Gehe zum Inhalt, überspringe Menüs

 

Gemeinde Buckautal

Ortsteil Buckau

An den Ausläufern des Hohen Fläming gelegen an der Bundesstraße 107 finden wir das kleine Dorf "Buckau". Der Ortsname "Buckau" kommt aus dem slawischen und bedeutet "Rotbuchendorf". Die Endung -au- weist auf die Lage am Wasser hin. Durch den Ort fließt ein Bach gleichen Namens (die Buckau), der die beiden Ortsteile Buckau und Pramsdorf voneinander trennt. Bis zum Jahre 1952 waren es zwei selbständige Orte. Die lebhafte Geschichte dieses Dorfes seit der urkundlichen Erwähnung (nachweislich in einer Urkunde von Otto dem II. aus dem Jahre 965) ist mit Begebenheiten und dem Leben auf dem Dorfe zu verschiedenen Zeiten gut dokumentiert. Es steht jedoch fest, dass der Ort viel älter ist. Mit Unterstützung der Bürger führt der Heimatverein die Chronik fort. Zeugnisse erster Besiedlung finden wir in nördlicher Richtung angrenzend am alten slawischen Dorfkern (im Volksmund liebevoll "Wurstwinkel" genannt). Hier befand sich eine slawische Burg, die heute als Bodenerhebung erkennbar ist.

Die Gemarkung Buckau liegt zum überwiegenden Teil im Naturpark Hoher Fläming. Wir finden hier überwiegend Hügellandschaft, auf dem ausgedehnte Wälder und auch ein Teil des Ackerlandes liegen. Im Bereich der Bäche liegen sehr großflächige Wiesen mit entsprechendem Bewuchs. Besonders der nahe gelegene größte Quellkessel im Land Brandenburg "der Gesundbrunnen", dessen Wasser die Forellenzuchtanlage speist, schrieb und schreibt Geschichte. Der Name "Gesundbrunnen" kommt daher, dass ein Kuhhirt, der das Quellengebiet als erster nach dem Unwetter vom 23. Mai 1659 entdeckte, dieses als heilkräftig ausgab. Deshalb wurde die Kirche von Buckau damals für kurze Zeit zur Wallfahrtskirche. Ohne Sorge kann man das Quellwasser trinken. Das ganze Gebiet ist als Flächennaturdenkmal ausgewiesen.

Das Gestüt Buckautal mit Pension, die Agrar-Genossenschaft und auch andere Gewerbetreibende sind hier ansässig. Der in Buckau ansässige Reit- und Fahrverein lädt alljährlich auf den Reit- und Turnierplatz zum großen Dressur- und Springturnier ein.

Die Freiwillige Feuerwehr in Buckau besteht seit dem Jahre 1894. Der Heimatverein, der Feuerwehrverein und der Dorfkirchenverein organisieren aktives kulturelles Dorfgemeinschaftsleben.

Ortsteil Dretzen

Abseits jeder viel befahrenen Bundesstraße liegt in 85 m Seehöhe, eingebettet in ausgedehnte Wiesen und angrenzende Wälder, der Ort Dretzen an den Ausläufern des Hohen Fläming. Grundmoränen mit sanften Oberflächenformen prägen das Landschaftsbild um Dretzen. Der Name des Ortes leitet sich aus dem altslawischen DROWO (Holz) bzw. DREWO (hinter den Holzungen) ab. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1552 im Einkommensverzeichnis des Bistums Brandenburg.

Nachdem Dretzen im 16. Jahrhundert wüst geworden war, diente es als Vorwerk und wurde von Ziesar aus landwirtschaftlich genutzt. 1763 kam es zur sogenannten "Fredericianischen Neugründung" wüster Dörfer. Hierbei erfolgte die Neubelebung des Ortes Dretzen an seiner jetzigen Lage. Am ursprünglichsten erhalten geblieben ist das 1763 errichtete Haus in der Dorfstraße 1.

Acht Kolonisten aus Sachsen und Anhalt-Zerbst wurden mit Boden und Vieh als zinspflichtige Erbpächter ausgestattet. Weitere Bauern und Tagelöhner siedelten sich in der Folge an, Anfang des 20. Jahrhunderts hatte der Ort fast 300 Einwohner. Die landwirtschaftliche Nutzung prägt das Ortsbild auch in der Gegenwart. Am Ortsrand liegt eine moderne Milchviehanlage, Felder und Weiden werden intensiv bewirtschaftet.

Im Dorfkern liegt die 1907 aus Backsteinen erbaute Kirche mit der alten Schule und dem Dorfplatz mit Fußballplatz und neu gestalteten Spielplatz. Dretzen ist ein kinderfreundlicher Ort, in dem viele junge Familien zu Hause sind. Das Schul- und Bethaus, errichtet von Auguste Victoria (Frau Friedrich Wilhelm II.) im Jahr 1908, ist Mittelpunkt vielfältiger Aktivitäten, die das Dorfleben prägen.

Die reizvolle Landschaft inspirierte bereits den Maler Professor Otto Altenkirch (1875-1945), der 1927 einen Feldweg nach Dretzen und 1931 den Rotpfuhlbach bei Dretzen in seinen Gemälden festhielt.

Ortsteil Steinberg

Friedrich der Große holte Kolonisten ins Land.

Steinberg wurde 1763 durch die Ansiedlung von Kolonisten gegründet. In der durch Friedrich des Großen unterzeichneten Ansiedlungsurkunde heißt es:"..., 12 Kolonisten, Gottfried Liebener und Consorten, wurde das Ziesarsche Amts-Vorwerk Steinberg für einen jährlichen Canon von Fünf Hundert Drei und Achtzig Talern 9 Groschen in Erb-Pacht überlassen,..."

Es ist ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Nach einem Brand, der das gesamte Dorf verwüstete, wurde Steinberg um 1861 in seiner jetzigen Form aufgebaut.

In der Mitte des Dorfes befindet sich die Kirche. Im Jahr 1903 wurde sie nach einjähriger Bauzeit eingeweiht. Staatliche Förderungen ermöglichten 1995 die Erneuerung des Kirchendaches.

Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses mit Gemeindesaal (100 Pers.) brachte neuen Schwung ins Dorf. Durch den Feuerwehrverein Steinberg wird in den letzten Jahren ein reges Gemeinschaftsleben gefördert. Hervorzuheben ist hier das alljährliche "Steinberger Dorffest", welches traditionsgemäß immer am 1. Sonnabend im September stattfindet. Das Gemeindehaus ist für jedermann nutzbar. Buchungsanfragen sind an den Feuerwehrverein Steinberg zu richten.