Gehe zum Inhalt, überspringe Menüs

 

Der Flecken Delligsen

Die Gemeinde
Der Flecken Delligsen gehört zur Region Leinebergland und wurde am 1. April 1974 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform aus den vormals selbstständigen Gemeinden Ammensen, Delligsen, Grünenplan, Hohenbüchen, Kaierde und Varrigsen gebildet.
Die Einheitsgemeinde hat heute etwa 8.000 Einwohner. Durch die direkte Lage an der Bundesstraße 3 ist die verkehrliche Anbindung Delligsens günstig, insbesondere in die nahen Städte Alfeld (Leine) - UNESCO Weltkulturerbe Fagus-Werk - die Bierstadt Einbeck, aber auch zur niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover und zur Universitätsstadt Göttingen.

Der Flecken Delligsen beherrscht die Hilsmulde, das heißt der Höhenzug des Hils umfasst von allen Seiten die Ortschaften der Hilsmulde, aus der die Wispe fließt. Auf diese Weise liegen Arbeits- und Erholungsbereiche nah beieinander. Das Angebot an Freizeiteinrichtungen ist groß. Sportplätze, zwei Freibäder, Tennisplätze, Sporthallen, Schießsportanlagen, Reithallen und eine öffentliche Sauna stehen zur Verfügung.

Das kulturelle Leben wird durch Theater-, Konzert- und Tanzveranstaltungen örtlicher Vereine bereichert. Hierfür, aber auch für andere Veranstaltungen, steht ein Festsaal mit großer Bühne und 400 Plätzen sowie Dorfgemeinschaftshäuser in Ammensen, Kaierde und Varrigsen zur Verfügung. Heimatmuseen in Delligsen und Kaierde und ein Glasmuseum in Grünenplan geben einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung des Raumes.
In allen Ortschaften des Fleckens Delligsen stehen herrlich gelegene Bauplätze zur Verfügung und auch für gewerbliche Neuansiedlungen hält die Gemeinde stets erschlossene Grundstücke bereit.

Die älteren Einwohner können ihren Lebensabend in altersgerechten Wohnungen sowie in Senioren- und Pflegezentren verbringen. Kranke und pflegebedürftige Menschen werden von Pflegediensten betreut.

Die Wirtschaft
Die Wirtschaft im Flecken Delligsen ist durch eine gesunde Mischung aus vorwiegend mittelständischer Industrie, Handwerks-, Handels- und Dienstleistungs- sowie landwirtschaftlichen Betrieben geprägt.

Gute Infrastruktur
Der Flecken Delligsen bietet eine sehr gute Infrastruktur. Die Gemeinde verfügt über eine Oberschule im Schulverbund mit der Samtgemeinde Duingen, über Grundschulen in Delligsen und Grünenplan, ausreichend Krippen- und Kindergartenplätze und Jugendräume sowie eine moderne Gemeindebücherei. Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium, Berufsschule und Berufsfachschulen bietet die Stadt Alfeld.

Zur geschichtlichen Entwicklung und dem Beginn der Industriealisierung
Ein Edelherrengeschlecht siedelte in der Hilsmulde und nannte sich zunächst »von Delligsen«, bevor es sich später nach dem Ort Hohenbüchen (»de Alta Fago«) nannte.
Noch älter ist die Überlieferung für Delligsen, als Disaldishusen (9. Jahrhundert) und für Kaierde, Cogarden (9. Jahrhundert), in dem die Gründerfamilien von Lamspringe und Gandersheim Schenkungen an das Kloster Corvey machten. 1007 wurde die Eringaburg in einer Grenzbeschreibung Bischof Bernwards von Hildesheim überliefert; die Eringaburg lag südlich von Delligsen.

Die herzögliche Carlshütte wurde 1735 gegründet und verwendete die Wasserkraft der Wispe und das Holz aus dem Hils zur Verhüttung der dortigen Eisenerze.
Diese Industrietradition existierte ungebrochen bis 1901; dann folgten eine unstete Unternehmensentwicklung am Standort gepaart mit einigen Umbenennungen bis zum endgültigen Aus für die Friedrich-Carl-Hütte im Jahr 1984.
Für die Eisenverhüttung waren große Mengen Holzkohle nötig, die in den Hilswäldern gewonnen wurden. Kaierde und Varrigsen wuchsen dadurch zu Köhlerdörfern heran. In Kaierde produziert seit 1874 eine Pappenfabrik an der Wispe Kartonagen.
Die frühe Industriealisierung prägte nachhaltig das Gesicht der Hilsdörfer. Das Anwachsen der Bevölkerung schuf einen größeren Absatzmarkt, für den seit dem 18. Jahrhundert in Delligsen jährlich zwei Krammärkte stattfanden.
Daher führt Delligsen seit 1802 den Titel "Flecken".
Insbesondere das Glasmachen im Hils hat eine lange Tradition. Es lässt sich anhand von Grabungsfunden bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen.
Weltweit bekannt ist die im Jahre 1774 von Herzog Carl I. von Braunschweig errichtete »Spiegelhütte«, »Zum grünen Plan« genannt, die jetzige SCHOTT AG im heutigen Grünenplan, das älteste Werk der glaserzeugenden Industrie in Niedersachsen.

Die Voraussetzungen für eine frühe Industrialisierung waren im Hils durch das Vorhandensein von Ton, Eisenerz, reichlich Holz, Quarzsand und Wasser gegeben.

"Wandern auf dem Ith-Hils-Weg"
Der Ith-Hils-Weg verläuft entlang historischer Türme, Seenlandschaften und bizarren Felsformationen sowie Höhlen. Er ist bestens ausgeschildert und sowohl für erfahrene Wanderer als auch für Einsteiger ein besonderes Erlebnis. Auf dem rund 81 Kilometer langen Rundweg kann man die vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft mit den Höhenzügen Ith und Hils sowie weiteren Erhebungen hautnah erleben.
Von Coppenbrügge aus verläuft der Ith-Hils-Weg über den Ithkamm nach Südosten bis Holzen, einem Ortsteil der Raabestadt Eschershausen. Hier geht es in östlicher Richtung über den Hils nach Grünenplan und dann wieder südöstlich nach Kaierde. Hinter Kaierde schwenkt der Ith-Hils-Weg in einem Bogen nach Norden bis zur Ortschaft Delligsen und folgt dann in nordwestlicher Richtung dem Steinberg und dem Reuberg bis zur Lippoldshöhle. Über die Höhenzüge des Duinger- und des Thüster-Berges geht es weiter nach Nordosten durch Salzhemmendorf bis nach Lauenstein und dann wieder durch den Ith zurück nach Coppenbrügge.

Weitere Informationen unter www.ith-hils-weg.de.

Hinweise zu Rad- und Wanderrouten in der Region finden Sie im Internet unter www.delligsen.de.