorwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Mehrzahl von ihnen gruppiert sich um die Kirche, die 1771 errichtet wurde. Sie besitzt eine der ältesten Glocken der Umgebung. Im Westen des Dorfes findet sich ein zweiter, älterer Ortsteil mit der Mühle und dem vollständig erhaltenen Mühlgraben.

Westuffeln -
"Fachwerk en miniature"

Laut einer Urkunde von Kaiser Otto ging "Uvloun et altera ufloun" 965 in das Eigentum der Magdeburger Stiftskirche St. Moritz über. Von der romanischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die 1881 weitgehend abgebrochen wurde, ist noch der Westturm erhalten. Rund um die Kirche sind auch die ältesten Häuser des Ortes zu finden. Kennzeichnend für die Bebauung, vorwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert, sind die großen Bauernstellen mit nur einem bäuerlichen Wohnwirtschaftsgebäude. Diese sowohl von mitteldeutschen als auch von diemelsächsischen Einflüssen gekennzeichneten Bauernhäuser verleihen Westuffeln ein unverwechselbares Gepräge. Die traufseitig erschlossenen Gebäude besitzen einen Wirtschaftsteil mit großer Hofeinfahrt und einen separaten Wohnbereich mit einem repräsentativen Hauseingang.

Auf 1694 wird das "Fachwerk en miniature" datiert: Ein kleiner, quadratischer Predigerstand. Es ist das letzte in Deutschland erhaltene bauliche Zeugnis dieser Art.

Aktiv in Calden -
Wandern und erholen

Calden hat für seine aktiven Bürgerinnen und Bürger eine Menge zu bieten. Für den Wanderer und Spaziergänger bieten sich gleich mehre Möglichkeiten, sich entlang von beschilderten Wegen die Geschichte von Calden und den Ortsteilen zu erlaufen.
Ein sechs Kilometer langer Eco-Pfad führt Sie durch 5500 Jahre Zeitgeschichte. Beginnend am Schloss Wilhelmsthal, führt Sie die Beschilderung durch den historischen Tiergarten, das ehemalige Jagdgebiet der Landgrafen, zu den Zeugen der Jungsteinzeit. Vorbei an Steinkistengräbern und dem Erdwerk kommen Sie nach ca. zwei Stunden wieder am Schloss an. Bei den einzelnen Sehenswürdigkeiten stehen Hinweistafeln, die Sie über den geschichtlichen Hintergrund informieren.

Möchten Sie mehr über die Geschichte der einzelnen Dörfer erfahren, dann folgen Sie den Kulturwegen von Calden. Diese Themenwege zu Bereichen wie Architektur, Natur, Technik, Geschichte und Archäologie leiten Sie durch die gesamte Großgemeinde Calden und berühren, kreuzen oder decken sich oftmals mit weiteren Themenwegen. Diese Vernetzung ist Teil des Konzeptes.
Internet: www.eco-pfade.de/cald-00.html
Internet: www.kulturwege-calden.de

Rokokoschloss Wilhelmsthal

Ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist das nahe bei Calden gelegene Schloss Wilhelmsthal. Die wunderschöne Parkanlage lädt zu jeder Jahreszeit zum Verweilen und Flanieren ein und bietet dem Natur- wie dem Kunstfreund im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder neue Perspektiven. Die Gartenausstellung im Mai zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an und auch die zahlreichen Konzerte und Sonderaustellungen zeitgenössischer Kunst im Souterrain sind wahre Besuchermagnete. Das Schloss selbst gilt als eines der schönsten Rokokoschlösser Deutschlands. Die prachtvollen Schlossräume können während einer stündlichen Führung besichtigt werden.
Internet: www.museumkassel.de/index_navi.hp?parent=1319

Waldschwimmbad Calden

Erfrischung und Erholung finden Sie in dem idyllisch gelegenen Waldschwimmbad im Ortsteil Calden. Seine Lage mitten im Wald war namensgebend für das beheizte Freibad.
Im Jahre 1996 umfangreich saniert, bietet das Bad u.a. eine 23 m lange Rutsche, Breitspeier, Massage-düsen und Unterwasserbeleuchtung. Wer trockene Aktivitäten liebt, für den stehen Tischtennisplatte, Groß-Schachfeld und ein Beachvolleyballfeld auf den weiträumig angelegten Liegewiesen zur Verfügung.

Für das leibliche Wohl sorgt der ganzjährig geöffnete Gastronomiebetrieb mit Gaststätte, Kiosk und Freiterrassen. Gönnen Sie sich ein paar schöne Stunden in unserem Bad.