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Ortsteile

Nieder-Liebersbach

Nieder-Liebersbach ist mit ca. 1850 Einwohnern Birkenaus größter Ortsteil. Bis zur Gebietsreform in den 70er Jahren war der Ort eine eigenständige Gemeinde. Nieder-Liebersbach liegt in einem Seitental der Weschnitz, das von dem namensgebenden Liebersbach durchflossen wird. Der Ortsteil verfügt über einen Kindergarten, eine eigene Grundschule, eine evangelische und eine katholische Kirche. Ortsmittelpunkt ist der Dorfplatz mit dem denkmalgeschützten ehemaligen Rat- und Schulhaus von 1884 und dem Dorfgemeinschaftshaus (Feuerwehrgerätehaus).

Für eine besonders gute Verkehrsanbindung sorgt der nahe gelegene Saukopftunnel mit der direkten Zufahrt zu den Autobahnen A5 und A6. Sowohl Nieder- als auch Ober-Liebersbach (zur Gemeinde Mörlenbach gehörig) liegen zwischen zwei nahezu parallel verlaufenden Höhenrücken mit besonders schönen Ausblicken in den Odenwald. Der Liebersbacher Höhenweg ist Teil des Europäischen Fernwanderwegs E 1 von Frankfurt nach Pforzheim.

Bemerkenswert ist ein sehr intensives Vereinsleben mit knapp einem Dutzend Vereinen mit verschiedensten Abteilungen und einer neuen Sporthalle. Die Liebersbacher Sportakrobaten zählen zur deutschen Spitzenklasse.

Reisen

Die, bis zur hessischen Gebietsreform im Jahr 1970, selbständige Gemeinde Reisen kann auf eine über 1100-jährige Geschichte zurückblicken. Reisen wurde erstmals im Jahr 877 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1848 fand während der "Deutschen Revolution" eine Volksversammlung mit über 7000 Teilnehmern statt. Ein Gedenkstein aus Granit erinnert noch heute daran.

Das Wahrzeichen von Reisen ist der "Heilige Nepomuk". Diese denkmalgeschützte Sandsteinfigur aus dem Jahr 1745 wacht als Brückenheiliger auf der Weschnitz-Brücke.

Zahlreiche gut erhaltene bzw. liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser aus der Mitte des 19. Jahrhunderts prägen das Ortsbild. Daraus stechen optisch das "Alte Rathaus" mit seinem roten Sandstein sowie die sechs großen Kastanien am Bahnhof hervor. In der, unter Denkmalschutz stehenden, "Alten Schmiede" an der Weschnitzbrücke ist ein kleines Museum der Schmiedekunst untergebracht.

Umrahmt von der abwechslungsreichen Kulturlandschaft des Vorderen Odenwalds leben derzeit etwa 1240 Einwohner in dem beschaulichen Ort im Weschnitztal. Reisen liegt, wie Birkenau, sehr verkehrsgünstig: Es hat einen direkten Bahnanschluss der Weschnitztalbahn und eine schnelle Straßenanbindung zum Saukopftunnel. Der Bahnhof ist auch Ausgangspunkt einiger Wander- und Radwege, auf denen man die Umgebung von Reisen erkunden kann. Ein größeres Neubaugebiet "Mumbacherstraße" und kleinere Gewerbegebiete bieten gute Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft des Ortsteils. Der östlich gelegene Weiler Schimbach mit seinen landwirtschaftlichen Höfen am Talschluss gehört ebenfalls zu Reisen.

Löhrbach

Geschichte und Geografie
Erstmalig urkundlich erwähnt wird Löhrbach (damals Lerlebach) im Jahre 1071 in einer Vorschrift Heinrich IV. über den Reichs- und Besitzstand des Klosters Altenmünster im Lorscher Codex. "Zum Seelenheil des Reiches und zum Lebensunterhalt der Mönche" ging Löhrbach mit 14 Huben, einer Mühle, einem Waldanteil und einem Bach zusammen mit vielen anderen Ortschaften entlang der Bergstraße in den Besitz des Klosters über.

Löhrbach, im Talgrund des Kallstädter Baches gelegen und von drei bewaldeten Höhenzügen, dem Waldskopf, dem Kisselbusch und dem Götzenstein umgeben, schloss sich im Vorfeld der Gebietsreform Hessens 1971 der Gemeinde Birkenau an. Zur Gemarkung Löhrbach gehören der Weiler Schnorrenbach und der Ortsteil Buchklingen. Mit ca. 740 Einwohnern ist Löhrbach der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde.

Zahlreiche Wanderwege laden zu ausgiebigen Spaziergängen durch die Landschaft ein. Gleich an mehreren Stellen hat man einen traumhaften Blick in die Rhein-Ebene. Ausflugsziele wie das Schützenkreuz, der Götzenstein oder der Teufelsstein sind ebenfalls über die Ortsgrenzen bekannt und beliebt. Die jüngst eingeweihte Mountainbike-Strecke, die zu Teilen um und durch Löhrbach führt, stellt eine echte Herausforderung für jeden Radsport-Fan dar.

Der Schlepplift in Schnorrenbach wird nicht nur von Wintersportlern genutzt, sondern in den Monaten Mai bis Oktober kann Grasski gefahren werden.

Löhrbach bietet zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomiebetriebe. Gerade letztere bieten eine gutbürgerliche Küche in gemütlicher Atmosphäre und laden so manchen Wanderer zum Verweilen ein.

Erzeugerläden und Direktvermarktung
Wer Produkte direkt vom Erzeuger kaufen will, findet in mehreren Hofläden und einer Landmetzgerei ein breites Angebot landwirtschaftlicher Produkte wie z.B. verschiedenste Käsesorten von Ziege und Kuh, Wurstwaren und Fleisch, Äpfel, Äpfelwein, frische Eier und manch andere Leckerei.

Buchklingen

Das Dorf am Berg liegt landschaftlich ausgesprochen reizvoll inmitten einer panoramahaften Lage.

Der Blick schweift über Wälder, Wiesen und Felder. Darin eingebettet der Ort mit ca. 200 Einwohnern und dem weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Ausflugslokal "Grüner Baum".

Dörfliche Feste haben in Buchklingen eine lange Tradition. Beispielsweise das legendäre "Handkäsfest", bei dem sich der Gast mit allerlei Käsevariationen und Apfelwein verwöhnen lassen kann, oder das in der Region bekannte und beliebte "Schlachtfest".

Ebenfalls eine lange Tradition hat der Gesang in Buchklingen. Trotz seiner doch geringen Einwohnerzahl gibt es in Buchklingen drei aktive Chöre.

Um Buchklingen herum führt der Fernwanderweg E 1 und seit neuestem auch die Mountainbikestrecke Birkenau 1.

Hornbach

Hornbach erstreckt sich als Straßendorf mit etwa 660 Einwohnern über fast 3 km Länge in einem Seitental der Weschnitz.

Der Hornbach, der sich durch dieses schöne Tal schlängelt und dem Ort seinen Namen gibt, mündet am Nordrand der Kerngemeinde in die Weschnitz.

Im Gegensatz zu den anderen Birkenauer Ortsteilen gibt es keinen Durchgangsverkehr, und die ruhige Lage wirkt sich sehr positiv auf die Wohnqualität aus. Das gut ausgebaute Wegenetz rund um Hornbach bietet Einheimischen und Touristen herrliche Wanderungen mit schönen Ausblicken in den Odenwald und die Rheinebene.

Das Bild Hornbachs wird geprägt durch zahlreiche Fachwerk-Bauernhöfe, deren Entstehung zum Teil bis ins 16. und 17. Jh. zurückreichen.

Auch das Wahrzeichen von Hornbach, die "Hornbacher Sunn", ist ein Fachwerkhaus. Unmittelbar neben der "Hornbacher Sunn" wurde die Mehrzweckhalle gebaut. Sie ist die Heimat der Vereine, wird aber von der Gemeinde auch für größere gesellschaftliche Anlässe genutzt. Bis zu sieben Vereine prägen das sportliche und gesellschaftliche Leben des kleinen Ortsteils Hornbach.

Am Ende des Hornbachtales liegt das "Café Orchidee", das neben hausgemachtem Kuchen, Eisspezialitäten und kleinen Gerichten eine angegliederte Orchideenzucht besitzt, die dem Café ein ganz besonderes Flair beschert. Exotische Tiere wie Papageien und Affen, und ein Spielplatz für die Kleinen ergänzen das Ambiente.

Kallstadt

Der kleinste Ortsteil von Birkenau ist Kallstadt. Wobei es eigentlich falsch ist, Kallstadt als Ortsteil zu bezeichnen. Kallstadt war noch nie selbstständige Gemeinde und gehörte schon immer, auch vor der Gebietsreform, zur Kerngemeinde Birkenau.

Kallstadt liegt im Löhrbacher Tal, nur 1,5 km von Birkenau entfernt und besteht aus nur wenigen Häusern. Eines der ältesten Häuser der gesamten Großgemeinde steht jedoch in Kallstadt. Es ist das Bauernhaus der Familie Zopf aus dem Jahre 1580.