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Stadt Ziesar

Die Stadt Ziesar liegt am Höhenzug des idyllischen, mischwaldbesetzten Flämings. Die Stadt grenzt an das Fiener Bruch. Dieses Bruch ist eine Wiesen- und Weidelandschaft von lieblichem Reiz.

Ziesar mit den Ortsteilen Bücknitz, Glienecke mit Grebs und Köpernitz
Einwohner: 2.800
Bundesland: Brandenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark

Die Stadt Ziesar ist Sitz der Amtsverwaltung des Amtes Ziesar.

Die Stadt bei der Burg

Der slawische Name Zi-e-sar bedeutet "Ort hinter dem See". Ursprünglich auf einem Höhenrücken zwischen Seen und Flußläufen gelegen, entstand in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts am bedeutenden Handelsweg zwischen Magdeburg und Brandenburg eine neue Siedlung im Schutz der gleichnamigen Burg. Ihr Zentrum bilden die Heilig-Kreuz-Kirche und das Rathaus, vor dem bis zum frühen 18. Jahrhundert ein Roland stand. Die in diesem Bereich breit auslaufende Straße dient bis heute als Markt.

Mit dem Ausbau der Burg Ziesar zur Residenz der Bischöfe von Brandenburg erhielt Ziesar vermutlich 1373 das Stadtrecht von Bischof Dietrich von der Schulenburg (1365-1393) verliehen. Doch eine Residenzstadt ist Ziesar nicht gewesen, sondern eine Stadt an der Burg der Bischöfe. Auch nach dem Ende der bischöflichen Residenz infolge der Reformation blieb die Burg Verwaltungsmittelpunkt. In der Stadt selbst wurden nur wenige Behörden wie das Amtsgericht (von 1879 bis 1943) ansässig. Abseits der zentralen Eisenbahnverbindungen blieb Ziesar eine von lokalem Handel und Gewerbe geprägte Kleinstadt. Bis ins 20. Jahrhundert spielten die Tonwarenindustrie und das Töpferhandwerk eine bedeutende Rolle.

Ortsteil Bücknitz

Bücknitz wurde 1420 erstmals erwähnt. Der Ortsname ist slawisch und bedeutet "Ort, wo Rotbuchen wachsen". Zu Bücknitz gehören drei Mühlen: die Eulenmühle mit Wasserrad und Gaststätte, die Krügermühle (Industriedenkmal und Museum) und die Herrenmühle (Ruine). Das älteste Gebäude im Dorf ist die aus Feldsteinen errichtete Kirche mit einem Taufstein aus dem 13. Jahrhundert. Jährlich lädt der Förderverein der Bücknitzer Kirche zur Sommerkonzertreihe ein. Im Ort gibt es noch eine Forellenzuchtanlage, das Gasthaus Lorenz und das Eiscafé Gumpert.

Ortsteil Köpernitz

Der Ort Köpernitz wurde 1420 erstmals urkundlich erwähnt. Heute leben hier ca. 150 Einwohner. Der Ortsbeirat organisiert Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten, z. B. den Weihnachtsmarkt, das Osterfeuer und das Krippenspiel. Besonders hervorzuheben ist die Imkerei "Bienen-Krüger", die hochwertige Bienen- und Honigprodukte aus dem Fläming selbst herstellt und vertreibt.

Ortsteil Glienecke

Glienecke wird erstmals in einer Urkunde des Bischofs Siegfried von Brandenburg aus dem Jahre 1216 erwähnt. Der Ortsname leitet sich aus dem slawischen Wort "glina" ab, was soviel heißt wie "Ort, wo es Lehm gibt" bzw. "Siedlung auf lehmigem Boden". Glienecke liegt zwischen Fiener Bruch und den Ausläufern des Flämings. Ausgedehnte Weiden, Äcker und Wälder prägen die Landschaft. Landwirtschaft wird hier bis heute betrieben.